Jetzt Kredit für BTC aufnehmen?

Hallo!

Ich weiß, dass es bereits ein ähnliches Thema gibt. Meine Situation unterscheidet sich jedoch deutlich davon, weshalb ich ein neues Thema eröffnet habe.

Ich überlege, bei weiter fallenden Kursen Bitcoin nachzukaufen, mit dem Ziel, insgesamt einen vollen Bitcoin erwerben zu können. Ich halte dies aktuell noch für realistisch, gehe aber davon aus, dass diese Möglichkeit in absehbarer Zeit eventuell nicht mehr bestehen wird.

Zur Umsetzung dieses Vorhabens plane ich die Aufnahme eines Kredits in Höhe von etwa der Hälfte meines bestehenden Anlagevermögens, das derzeit in Edelmetallen investiert ist. Diese Edelmetalle möchte ich ausdrücklich nicht verkaufen, da sie für mich und meine Familie eine wichtige Absicherung darstellen. Ebenso ist nicht geplant, „all-in“ BTC zu gehen.

Ich habe mich über einen längeren Zeitraum intensiv mit Bitcoin beschäftigt, bin der Meinung, das Konzept verstanden zu haben, und verfolge einen langfristigen Anlagehorizont von zehn Jahren oder mehr. Der Kredit würde ebenfalls über zehn Jahre laufen, bei einer effektiven Kreditzinsrate von etwa 6,5 %.

Die monatliche Kreditkarte beträgt etwa ein Drittel des mir frei verfügbaren monatlichen Sparguthabens meines Gehalts. Ich sehe in der aktuellen Marktsituation möglicherweise eine besondere Gelegenheit, die sich so nicht wiederholen wird.

Eigentlich eine klare Sache oder wie seht ihr das?

Alle haben nun Angst, die Stimmung am Markt ist katastrophal, eigentlich nach allem was ich gelesen und gelernt habe ist das genau der perfekte Zeitpunkt um antizyklisch zu kaufen …

Viele Grüße und danke im Voraus!

Björn

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Niemand kann dir die Entscheidung abnehmen. Je nach Lebenssituation, Risikoprofil, usw. kann es entweder die beste oder schlechteste Entscheidung sein, ein Kredit aufzunehmen.

Du muss das ganz in Ruhe mit dir selbst ausmachen und dann so entscheiden dass du am wenigsten bereust.

Denk immer an die eigene Psychologie. Was ist wenn du Kredit aufnimmst bei 90K und es geht erstmal für 2 Jahre auf 50K? Was ist wenn du keinen Kredit aufnimmst und es geht in einem Jahr auf 150K? Was machen diese Gedanken mit dir?

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Hast du eine Glaskugel?

Ich meine ja, ich rechne fest damit, dass Bitcoin dieses Jahr oder allerspätestens nächstes Jahr wieder deutlich steigt. Aber ich weiß das nicht. Bitcoin verhält sich aktuell anders als bisher mit den Zyklen usw.

Ich sehe die Wahrscheinlichkeit, dass du nach Abzug der Zinsen einen Gewinn machst, sehr hoch, aber nicht bei 100%.

Musst du aber, wenn etwas schief geht.

Das Ziel hatte ich auch. Ich habe es aber verworfen. Das ist nur eine Zahl zum protzen. Mir ist es viel wichtiger, genug Fiat auf dem Konto zu haben, falls wir mal 5 Jahre Bärenmarkt haben und nicht verschuldet zu sein.

Alles in allem ist dein Plan mE ok und wie gesagt, kann ich mir gut vorstellen, dass er aufgeht.

Aber rede dir bitte nicht ein, dass er zu 100% sicher ist und wähle die Größe des Kredites entsprechend. Viel Glück dabei :slight_smile:

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Das Wunschziel 1 Bitcoin kann man gut in jeweils 0.1 BTC als jeweils nächsten Schritt unterteilen. Mit 0,1 ist man statistisch gesehen im BTC Umfeld gut aufgestellt. Diese Strategie ist viel langsamer und erfordert Geduld. Jedoch kann man mit der Volatilität in FIAT Preisen besser umgehen, denn Rücksetzer sind jederzeit möglich und das sind Momente die man aushalten muss.

Bei Kreditaufnahme und dem grösseren Einkauf von BTC Anteilen muss man einiges aushalten können. Die Strategie kann aufgehen, aber wissen kann niemand wo wir preislich stehen.

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Deine persönliche Planung und auch weiterhin bestehende Absicherung scheint durchdacht zu sein. Aber wann und ob der richtige Zeitpunkt ist, einen Kredit für Bitcoin aufzunehmen oder wie Bitcoin innerhalb der 10 Jahre performt, kann dir niemand sagen. Diese Entscheidung, basierend auf deine bisherige Planung, musst du ebenfalls selbst treffen. Da du aber nicht mit de Kredit all-in gehst, also ohne weiteren Rückhalt, glaube ich, dass du auch diese Entscheidung wohl überlegt treffen wirst, ob nun für oder gegen den jetzigen Kredit.

