Niederlande planen Steuer auf unrealisierte Gewinne ab 2028 - das Ende der privaten Vorsorge

Es geht um das Arbeiten für einen angemessenen Lohn. Das weißt du auch, es ist dir egal, du willst provozieren, ok.

Ansonsten ist es schade, dass hier so viel durcheinander geworfen wird. Gibts denn nicht mal einen Holländer, der etwas Licht ins Dunkel bringen kann?

Selbstbewohnte Immobilien sind nicht betroffen, nur vermieteter Besitz (is das nicht was für dich, Doc?)

Genau das wird eben nicht passieren. Es zählt nämlich kein Geld dazu, was in eigenen Unternehmensstrukturen steckt. Und Leute mit sehr viel Geld finden viel leichter Möglichkeiten, ihre Gelder so umzulenken, dass es am Ende wieder in erster Linie die Masse der Kleinsparer trifft.

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Ahhhhhhh. ;)

Das muss ich mir gleich mal abheften für die nächste Kapitalismusdebatte. ;)

Hatten wir hier schon elfendrölfzig mal. Die Frage, was ist angemessen, bleibt der ewige Zankapfel. Und dass Kapitalisten alle böse sind. Natürlich.

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Das habe ich z.B. so nie gesagt. Ich spreche immer über das System in der Regel. Aber auch das wird ja permanent ignoriert und mir etwas in den Mund gelegt und unterstellt, was halt so nicht stimmt.

Was angemessen ist, ist auch nicht schwer eigentlich. Frag dich halt einfach selbst für welchen Lohn du freiwillig, also wirklich freiwillig, ohne existentielle Not, arbeiten gehen würdest oder nicht.

Und wenn du für einen Lohn das nicht tun würdest, dann akzeptier das doch auch von anderen nicht, die es eben oft müssen weil sie keine Wahl haben.

Hab grad keinen Bock, deine zig Tiraden rauszukramen, in denen es darum ging, wie schrecklich gierig, ausbeuterisch und sowieso gänzlich unmöglich der Kapitalst als solcher sei.

Was hat denn meine Lohnvorstellung mit anderen zu tun? Ich finde nicht, dass eine Reinigungskraft genausoviel verdienen müsse wie ich, genauso wie ich nicht so viel verdienen muss wie ein Herzchirurg.

Ich sage allerdings auch nicht, dass die Reinigungskraft nicht mehr verdienen DARF. Wenn jemand bereit ist, ihr den Lohn eines Chirurgen zu zahlen - why not?

Aber wir sind thematisch - mal wieder - im Sozialismus Faden…

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Wirst du in der Form auch nicht finden.

Aber ja…

Katja, ich hab nochmal ein heißer Take :grin:

Durch so eine Besteuerung verkaufen die Niederländer nach und nach ihre bitcoin. Jedem Verkauf steht ein Kauf gegenüber. Und ratet mal wer die bitcoin kauft. Bestimmt nicht andere Niederländer. Denn die werden Assets mit möglichen hohen Kurssteigerungen zukünftig eher meiden. Die bitcoin fließen also langfristig zu den Haltern in Länder mit steuerfreundlicher Gesetzgebung. Während solche Länder den Weg zu mehr Souveränität einschlagen, passiert mit den Niederlanden das Gegenteil.

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:orange_heart:

Ich fürchte nur, die niederländischen Bitcoiner sind genauso klug, und verkrümeln sich zeitig.
Aber falls nicht:
:money_mouth_face:

ach du glaubst also das das obere 1% nur in dieser Anlageform sein Geld hat und weder Bitcoin noch Aktien noch Gold hält? Schlaf weiter

Auch Unternehmen können Aktien und Bitcoin besitzen.

Wenn ich in den Niederlanden wäre, und meine privaten Bitcoin los werden müsste (in D natürlich derzeit Quatsch), würde ich meiner Firma ein Darlehen geben über den Wert der Bitcoin, und würde in der Firma Bitcoin davon kaufen.

Aus die Maus. Analog Aktien, Gold…

Sind diese Assets mit hohen Kurssteigerungen im Raum mit uns? :grin:

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Ja du hast richtig zwischen den Zeilen gelesen :lasereyes:

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Und du glaubst, dass sich das obere 1% vom Staat 36% auf unrealisierte Gewinne abnehmen lässt?

Gute Nacht!

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Ich traue dem Staat alles zu.

