Lightning - Erfahrungen [Liquidität, Gebühren]

Aber eine einfache Berechnung/Methode zur Einstellung gibt es nicht ?

So ein ungefähr Einstellung bei Werten von X bis Y

Bin halt kein Crack bei sowas :frowning:

Nein, sorry.

  • Es gibt Kanäle die geht gar nichts raus, da kannst du die Gebühren defakto auf 0 stellen.
  • Es gibt Kanäle, die sind normal, da kannst du die Gebühren irgendwo zwischen 50 und 400ppm stellen, damit sie sich halbwegs von selbst ausbalancieren
  • Über manche Kanäle (selten, bspw. Loop) geht so viel hinaus, dass du sie auf >1000ppm stellen kannst.

Aber jeder Kanal verhält sich anders und es hängt natürlich auch von deiner konkreten Kombination an Kanälen ab, weil es braucht ja immer einen eingehenden und einen ausgehenden Kanal.

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Kann ich denn Anhand der Übersicht erkennen wo ich Gebühren etc. anpassen muss und in welche Richtung ?

Jain… Du kannst erkennen, welche Channels Dir leer laufen. Die solltest Du dann graduell anpassen: High Local Liqui: low fees, low local liqui: Higher Fees … ausprobieren.

Das verstehe ich leider nicht. Gibt es keinen „Noob“-Weg um mehr Traffic zu generieren ?

Ist denn an dem Scrennshot von mir etwas zu erkennen, und kann in Bezug auf den Scrennshot keine allg. Tipps geben ?
Oder sagt mir wovon ihr noch Screenshots benötigt.

Danke :slight_smile:

Der Noob Weg besteht darin, Erfahrung zu sammeln. Screenshots helfen nicht viel, weil zu statisch.

Traffic bekommst Du von alleine, wenn Du Dich zum Bespiel an Ringen beteiligst und dann mal schaust, was noch so zu Deinem Node passen könnte. Mach langsam.

Ist es möglich ne negative Fee einzustellen?
Also dass ich jemanden Sats zahle, dafür dass er meinen Channel zum routen nimmt?
Dann wäre das eine passive und sat sparende Methode des Rebalancings, die natürlich mit Geduld also Zeit bezhalt wird.

Kenne (noch?) kein Tool, das negative Gebühren einstellen kann, evtl. auch gar nicht möglich (siehe Antwort von Rene Pickhardt im Link unten). Die Gebühren auf 0 (base wie ppm) zu stellen sollte aber bereits jetzt ein guter Anreiz sein, deinen Channel kostenlos als Hop zu nehmen. Das funktioniert bei mir relativ gut und ist damit quasi ein kostenloses Rebalancing für Channel, die ausschließlich incoming liquidity pushen.

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Ich führe eine Diskussion aus einem anderen Thread weiter, die hier eigentlich besser passt.

@surenic Kennst du diesen Thread? Lies dir mal den Eingangspost von @mrsieb durch, vielleicht hilft das schon weiter.

Also erstes kann ich auf jeden Fall emfehlen bos oder rebalance-lnd zu nutzen. Rebalancing über RTL oder Thunderhub gibt einfach zu wenig Möglichkeiten, mit den Parametern zu spielen.

Um aus deiner beschriebenen „Fall“ auszubrechen könntest du folgendes versuchen:

  1. so wie du schreibst eben nicht balancen
  2. Gebühren erhöhen, bis du wieder ökonomisch balancen kannst

Punkt 2 erleichtert dir das Tool rebalance-lnd, weil du da einen „fee-factor“ einstellen kannst:

  • --fee-factor 1 bedeutet dass maximal zu den Kosten rebalanced wird, die du potentiell über den gewählten Kanal auch einnehmen kannst.
  • --fee-factor 0.5 würde bedeuten, dass du mit dem Rebalancing eine „Marge“ von 50% hast
  • usw.

Aber es kann natürlich passieren, dass du zu den höheren Gebühren überhaupt nichts mehr routest. Es ist eine Marktwirtschaft.

Große Kapazität und viele Kanäle hilft definitiv. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass man günstig rebalancen kann und natürlich steigt auch die Wahrscheinlichkeit routings abzubekommen. Ich glaube sogar, dass der Effekt sehr groß ist. Verdopple deine Kanäle und du hast sicherlich eine Vervierfachung deiner Routings (cet. par.).

