EU Steuer auf Krypto?

Ich hasse Lügen :lying_face: und Taktieren. Das ist nichts für mich.

Steuern auf Investitionen sind lediglich eine Reaktion darauf, dass das Volk aus schlechtem Geld flüchtet. Wie kann man schlechtes Geld konkurrenzfähig machen? Natürlich durch Steuern. Gäbe es keine Steuern auf Investitionen, würden sämtliche Fiat Währungen schon längst, durch die Investitionen der Reichen, hyperinflationieren.

Das ist doch ein total schlechter Ansatz. Wenn die Leute das Geld offensichtlich nicht haben wollen, sollte man wohl versuchen das Geld besser zu gestalten, damit die Flucht unattraktiver wird, ohne es bestrafen zu müssen.

Abgesehen davon ist es für Viele schwer nachvollziehbar, wie es fair sein kann, dass das Einkommen, welches bereits versteuert wurde, bei Investitionen nochmals versteuert wird.

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Klar ist das ein schlechter Ansatz, Aber die Fiatwelt lebt von schlechten Ansätzen (wie du selbst sagst).

Meine Meinung: Definitiv wird es in Deutschland mittelfristig besteuert werden. Ihr glaubt nicht ernsthaft, dass Bitcoin am Steuerwahn vorbeikommt oder? Und ja, ich kann mir auch sehr gut vorstellen, das die rückwirkend bis zu einem bestimmten Punkt gemacht wird. Zu glauben, wer btc bereits hält und diese FÜR IMMER steuerfrei genießen kann, lebt noch nicht lange genug um diese Naivität abgelegt zu haben.

In dem Punkt sehe ich das anders als Roman. Es gab einfach genug Fälle, in denen rückwirkend Steuern gefordert wurden.

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Ich war lange ein „überzeugter“ Steuerzahler. Inzwischen bin ich Anhänger der These „Steuern sind Raub“ - aktuell, wo man mir fast ein Drittel meiner Pensionskasse, für die ich jahrzehntelang aus versteuertem Einkommen eingezahlt habe, raubt, umso mehr.

Inzwischen, wo mein Steuergeld missbraucht wird, um Waffen in der Ukraine zu finanzieren, um irrsinnige Migration zu bezahlen, um die Umwelt durch eine deletäre „Energiewende“ zu zerstören (…schau dir mal die aktuellen Luftschadstoffwerte / Feinstaub an, jetzt wo Wärmepumpen und Elektroautos mit dreckigem Kohlestrom gespeist werden, weil die Kernkraftwerke zerstört wurden) und die Infrastruktur durch Unterlassung zu vernichten, ist mir jede Motivation zur Steuerzahlung abhanden gekommen.

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Kannst du ein paar Beispiele nennen, wo rückwirkend Steuern gefordert worden sind? Mir ist da nichts bekannt.

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Jep.

Und trotzdem werden wir wohl auch unter einem Bitcoinstandard gesellschaftliche Investitionen tragen wollen und dafür vermutlich eine Form der Steuer haben.

Verstehe auch die Seite.

Ich würde es mir dennoch lieber andersherum wünschen.

Lieber kleine Einkommenssteuer. Und größere Steuern auf Ausgaben und Kapitalerträge.

Ich sehe mich dazwischen.

Steuern können etwas Gutes sein. Aber so wie sie verwendet werden verstehe ich, weshalb Steuern als Raub erlebt werden.

Hatten die Diskussion in einem anderen Thread.

Nicht direkt Steuern gefordert, aber es gab Steueränderungen.

Fondszeuh 2008. Bestandsschutz. Aber Gewinne ab 20XX mussten dann doch versteuert werden.

Österreich. Steueränderung Haltefrist. Die BTC die zur Gesetzesänderung noch nicht ein Jahr gehalten worden sind, konnten nicht mehr steuerfrei werden. Also rückwirkend für 364 Tage, wenn mann so will.

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ja ok, aber das ist ja nicht direkt eine rückwirkende Forderung.

Z.B und jetzt dürfen wir nicht vergessen, wir werden aus Brüssel ge-und besteuert. Wenn wir jetzt mal in andere EU Länder schauen, finden wir noch eine ganze Latte an ähnliche Vorgängen.

Dagegen spricht, MiCA ist durch und es steht da soweit ich weiß nichts explizit in diese Richtung drin.

DAC 8 kannst du dir anschauen und oben habe ich den Gesetzesentwurf veröffentlicht. Da stehen noch keine Steuerregelungen drin aber es wird kommen.

Steuern zahlen nur die kleinen Leute. Googelt mal “Double Irish With a Dutch Sandwich” dann wisst ihr warum Google, Amazon und co. Nichts bezahlen.

The game is not to avoid pay taxes it’s to minimize them.

Ich bin mir sicher, dass es immer Schlupflöcher geben wird und die muss man dann nutzen. Beispielsweise ist man reisend, hat einen Zweitpass einer Südseeinsel oder von Georgien oder man gründet eine Stiftung (gar nicht mal so teuer übrigens. Ich zahle doch lieber 30.000,- EUR dafür als diese einfach so in Form von Steuern wegzuschmeißen).

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… es geht um „soziale Gerechtigkeit“ - zumindest wird so argumentiert.

Leider ist es immer so, dass der Neid jener, die kein Risiko tragen so groß wird, um politische Regularien einzuführen.

Das war schon immer so. Lastenausgelich, Goldverbot, etc.

Diesmal haben aber wir einen entscheidenden Vorteil - den Seed.

Ja, wie schon bereits beschrieben in unserem Nachbarland Österreich

Um genau zu sein 1 Jahr rückwirkend.
Ab 1 März 2022 steuerpflichtig.
Alles was vor dem 28 Februar 2021 angeschafft wurde ist steuerfrei.

Ich sehe es so:

Der Staat fordert immer mehr und mehr in Form von Steuern.
Wer profitiert davon? - All jene die nicht mehr können und alle jene die nicht mehr wollen.

Würden die Steuereinnahmen der deutschen Gesellschaft (e.g. Rentnern, Kinder, …) zu Gute kommen und sinnvolle Initiativen getartet werden so hätte vermutlich kaum jemand etwas dagegen.

Leider ist die Realität eine andere; Immer mehr Menschen sind nicht mehr in der Lage in diesem System das auf Ausbeutung beruht ihre Leistung zu bringen, viele andere nehmen die Almosen ohne überhaupt Leistung erbringen zu wollen.

Hier geht es um „WOLLEN“ und „KÖNNEN“.

Zusätzlich müssen noch die durchgefüttert werden die ohnehin nie einen produktiven Beitrag leisten und alles nur verwalten und sich nach 4/5 Jahren in den vorzeitigen Ruhestand verabschieden.

Ja, Steuern sind schon wichtig und auch richtig, um seinen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten, aber nicht in dieser abnormalen Höhe. und schon gar nicht auf supranationaler Ebene.
Wohin geht das Geld dann?

10-15% müssen genug sein.

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Das Problem ist doch, dass man gar keine Wahl hat und durch die Inflation auf Dauer sowieso doppelt besteuert wird. Einerseits oft recht hoch auf das Einkommen und zusätzlich durch die Entwertung des Geldes.
Daher ist dann eine erneute Steuer auf ein quasi erzwungenes Investieren (was ja auch Risiken mit sich bringt) natürlich unfair.

Wenn man dann noch sieht, das a) die Steuern nicht ausreichen und die Verschuldung dennoch ansteigt und b) an vielen Verwendungszwecken große Zweifel bestehen (hier darf jeder seine eigene Liste gedanklich einfügen, aber sie ist sicherlich im Laufe der Jahre länger geworden) - dann kann man schon an der Legitimität zweifeln.

Ich bin im Übrigen noch nicht überzeugt, dass so eine Steuer zwingend kommt und finde es schon fast ein bisschen tragisch, dass selbst hier gefühlt was Konsens herrscht, dass so eine Steuer kommt. Den Versuch wird es zweifelsohne geben, davon bin ich auch überzeugt.

Aus folgenden Gründen bezweifle ich, dass diese Steuer kommt:

  1. Wird es Länder geben, in denen Bitcoin nicht besteuert wird - und die werden klare Vorteile haben und entsprechend Bitcoiner (eine stark wachsende Zielgruppe) + Kapital anziehen. Insbesondere wenn die USA hier tatsächlich vorangehen sollte und die Steuern ganz fallen lassen oder massiv senken (das bleibt natürlich abzuwarten), hat man hier wohl kaum Anreize in die Gegenrichtung zu steuern.

  2. Die Ansicht, dass nur in Deutschland Gewinne in Bitcoin nach einem Jahr steuerfrei sind, ist eine Mär. Einigermaßen aktuell dürfte folgende Grafik sein:

Es gibt also sowohl in Europa als auch weltweit eine Vielzahl an Ländern, die eine sehr Bitcoin-freundliche Besteuerung von 0% oder wenigen % für Privatbesitzer haben. Auf Unternehmensebene gibt es auch in vielen Ländern geringe Steuersätze - es ist also nicht so, dass es hier keine Ausweichmöglichkeiten gäbe.

  1. Die Verbreitung in Deutschland sowohl von Gold (+Edelmetallen?) + Bitcoin (welche steuerlich mWn gleich behandelt werden) dürfte schon eine signifikante Marke überschritten haben, die eine solche Maßnahme extrem unpopulär machen würde. Da es im Gold/Edelmetallbereich wohl bereits eine Lobby gibt und für Bitcoin im Aufbau befindet, wird das im Laufe der Zeit eher unwahrscheinlicher - und zum Glück ist unsere Politik (gerade in der gegenwärtigen Situation) nicht sonderlich handlungsschnell.
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Das wurde hier nirgendwo geschrieben?

Wir genießen aber eben mit einigen anderen Ländern ein Steuerprivilieg ggü. Ländern in denen Gewinne mit Bitcoin besteuert werden.

Ja, ein Stück weit gebe ich Dir hier natürlich Recht. Die Länder stehen in Bezug auf ihre Steuergesetze auch in Konkurrenz zueinander.

Das Gleiche gilt allerdings auch für die Einkommensbesteuerung. Und trotz all der negativen Äußerungen hier im Forum ggü. Deutschland sind dennoch nicht schon alle nach Dubai ausgewandert.

In diesem Thread nicht, das stimmt. Doch selbst bei Roman kommt das im Live-Stream ab und an mal zur Sprache und - so wie ich es aufgefasst habe - klingt es dann meist so, als ob wir in Deutschland weltweit fast die Einzigen sind, die nach der Haltefrist keine Steuern zahlen. Das ist mir auch in einigen Threads schon über den Weg gelaufen - daher der Einwurf.

Hatte aber nichts mit deinem Post zu tun - ging also nicht an dich, auch wenn ich auf deinen Beitrag geantwortet hatte ;)

bitte nicht alles was marc sagt auf die goldwaage legen…

doch, wir sind die lobby…trump ist die lobby…und irgendwie hat es bitcoin auch in den bundestag geschafft… ich bleibe zurückgelehnt und geniess weiter die show :champagne:

Ich denke das wir noch einige Jahre dieses Steuerprivileg genießen :relieved: können bevor es abgeschafft wird