Kernaussage: Die Niederlande planen ab 01. Januar 2028 einen radikalen Tabubruch: Steuern auf unrealisierte Gewinne bei Bitcoin und Aktien.
Das alleine wäre ja keine neue Diskussion, es gibt ja auch in Ländern schon eine moderate Vermögenssteuer oder in Deutschland die ETF-Vorabpauschale.
Ich habe nun ChatGPT und GROK zu Details dieser Steuer in den Niederlanden gefragt - die Ergebnisse sind deckungsgleich und ebenso schockierend.
Hier die Kernpunkte:
Steuersatz: 36 % Flat-Rate-Steuersatz
Die Besteuerung der tatsächlichen Rendite in Box 3 soll grundsätzlich mit einem einheitlichen Steuersatz von 36 % erfolgen.
Das bedeutet: Egal wie hoch der tatsächliche Gewinn aus Wertsteigerungen, Zinsen, Dividenden oder anderen Erträgen ist – dieser wird pauschal mit 36 % besteuert, sobald du ihn erzielst (unrealisiert oder realisiert).
Neuer steuerfreier Betrag („tax-free result“)
Statt eines steuerfreien Vermögens (wie bisher) wird es einen steuerfreien Ertrag geben, also einen Betrag aus dem Ergebnis, der nicht besteuert wird.
Dieser steuerfreie Betrag liegt bei 1 800 € pro Person pro Jahr
Einfache Beispielrechnung:
Du hast 1 Bitcoin. Der legt von Januar - Dezember um 30.000 Euro an Wert zu. Du verkaufst nicht.
30.000 Euro minus 1.800 Euro Freibetrag = 28.200 Euro unrealisierter Wertzuwachs.
Darauf 36 % Steuer → Du schuldest dem Staat 10.152 Euro.
Hast Du das Geld nicht bar zur Verfügung, verabschiedest Du dich von 0,1 Bitcoin, nur um in DIESEM Jahr die Steuer zu bezahlen. So geht der Bestand irgendwann im Laufe vieler Jahre gegen NULL.
Der Staat ist übrigens auch in Deutschland gnadenlos wenn es bei Unternehmen, nach einem besonders guten Jahr, um die Steuervorauszahlungen im nächsten (nicht mehr so tollen) Jahr geht.
Das ist kein solider Plan. Außer Du willst die BTC nie wieder auf irgendeine Börse transferieren um Fiat zu erhalten. Oder generell von der Adresse, die der Staat dann auch kennt, jemals wieder bewegen. In dem Fall könntest Du damit durchkommen.
Darauf würde ich nicht wetten, lt. ChatGPT sieht es wie folgt aus:
Einführungswahrscheinlichkeit dieses Gesetzes in den Niederlanden:
Wahrscheinlich, aber nicht garantiert.
Hier die Faktoren, die dafür sprechen:
Das Gesetz wurde bereits eingebracht und ist im normalen Gesetzgebungsprozess.
Der politische Wille, das bestehende Box-3-System zu reformieren, ist stark, weil es schon mehrfach rechtlich angegriffen wurde und derzeit Übergangsregelungen gelten.
Viele Parteien haben signalisiert, dass sie ein System auf Basis tatsächlicher Renditen statt fiktiver Renditen wollen (auch wenn sie über Details noch streiten).
Die Beispielrechnung (mit der Annahme dass der Bitcoin ca. 100 k€ wert ist) zeigt, wie nachteilig in einem solchen Szenario Assets mit hoher prozentualer Wertsteigerung sind. Man muss prozentual auch sehr viel vom Bestand abgeben.
Wären die 30 k€ Wertsteigerung auf Basis von 1 Mio. € entstanden, ist die prozentuale Abgabe bezogen auf den Bestand viel geringer.
Das ganze scheint mir so absurd zu sein dass ich ziemlich sicher bin, dass nur ein Entwurf ist. So wie es bei uns auch ziemlich verrückte Gesetzesentwürfe gibt, die nie durchkommen.
