…es ist einfach unglaublich! Schreiben die Damen und Herren gegenseitig ab? Was ist das für eine Kritik?
Ausserdem hätte ich noch eine Frage! Was ist ein Starökonom? ![]()
Definition nach MurMur et.al.:
a) ein Ökonom der während des Verfassen eines Artikels, auf Kosten der betroffenen Redaktion, in einem Sternerastaurante ißt.
b) wie a) ein Interview führt, statt einen Artikel verfasst.
c) Einnahmen aus dem Verfassen eines Artikels oder führen eines Interviews erwirtschaftet, die für den Besuch eines 5 Sterne Restaurantes unter Mindestverzehr eines 4 Gänge Menüs inkl. Getränke ausreicht.
Heftig! Harter Tobak! Bedeutsam ist dabei nicht, was wir hier darüber denken, sondern, das, was bei über 90% der Menschen, die nichts mit „Krypto“ am Hut haben, durch solche Berichte manifestiert wird. DAS ist die wahre, zukünftige Herausforderung für den Bitcoin!
Hier bin ich anderer Meinung, als Roman in seinen Vorträgen, die das Credo „Bitcoin ist es egal, ob die Politik ihn verbietet, er ist einfach da und wird bleiben“ penetrieren: Nicht die Härte des Geldes, nicht die Sicherheit des Netzwerks und nicht die Innovation der Idee werden (allein) die Zukunft bestimmen. Die Akzeptanz bei den Menschen wird es sein. Und der Autor, Wolfgang Kessler, dürfte nach seiner Vita eher zu denen zählen, die sich mit Technologien wie dem Bitcoin nicht anfreunden werden.
Dabei halte ich es für ausgeschlossen, dass die genannten 90%, die „zu spät“ gekommen sind, sich mit HFSP abfinden und 100.000€ für ein Coinlein zahlen, was der Nachbar neulich noch für 1€ kaufen durfte…
Vieles von dem, was in dem Bericht in der Rundschau steht, ist ja auch gar nicht falsch. Das, was BTC-Besitzer und Befürworter als Vorteil sehen, kann man von der Seite der anderen auch genau gegenteilig interpretieren. Das sind ja die Dinge, die mich auch zu dem Thread "Die großen Bitcoin-Kriege" inspiriert hatten…
Die Politik - und mit ihnen die (ich nenne es jetzt einfach so, obwohl gleich Bontii sagen wird, dass ich ein Nazi bin…
) etablierten Staatsmedien - werden ihre allein dominierte Fiat-Währung nicht kampflos einstampfen. Sie werden nicht ohne medialen Krieg den €-Gelddrucker gegen ₿-Wallets tauschen. Berichte, wie der im Ausgangsposting, werden mit steigender Marktkapitalisierung mehr, denke ich.
Ist doch völlig Banane was Peter Müller-Schmidt aus Block C über BTC weiß oder denkt oder liest oder sich einbildet, zu verstehen und zu wissen.
Gib dem ETF noch dieses Jahr und es wird wohl in allen großen diversivzierten ETFs ein kleiner Teil BTC ETF sein (außer Vanguard, die müssen es wohl auf die harte Tour lernen). Sie machen Gewinne ohne zu Wissen, wo sie eigentlich herkommen und es ist auch egal.
Die ETFs haben die Notwendigkeit der direkten Akzeptanz einfach mal ausgedribbelt ![]()
Mittelfristig ja, langfristig nein. Sehr gut illustriert von Matthew Kratter warum die hinterlegte ETF-BTC in zentraler Coinbase-Custody ein riesiger Honeypot sind, der Risiko läuft von der US-Regierung einmal in Staatseigentum überführt zu werden.
Spielt für mich keine Rolle. Wenn sich die US Regierung so etwas rausnimmt und Vermögen der Weltbevölkerung einfach so schluckt, haben wir andere Probleme. Dann muss sich die USA auch gewisse Fragen stellen lassen und das Konflitpotential wäre riesig. Sowas könnte je nach BTC-Stand auch durchaus zu einer kriegerischen Handlung führen. Und ein Weltkrieg mit der USA macht das Philosphieren über BTC eh obsolet.
Denke bitte nochmal darüber nach, ob das nicht schon seit gut 1971 der Fall sein könnte. Stichwort: der größte Währungsraum mit der Weltleitwährung gewinnt und kann sich durch das Geldschöpfungsmonopol auf diese Weise gegenüber allen anderen Nationen bereichern indem deren Weltleitwährungs-Devisenreserven kontinuierlich abgewertet werden.
Du hast recht, ist aber mehr oder weniger im Konsens mit allen geschehen. Der US-Dollar war nun mal die stärkste Währung und alle wollten daran antizipieren und haben mehr oder weniger freiwillig ihre Währungshoheit abgegeben.
Ist für mich nicht damit gleichzusetzen, dass die US Regierung sich einfach ungefragt „fremde“ BTC einverleibt. Das ist für mich ein anderes Niveau.
Es läuft am Ende für mich immer darauf heraus, ob die Gegenposition „Nein, bekommst deinen Willen nicht“ - egal ob persönlich oder staatlich - durchsetzbar ist. In der 1971 Situation hatte trotz leicht versehrter Gesamtkonstitution wer die Hosen militärisch und wirtschaftlich an?
