Lightning Netzwerk - Rechtliche Betrachtung

Wenn ich mir ansehe wie das Lightning Network eigentlich funktioniert, finde ich deinen Ansatz nicht ganz korrekt.

B empfängt die Bitcoin nicht und schickt sie auch nicht an C. Es ist ja nicht so, dass B hingeht und sagt: „Hallo A, hab gehört du willst BTC an C schicken. Schick mir die BTC und ich erledige das für dich“.
Die Transaktion muss von B nicht ausgelöst werden sondern wird automatisch abgewickelt. B hat auch keine Möglichkeit auf die BTC zuzugreifen und aus diesem Grund ist B auch kein „Verwahrer“. Deine Bank oder sonstige Exchanges die in Deutschland Lizenzen für Ihre Dienste benötigen können auf deine Funds zugreifen. Deshalb gibt es auch solche Lizenzen, sonst könnte ja jeder Scammer hingehen und ein Geschäftsmodell daraus machen. Das ist im Lightning Network nicht möglich und deshalb greifen hier auch diese Regulierungen nicht. Würde auch wenig Sinn machen, da es nicht der Intention dieser Gesetze entspricht.

Selbst wenn man illegale Geschäfte betreibt juckt die BaFin das ja nicht. Sieht man ganz gut am Beispiel von EXW. Es wird zwar eine Warnung ausgesprochen, da hier eindeutig FIAT und Kryptos auf zentralisierten, custodial Wallets verwahrt werden, aber etwas unternommen haben sie nicht. Gleiches in Österreich, wo die sogar ein Büro haben.

Jetzt mal abgesehen davon, dass niemand bei der BaFin oder sonstigen Regierungsapparaten weiß was eine Lightning Node ist und schon gar keine Ahnung hat wie das Network funktioniert. Solange es hierzu keine klare Ansage gibt glaube ich kaum, dass von 1 auf 2 alle Node Betreiber rechtlich verfolgt werden.

Also meiner Meinung nach: Nein, nicht illegal.

Auf die Versteuerung von ein paar Satoshis die ich eingenommen habe (während ich im Monat 1-2€ für die Node ausgegeben habe) gehe ich nicht ein. :joy:

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