Kann Bitcoin durch Staaten illegalisiert werden?

Hi,
ich habe eine Frage zu einem Video von vor 4 Jahren vom Kanal Finanzfluss. Dort ging es um Nachteile/Risiken von Bitcoin. Unter anderem ging es darum, dass Bitcoin von Staaten theoretisch illegalisiert werden könnte.

Meine Frage wäre inwiefern dies möglich ist bzw. wie weit ein Staat Bitcoin einschränken könnte?

Welche möglichen Nachteile ergeben sich für einen Staat durch die Ablehnung von Bitcoin?

Vielen Dank :victory_hand:

Songanz weiß ich nicht, auf was du mit der Frage hinauswillst.

Staaten können morgen auch schnelles Gehen oder Regen verbieten. In den USA waren Alkohol und Gold verboten, trotzdem haben die Leute gesoffen und ihr Gold gehortet.

Wird Bitcoin hier verboten, kommt man eben ein bisschen schlechter dran oder kann es nur schlechter verkaufen. Auf lange Sicht verschwindet das Land dann eben in der Bedeutungslosigkeit. Einfach mit den Füßen abstimmen.

Wer in Zeiten von BTC ETFs, Bitcoin als Legal Tender und Staatsreserven in BTC immer noch die Gruselgeschichte des Verbots fürchtet…

Im Notfall eben doch mit den Füßen abstimmen. Oder eben aussitzen. Oder noch besser: Die Suchfunktion? :grin:

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Wenn die USA/EU den Handel und Besitz von BTC untersagt, wird BTC für den Normalsterblichen wertlos.

Siehe Drogen: Für Freaks und Gangster wertvoll, für den Normalsterblichen wertlos und gefährlich.

Einige sehen das hier in ihrer Verblendung anders, aber als redlicher Familienvater mit Lebensmittelpunkt in Deutschland muss man zu obigem Schluss kommen.

Und was folgt daraus? Welche Handlung?

Es ist eine hypothetische Annahme, die mit jedem Tag der Adaption in weitere Ferne rückt.

Die Frage ist hier natürlich immer auch, wie lange man bereit ist “redlich” im Sinne des Staates zu bleiben. Irgendwann ist finanzielle Selbstverteidigung wichtiger als nach den Regeln des Staates zu spielen.

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Ob eine Handlung erforderlich ist, hängt halt davon ab, wie hoch man die Wahrscheinlichkeit eines Verbotes bewertet.

Aktuell bewerte ich diese ebenfalls als so gering, dass keine Handlung erforderlich ist und halte allerdings die Ohren offen, ob sich bei den Entscheidern in USA/EU der Wind dreht.

Der Fragesteller hat aber gefragt, ob es möglich wäre und nicht wie wahrscheinlich es ist.

Staaten können auch das “in der Nase bohren” illegalisieren. Ist nur die Frage, was das bringt.

Staaten haben erst mal grundsätzlich ein Interesse daran Einwohner zu besitzen. Wenn sie schlecht genug sind, dass natürlicherweise keine Einwohner da wären, müssen sie eine Mauer bauen.

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Die Frage ist in erster Linie, ob ein Verbot auch durchsetzbar ist und zu welchen Mitteln der Staat bereit ist zu greifen.

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Das war auch die Frage beim Gold-Verbot.

Etwa 1% hat das Gold brav abgegeben.

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Interessant. Gibt es eine belastbare Quelle für die Zahl? Ich habe mich schon länger gefragt, wie groß der Prozentsatz im Endeffekt wohl war …

Frage an ChatGPT liefert etwas mehr, ca 20%. Quellen Milton Friedman & Anna Schwartz (1963 A Monetary History of the United States).

Das meiste Gold lag schon bei Banken, und konnte demgemäß nicht verschwiegen werden.

Die normalen Leut’ ham gedacht: “Fuck you!”

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Drogen sind doch das beste Beispiel dafür wie inneffekti Verbote sind, man müsste z. B vor der Cannabis Legalisierung auch kein „Freak“ oder „Gangster“ sein um daran zu kommen.
Jeder der damals wollte konnte an Cannabis kommen.
Und jeder der heute an z. B Kokain kommen will, kommt es auch.

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Das erscheint mir eher plausibel als die 1 %.

Fazit aus allen bisherigen Verboten inkl. Prohibition: Wenn der Anreiz groß genug ist, finden Menschen IMMER Wege die Verbote zu umgehen. Daher kann der Staat zwar den Handel und die Nutzung von Bitcoin schwieriger machen, unterbinden kann er ihn nicht.

Deswegen halte ich auch die Aussage, Bitcoin wäre dann “für Normalsterbliche wertlos” für Quatsch.

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Wir alle kennen die Berichte von dem Gold, was einfach in den USA auf die Straße geworfen wurde, als der Besitz verboten wurde.

Man kann ja auch definitiv nicht mehr P2P handeln, wenn es verboten ist. Gibt einem ja keiner mehr Geld für. /s

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Ich habe auch nicht behauptet, dass man nicht “daran kommt”, sondern, dass es ein wertloses Gut wird. Für mich und andere Personen mit einer bügerlichen Existenz wäre z.B. der Fund einer Menge Kokain wertlos, ich würde ggfs. sogar eher einen gewissen Betrag zahlen, um den Fund und die damit verbundenen Komplikationen zu vermeiden. So wäre es auch bei einem BTC-Verbot.

Wenn man sich bewusst außerhalb der Gesellschaft stellt, ist das Rational ggfs. anders, aber BTC wird keinen signifikanten Wert durch Randgruppen erhalten.

Da schaust du dir am besten Monero an. Der läuft trotz Verbote weiter, auch wenn der Kauf schwieriger geworden ist. Da müssten schon die Regierungen auf der ganzen Welt den Bitcoin verbieten.

Selber glaube ich bei Bitcoin nicht an ein Verbot. Mit KYC ist eine Totalüberwachung möglich und zugleich können die Gewinne ja immer schön versteuert werden. Und vielleicht müssen die Betreiber von Kryptobörsen bald wie Tether Staatspapier kaufen, damit die unvermeidliche Schuldenorgie weitergehen kann. Die Bitcoin Kuh wird noch lange von den Staaten gemolken. Die Börse macht’s möglich.

Und selbst dann würde Bitcoin nicht wertlos werden. Bitcoin braucht keine Regierung. Da müssen sie schon das Internet “verbieten”. Denn sonst können wir weiter munter Transaktionen tätigen.

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Ich finds krass und irgendwie auch traurig, wie hörig inzwischen viele Menschen sind. Geht ja nicht nur dir so.

Eigentlich sollte eine Regierung Diener des Volkes sein und selbst das Grundgesetz wurde einst so geschrieben, dass der Eingriff in die persönliche Freiheit möglichst eingeschränkt ist.

Inzwischen weichen wir diese Freiheit Stück für Stück auf und es gibt kaum Widerstand.

„Those who give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety“

Das Koks würde ich behalten und einfrieren für schlechte Zeiten. Man weiß ja nie.

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Bitcoin ist Code.
Code ist Sprache.

Und eine Sprache kann nicht verboten werden

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Sehr traurig, finde ich auch!

Im Übrigen ist das auch der Weg, den dann die Freunde von dem Typen mit dem Oberlippenbärtchen einschlugen.

Daher stammt auch immer mehr die EU-Termina ala “zum Nutzen der Gesallschaft, darf man Einzelgrundrechte einschränken”

Genau!

:grin:

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