Kritik an der zunehmend einseitigen ökonomischen Sichtweise (ÖS)

Nur uninformiert, nicht dumm. So eine eingeschränkte Sicht lehne ich ab.
Und das ist sachlich auch nicht kleinkariert sondern das Fundament für eine Diskussion über freie Märkte.

Nein. Ohne Regeln bedeutet Chaos. Ich glaube nur, dass es ohne Herrscher funktioniert und das glaube ich erst seit ich mich über hundert Stunden damit befasst habe und nach und nach alle Zweifel ausräumen konnte. Man wird nicht als Anarchist geboren. War anfangs genauso ablehnend wie jeder andere.

Cantillon-Effekt und Inflation führen zu Umverteilung von unten nach oben, also unser Geldsozialismus und somit ein staatliches Element

Fehlende Privatisierung → keine/kaum Kosten für Umweltverschmutzung. Man überlege dazu wie öffentlivhe Toiletten aussehen. Tragedy of the commons

Kriege sind hochgradig unökonomisch umd werden nur von Staaten geführt, vorrangig welchen die ihr eigenes Geld drucken. Es ist kein Zufall, dass Apple umd Microsoft nie in den Krieg gezogen sind wie es Staaten tun.
Kolonisation das gleiche.

War mir zu aufwendig.

Regelt der Markt. In der Informatik sieht das schon anders aus. Wer als AG stur bleibt, verpasst Chancen. Dazu kann man sich auch noch immer selbstständig machen und seine Dienste u Produkte frei anbieten.
Ich sage auch nicht, dass jeder Mensch tolle Möglichkeiten hat, aber jeder kann im Prinzip seine Lage verbessern und der freie Markt sorgt dafür, dass Fortschritt schneller passiert, was vor allem dwn Ärmsten hilft.

Dann scheint dein Wille ja auch nicht so groß zu sein. Wenn es solche Produkte nicht gibt, werden sie wohl nicht nachgefragt. Es lohnt sich also nicht, für sie Ressourcen aufzuwenden → Alles so wie es sein soll. Wenn es den Leuten ernsthaft wichtig wäre und es nicht nur behauptet wird, würde es sich lohnen.

Ich habe ein Problem mit dem Begriff Ausbeutung in diesem Kontext (wenn es auf Freiwilligkeit basiert, ich rede nicht von Zwang, was ja dann Sklaverei wäre). Warum? Weil es mMn Arroganz und Ignoranz zeigt. Weil man sich hinstellt und von außen bewertet was Ausbeutung ist und was nicht und damit was eine dumme Entscheidung ist und was nicht. Man weiß aber meist überhaupt nichts über die Person der man vorwirft zu dumm zu sein, gute Entscheidungen zu treffen und sich stattdessen ausbeuten zu lassen. Menschen treffen die für sich beste Entscheidung auf Basis ihrer Meinung, die wiederum aus mehr Informationen über sich selbst besteht als jede andere Person über sie hat. Du kannst schlicht nicht bewerten, weil dir Infos fehlen. Ist es schön unter schlechten Bedingungen in einer Fabrik mit giftigen Stoffen zu arbeiten? Behauptet niemand. Es ist aber die Entscheidung, die diese Person für die beste hilt und das sollte man respektieren. Man hilft auch niemandem, indem man ihm die beste Entscheidung wegnimmt, sodass nur noch die schlechteren bleiben. Das ist das typische linke Phänomen. Das wird nie zu Ende gedacht. Dann werden Gesetze und Maßnahmen erlassen, die zu einem Arbeitsverbot der Ärmsten führen oder eben die beste Entscheidung nehmen. Der Mindestlohn ist auch so ein Fall, aber das sprengt jetzt den Rahmen. Es klingt immer nett und ist dann am Ende doch extrem schädlich für die, den man helfen wollte.
Es führt kein Weg um die Entwicklungen einer Gesellschaft herum. Durch die Phasen müssen alle durch und wir sehen, dass es zB in China zu enormen Wohlstandswachstum geführt hat. Momentan ist Indien dran, dann kommt noch Afrika teilweise und am Ende Nordkorea. Danach haben es alle überwunden und man findet keine Regionen mehr mit Arbeitern die für ein paar Euro ihre Gesundheit riskieren.

Ja, weil der Staat tausende Regeln vorschreibt, die es teuer machen. Was soll denn da 3500€ kosten? Das ist ein absurder Preis. Im freien Markt würde das ein Bruchteil kosten. Dazu könnten die Löhne frei an die Marktsituation angepasst werden, sodass genug Pflegekräfte nachkommen etc.

Ich bin überzeugt dass man sich das leisten könnte, wenn der Staat sich komplett raushalten würde und auch keine Steuern und Abgaben nehmen würde.
Für den Fall dass es nicht möglich wäre, gäbe es noch immer Angehörige, Freunde und Charity oder Versicherungen.

Gleiches Thema wieder: Du hast nicht die Infos um die Entscheidungen fremder Menschen zu beurteilen. Vielleicht kaufen sie gerne die Lüge, weil es ihnen ein gutes Gefühl vermittelt. Wenn es einem wichtig ist, dass man nicht verarscht wird (ich bin so jemand zB) dann sucht man Expertenmeinungen, die einen aufklären. Es gibt jetzt schon einen riesen Markt für Expertenmeinungen und ohne staatliche Regulierungen wäre der noch viel viel größer, eben weil man nicht Experte in jedem Gebiet sein kann. Das ist ein normaler Teil der Arbeitsteilung in unserer Gesellschaft. Blocktrainer ist auch so ein Expertenprodukt zB.

Für die meisten schon, denke ich. Für dich vielleicht nicht, das kann sein. Wenn ich ein Buch verlinke, liest es halt keiner. Dann lieber solch ein Video, das zwar Lücken hat, aber sonst mMn keine Fehler enthält und gut nachzuvollziehen ist, was nicht heißt, dass keine Fragen entstehen.

Hallo @lestuhl,

Deine Erfahrung in diesem Thread tut mir wirklich sehr leid.

Aber Du und viele andere sind einfach zu uninformiert die unausweichliche Logik hinter der ÖS zu verstehen. :rofl:

Ansonsten fände ich sachlichen YouTube-Content auch besser.

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Hinweis für alle:

Wer sein Gegenüber oder einen Forum-Teilnehmer direkt oder indirekt als dumm, ungebildet o.ä. bezeichnet oder anders beleidigt, bekommt ohne weitere Vorwarnung eine 14-tägige Auszeit.

Insbesondere die, die der Ansicht sind, sie haben einen höheren Bildungsgrad und ein fundiertes Wissen, sollten in der Lage sein, falsche Ansichten mit sachlichen Argumenten zu widerlegen ohne den Geistes-/Bildungszustand des Anderen in Frage stellen oder als Gegenargument anbringen zu müssen.

Danke.

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Hier ging es nicht um Wissen und ich habe damit niemanden hier als dumm bezeichnet, sondern angedeutet, dass es ein Empfängerproblem ist, wenn etwas (eventuell sogar absichtlich) falsch gelesen bzw interpretiert wird. Dass du dich damit angesprochen fühlst ist wieder ein Empfängerproblem, es war nicht meine Intention und ich habe es auch nicht so formuliert. Habe es eher als absichtliches Missverstehen von dir gedeutet, um mich wieder in die Naziecke zu schieben.
Es war auch nicht das erste, sondern soweit ich mich erinnern kann das dritte Mal, dass du mich in die Naziecke geschoben hast. Das ist mMn weit verwerflicher als jemanden deshalb als dumm zu bezeichnen, was ich ja nicht einmal getan habe. Alao bitte ein wenig mehr die Relation beachten, wenn man aktiv wird, was ich persönlich nicht gut finde, aber ist nur meine Meinung. @anon52841224
Dass mein Bashing nicht hilfreich ist, hab ich aber schon selbst eingesehen.

Naja ich nehme mir selbst 14 Tage Auszeit, das Diskutieren ist mir hier zu ineffizient. Kann meine Energie und Zeit besser einsetzen als closed minded people etwas erklären, das sie gar nicht annehmen wollen.

Das war auch nicht explizit an Dich gerichtet. Ich hatte bei irgendeinem Beitrag auf „Antworten“ geklickt und deshalb wurdest Du markiert.