Bezüglich Early Adopter: Naja, nach dir werden auch noch welche kommen. Aber ja, die werden erst einmal abgezockt… That’s life. So lernt man schnell! :grimacing:

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Ich danke dir wieder einmal für den Input!

BOS nutze ich schon hauptsächlich. Hier bekomme ich dann immer schön vor Augen geführt, welch riesige Fee Rate ich aufbringen muss, damit ein Rebalance überhaupt zustande kommt :joy:

rebalance-lnd kannte ich jedoch noch nicht. Werde ich definitiv noch ausprobieren

Jetzt is es hald relativ was riesig für dich bedeutet ? :slight_smile:
Mein Ziel ist es min. eine Marge von 30% zu fahren.
Und ja manchmal muss man auch in vorkasse gehen, auch mal mit 300-500ppm rebalancen
und dan eben beinhart die fees dann 30% darüber legen und warten.

Tip: Immer von oben anfangen mit den fees reduzieren geht leichter als zu günstig verschobene Liquitität wieder auszugleichen.

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Riesig im Sinne von >600. Das passiert ja relativ schnell, wenn 3 Hops a 200ppm auf dem Weg liegen. Das sehe ich dann auch gar nicht mehr ein. 300-500 hab ich dann des Öfteren schon zähneknirschend in Kauf genommen.

Ich bin aber auch echt ein Typ der unruhigen Sorte, schau jeden Tag mehrfach auf die Node und check die Balances. Das muss ich jetzt echt als erstes mal angehen und schauen, was über die Zeit von allein so passiert, bevor ich die nächsten Stellschrauben angehe.

Nehm ich mir mal zu Herzen, danke :wink:

3 hops wo jeder mit 200ppm fährt is hald auch zäh aber auch das geht.
Das kommt hald auf die Gesamtkonstelation des Channelmixes an.
Und die durchschnittliche Channel größe, kleiner als 3M halt ich nicht für sehr sinnvoll,
um im „ranking“ wahr genommen zu werden sollten immer so min 1,4-1,5 M auf einer seite liegen.

Ja auf alle Fälle alles mal ein wenig setzen lassen bevor man schraubt, geduld gehört auch oft dazu.
Es kommt meiner Ansicht nach nämlich neben der Liquidität eine zeitliche Komponente hinzu. Zum Zeitpunkt X will jemand Menge Y verschieben und das JETZT da ist der andere Part auch mal bereit etwas mehr fees zu Zahlen ich mach lieber wenige größere forwards mit höheren fees als viele kleine.

Und selbst die micropayments laufen bei mir hauptsächlich über die Großen channels, was daran liegt das die routing algos einfach die erste funktionierende Route die max fee nicht überschreitet nimmt. Dies muss nicht die günstigste sein aber Große channels bekommen einfach vorang.

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Guten Morgen, ich hoffe der Faden ist passend für mein Problem.

Ich habe vor ca einem halben Jahr meine Node aufgestellt und zum Test 2 Kanäle mit dem minimum von 20.000 Sats aufgemacht und kurze Zeit später die Schließung eingeleitet. Seit dem schließen sie ohne Erfolg. Ich habe schon die Befehle für den „Force close“ ausprobiert, aber sie bleiben weiterhin in der Schließung.

Hat jemand eine Idee?

Hallo zusammen. :wave:

Ich habe bis vor kurzem eine Node betrieben, bei der die Gebühren auf komplett null wahren.
Hierzu möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen.

tl:dr: nicht zu empfehlen!

Beobachtung: :face_with_monocle:
Als ich alle Channel Fee auf 0 eingestellt habe, sind alle Zahlungskanäle innerhalb von 10min komplett jeweils leer oder voll gelaufen.

Jeder Kanal scheint einen natürliche Fluss Richtung zu haben. Diese ist nicht mit Gebühren umzudrehen.

Es wurde nach kurzer Zeit keine einzige Transaktion mehr geroutet.

Fazit: :thinking:
Node ist nicht Profitabel.
Es entstehen dennoch gebühren zum öffnen und schließen von Kanälen.
Es finden keine Routings mehr statt.

Erkenntnis: :innocent:
Erhebung von Gebühren ist wichtig, um die Node profitabel zu Balancen.
Je stärker der Fluss des Kanals, desto höhere Gebühren können verlangt werden.

Charge-LND: :-1:
Passt die Gebühren je nach Füllstand des Kanals an.
Da die Gebühren je nach Kanal Liquidität anpasst werden ist man entweder zu günstig oder zu teuer.

