Mehr Bitcoin als BlackRock: Michael Saylors Strategy überholt Spot-ETF IBIT

Es ist kein Scam, weil er ja offen kommuniziert, was er da treibt.

Was die Meisten hier nicht verstehen ist, dass niemand in einer Regierung oder einem großen Techkonzern sagen wird:

”Hey, schaut mal Bitcoin an, da könnten wir unsere Reserve anlegen. Ignorieren wir einfach, dass einer seit Jahren auf Kredit dieses Asset kauft und mit mittlerweile 15 % des Gesamtbestands (wenn er 3 Mio. hat) quasi das größte denkbare Risiko für den Preis darstellt.”

Wollte nur mal einwerfen das die STRC Käufer keinen Anteil an den gekauften Bitcoin haben, so wie ich das verstanden habe sind das „nur“ die Geldgeber damit Strategy weiter Bitcoin kaufen kann. Die MSTR Käufer haben dagegen einen Anteil des Bitcoin Bestandes.
Falls ich teilweise oder sogar komplett daneben liege dann berichtigt mich bitte.

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Die STRC-Käufer sind ebenfalls Aktionäre, allerdings ohne Stimmrechte im Unternehmen. Sie werden allerdings im Falle einer Insolvenz vor den Haltern der Stammaktie MSTR aus der Insolvenzmasse bedient. Fraglich ist allerdings, ob ein MSTR-Halter seine Stimmrechte überhaupt in der Praxis wahrnehmen kann bzw. will.

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Bezweifle ich dass das so gesehen wird. Realistischer ist für mich dass die USA das regulieren werden um das Risiko zu minimieren. Beispielsweise das Saylor rechtlich gar nicht die Möglichkeit hat so viel Bitcoin auf den Markt zu werfen. Für die Sicherheit der Dividenden genügt ja ein gewisser Spielraum als Notfallplan.

Auch glaube ich dass Staaten irgendwann die Verwahrung stärker regulieren werden. Verwahrer wie Coinbase werden regelmäßig überprüft und müssen gesetzliche Standards einhalten. Weil der Verlust der Coins einen beträchtlichen wirtschaftlichen Schaden verursachen würde. Ich bin kein Freund dieser Regulierungsmaßnahmen. Aber so haben die Regierungen bisher immer gehandelt. Siehe die heutigen protektionistischen Maßnahmen in allen Ländern.

Du musst dir das so vorstellen. Wenn selbst die deutsche Regierung irgendwann die Bedeutung von Bitcoin begreift. Werden die protektionistischen Maßnahmen auf politischer Ebene vermutlich noch stärker ausfallen als beispielsweise bisher mit der deutschen Autoinudstrie.

Ich glaube sogar dass viele Regierungen zu dem Schluss kommen werden dass die ökonomisch sicherste Lösung die Eigenverwahrung ist. Entsprechend wird dies gefördert werden. Auch wenn das so manchen elitären Vorstellungen widerspricht von Macht und Einfluss. Weil zentralisierte Lösungen trotz aller Bemühungen immer angegriffen werden könnten. Das nationale Interesse dürfte in den meisten Fällen über Interessen von Konzernen stehen.

Auch glaube ich ist es eine Frage der Zeit bis die ersten Länder wie die USA oder China vorsorglich mit nuklearer Vergeltung drohen werden, sollten ihre ökonomisch kritischen Bitcoin Bestände unwiderbringlich verschwinden. So wie die USA dies bisher im Bezug auf ihre kritische digitale Infrastruktur getan hat. Angesichts solcher möglichen Eskalationen, ist dies ein weiterer Grund die Eigenverwahrung gesellschaftlich zu fördern.

Die Bitcoin Käufe seit Jahresbeginn. Durch MSTR, STRC und Bitcoin ETFs.

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Den Tag werde ich wohl nicht mehr erleben.

Auch das werde ich vermutlich nie erleben. Denn nichts ist den Staaten mehr zuwider, als dass die Menschen Kontrolle über ihr Vermögen/das Geld haben. Stichwort: Digitaler Euro, Bargeldabschaffung, Digitale ID, De-Banking von Menschen, die das System kritisieren usw.