Sorry, mein Fehler.

Zu @Denni’s Verteidigung muss ich sagen, dass ich seine letzten Beiträge sachlich und als völlig ok empfunden habe.

Den Anspruch kann (und soll) ein Forum mit derartig diversen Nutzern imo auch nicht erfüllen - das funktioniert doch im Grunde nur unter jeweiligen Fachleuten inklusive Fachsprache, wobei ich wieder bei meinem wissenschaftlichen Diskurs wäre. Gleichzeitig sollte man auch nicht den Einfluss unterschätzen, den man langfristig haben kann, wenn man hin und wieder mit den Menschen freundlich diskutiert :slight_smile:

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an alle austrian denker, ich möchte gerne Literatur haben zur Entstehung des Handelsrechts aus der austrian Perspektive. Ich bitte aber um Literatur, keine Videos bitte.
Also mich würde interessieren, wie nach deren Annahme das Handelsrecht entstanden ist. also primärliteratur wär cool.
Gibt es da konkrete Denker, die sich diesem Thema gewidment haben historisch?
danke im voraus

PS falls keine Literatur gibt dann von mir aus Videos

und noch ein weiteres Problem, dass ich nicht durchdenken kann beim ÖS,
wie sieht es mit Sicherheit aus? Also die Sicherheitsmechanismen die in einer Demokratie oder Diktatur oder sonst wo, eingeführt werden um die Wirtschaftsabläufe und Prozesse zu garantieren? Also handelt man die persönlich aus? oder gar nicht? Also das sehe ich als wesentlich in einem Staatssystem.
Auch hier gerne Literatur

Vielleicht ist das interessant für dich.
In der Videobeschreibung findest du links zum Buch:

Ab der hälfte geht er ausführlich auf die Frage der Sicherheit ein aber man sollte vielleicht das komplette Buch lesen um zu verstehen was er mit SBO meint.

Es ist mMn das Ausführlichste Buch welches den Anarchocapitalismus beschreibt das ich bis jetzt gefunden habe und es wird eigentlich auf jedes Gegenargument eingegangen welches hier im Forum bisher diskutiert wurde.

@Denni das wäre vielleicht auch was für deine Linksammlung

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sweet, sogar gratis pdf. danke, werde durchlesen und schauen ob da frage beanwortet wird. also den autor kenne ich. wird ja eher dem rechten Spektrum zugeordnet wenn ich das richtig im kopf habe.
aber egal, vielleicht kann der ja meine zweifel aus dem weg räumen

@maxpower26 danke für den Tip!

@anon72712560 für dich gibt es eine kleine Vorwarnung zu Beginn. :grin:

Am Anfang sei gesagt:

Wenn Sie sich diesem Buch mit der Idee nähern, dass Sie jede mögliche Lücke in einem Argument suchen werden, die ein Quantum Ungewissheit in sich trägt, dann ist dieses Buch eine komplette Zeitverschwendung und wird Ihren Blutdruck, ohne einen tieferen Sinn, in die Höhe schnellen lassen.

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puhh, ja keine ahnung. also argumente sollten schon gut sein natürlich…
also mir gehts ja auch eher um das Überlegen über Sicherheitsmechanismen. Also ich verlang keine genaue erklärung oder so. Aber Fakt ist ja, das Menschen Gefahren ausgesetzt sind. Wie denken austrian anhänger über dieses Problem bei der Arbeit nach zum Beispiel. Sowas interessiert mich
naja wie gesagt. jetzt brauch ich noch lektüre über die entstehung des handelsrechts aus austrian perspektive, dann habt ihr mich erst mal ne weile los

Kommt mir irgendwie bekannt vor. Diese Dauerpanik.

Das Handelsrecht wird privat zwischen Individuen unter beidseitigem Einverständnis festgelegt. Der größere Rahmen dürfte das Eigentumsrecht abbilden, aus dem ja alles abgeleitet wird.
Also freies Privatrecht mit Respekt vor Eigentum.
Literatur habe ich leider keine parat.

