Grundsteuer ist ein Thema für sich. Sie ist aber die finanzielle Basis der Gemeinden, nicht die Gewerbesteuer (zu der du bestimmt auch gleich etwas sagen wirst).
Du wirst auch gleich wieder argumentieren, Infrastruktur ist nicht Sache der Gemeinden, sondern freiwillig von den dort lebenden zu leisten
von diesen “aber” Begründungen gibt es schier Tausede…. das kann nicht so bleiben, sondern muss in Ordnung gebracht werden.
Ich denke die Väter und Mütter des Grundgesetzes haben sich ziemlich angestrengt mit dem damaligen Wissen, und in der damaligen Situation etwas gutes abzuliefern. Aber einige Dinge konnten sie nicht wissen.
Dazu habe ich gerade in letzter Zeit öfter mal das Gefühl irgendwelche SED oder gar Stasi Leute haben Einfluss genommen…..
Ernsthaft: Ich denke wir müssen da dringend einiges diskutieren. Und mit der Klassifikation als “Egoismus” ist das nicht getan. Im Falle des Meditierenden wäre es eher Selbstschutz als Egoismus.
Anererseits führen unfriedliche Revolutionen gerne zu jahrzehntelangen Problemen
Nur ein paar Hinweise , Rußland 1917/18, Deutschland 14/18 ff, Süd- und Mittelamerika, China, Südostasien, in den letzten Jahren mehr oder minder ganz Nordafrika, vom Rest Afrikas - inkl. Südafrika - gar nicht zu reden.
Versuche in der ehem DDR, Ungarn, CSR, und andere im ehem Sowjet-Bereich wurden ja auch sehr “friedlich” mittels russischer Panzer befriedet.
Wir tun uns da in Mittel- und Westeuropa nach 80 Jahren relativer Ruhe, ziemlich schwer, das nachvollziehen zu können.
Du vergisst, dass ich ja auch nicht mehr ganz jung bin. Für mich ist der kalte Krieg, die Machtblöcke, Panzer in der CSR noch präsent. Ich habe Vopos in Berlin beängstigend gefunden, und die Mauer angefasst, als sie noch vollständig aufrecht stand.
Das alles kann man jungen Leuten nur schwer vermitteln. Die Fakten vielleicht manchmal, aber nicht die Vibes.
Darf ich für die Nachgeborenen ergänzen, dass die “Mauer” ein perfektionierter Todesstreifen war, auf dem meist junge Soldaten in ihren 20ern auf unbewaffnete, fluchtwillige Mitbürger schossen und das bereits die Vorbereitung einer Flucht, den Straftatbestand eines Verbrechens erfüllte. Dass es ein Heer von 200TSD haupt- und nebenberuflichen Spitzeln gab, so dass man sich fast nirgendwo sicher sein konnte, wegen einer unüberlegten politischen Äußerung ernsthafte Konsequenzen in Ausbildung, Studium oder Beruf erleben zu müssen.
Es ist nicht nur eine Bringschuld von Erziehenden und Gesellschaft, es ist sogar eine große Holschuld, da das, was gebracht wird, der großen Gefahr unterliegt, stark gefärbt zu sein.
Deinem Text nach bist du aus dem Osten, im Westen war der Punkt auch erst in den späten 60ern, teilweise den 68ern zugeschrieben. Bis dahin hat die Bringschuld insgesamt auch nicht funktioniert.
Nur teilweise richtig. Ich bin im Westen sozialisiert, aber mit Vorfahren in Ostpreußen und durch den Krieg Verwandschaft im Harz, bis in die höheren Partei-Bonzen hinein.
Mein Opa in Ostpreußen hat Hitler schon gehasst, bevor er die Macht ergriff, und dann ja auch alles verloren, viele Tote in der Familie u.a. seine Eltern, die nicht mit fliehen konnten….
Eine ziemlich bunte Mischung also. Für Süddeutsche bin ich beinharte Preußin und zwar mal eine richtig echte mit Verbindungen bis zurück zu Kaiser Wilhelms Hof
Da bei uns einige Menschen der erweiterten Familie in Westdeutschland wieder zusammen kamen, konnte ich da viele Erzählunge miteinander abgleichen… das passt schon ziemlich gut.
Mein Großonkel hat sich auch permanent um Treffen mit anderen Flüchtlingen bemüht und die Geschichte ist jetzt erst kürzlich im May mit ihm gestorben