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OK bin jetzt nicht grad ein Marktexperte. Aber wie bitte soll das gehen? Der Preis stürzt ins Bidenlosa und Strategy & Co. darf nicht verkaufen? Abgesehen das man eine BTC Transaktion nicht stoppen kann.

Ich kann mir vorstellen dass das Gesetz für außergewöhnlich große Bitcoin Halter es verbietet innerhalb gewisser Zeiträume bestimmte Handelsvolumen zu überschreiten. Mich würde das nicht wundern und passt auch zum bisherigen System. Gewissen Marktteilnehmern ist es ja auch nicht möglich direkt Bitcoin zu kaufen weil das Gesetz vorschreibt was die kaufen dürfen. Wie sie es zu halten und aufzuteilen haben. Welchen Anteil Asset x ausmachen kann. Der Handel kann bei Bedarf sowieso ausgesetzt werden. Die Regeln, die sich viele große Akteure zu halten haben, haben schon lange absurde Ausmaße angenommen. Im Namen der Systemstabilität. Weil wir eine fragile Frickelmonster Wirtschaft geschaffen haben.

Wie stellst du dir das vor? Strategy und die Verwahrer die sie nutzen sind reguliert und überwacht. Da wird niemand straffrei irgendwelche illegale Verkäufe durchführen können. Wenn so was gesetzlich reguliert ist, wird keine Börse und auch keine Bank diese Transaktion mitmachen. Das Spiel das Saylor spielt ist ein anderes als von Privatpersonen die Bitcoin in Eigenverwahrung halten.

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Sehe ich in Teilen so.

Es ist ein Geschäftsmodell, dass imho nur in der Übergangs-/Monetarisierungsphase von Bitcoin funktioniert.

Was passiert denn unter einem Bitcoinstandard?

Ist Bitcoin zum neuen Geld geworden, so gibt es keinen spekulativen Hebel mehr. Letztlich ist die Aktie von MSTR dann nur ein nerviger „Mantel“. Als Investor würde ich spätestens dann gerne einfach das richtige Geld halten. Insofern würde ich vermuten, dass MSTR dann unter dem Nettoinventarwert gehandelt werden würde.

Denn wieso sollte ich Steuernachteile und co dieses „Mantels“ in Kauf nehmen wollen?

Das heißt ich sehe an dieser Stelle eigentlich nur zwei Optionen:
Entweder man löst das Unternehmen (rechtzeitig) auf und schüttet die Bitcoin an die Aktionäre aus. Oder: Man entwickelt operative Geschäftsfelder mit dem Kapital.

Letzteres ist denke ich das, was Saylor vor hat. Bspw. als Bitcoinbank, und damit durch das Verwahr- und Kreditgeschäft.

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Ich würde erwarten das die Kombination aus Bitcoin + Unternehmen immer das Potenzial haben wird besser zu performen als ein reiner Bitcoin Bestand. Unternehmen werden auch im Bitcoinstandard einfacher an Kapital kommen als ein privater Bitcoin Sparer. Was soll in einem Bitcoinstandard anders sein? Unternehmertum wird noch attraktiver wenn die Rendite von Bitcoin nach der Adoptionsphase nachlässt.

Und niemand kann heute genau sagen wohin dieses Bitcoin Treasury Konzept führt und was man vielleicht noch darauf aufbaut oder was sich als Fiktion erweist. Man ist einfach noch in dieser heißen Findungsphase wo experimentiert wird. Als Strategy damals nur mit Wandelanleihen Bitcoin kaufte war das Erfolgskonzept mit Vorzugsaktien noch fern oder überhaupt nicht absehbar. Die Kapitalbeschaffung wandelt und erweitert sich und Saylor träumt schon von STRC basierten Girokonten oder Stablecoins.

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Und genau das wird es nicht werden, wenn ein einzelnes Unternehmen irgendwann 10, 20, oder 30 % des gesamten free float für sich beansprucht.