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Wo genau unterscheidet sich deine Situation deutlich von den ganzen anderen Anfragen? Abgesehen vom Quarzer, der seine Erfahrung zum bereits genommenen Kredit geteilt hat, haben später alle nur noch berichtet wie groß ihr finanzielles Polster ist und gefragt, ob sie jetzt zuschlagen sollen. Lese hier das gleiche.

Also…du sagst ja selbst, dass du dir die Sache gut überlegt hast und deine Rücklagen sind groß genug…Feuer frei!

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Ich kann den anderen nur zustimmen, deine Ausführung klingt durchdacht und realistisch eingeschätzt.

Mach es!

Ich habe es selbst gemacht und nur bereut, keinen höheren Kredit genommen zu haben :smiley:

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Wie jede Geldanlage ist es eine Spekulation.

Keiner weis wo Bitcoin in 10 Jahren steht, aktuell interessiert sich niemand für die besonderen Eigenschaften von Bitcoin.
Bitcoin ist nachweislich knapp, Gold nicht, interessiert aber in den letzten 12 Monaten keinen.

Macht Bitcoin im Jahr mehr Rendite als deine 6,5% Zinsen?

Vor einem Jahr hätte jeder gesagt ja und läuft jetzt der Rendite hinterher.

Wünsche dir viel Erfolg :four_leaf_clover:

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Ein voller Bitcoin macht dich zu einem ganzen Mann. :flexed_biceps:

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Das sehe ich anders. Ein Festgeldanlage betrachte ich persönlich nicht als Spekulation. Bitcoin schon!

(Ich halte von Krediten für hochspekulative Anlagen überhaupt nichts!)

Diesen Betrag würde ich monatlich in einen Bitcoin Sparplan investieren.

Mit dieser Absicherung zockst du! Hast Du das mit Deiner Familie auch abgesprochen?

Ich lebe nach dem Motto “Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach” :man_shrugging:

Dem kann ich nur zustimmen. Ich will keinem seine Kreditpläne schlechtreden, wie gesagt der Plan ist so schlecht nicht.

Aber 1 Bitcoin ist vielleicht zu unseren Lebzeiten mal so viel Wert wie 5 Häuser, 10 Autos und 7 kg Gold zusammen.

Braucht man wirklich soviel? Oder reicht auch 0,5 oder 0,3 als Ziel und man fährt dafür sicherer für den Fall, dass Bitcoin doch sehr lange fällt oder für die 0,1% Wahrscheinlichkeit dass er scheitert.

Ganz genau genommen ist ein Festgeld aber schon eine Spekulation auf eine geringe Inflation des Euros, auf das Überleben der Bank bzw. das Eingreifen der Rettungssysteme und auch eine Spekulation darauf, dass du das Geld für die Dauer nicht brauchst. Aber ich verstehe den Punkt und meine vorraussichtlichen Ausgaben für die nächsten 2 Jahre habe ich auch lieber in Fiat.

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tut mir leid aber Jemand der nicht all-in geht, der sollte wegen der mangelnden Zuversicht zu Bitcoin niemals mit zusätzlichen Schulden versuchen seinen Bitcoinbestand zu erhöhen. Denn wenn es um Vermögensaufbau ginge würde man eine Anlage wie Gold, die in den letzten 10 Jahren eine verfünffachen darstellt nicht einer Bitcoinanlage die im gleichen Zeitraum eine Versiebenundachzigung seine Anlage erreicht hat vorziehen. Es ist völlig in Ordnung wenn man Bedenken zu all-in hat, für mich ist das aber der beleg das man nicht vom Wertzuwachs von Bitcoin überzeugt ist sondern sich diesen nur erträumt und deshalb an dem Goldinvest mit all seinen wesentlich schlechteren Eigenschaften fest hält. Tu Dir selbst ein. gefallen rechne nochmal deine Anlage durch bevor Du versuchst mit Schuldzinsen etwas zu vergrößern was mit Umlegung der andere Besitzwerte wesentlich einfacher und aus meiner Sicht sicherer wäre. Genieße doch einfach das Du diese Entscheidung zu einem Zeitpunkt treffen konntest wo der Kurs noch unter 80.000 lag.

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Bin ich froh das ich diesem Märchen nicht vor 10 Jahren gefolgt bin, denn ein Leben immer nur den Möglichkeiten eines “Spatzes” möchte ich Heute mit der schon nach 10 Jahren erreichen finanziellen Unabhängigkeit nicht tauschen. ich glaube den Meisten ist überhaupt nicht Bewusst, wie sehr sich das eigene Leben ändert, wenn man nicht mehr Arbeiten muss, oder von seinen monatlichen Einkünften Leben muss, wenn man Jährlich nur den Zugewinn der Bitcoinanlage verlebt und so ein nie endendes Vermögen Besitzt im Bewusst sein das dieses in der Zukunft immer mehr Kaufkraft generiert. Leb Du weiterhin mit der Festanlage und der Sicherheit das diese Anlage immer weniger Kaufkraft darstellt. Ich rechne schon seit Jahren alles nur noch in Bitcoin um und so wird alles immer Billiger für mich.