Da hast Du 100 % recht. Da braucht man sich als in den Niederlanden ansässiger Bitcoiner keine Illusionen machen. Kommt das Gesetz so, wie es eingebracht wurde, braucht man entweder einen Job mit sehr gutem Gehalt, das man dann an den Staat wg. der Wertsteigerung der Bitcoin abgibt - man arbeitet also quasi nur noch um sein Asset zu halten.
Oder man wird bei langer Haltedauer einfach in Grund und Boden enteignet.
Es braucht sich auch niemand Illusionen darüber machen, dass die deutschen Finanzpolitiker sich das nicht exakt anschauen und dann ebenfalls so ähnlich einführen wollen.
ChatGPT schätzt die Einführungswahrscheinlichkeit auf 60-80 %. Was ich besonders schockierend finde, weil ich bis heute noch gar nichts davon gehört hatte.
Evtl. gibt es noch Änderungen im Detail, aber der KERNPUNKT ist, dass es keinen Schutzbetrag bei der Vermögensgröße geben soll, sondern man an den realen, aber NICHT realisierten Wertzuwachs ran will. Ob der Freibetrag nun 1.800 oder 5.000 Euro beträgt ist ehrlich gesagt egal.
Das wäre schon sehr hoch. Kann ich mir nicht vorstellen, dass das so kommt, so eine Steuer wurde ja schon in fast jedem EU Land vorgeschlagen und ist nirgends gekommen, da ist die Aktienlobby auch viel zu groß, oder gibt es ein Land?
Wenn sie kommt, dann ist das ein schwerer Schlag für das Vermögen der Bürger.
Und wenn er um 600% in 2030 gestiegen ist und dann 2031 wieder fällt, musst du alles verkaufen und dich verschulden um deine Steuern zu bezahlen
Ich gehe zwar davon aus, dass man dann im darauffolgenden Jahr die Steuer zurückerhält, weil man ja dann ohne Gewinn verkauft hat und “vorab” schon “zuviel” Steuern gezahlt hat, aber das wäre dann natürlich Game Over.
Das Verrückte an solch einer Situation wäre ja folgendes:
Man führt einen harten und riskanten Kampf gegen die Inflation und Entwertung des eigenen Vermögens. Den man dank Recherche und klugen aber nicht sicheren Investitionen sogar gewinnt oder zumindest überlebt.
Und am Ende der Reise steht in diesem Szenario dann wieder der Staat vor deiner Tür und sagt: “Schön, dass Du so fleißig, risikobereit und damit erfolgreich warst. Aber jetzt gehört das so Erwirtschaftete mir.”
Der Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung endet also NICHT bei der Auswahl des richtigen Assets. Der Endboss ist dann die mögliche Wegnahme deines Erfolgs.
Du kannst gerne 2 KI’s dazu befragen, ob Du zu anderen Ergebnissen kommst. Oder Du bist Insider was niederländische Gesetzgebung angeht, dann lass uns teilhaben.
Eine seriöse Quelle dazu würde ja schon reichen. Der, der behauptet, in dem Fall diese MissCrypto hätte die Quelle dazu angeben müssen. Wenn ich das richtig gesehen habe, hat sie das nicht. Ich habe gegoogelt und nichts seröses dazu gefunden.
Abgesehen davon reicht auch schon der gesunde Menschenverstand, um einzuschätzen, dass ein solches Vorhaben an der praktischen Umsetzungen scheitern müsste. Ergo aller Wahrscheinlichkeit SO wie beschrieben auch weder als Vorhaben noch als Umsetzung.
Die Sache ist doch eher, dass, wenn du dich permanent in einer solchen Blase bewegst die Enteignungsängste und Ängste vor dem Staat usw. schüren sowas sofort bei vielen auf fruchtbaren Boden fällt. Ähnlich wie in der Impfgegnerbubble damals. Was da alles bei aller berechtigten Kritik und bei allen berechtigten Sorgen zusätzlich noch für ein Scheiß verbreitet wurde, geht ja auf keine Kuhhaut.