Weil andere Marktteilnehmer dann einfach sagen: Nein danke, ich begebe mein Schicksal nicht in die Hände eines Saylor.

Eigentlich könnte Strategy wirklich die Basis für ein Geld bilden das nicht vom Staat ausgegeben wird. In Form eines Stablecoins das mit Bitcoin gedeckt ist. Mit allen Vor und Nachteilen die dazu gehören. In einem freien System wo alles Geld sein darf, würden verschiedene Geldkonzepte miteinander konkurrieren. Staatliches Fiatgeld, Stablecoins von privaten Superunternehmen und natürlich Bitcoin. Das ist vielleicht realistischer als die Vorstellung das Bitcoin einfach alles andere verdrängt und fertig. Dass sich heute viele für STRC entscheiden statt für MSTR oder Bitcoin, zeigt doch schon dass Bitcoin nicht alles verdrängen kann. Die Ansprüche sind zu verschieden als das Bitcoin für alles und jeden die ideale Wahl ist. Trotzdem ist es der Siegeszug von Bitcoin weil auch STRC auf Bitcoin aufbaut.

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Aber was genau haltet sie davon ab es zu tun? Wenn ein Verkaufstopp ausgesprochen würde wäre es genau genommen eine Enteignung durch den Staat. Ob dies möglich ist, klar wäre eine Möglichkeit. Zudem werden viele Institutonelle BTC bei/durch Coinbase (eine BTC Konzentration in der Konzentration von BTC) verwahrt.

Sollte es soweit kommen würde, wäre das Geschäftsmodell von Strategy & Co. in der heutigen Form erledigt.

Es ist weniger Enteignung sondern eine Bevormundung. Leider geschieht das heute bereits umfassend. Es ist teilweise einfach notwendig weil unser Wirtschaftsystem instabil ist und ein paar massive Fehlentscheidungen von wenigen großen Akteuren eine Wirtschaftskrise auslösen können. Diese Notwendigkeit ist aber nicht gut sondern einfach eine Reaktion auf ein System das man besser machen kann.

Schau dir die Sache mit den Private Credits an. Da werden auch zu viele Auszahlungsanträge von den Vermögensverwaltern blockiert. Hab mich damit nicht befasst, aber vermutlich völlig legal weil das in irgendwelchen Klauseln so geregelt wurde. Ist auch irgendwie eine Art von Enteignung bzw. Bevormundung, die man macht damit es nicht zu panischen Kettenreaktionen kommt die das System kippen könnten.

Es wird also schon gemacht. Wenn Bitcoin so wichtig geworden ist wie wir Bitcoiner das erwarten. Glaubst du die USA werden erlauben dass jemand 3 Mio. Bitcoin auf den Markt wirft? Eigentlich würde ich mir wünschen dass genau diese Freiheit offen bleibt. Weil das alles dazu gehört und wenn das ein Fehler ist dass jemand 3 Mio. Bitcoin akkumuliert, dann sollte das irgendwann auch korrigiert werden, so hart dass für manche sein mag und auch wenn der Preis dann ein massives Tief erreicht. Aber ich würde eher erwarten dass trotz aller Liberalisierung es eine gewisse Regulierung geben wird.

Und gegen was soll er die 3 Mio Bitcoin tauschen, gegen den nächsten Shitcoin der in 5 Monaten die hälfte an Wert verliert?

Diese Spekulationen sind doch totale Grütze, weil das nie passieren wird. Selbst wenn er morgen Demenz bekommt und das machen will, wird das nicht funktionieren weil erst 20 Anwälte und die anderen Stake/Shareholder da zustimmen müssten.

Es wird hier immer so getan als ob er die alleinige Entscheidungsgewalt hat. Das ist nicht der Fall.

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Glaube nicht an die USA :rofl:

Natürlich müssen sich Staaten irgendwann die Frage stellen. Es könnte auch ein Switch sein und Staatsanleihen werden durch Bitcoin bzw. deren Paper Bitcoin gedeckt. Aber alles sehr wilde Annahmen.

