Haben Bitcoiner und Maxis den Film Matrix überhaupt verstanden?

Die meisten hier werden sicher schon den oder die Matrix Filme gesehen haben. Man liest und hört ja sehr oft von der “orangenen Pille" und in welchem Bezug sie zu Bitcoin steht.

Deshalb Frage ich mich jedesmal wenn z.B. der Blocktrainer oder sonst wer “Matrix oder orange pill” erwähnt ob sie den Film wirklich verstanden haben.

Spätestens im im Film Matrix Reloaded sollte doch jeder gecheckt haben was abgeht da der Architekt selbst erklärt dass die „Wahl“, die Pille zu nehmen und aus der Matrix auszubrechen kein Fehler des Systems ist sondern gewollt ist. Zion existiert nur um den Teil der Menschen aufzufangen die das Programm instinktiv ablehnen.

Neo ist ebenfalls nur ein Kontrollmechanismus um Zion zyklisch neu zu starten. Wenn man es richtig betrachten würde, in Bezug auf die Filme, ist Bitcoin gar kein Ausweg aus dem Fiat-System sondern ein vom System selbst geschaffenes Auffangbecken für die (ich nenn sie mal Unzufriedenen), damit das System stabil weiter laufen kann.

Jetzt werden sicher einige sagen, aber Matrix Reloaded und Matrix Revolutions sind ja voll scheiße und zählen deshalb nicht. Aber schon im ersten Film sollte man mit etwas Grips in der Birne checken dass selbst Neo nicht frei Entscheidungen treffen darf denn das Orakel gibt ihm jede “Entscheidung” vor. Sie manipuliert bzw. programmiert ihn. Ebenso sagt sie Morpheus dass er den Auserwählten suchen muss.

Oder die Verhörszene zwischen Smith und Morpheus als er erwähnt dass die erste Matrix Version ein Paradies gewesen sei aber die Menschen Konflikte brauchen…

Es gibt noch viel mehr Hinweise, die der Analogie zu Bitcoin und Matrix widersprichen

Also weiß ich nicht ob ich, jedes Mal wenn wieder jemand die orange pill erwähnt, schmunzeln soll oder ob es vielleicht sogar schädlich für Bitcoin ist da es den ein oder anderen erstmal von bitcoin wegbringen könnte.

Wie seht ihr das?

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Ich habe mich zu fest auf Trinity fokussiert. :heart_eyes:

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Ich sehe das ähnlich. Allerdings ist diese Pillenanalogie meines Wissens ja auch nicht bitcoinblasentypisch sondern grundsätzlich eine Analogie die bei sog. Alternativen vewendet wird.

Aber ja, da wird vieles scheinbar falsch verstanden.

Absolut z.b. red pill

Hat nicht auch Roman mal erwähnt dass er regelmäßig Matrix anschaut? Bitte nicht falsch verstehen ich halte ihn für einen cleveren Burschen

Selbst Neil deGrasse Tyson hat den Matrix Film nicht richtig verstanden und er gilt er auch als ein kluger Mensch. Ich weiß den genauen Ausdruck nicht mehr aber dieser hat mal gesagt dass Matrix ein guter Film wäre bis auf die Tatsache dass die Maschinen die Menschen als Energiequelle zu verwenden.

Was natürlich auch stimmt, aber das ist ja auch nur eine Behauptung von Morpheus. Wir wissen nicht wofür die Maschinen die Menschen wirklich benötigen

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Ich finde Fight Club ist eigentlich auch der bessere Bitcoinerfilm. ;)

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Wahrscheinlich ist jeder andere Film ein besserer bitcoinerfilm als Matrix. Denn dieser ist das genaue Gegenteil von dem

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Irgendwie habe ich Lust bekommen mir den nochmal anzugucken. Heute abend eventuell. ;)

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Vergiss den zweiten Teil nicht, denn der ist auch sehr gut zumindest wenn man ihn versteht.

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Könnte es unter Umständen sein, dass jeder Mensch durch seine eigene Weltanschauung die Realität anderst wahrnimmt.

Hier ist für mich die Diskussion schon wieder zu Ende da schon wieder jemand denkt, alles Verstanden zu haben.

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sagt mal, habt ihr nicht besseres zu tun, als eure Lebenszeit vor der Glotze, Streaming, Youtube und ähnlichem Mist zu vergeuden?

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Hast du nichts besseres zu tun als hier im Forum rum zu gammeln? Es gibt halt Situationen da hat man nichts besseres zu tun. Z.b. wenn man viel im Flieger sitzt ist YouTube ideal. Die Matrix Filme kann man dort übrigens auch fast immer schauen

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Danke ich hoffe das bleibt auch so

ich habe 24 h/Tag zeit - theoretisch.
Glotze, YouTube , Streaming? gelegentlich vllt mal ne halbe Stunde, damit die Kiste nicht ganz einstaubt.
:rofl::rofl::rofl:

Gelegentlich meint nicht jeden Tag gelegentlich :joy:

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Also ich breche Matrix 1 für mich immer auf eine Haupt-Eigenschaft hinunter: Er soll zeigen wie in deinem Gehirn Gedanken gepflanzt werden können, um so deine Realität zu erschaffen:

Die Blaue Pille ist eine nicht von dir geprägte Realität, sondern die Realität der Matrix: Konsum, Materialismus, keine eigenen Gedanken, Medien und Werbung nie hinterfragt, schnelles Dopamin zum Füllen innerer Leere,… Ich denke man kann hier eben auch sehr gut fiat Geld einfügen.
Agent Smith ist eine Metapher für blue pilled Menschen, die zum Teil so fest von diesem Gedankenkonstrukt überzeugt sind, dass sie dich aktiv in diesem halten wollen.

Die rote Pille hingegen ist eine von dir geschaffene Realität: Sie beginnt zunächst einmal mit der Erkenntnis der blauen Pille. Dann kannst du dir im Optimalfall dein Leben mit neuen Glaubenssätzen selbst gestalten. (Die müssen aber nicht zwangsweise „gut“ sein, siehe Cypher)
Eine für dich erschaffene Realität kann aber auch Bitcoin sein:
Sparsam sein durch Deflation, dankbar für wichtigen Dinge sein, Freiheit durch Eigenverantwortung am Geld,…

Es ist für mich dabei komplett irrelevant, ob die Filmproduzenten den Sinn des Films auch so sehen wie ich es tue. Der Film wirkt auf viele Menschen sehr augenöffnend und viele verschiedene Spaces unabhängig von Bitcoin kommen zu einer recht ähnlichen Interpretation wie auch ich.

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Der Film ist genauso wie die Realität: Jeder kann den Film anders bewerten und damit Stellen priorisieren wie z.B. die Orange Pille oder eben andere Stellen toll finden wie z.B. den Typen, der lieber wieder in die Matrix zurück will (analog in der Realität: Jeder bewertet die Gegebenheiten der Realität eben wenigstens leicht anders).

Wirklich relevant dabei ist doch: Was lernst du daraus für dein eigenes Leben? Auf welcher Seite willst du stehen bzw. für welche Mächte setzt du dich ein? Ist das deine Familie? Dein Land? Deine Wohnung oder dein Haus? Oder deine Firma? Dein Sportverein? Deine Partei? Deine Religion? Deine Kultur? Oder eben deine eigene Matrix?

Und diese Wahl ist eben nicht in Stein gemeißelt und man kann sich immer umentscheiden (muss dann aber mit den jeweiligen Vor/Nachteilen leben, die die neuen Gruppen haben bzw. die alten Gruppen nicht mehr bieten.)

Auch das kann man deutlich aus Matrix ablesen: Die Realität gibt einem immer irgendwas vor, aber innerhalb dieser Grenzen kann man sich frei entscheiden und sein eigenen Weg finden.

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Ich will da jetzt niemandem zu nahe treten, aber das ist meiner Ansicht nach schon ziemlich Pippi Langstrumpf und “ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt”.

Das geht irgendwie in die Richtung des naiven Realismus:

Also nur weil die Realität subjektiv anders wahrgenommen wird, heißt das eben nicht, dass keine objektive gibt.

Und so gibt es bei bestimmten Dingen auch keine zwei, drei, vier….Deutungen. Man kann natürlich denken und deuten was man will, aber dann muss sich eben auch gefallen lassen, dass man da was nicht verstanden hat. ;)

Und die Frage die sich daran anknüpft ist dann, ob man damit gut fährt, sich sozusagen eine alternative Realität aufzubauen oder ob das eher hinderlich ist. Im konkreten Beispiel ist das ja bei vielen sogar sozusagen eine Art Lifestyle geworden. Alles zu hinterfragen, die herkömmlichen Interpretationen über Bord zu werden; weil: siehe naiver Realismus, und die Welt völlig subjektiv zu deuten.

Was vielfach eben auch nicht subjektiv dann ist sondern innerhalb einer bestimmten Blase dann wieder Konsens ist. ;)

Ich hoffe ich habe einigermaßen verständlich rübergebracht was ich damit sagen wollte. Also das ist eine Mode geworden, so scheint es mir, und eine nicht ungefährliche Entwicklung. Auch für den Einzelnen. Stichwort: Alternative Wahrheiten usw.

Und daran anknüpfend stellt sich die Frage, ob nicht in Wahrheit diejenigen die wahren Gatekeeper sind, die solche abwegigen Theorien anbieten und verbreiten. Denn die führen die Menschen eben (möglicherweise) auf völlig falsche Fährten. ;)

Da ist schon wieder ein Unterschied zwischen uns zwei.

Woher weißt du, dass die Farbe Grün für dich exakt gleich ausschaut wie für mich?

Vielleicht ist Sie für dich Grün aber für mich ist Sie Rot. Beigebracht würde uns beiden, dass Sie Grün ist.

Wir schauen auf den gleichen Zettel und Glauben das gleiche zu sehen aber jeder sieht etwas anderes

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Das sage ich gar nicht. Ich sage nur, dass es, obwohl die Farbe für uns beide unterschiedlich aussieht, es eine Farbe wie grün geben kann. Und es meiner Ansicht nach auch gibt. Also meiner Ansicht nach gibt es eine objektive Realität.

Und es gibt Menschen die diese subjektiv wahrnehmen. Und die Menschen die zu weit rausschwimmen, nehmen sie eben so wahr, dass sie sich irgendwann nur noch in Blasen aufhalten und mit dem Großteil der anderen Menschen nicht mehr kommunizieren können. ;)

Und das ist halt das witzige bei Matrix. Also Matrix wird falsch verstanden und dieses Falschverständnis von Matrix wird dann auch noch zu einem zentralen Motiv einer Art Bewegung die sich sozusagen grundsätzlich auf die Fahne geschrieben hat die Realität alternativ oder auch “falsch” zu verstehen. ;)

Ich glaube sowas nennt man ironisch. ;)

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Das ist ganz sicher so. Lustig ist dann immer, wie man sich dann um diese Interpretationen die Köpfe einhaut, weil man ja nur selbst es kapiert hat und der andere einfach zu doof ist.
Ist man nur lange genug auf der Erde, kommt einem alles wie ewiger Kindergarten vor.

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Das akzeptiere ich so, dass du es so siehst.

Sehr gut erklärt.

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