Die meisten Kiffer hatten schon vor der Legalisierung auch eine „Bürgerliche Existenz“.
Fast jeder der in einer Großstadt laufgewachsen ist, kennt wen, der wen kennt und konnte und kann es kaufen wenn er will.
Wenn du mal Bitcoin oder Kokain findest das du los werden willst:
Ich mache dir ein SONDER ANGEBOT:
Ich lasse deine Bitcoin GRATIS verschwinden und wenn ich Zeit habe auch dein Kokain (vorausgesetzt die Menge lohnt sich das ich wen zu Übergabe schicke)
Eines der Key Features von Bitcoin ist ja eben der “Peer to Peer” Aspekt. Der Staat kann machen, was er will. Wenn ich bei meinem Bauern um die Ecke Eier gegen Sats kaufe kann er das nicht aktiv unterbinden.
Naja, Bitcoin ist (laut Coingecko) in folgenden Staaten quasi komplett verboten: Afghanistan, Algerien, Bangladesh, China, Ägypten, Kuwait, Nepal, Nord Mazedonien, und Tunesien. Wieder andere schränken den Privatbesitz teils erheblich ein: Equador, Irak, Marokko, Nigeria, Katar und die Türkei. Problematisch ist die rechtliche Situation für Halter in Russland, Saudi Arabien und Bolivien.
Das ist ein nicht unerheblicher Teil der Weltbevölkerung. Ob das jetzt Bitcoin wertlos macht, kann ja jeder am gehandelten Kurs ablesen.
Hoffentlich lesen das auch ein paar dieser Leute die meinen as es ja quasie keinen Unterschied zwischen Russland, China und dem Westen geben würde, was Freiheit angeht.
Ja und, Steuerhinterziehung war noch nie eine besonders gute Idee. Hat mit Bitcoin per se nichts zu tun, wie man als “echter Bitcoiner” mittlerweile verstanden haben sollte.
Mir ging es auch um das Thema, was ist/wäre von staatlicher Seite möglich (egal aus welchen Gründen) und was machst du dann in dieser Situation (Das ist eigentliche auch das Thema des Threads).
Ob jemand Steuern hinterziehen möchte oder nicht ist jedem selber überlassen.
Dass der Staat androht nach seiner Sicht illegal gehaltene Vermögenswerte zu beschlagnahmen, ist aber nun wirklich nichts Neues. Hat, wie du sagst, mit Bitcoin nichts zu tun. Dass Bitcoin eben nicht anonym ist, sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben.
Hä, wieso hat Satoshi Nakamoto dann Bitcoin erfunden. Das es von Banken/Staaten oder von Deinem Vater beschlagnahmt werden kann
Androht? In meinem oben verlinkten Fall wirde es knallhart umgesetzt!!! Ob das jetzt wegen Steuerhinterziehung oder weil Du Jude bist gemacht wird. Schei… egal!
PS: Und da sind wir uns doch einig, wenn Du Deine Sats dann bei einer staatlich angemeldeten Firma in einem Multisig geblockt hast sind sie wech!! Also ab dann kein Bitcoiner mehr
Fast die ganzen Bitcoin-Bestände, die heutzutage von Staaten gehalten werden, stammen aus Beschlagnahmungen. Das war immer schon so und man musste schon naiv sein, um das Gegenteil zu glauben. Der Witz mit der 5-Dollar wrench attack ist die Entsprechung bei nicht-staatlichen Akteuren. Die beste wallet nutzt dir nichts, wenn du physischem Zwang ausgesetzt werden kannst oder, wie im Falle des Staates, rechtlichem Zwang.
Ich sehe Bitcoin einfach als einen handelbaren digitalen Rohstoff.
Wofür folgende Eigenschaften essentiell sind:
der Eigentumsnachweis und die Möglichkeit diesen zu übertragen
Finalität von Transaktionen und Lösung des Double Spendings
die Teilbarkeit
Bitcoin ist eben kein Token, dem eine realweltliche Entsprechung entgegenstünde oder eine vertragliche Verpflichtung, die ein in die Zukunft gerichtetes Versprechen beinhaltet, sondern ist selbst schon sein eigenes Ziel, deswegen ein Rohstoff. Ein ETF hat den Sinn, leichteren Zugang zu breit gestreuten Investitionen am Kapitalmarkt zu bieten. Aktien haben den Sinn, Investoren an Firmen zu beteiligen und diesen Zugang zum Kapitalmarkt zu bieten. Bitcoin ist nichts davon.
Ich war gerade gestern erst beim Zahnarzt, um mir eine schadhafte Brücke ersetzen zu lassen. Ist der Sinn von Gold seine zahnmedizinische Anwendung? Oder der sonstige technische Bedarf? Bitcoin ist für mich ein digitales Gold, das sich durch seine absolute Begrenztheit zur längerfristigen Wertspeicherung eignet. Wodurch diese Werte initial geschaffen wurden, durch (eigene) Arbeit oder durch Unterschlagung hat dabei nichts mit Bitcoin selbst zu tun, so wie der Sinn von Gold nicht darin liegt, Hinterziehungen zu begünstigen. Das ist jetzt erstmal vollkommen unabhängig davon, wie man zu Steuern und dem Staat steht.
Natürlich kann man Bitcoin dafür verwenden. Es ist meiner Ansicht nach halt nur nicht dieser eine Use-Case, an dem man Bitcoin dann messen sollte. Meine Zahnärztin ist auch der Meinung, dass sie lieber etwas Moderneres für meine neue Brücke verwenden will, da scheint Gold ausgedient zu haben.
Natürlich kann mich der Staat dazu zwingen, ihm mein Eigentum zu überlassen, wenn er den entsprechenden Zwang ausübt. Trotzdem bedarf er meiner Mitwirkung, er kann nicht meine Wallet leer räumen, ohne von mir den Zugang bekommen zu haben. Er könnte es mir vielleicht unmöglich machen oder es zumindest erheblich erschweren, meine Bitcoin auszugeben. Indem er sie sozusagen markiert wie die Seriennummern von Banknoten. Wahrscheinlich findet sich aber trotzdem ein Weg. Wir sprechen dann auch von einem extrem restriktiven Eingriff des Staates mit Kapitalverkehrskontrollen und umfassender Überwachung. Damit schadet sich der Staat vor allem selbst, was längerfristig nicht in seinem Interesse liegt und somit auch für Bitcoin spricht und nicht dagegen.