ich habe in den letzten Wochen viel darüber nachgedacht und bin zu dem Punkt gekommen, dass ich mit dem regelmäßigen Stacken aufhöre.
Begründung: Es macht mich nicht mehr glücklich.
Ich bin mittlerweile auf einem Level angekommen, an dem ein mittlerer dreistelliger Sparbetrag pro Monat im Verhältnis zu meiner bestehenden Bitcoin-Position kaum noch Gewicht hat. Die tägliche Volatilität hat auf mein Gesamtvermögen einen viel größeren Einfluss als die paar Sats, die ich zusätzlich stacke.
Dazu kommt: Ich plane ohnehin, noch 10 bis 20 Jahre zu hodln. Wenn ich für diesen Zeitraum mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite rechne, dann ist das, was ich bereits habe, mehr als solide. Es gibt mir bereits Ruhe und Sicherheit.
Und genau da merke ich: Der persönliche Mehrwert des monatlichen Stackens ist für mich im Moment einfach nicht mehr da. Stattdessen möchte ich mein laufendes Einkommen mehr für Dinge einsetzen, die Erinnerungen schaffen: Reisen, Ausflüge und schöne Momente mit meiner Frau und meinen Kindern. Das gibt mir derzeit mehr als der zusätzliche Bruchteil eines Bitcoins.
Habt ihr euch ähnliche Gedanken schon einmal gemacht?
Gibt es für euch eine Summe, ab der ihr sagen würdet: „Jetzt reicht’s, ab hier muss ich nicht mehr jeden Monat stacken“?
Bei mir ist es ähnlich wie bei dir ich habe schon seit fast anderthalb Jahren keine btc mehr gekauft, da der monatliche Betrag kaum noch ins Gewicht fällt. Ich halte es mittlerweile genau wie du und schaffe Erinnerungen, verbringe Zeit mit Freunden und Familie und lebe einfach mein Leben.
Guter Einwand. Das würde ich wohl ab und an auch so machen.
Ich bin aber aktuell zu dem Punkt gekommen das meine jetztige Position für mich und meine Familie totaler overkill ist wenn die CAGR sich so weiterführt wie in den leztzten 10 Jahren.
Wenn du deinen Stack als so hoch einschätzt kann ich es absolut nachvollziehen. Ich bin lange davon entfernt, genug zu haben, dass es mir meine Rente ersetzen kann. Ich kann aber auch noch nicht sagen wie viel Bitcoin mir reichen würden um mich sicher zu fühlen. 1? 10? 50? 100?
Das ist unbezahlbar! Mach! So viel wie es nur geht!
Das ist krass! Glückwunsch
Gleiches bei mir + einen Teil davon wieder zurück in Fiat, wenn ich denke, dass ich für dieses Geld später günstige Sats bekomme. Würde ich aber niemandem empfehlen, da man hier auch gut auf die Schnauze fallen kann.
Völlig gesunde Einstellung. Damit hast du doch eine stabile eigene Perspektive. Mach, wie du dich gut fühlst und fülle dein Leben, statt nur eine Zahl auf dem Konto zu sehen.
Ich denke die beste Antwort ist, dass es immer ok ist, seinen DCA zu pausieren.
Wenn man in letzter Zeit eventuell zu viel investiert hat, ist eine Pause auch mal schön.
Eventuell auch den DCA reduzieren?
In gewisser Weise kopiere ich den Strategy Ansatz. Immer dran bleiben. Kaufe nach, nicht regelmässig, aber immer wieder mal. Dabei sind Schulden kein Thema und einschränken im Leben natürlich nicht. Logischerweise werden die Bitcoinanteile weniger, ausser es fällt wie letztlich.
Die Frage wieviel genug ist, bleibt individuell je nach Situation. Mache es genaugenommen nicht für mich. Das geht an meine Tochter.
Pausieren beim Anhäufen ist legitim. Würde mich nicht festlegen, dennoch - Family first!
Jepp, Familie geht sowieso immer vor allem anderem. Wüsste nicht wie es mir ohne meiner Frau und den 2 Kids gehen würde. I’m happy with how things are in my family.
(Und falls nötig, wird natürlich der DCA sofort pausiert.)
Frag doch auch mal, was mit Menschen mit dem Löffel im Mund passiert.
Harte Zeiten schaffen starke Menschen. Starke Menschen schaffen gute Zeiten. Gute Zeiten schaffen schwache Menschen. Und schwache Menschen schaffen harte Zeiten.
Persönlich kaufe ich immernoch Bitcoin. Am Ende glaube ich daran, dass es das beste Investment ist und sein wird und das ganze ohne viel Aufwand. Werde aber vermutlich in Zukunft auch mehr in mich und meine Firma Investieren. Da lernt man dann auch sehr viel fürs Leben
Das ist übrigens auch etwas was immer unsauber verwendet wird und Dinge suggeriert, die so ja gar nicht stimmen.
Man investiert nicht in Bitcoin. Man kauft Bitcoin, man tauscht irgendeine Währung in Bitcoin.
Und das war es.
Eine Investiton ist etwas, wovon man Rendite erwarten kann. Bitcoin wirft aber nichts ab, Bitcoin erwirtschaftet nichts. Man kann wieder umtauschen und bestenfalls mehr Währung erhalten. Aber das ist nicht die Bedeutung eines Investments.
Völlig richtige Entscheidung! Leben, hier und jetzt, geht immer vor. Niemand weiß, wieviel Zukunft er noch hat und ob es die zukünftige Welt (mit Bitcoin) je geben wird. Die gemeinsamen Erlebnisse mit Familie und Freunden und die Erinnerung daran kann dir niemand mehr nehmen.
In einem älteren Thread hier von @Achse habe ich etwas von Sicherheitseffekt und Komplexitätswirtschaft gelesen und es ist gut, wenn du diese Effekte im Zaum hast und dein Leben achtsam genießen kannst. Die Tage kommen nicht zurück, auch nicht, wenn du soviel wie Saylor hättest!
Ich habe zwar nur eine Handvoll Satoshis, die noch nicht mal ein Jahr reichen würden, aber ich handhabe es genauso: Erst leben, dann stacken. Und das empfinde ich trotzdem als Geschenk und totalen Luxus, weil ein großer Teil der Menschheit noch nicht mal genug zum Leben hat. An Stacken (oder andere Sparformen) können die nicht mal im Traum denken.
Grundsätzlich kann ich deine Entscheidung verstehen und finde sie absolut plausibel. Ich will dich auch gar nicht überreden.
Eine andere Perspektive jedoch bzgl. folgende Aussage:
Stell dir einmal vor, Bitcoin würde 10x oder 100x machen – was langfristig nicht völlig unrealistisch ist. Wenn du heute jeden Monat 500 Euro investierst, könnte dieser Betrag in Zukunft einem Wert von 5.000 Euro oder sogar 50.000 Euro monatlich entsprechen. In solchen Größenordnungen bekommt das Ganze doch eine Bedeutung