Streitpunkt auf hoher Ebene im Handelsrecht: Ich kann mich erinnern, dass Walter Block einen inhaltlichen Streit mit Murray N. Rothbard beim Thema freiwillige Sklaverei hatte. Block argumentierte, dass man als Tauschware seinen Körper bzw vollen Gehorsam anbieten könne, während Rothbard dies abgelehnt hat. Allerdings ist mir dessen Argumentation nicht bekannt.

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Also Eigentum im Sinne von: dieses Stück Land gehört mir und wenn ihr handeln wollt und mein Land überqueren müsst, dann habt ihr meine auferlegten Bedingungen zu erfüllen?"
Ja wenn du Literatur findest, wäre ich froh. Also ich brauche Literatur, kann mich nicht auf Aussagen berufen sondern brauche Belege.
Aber danke dennoch für Antwort

Ja genau. Ausnahme ist das „Wegerecht“ wonach man den kürzesten Weg über ein Grundstück nehmen darf, falls man umschlossen wird, was sonst als Aggression wahrgenommen werden könnte.
Ich schau mal wo ich etwas Literatur zum Thema Handel finde.

Edit: https://mises.org/library/man-economy-and-state-power-and-market

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Ah ja, das wollte ich mir schon lange mal anhören. Bin bisher noch nicht dazu gekommen.

Grundsätzlich um die Methode der Praxeologie zu verstehen und warum die ÖS anders ist und in signifikanten Teilen keiner Empirie bedarf, würde ich allen Interessierten den Vortrag empfehlen: https://youtu.be/aTXxvWa11Lg

ich habe das buch nun vor einer woche durchgelesen, ich bin allerdings nicht fündig geworden auf die Frage einer historisch genealogischen Entstehung des Handelsrechts. Gerade jetzt, da ja Privatstädte im Entstehen sind, wäre ich um die Bemühung einer Plausibilisierung dankbar.
Also ich bin auch nochmal Mises Werk „human action“ durchgegangen (eher quer gelesen). Da fand ich auf die schnelle auch nix.
Also das am nähesten stehende Argument oder genelogische erklärung sehe ich bei immanuel kant’s Ausformulierungen „zum ewigen Frieden“.
Kant ist eher der Annahme, dass es in der natürlichen Beschaffenheit des Menschen liegt, Handelsrechte einzuführen, da es in der Natur des Menschen liegt, ganz kurz zusammengefasst.
Allerdings müsste dieser Umstand aus einer austrian Perspektive doch eher erklärungsbedürftigt sein.
Also wie gesagt, wenn jemand noch über einen Text der austrian Denker fallen sollte, indem dieses Problemfeld behandelt wird. Immer her damit.

Wie ist denn der aktuelle Stand? Ist ein Gespräch mit einem Ökonomen (nicht ÖS) geplant?
Nach wie vor würde mich ein solches Gespräch reizen.
Kann eine Volkswirtschaft mit einem Bitcoin-Standard überhaupt funktionieren?
Was würde in einer Krise geschehen?
Macht eine Demokratie eine deflationäre Krise ohne Hilfszahlungen durch Geldschöpfung mit?
Ich sehe das kritisch und würde mich über ein solches Interview freuen.

Klar. Was wären deine Bedenken?

Man hätte dafür Geld gespart und Versicherungen engagiert.

Eine deflationäre Krise gibt es vermutlich in einem Bitcoin-Standard gar nicht.
Heutzutage kann es vorkommen. Aber würde natürlich auch ohne Geldmengenausweitung funktionieren.

Vielleicht ist ja der Podcast „Zeit, Geld, Wirtschaft“ für dich interessant.

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Wenn ich mich hier mal einklinken darf. Alles was ich weiß, ist, dass es nicht normal ist, wenn alles (außer Technologie) über Jahrzehnte immer teurer wird. Sowas würde man in der IT als „hack“ oder „workaround“ bezeichnen, um das Programm „Wirtschaft“ am Laufen zu halten. Ist doch offensichtlich.

Und ich finde es auch schade, dass mit 1929 gegen Bitcoin argumentiert wird. Das hat doch nichts damit zu tun, wie es wäre, komplett von 0 ein deflationäres Geldsystem wie Bitcoin aufzubauen, oder graduell und vorsichtig von Fiat nach Bitcoin zu migrieren. Differenzierte Betrachtungsweise fehlt hier.

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