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Stimmt, Festgeld ist keine Spekulation – es ist die vertraglich garantierte Vernichtung deiner Kaufkraft.

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Also ich beobachte immer gerne die Spatzen in unserer Hecke des abbezahlten Eigenheimes und denke mir, och haben wir es gut :victory_hand:(Und nein, ich bin noch kein Rentner)

:wink:

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Man muss es sich halt Leisten können einen Besitz zu haben der im 6stelligen Bereich liegt und nur Kosten verursacht, als Gewinne zu erwirtschaften. Bei mir bringen 600.000 Anlage im Schnitt 100.000 Zuwachs pro Jahr zu mindest in den letzten 5 Jahren und mit dem passiven Einkommen kann ich ein Haus mieten was in der Anschaffung mehr wie eine Millionen kosten würde, aber ich kaufe auch nicht das Hotel in dem ich meinen Urlaub verbringe, es reicht völlig alle Vorzüge zu genießen ohne sich mit Besitz zu belasten, da hat Jeder eine andere innere Zufriedenheit. Viel Spass beim Blick auf die Hecke, mein Blick wandelt sich öfter, mal schaue ich aufs Meer mal in die Berge, aber selten auf eine Umzäunung auch wenn Sie als hecke getarnt ist.

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Ich plane und handle ähnlich, nur maximalistischer.

Hab lieber Schulden als Guthaben auf dem Konto und immer genug Bargeld daheim.

Warum so?

Ich bin von 1. Mio €/BTC bis 2028 überzeugt.

Danach erledigt sich alles von Selbst ;)

Ich hoffe das ist ein Witz? Oder Ragebait, weil neues Mitglied.

Ich meine ja, ich könnte es mir vorstellen, wenn Länder sich gegenseitig die BTC wegkaufen.

Aber ich könnte mir in 2028 auch unter 50.000€/BTC vorstellen, wenn sie das nicht machen und stattdessen zB. große Kriege ausbrechen und alle Panik bekommen.

Schau doch nur mal wie bullisch 2024/2025 war, soviele Reserven auf so vielen Ebenen angekündigt, ein US Präsident, Blackrock CEO usw. schwärmt von Bitcoin, die ersten Länder usw. kaufen Bitcoin und der Preis hat nicht viel gemacht.

Auf dem Papier ist Schulden für BTC eine gute Idee.

Aber ich finde es wirklich besorgniserregend, wieviele sich inzwischen so in Bitcoin reinhebeln. Wenn wir in 2026/2027 doch noch einen heftigen Bärenmarkt sehen, werden einige sehr sehr schlecht schlafen.

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Vielleicht noch ein Aspekt. Wohlhabende Investoren leben mit und von Kredit. Wenn da einer mit 100 Millionen Vermögen (alle Assets) zur Bank geht - der 100 Mio. Dude geht zu seinem Portfoliomanager und gibt ihm den Auftrag es in die Wege zu leiten.

Die Bank legt dem Portfoliomanager den roten Teppich aus. (Jacht, Epstein Island, Kaviar usw.) Der Auftrag 1 Mio. zu Zinsen die gleich Null gehen.

Was also ist das Risiko? 1% Des Gesamtvermögens für diese Schulden sind im Spiel. Der Auftrag - Bitcoin kaufen 10 - 15 Stück, was der OTC Markt grad so hergibt.

Nun bei einem weiteren Kursrückgang, kann dieses 1 Mio. Bitcoin Investment locker gehalten werden. Sollte es nötig sein liegen ja noch 99 Mio. im Portfolio. 10 Jahre Aussitzen - locker, kein Problem.

Wie sieht es bei den Normalos/ Retailern aus? Keine Jacht, keine Partys, kein Champagner. Nur Sicherheiten hinterlegen. Zudem viel höhere Zinssätze und Preisrückschläge müssen verkraftet werden. Das ist eine emotionale Achterbahn. :roller_coaster: Sollte Geld nachgeschossen werden weil privat es grad nicht so läuft, egal was, wird man gezwungen zu Tiefstständen sich von Bitcoin zu trennen. Nehmen wir an es geht um ein Vermögen von 500k. Da sind 80k im Verhältnis ein sehr hohes Risiko, auch wenn alles sehr rosig aussieht.

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Als Mensch mit hoher Risikoaversion würde ich nie Kredite aufnehmen, wenn ein Gewinn nicht zu 95% sicher ist.

Auf der anderen Seite: Wenn man von Bitcoin überzeugt ist, sprechen rein objektiv betrachtet viele Punkte dafür, zum jetzigen Zeitpunkt zu hebeln. Eine Marktkorrektur könnte kommen, würde erwartungsgemäß aber nicht extrem hoch sein. Auf 10 Jahre erwartet wohl jeder Bitcoinhalter neue ATH. Und ich meine keine ATH wie bei ETH von wenigen Prozent auf 4 Jahre…

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