Schritt 1: Einführung eines Vermögensregisters
Schritt 2: Besteuerung unrealisierter Gewinne wie in den Niederlanden.
Schritt 3: Besteuerung nicht mehr nach Wohnort sondern nach Staatsangehörigkeit, egal wo man sich aufhält.

Damit ist der Sack zu.

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In den USA ist das ja schon so xD

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Menschen bewegen sich ebenfalls und Kapital ist heute mobiler als je zuvor.

Ich lebe selbst als Deutscher in Vietnam. Von Deutschland habe ich mich komplett abgemeldet. Länder wie Vietnam oder auch Thailand gehen aktuell deutlich entspannter mit Bitcoin um. Dass immer mehr Menschen ihren steuerlichen Wohnsitz verlagern, ist kein Zufall. Das ist kein ideologischer Akt, sondern eine rationale Reaktion auf Rahmenbedingungen.

Die Welt globalisiert sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch individuell. Digitale Arbeit, Remote-Strukturen und mobile Vermögenswerte machen Standortwahl zu einer realen Option, zumindest für einen Teil der Bevölkerung.

Ich bin kein Steuerberater aber grundsätzlich gilt: Wer sich über 183 Tage im Jahr in einem anderen Land aufhält und dort steuerlich ansässig ist, unterliegt in der Regel auch dort der Besteuerung. Das ist keine Revolution, sondern bestehendes internationales Steuerrecht.

Wenn eine Jahreshaltefrist wegfällt oder unrealiserte Gewinne besteuert werden, werden Menschen ihre Entscheidungen anpassen. Das ist kein Widerstand, das ist Anpassung. Strukturen erzeugen Reaktionen.

Was die Besteuerung nach Staatsangehörigkeit betrifft, also unabhängig vom Wohnort, halte ich das für deutlich unwahrscheinlicher, zumindest in Europa. Das wäre ein massiver Bruch mit bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen und internationalen Steuerprinzipien. Solche Schritte sind politisch extrem aufwendig und wirtschaftlich riskant.

Man sollte nicht unterschätzen, wie sehr Staaten auch im Wettbewerb zueinander stehen. Wenn ein Land zu restriktiv wird, entstehen automatisch attraktivere Alternativen anderswo.

Ich würde das Ganze daher weniger als „der Sack ist zu“ sehen, sondern eher als ein dynamisches Gleichgewicht: Staaten regulieren, Menschen reagieren, Kapital fließt, neue Jurisdiktionen entstehen.

Niemand kennt die Zukunft. Aber vieles, was wir gerade sehen: Auswanderung, steuerliche Arbitrage, Standortwahl usw wirkt auf mich nicht zufällig, sondern systemisch.

Rahmenbedingungen ändern sich. Menschen positionieren sich relativ dazu.

Aber genau das zeigt auch, wie komplex und unattraktiv so ein Modell in der Praxis ist. Jedes Jahr geben Menschen ihre US-Staatsbürgerschaft auf.

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Ja true. Ein Kumpel von mir hat einen deutschen und USA Pass und muss einfach auf Bitcoin nach einem Jahr haltefrist Long-Term Capital Gains Tax an die USA abdrücken, sobald er verkauft :weary_face:

Aber genau deshalb geben auch jedes Jahr Menschen ihren US-Pass ab (Renunciation of Citizenship).

Aber die Hürde ist sehr groß.

USA ist Herkunft, Familie, Kultur. Das gibt man nicht „nur wegen Steuern“ auf. Da kommt es auch auf den Betrag drauf an. Man weiß nie, ob man zurückziehen, arbeiten oder investieren will. Wahlrecht, Zugang zu bestimmten Jobs, Sicherheit im Krisenfall. 2.350 USD Gebühr, Termine, Papierkram, 5 Jahre Steuer-Compliance. Bei höherem Vermögen kann es teuer werden. Pass abgeben fühlt sich wie ein irreversibler Schnitt an.

Nicht jeder optimiert maximal rational. Viele gewichten Stabilität höher als steuerliche Effizienz.

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2026 Long-Term Capital Gains Tax Rates (based on taxable income)

  • 0% Rate: Single/Married Filing Separately up to $49,450; Head of Household up to $66,200; Married Filing Jointly up to $98,900.

  • 15% Rate: Income above the 0% threshold up to $545,500 (single), $306,850 (married filing separately), $579,600 (head of household), or $613,700 (married filing jointly)

  • 20% Rate: Income above the 15% threshold.

=> Bis knapp 100k keine Steuer, bis 600k 15%
Deutlich besser als Niederlande würde ich meinen

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