Und da sehe ich für mich aktuell keine Frage, was durchsetzbar ist, wird durchgesetzt werden, wenn es den eigenen Interessen von Staaten dient. Wir könnten da auch ein gutes Paradebeispiel bei der Energieversorgung mit Gas vor 2 Jahren miterlebt haben.
Da hast du Recht. Militärmacht ist immer noch von großer Relevanz. Aber dennoch sage ich, dass es 1971 eine andere Ausgangsituation gerade mit Blick auf den kalten Krieg war. Die Welt war gespalten und es gab im Grunde nur USA und seine Anhängsel und die UDSSR und seine Anhängsel.
Das Bild hat sich gewandelt. Ich glaube nicht, dass heutige westliche Nationen so etwas einfach schlucken würden. Aber das ist reines philosophieren. Warten wir einfach mal ab, was die USA macht.
Wo man aber unterscheiden muss ist, dass die USA vielleicht einmalig den ETF plündern können, aber dann ist er leer. Der Vergleich mit dem Dollar als Weltwährung ist, dass die USA beliebig graduell sich an dem Vermögen der Anderen bedient haben.
Also ja, solange die USA sich auch nur Graduell am ETF bedient ist die Situation relativ gleich aber erstens fällt das einfacher auf ob Bitcoin gedeckt ist weil man die Bitcoins nicht ersetzen kann und zweitens sind diese Bitcoins irgendwann wirklich weg sodass sich die USA nicht mehr daran bereichern kann.
Für mich ist es somit relativ gleich. Ja die Menge mag groß sein aber die ist genauso schnell in den USA wieder durch den Kamin geheitzt. Aber die USA kann so nicht meine Bestände verändern oder verwässern.
Inwiefern ist das ein Problem, wenn du dir zum Start schon mal den größten Teil des Kuchens im internationalen Vergleich einverleibt hast und für den gilt ∞/21M ?
Dein Kuchenstück wächst also mit aller Weltschöpfung weltweit bis in die Unendlichkeit mit, quasi ein staatliches Blackrock.
Das kann sie nicht, nein. Aber die selbe Logik die du für deine BTC-Bestände anlegst gilt eben auch für die der USA.
Ich sehe kein Problem darin weil es eine einmalige Aktion ist. Jeder der zu beginn viele Bitcoins bekommen hat ist zwar ersteinmal reich gegenüber den anderen, aber er muss diese Bitcoins auch ausgeben um von seinem Reichtum etwas abzubekommen und das kann er eben auch nur einmal.
Also wenn die USA alle Bitcoins der ETFs zur Verfügung hat, dann gibt sie diese Bitcoins entweder aus und verteilt diese als „einmalige Spende“ oder die USA hortet diese Bitcoins und nichts ändert sich kurzfristig. Aber das gleiche gilt auch langfristig: Sobald die Bitcoins ausgegeben werden sind sie weg und die Frage ist ob die USA es schafft mehr Bitcoins einzunehmen mit dem Startkapital als sie ausgeben. Und da sind sie aktuell relativ ineffizient. Ich glaube das waren so ca. 6 Dollar schulden für einen Dollar Wirtschaftsleistung. Damit sind die Bitcoins wegen Ineffektivität der USA schnell wieder im Umlauf.
Also ja, es kann einen kleinen Vertrauenspeak geben aber alle eigenen Bestände der Menschen sind davon nicht wirklich betroffen.
Die größere Gefahr sehe ich eher darin, dass eine Konfiszierung von BTC von einem zentralen Verwahrer massiv die Attraktivität als Wirtschaftsstandort beschädigt. Wo gründest Du eine Firma, wenn du Zweifel an der Eigentumssicherheit hast. Ist also eine Frage des Trade-Offs ob der kurzfristige Gewinn an BTC, der immer weiter aufwerten wird, höher zu gewichten ist oder der Verlust relativer Rechtssicherheit und damit von zukünftiger Wirtschaftsleistung im Inland.
Ja, da hast du recht, aber politische Unsicherheiten wirst du immer haben und die sind mit Fiat ja noch gravierender weil du nie weißt wann deine Regierung den Drucker angeschmissen hat um dich zu enteignen. Bei Bitcoin muss die Regierung aktiv gegen dich handeln wenn sie deine Werte haben will und alleine das sehe ich schon als Vorteil.
Weder die alte Bundesrepublik, noch Frankreich, wo ich heute lebe, waren in den 70ern einfach „Anhängsel“ der USA. Sowohl die meisten Britten, aber insbesondere die Franzosen würden diese zwar weit verbreitete, aber dennoch falsche Behauptung brüsk zurückweisen. Der gesamte Ostblock und vor allem die DDR standen indes unter der Kuratel des Kreml und hatten nur einen geringen autonomen politischen Handlungsspielraum. Die beiden Machtblöcke funktionierten grundverschieden. Aber zum Thema: Persönlich vertrete ich die Ansicht, dass mit der Genehmigung des ETF Bitcoin knapp einen Sieg errungen hat, den man kaum überbewerten kann. Die Gegner lecken jetzt ihre Wunden und werden mit fiesen Tricks sowie verlogener Agitation weitermachen, aber bevor in den USA privates Sondervermögen von Millionen konfisziert wird, hat uns die EU längst zur Abgabe unserer Reisepasse und zur Verwendung der CBDC gezwungen.