Rebalance-LND: (von C-Otto): :+1:
Passt die Gebühren von oben herab an.
Nutzt den natürlichen Flow der Kanäle.

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Charge LND passt die gebühren nach der „strategy“ die man definiert an, ja eine davon ist „proportional“
und somit dynamisch nach balance ob man das als Sinnvoll erachtet steht auf einem anderen Blatt.
Wie du schon erkannt hast kann man nicht zwingen mit den fees die Flussrichtung bestimmen.

Es gibt noch weiter Strategien wie static, flow aktivtät etc.

rebalance lnd setzt doch keine fees, hier führt man das rebalancing durch und definiert wieviel fees mal bezahlen möchte.

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Kann ich bei charge-lnd auch einstellen, dass die Gebühren alle 24H um 50ppm gesenkt werden, wenn keine Transaktion durch den Kanal ausgehend durch ging.

Wenn doch soll die Gebühr um 50ppm erhöht werden.

Du kannst die gebühr nach aktivität setzen aber nicht erhöhen oder senken in sinn nimm die aktuelle fee und addiere X
wie im oben verlinkten beispiel:

# all channels same static fees
# no outgoing activity in 14 days: 50 ppm
# low outgoing activity in 7 days: 100 ppm

[default]
strategy = static
fee_ppm = 200

[very-low-out-flow]
chan.activity_period=14d
chan.max_htlcs_out = 0
strategy = static
fee_ppm = 50

[low-out-flow]
chan.activity_period=7d
chan.max_htlcs_out = 1
strategy = static
fee_ppm = 100

Da muss man sich auch durch das README durchwälzen

All diese Regeln lassen sich channel spezifisch oder über allgemeinere wie zb channel größe definieren, kombinieren. Diese configs können durch Kombination verschiedener Strategien äußerst komplex werden abgearbeitet wird der MATCH von oben nach unten.
meist ist einfach aber immer noch am besten zb static sprich fixe fees

Toller Beitrag, kann ich alles unterschreiben!
Ich habe Zero-Fee nie selbst ausprobieren, aber bei aller Erfahrung, die ich bisher gemacht habe, wundert mich das nicht.

Die einzige Strategy, die meiner Meinung nach Sinn ergeben würde ist eine basierend auf „Flow pro Zeiteinheit“, aber die gibt es nicht. Und es wäre meiner Ansicht nach auch zu schwierig hier eine Regel zu definieren.

Deswegen mach ich es auch so:

Das einzige „Problem“ bei rebalance-lnd ist, dass es nicht ökonomisch funktioniert, wenn die Fees noch nicht ökonomisch eingestellt sind. Das gelingt nur über die Zeit.

Ein Beispiel:

  1. Ich eröffne einen neuen Kanal
  2. Ich setzte ihn anfangs auf 900ppm, weil ich noch nicht weiß wie er sich verhält (mache aber noch bewusst kein Rebalancing)
  3. Ich reduziere die Gebühr regelmäßig, beispielsweise 10% täglich
  4. Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo Liquidität das erste mal abfließt. Wenn sie zu schnell abfließt erhöhe ich manchmal die Gebühr wieder etwas, wenn es nur „Zufall“ war, reduziere ich sie weiter.

Wenn man dann den idealen Punkt erreicht hat, funktioniert rebalance-lnd einwandfrei: Ich überlege mir dann eine Marge, die man über die Option --fee-factor einstellen kann ein Faktor von 0.7 würde eine Marge von 30% bedeuten. Wenn zu diesen Kosten ein Rebalancing nicht möglich ist, dann mus sich entweder die Gebühren wieder erhöhen oder eben gar nicht rebalancen.

Kanäle die bei mir so auf eine sehr günstige ppm eingestellt sind (ca. <200ppm) werden defakto nie aktiv gebalanced (also kein Erhöhung der lokalen Balance), aber solche Kanäle eignen sich natürlich gut zum passiven Balancing mit einem Kanal, wo die Gebühren sehr hoch sind. Dann zahlt es sich auch aus.

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Ich werde wohl selbst ein Skript schreiben müssen, um die Strategie automatisiert umsetzen zu können. Manuell fahre ich mit dieser Strategie momentan absolut profitabel.

Ich nutze aktuell die Parameter 3TX pro 24H.
bei Nichterfüllung >> newfee = currentfee - 50ppm
bei erfüllung >> newfee = currentfee + 50ppm

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