In Krisenzeiten gab es immer die Tendenz unter anderem in vermeintlich sichere Staatsanleihen zu flüchten. Diesmal scheint das zum ersten mal anders zu sein. Das Vertrauen in Staatsanleihen hat ein historisches Tief erreicht. Das alte Spiel funktioniert langsam nicht mehr.

Manches erscheint utopisch, weil man nicht sieht dass es die einzige Lösung ist. Viele haben gelacht und viele lachen immer noch, wenn man sagt, das Bitcoin die Lösung für unser sterbendes Fiatsystem ist. Und doch sind wir hier, in einer fortschreitenden Bitcoin Adoption und Regierungen die angefangen haben von Bitcoin zu reden. Es wird wild :smiley:

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Ja, aber wie gesagt - nicht in der reinen „Ich gebe nur Aktien aus“-Form.

Das meine ich ja - Strategy muss sich zu einem „echten“ Unternehmen mit operativem Geschäft entwickeln.

Das ich in einem Bitcoinstandard keine Vorzugsaktien ausgeben kann, um mit Bitcoin neue Bitcoin zu erwerben. Das ist anders.

Jein. Das Chance-Risiko-Verhältnis verschiebt sich.

Unternehmertum wird immer attraktiver sein, allerdings mit einem höheren Risiko. Zumindest, wenn ich meine Unternehmung mit Krediten finanziere. Ich muss nämlich so viel Zins zahlen, dass Menschen (in einer wachsenden Wirtschaft) bereit sind in mein Unternehmen zu investieren, obwohl sie auch einfach den (in diesem Szenario) sicheren Kaufkraftgewinn mitnehmen können.

Meine These ist nur, dass es unter einem Bitcoinstandard nicht bestehen kann. Es muss sich entwickeln.

Wie gesagt, dahinter stehen Aktionäre. Mein eines Szenario wäre eine Auflösung. Was spricht dagegen von dem Konstrukt „Bitcoin Treasury“ Jahre lang zu profitieren, um dann alle auszuzahlen.

Oder aber man erfindet sich neu - wird bspw. eine Bitcoin-Bank und generiert darüber wiederum Einnahmen, weshalb die Aktionäre sich den Verbleib des Unternehmens wünschen und gerne weiterhin in selbiges investiert bleiben möchten.

Diese können ja in dem Bitcoinstand ihre Anteile gegen Bitcoin veräußern.

Ja, das wäre ein „echtes“ Geschäftsfeld in dem „wirklich“ Geld verdient wird und nicht nur auf Basis höherer Wertzuschreibungen zu einem Asset.

Es ging mir auch nicht zwangsläufig um die Realität. Ich mag Gedankenexperimente. Mit ihnen lassen sich viele Dinge auf ihre „Grundsätzlichkeit“ hin prüfen.

Genau wie ein Ball in unserer Welt aufgrund der Reibung immer zum Stehen kommt. Dennoch kann es spannend sein zu überlegen, wie sich ein Ball in einer reibungsfreien Welt verhalten würde.

In dieser fiktiven Welt des Bitcoinstandard sehe ich MSTR jedenfalls so wie es aktuell ist nicht existieren können.

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Klar, Eigenverwahrung ist grundsätzlich besser und ich würde auch nie Strategy-Aktien kaufen, ich halte lieber das echte Geld (hattest du nicht Strategy-Produkte gekauft???).

Ich verstehe auch immer nicht, wovor alle immer Angst haben, sollten so viel Bitcoin auf den Markt geschmissen werden? Dann bricht der Kurs halt ein, die Bitcoin werden günstig von uns aufgesogen und weiter gehts. Bitcoin ändert sich doch nicht deswegen? Es ist halt für alle da und jeder darf mit seinem Eigentum machen was er will, z. B. es auf eine Müllkippe schmeißen. Stack Sats und gut ist.

Genauso mit Satoshis Coins. Dann ist es halt so.

Wieso begibt man sich dann in die Hände von Saylor, wenn sein Unternehmen einen großen Anteil BTC hat?

Bankdienstleistungen wird er dann anbieten.

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alle drei gibt es schon :joy: