Krypto Steuer Tracking tools Gefahr

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Hallo ich habe noch nie irgendwelche krypto-steuer Tracking Tools wie coin Tracking oder Block Pit benutzt weil ich immer Angst hatte schon ausgespäht zu werden bevor ich irgendwas angeben möchte beim Finanzamt. Wie ist das können mich solche Tools ausspähen und können diese Daten gegen mich verwendet werden wenn ich mich z.B entschließe nichts weiterzugeben? Oder sind diese Tools voll anonym erstmal und keinerlei Gefahr für mich das Daten weitergegeben werden ohne dass ich es weiß oder ohne dass ich es will? Und welche tracking-steuer Apps sind diesbezüglich empfehlenswert und oder möglichst kostenlos? Gib mir gar nicht groß darum irgendwelche Steuererklärungen zu machen weil ich die eh nicht machen will weil ich sowieso immer Bitcoin mindestens ein Jahr halte oder länger. Ich weiß noch nicht ob ich nicht trotzdem nachweispflichtig bin auch wenn ich ein Jahr länger halte. Muss ich irgendwelche Nachweise erbringen auch wenn ich immer länger als ein Jahr halte und somit quasi gar nicht steuerpflichtig bin?

Hi, ich habe lange Blockpit genutzt von dem ich mich aber distanzieren möchte aus Gründen der Datensicherheit und Weitergabe von anonymen Daten an Dritte um Druck aufzubauen Zweck Steuerpflicht…

Ich bin auf dieses Projekt gestoßen und ich werde dies wohl in der Zukunft für mich einrichten zusammen mit einer fullnode:

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Sie könnten es ganz sicher. Ich habe sogar den Verdacht, dass Blockpit maßgeblich daran beteiligt ist, Steuergesetze im Blick auf Kryptowährungen zu formen. Wer Daten hat, will sie meist auch „nutzen“, d.h. zu Geld machen.

Same here! Auch ich habe dieses Jahr aufgehört, Blockpit zu nutzen bzw. Cointracking in der Cloud zu betreiben. Neben dem bereits erwähnten Verdacht, der auf Beiträgen bei Reddit beruht, sehe ich nämlich auch noch ein immenses Sicherheitsrisiko: Datenleaks und Hacks (irgendwann passiert immer das Undenkbare…) würden Kriminellen gefährliches Wissen über lukrative Honeypots bringen. Bis dann ein Handwerker mit einem Schraubenschlüssel bei dir klingelt…

Ich habe eine simple Excel-Datei angelegt (auf Basis des Blockpit-Templates), in der ich meine Käufe täglich erfasse. Nur lokal bei mir gespeichert. Zudem verwalte ich meine Finanzen, auch Bitcoin, mit dem Open-Source Tool „Money Manager

Das muss reichen…

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Das ist ja eigentlich meine Kernfrage ob das reicht? Weil ich habe das jetzt so verstanden dass man ab 2026 nachweispflichtig ist oder ist man es nicht? Ich will eigentlich nichts wildes machen einfach nur Bitcoin kaufen und lange halten weit über die steuerfrist hinaus die Frage ist halt nur und das ist die Kernfrage: muss ich nachweisen dass der Bitcoin nicht steuerpflichtig war und älter als ein Jahr war oder müssen die mir nachweisen dass ich steuerpflichtig bin

Falsch verstanden.

Ab 2026 bekommen die Finanzämter automatisch deine Käufe und Verkäufe gemeldet, mit Nachweisen hat das erstmal nichts zu tun.

Wenn das Finanzamt Nachweise von dir möchte, dann musst du sie dem Finanzamt vorlegen, das ist in der Abgabenordnung so geregelt. Eine Excell Aufstellung kann jeder in 5 Minuten schreiben, das reicht oft nicht als Nachweis.

Es ist dabei egal um welches Jahr es geht, es ist dabei egal ob es um deinen Job, deine Kryptos, deine Aktien oder deine Sonderausgaben geht.

Wirst du aufgefordert und legst die Nachweise nicht vor, droht ein Zwangsgeld und das Finanzamt kann deine Einkünfte schätzen, was idR nicht gut ausgehen wird.

Für deinen konkreten Fall:

Verkaufst du irgendwann deine Bitcoin und das Finanzamt bekommt darüber eine Meldung, wollen sie von dir vielleicht wissen, wielang du die Bitcoin schon hast. Kannst du das nicht ausreichend nachweisen, sagt das Finanzamt im schlimmstem Fall:

Wir schätzen jetzt, dass du sie noch kein Jahr hast und das du 50% Gewinn gemacht hast, weil du uns das Gegenteil nicht nachweisen kannst.

Dann musst du Steuern zahlen, obwohl du eigentlich steuerfrei bist.

Heißt nicht das das genauso ablaufen würde, aber es wäre nach der Abgabenordnung ein legitimes vorgehen des Finanzamtes.

Ja genau und das ist meine Frage, wie genau muss ich es nachweisen wenn ich z.B in drei Jahren Bitcoin verkaufe, dass ich ihn auch drei Jahre gehalten habe. Soll ich da coin tracking benutzen? Oder wie kann oder muss ich das nachweisen?

Wenn Du die Sats drei Jahre auf der Börse hattest, reicht ein Journal (Ausdruck/Download) der Börse.
Transfers auf Deine registrierte Bitcoinadresse deiner Wallet sind in diesem ja auch dokumentiert.
In der Walletsoftware gibt es in der Regel auch die Möglichkeit eine Transaktionshistorie auszudrucken/runterzuladen.
Da ist ja dann ersichtlich, was wann bewegt bzw. gehalten wurde!

Ich finde, das bei Eigenverwahrung, das Ganze bei einem Sparplan oder unregelmäßigen, uneinheitlichen Käufen schnell unübersichtlich werden könnte.

Diese Dilemma bedient ja dann cointracking!
Da teile ich die Meinung von @BlackMirrus:

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Das kommt darauf an, wo du gekauft hast und was es dort für Dokumente gibt.

In der Regel gibt es dort einen Art Steuerbericht, wo alle auf der Börse gekauften Coins mit Datum, Wert usw. stehen. Vielleicht gibt es auch einzelne PDFs über jeden Kauf.

Das ist sozusagen deine Rechnung also dein Nachweis über deine Anschaffung.

Im Zweifelsfall hilft alles, also lieber einen Kontoauszug o.ä. mehr aufheben als einen zu wenig.

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Was spricht dagegen, sich die Käufe einfach und effektiv lokal zu notieren?

Mein Workflow geht so: Ich nutze, wie schon vielfach und auch oben erwähnt, den Money Manager als Finanzsoftware. Dort habe ich für den täglichen Bitcoin-Sparplan, der immer pünktlich um 00:01 bei Strike ausgeführt wird, eine „geplante Buchung“ auf täglicher Basis eingerichtet.

Wenn ich morgens mein Smartphone anschalte, dann werde ich immer mit der Strike-Notification begrüßt, die auch die Zahl der Satoshis beinhaltet, die ich nachts ergattert habe: Heute waren es 16408 (jetzt kannst du auch wissen, wieviel ich täglich spare). Diese Zahl schreibe ich dann, wenn ich den Money Manager öffne (ginge sogar auch per Auto-Notification) eben in das Abfragefenster des automatisch aufpoppenden Fensters der geplanten Buchung. Dauert alles in allem täglich 10 Sekunden, kann man auf dem Klo machen und ist selbst bei täglichen Aktionen kein Aufwand. Ich will sowieso morgens wissen, wie es um Bitcoin steht.

Monatlich habe ich außerdem den €-Betrag, den ich bei Strike nachlegen muss, als Dauerauftrag bei der Bank angelegt und als ebenfalls geplante Buchung im Money Manager.

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Ist das tatsächlich so? Soweit mein Verständnis ist, sind die Börsen nun verpflichtet, die Daten ab dem 01.01.2026 für DAC8 zu sammeln, aber noch nicht dem Finanzamt zur Verfügung zu stellen. Das soll doch erst 2028 der Fall sein.

Du kannst Dir doch die Belege, der jeweiligen Börsen herunterladen.

Ja, alles ab 2026 wird gemeldet.

Mitte 2027, nicht 2028 ist die Meldung voraussichtlich, aber es werden Käufe ab 2026 gemeldet.

Ich bin bei einer non kyc Börse. Und die erstellen solche Journals maximal 90 Tage rückwirkend. Steuerreports gibt es nicht. Dafür ist es aber anonym, zumindest noch. Bin ja mal gespannt ob sich das nächstes Jahr ändert. Da kommen die Seychellen auch in das c-arf ab 2027. Ein Jahr später als EU

Ja genau so habe ich das bisher ja auch gemacht ich habe mir alles lokal und einfach auf Papier aufgeschrieben wann ich wohl wie viel gekauft habe, die Frage ist nur ob das denn Finanzamt als Nachweis ausreicht. Oder ob sie sagen was ich mir selbst hingeschrieben habe ist kein Beweis. Die Frage ist ob ich die Beweislast habe oder nicht oder ob die die Beweislast haben dass ich nicht genug Steuern bezahlt habe.

PS 2. Nur mal so nebenbei ich bin erstaunt dass du jeden Tag einkaufst, kann man das nicht besser hinkriegen mit dem Preis wenn man eher bei niedrigen Kursen einkauft da bekommst du doch ein viel besseren Durchschnittspreis. Ich weiß viele schwärmen DCA aber ich kann das nicht glauben dass es nicht billiger ist im Crash zu kaufen und in der Hype Phase nicht zu kaufen. Ich weiß viele sagen du erwischst nie den totalen Boden, ja mein Gott dann erwische ich mir halt nicht dein aller totalsten Boden aber immerhin den Boden, und der Boden ist billiger als die Top-Regionen oder ungefähre top Regionen.

Die hast du gemäß der aktuellen Gesetzlage. Aber bei mir ist das kein Problem: Meine Bitcoin-Käufe kommen alle aus Einzahlungen über mein (extra dafür eingerichteten) zweites Girokonto. Ich kann also jeden Kauf von der Fiat-Seite her „aktenkundig“ dokumentieren über Kontoauszüge.

Übrigens macht zum Beispiel der „Mittelherkunftsnachweis“ bei Blockpit auch nichts anderes, als deine Eingaben aufzulisten. Die belegen ja auch nicht amtlich, dass deine Angaben stimmen.

Es sollte hat wahrheitsgemäß und damit plausibel sein. Sobald du mit dem Graubereich „kontaminiert“ bist - also zum Beispiel auf P2P gegen bar kaufst oder deine Coins durch Mixer schickst - könnte es natürlich schwierig werden. Deshalb solltest du deinen offiziellen Stack immer schön „sauber“ halten.

Bestimmt. Ich habe hier versucht, meine Motivation zu erklären.

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Ich würde mir alles runterladen was geht.

Journals, möglichst alle 90 Tage, Kontoauszüge deiner Bank mit den Überweisungen, vielleicht Screenshot von Historien…

Ob das in X Jahren reicht, kann heute sowiso keiner sagen.

Am Ende ist es deine Entscheidung, ob du die Nachweise mit dem Finanzamt oder anderen teilst. Aber sie zu haben, könnte in einigen Fällen ein großer Vorteil sein.

Sei dir bewusst, dass es theoretisch denkbar ist, dass es allen Börsen regulatorisch (z.B. durch ein Gesetz für Deutsche Kunden) verboten werden könnte, non kyc Bitcoin anzunehmen oder mit extremen Aufwand. Halte ich nicht für sehr wahrscheinlich, aber für möglich. Dann könntest du eventuell nur noch P2P umständlich und mit größeren Abschlägen verkaufen, wenn du mal Fiat brauchst. Ich würde daher grundsätzlich nicht empfehlen nicht nur non kyc Bitcoin zu haben, aber musst du entscheiden, was zu dir passt. :slight_smile: