Erwartungen enttäuscht - It's so over

Du kannst doch nicht ernsthaft die Komplexität der Finanzindustrie mit Kochrezepten und Artikeln in Modezeitschriften vergleichen…

Garantie und Sicherheit gibt dir der Staat. Der garantiert dir nicht den Werterhalt, aber der garantiert dir, dass du überhaupt was bekommst und die BRD garantiert dir auch, jedenfalls per GG, dass es zu einer menschenwürdigen Existenz reicht.

Bei Assets kannst du dein ganzes Geld verlieren.

Was machst du dann? Ach ja, DANN gehst du zum Staat. ;)


Warum soll ich z.B. einen privaten Rentenversicherer vorziehen? Der kann pleite gehen. Der Staat kann nicht pleite gehen. Der garantiert mir zumindest einen Mindeststandard. Der private garantiert mir gar nichts.

Doch, kann ich.

Ich würde sogar behaupten, gut zu kochen braucht mehr Erfahrung als breit gestreut Geld anzulegen.

Da nimmt man sich mal paar Tage Zeit und durchforstet die gängigen Finanzportale oder/und liest ein Buch. Dann kommt man schnell und unweigerlich auf 70/30 oder 50/30/20. Das ist wirklich nicht so schwer.

Und wers dann noch bissel aufregender will, streut Edelmetall oder BTC dazu. Keine Hebel, keine Derivate keine Kredite. Fertig.

So leicht war richtige Kleidung nie….

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Bei der Kleidung weißt du aber wie es aussieht. Auch morgen noch.

Deine ganzen Finanzprodukte können morgen schon nichts mehr wert sein.

Reden wird doch mal Tacheles.

Wie wahrscheinlich ist es, dass ein ETF Portfolio aus 50% MSCIW, 30% EM, 20% SC morgen wertlos ist? Oder in einem Jahr? Oder in 10?

Wie sieht es dagegen mit Euro auf Tagesgeld aus? Gesetzlicher Rente oder Lebensversicherungen?

Ich rede auch nicht von einer privaten Rentenversicherung. Genauso ein Quatsch. Jede Anlage die eine Garantie oder Versicherung enthält, kostet Rendite und ist im Zweifel am Ende nichts wert. Egal ob vom Staat oder privat.

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Dass es morgen nichts mehr wert ist, ist natürlich Käse.

Aber für die nächsten 20 Jahre oder 30 würde ich da nicht meine Hand für ins Feuer legen wollen, dass es über diesen Zeitraum nicht doch Wertverlust oder gar Totalverlust geben kann.

Ok. Bei ETFs ist das Risiko vielleicht nochmal geringer, aber letztlich ändert sich da so viel nun auch nicht.

Dass es den Staat aber in 20 Jahren nicht mehr gibt, davon ist einfach nicht auszugehen. Es mag unter Umständen DIESEN Staat nicht mehr geben. Dann aber einen Nachfolgestaat. Also der Staat als Garant von Rente und sozialer Sicherheit usw. der wird nicht wegfallen. (Abgesehen davon, dass es die Gesetzgebung so vorsieht, dass diese Sicherheiten nicht gibt natürlich.)

Also warum diesen Garanten gegen etwas eintauschen was prinzipiell unsicher ist? Nur weil die Inflation einen Teil vernichtet?

Das ist eben eine Abwägung.

Aber mittlerweile wird ja so getan, als sei der Staat das größere Risiko. Was er einfach nicht ist. Das hat sich irgendwie in der “Propaganda” verschoben.

ja. der Staat garantiert mir eine schlechte Rente, davon ist auszugehen. Also entweder ich bin arm oder ich versuche es mit Bitcoin und habe eine Chance nicht arm zu werden.

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Ja, aber viele gehen den Schritt ja konsequent weiter und sagen, wenn der Staat mir am Ende “wahrscheinlich” eine schlechte Rente auszahlt, dann können wir auch direkt drauf verzichten. Auf Rente oder gar den Staat.

Und da sage ich halt, den Tausch mache ich nicht mit. Denn lieber eine schlechte Rente garantiert als sich vollständig dem Risiko des Totalverlustes auf dem Markt aussetzen und unter Umständen dann mit gar nichts da stehen.

Das ist mir die Chance darauf, am Ende mehr zu haben als eine schlechte Rente eben nicht wert.

Meiner Meinung nach ist der „Faktor Mensch“ die größte Schwachstelle in jedem System. Menschen sind korrumpierbar, und Macht führt unweigerlich zu Missbrauch. Wenn ein Geldsystem zentral kontrolliert wird, übernimmt es automatisch die Fehler derer, die es steuern.

Bitcoin eliminiert dieses Risiko weitgehend. Hier gibt es keine zentrale Instanz, die das Protokoll nach Belieben verändern oder korrumpieren kann. Es basiert auf Mathematik und Spieltheorie: Die ökonomischen Anreize sorgen dafür, dass Teilnehmer das Netzwerk eher schützen als angreifen.

Während menschengesteuerte Systeme historisch gesehen immer an ihrer eigenen Gier oder Fehlplanung scheitern, bietet Bitcoin ein unbestechliches, mathematisches Fundament.

Die Kernfrage ist: Vertrauen wir lieber einem System, das von willkürlichen Entscheidungen weniger Mächtiger abhängt, oder einem System, das durch Code und Konsens für alle gleich funktioniert?

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Ich weiß nicht was ich geschrieben habe, dass dich vermuten lässt ich suche eine Sicherheit. Ist auch Egal. Tue ich nicht. Dem meisten was du sagst stimme ich zu. Diversifiziert zu investieren halte ich für sehr sinnvoll.

Das verstehe ich nicht. Das die Rente nicht reicht ist ja sicher. Daran werde ich jedes Jahr in meinem Rentebescheid erinnert. Hier kann ich nur verlieren. Das klingt als siehst du keine Not selber vorzusorgen.

Das ist kein Problem des Geldsystems sondern des Kapitalismus.

Warum bekommen die Menschen in den kapitalistischen Staaten so wenig Kinder und warum bekamen sie “vor” dem Kapitalismus mehr?

Weil Arbeit plötzlich einen anderen Stellenwert bekommen hat. Man arbeitete plötzlich in Fabriken und Büros und Arbeit war nicht mehr in das Alltagsleben integriert sondern sozusagen ein Teil des Tages für sich.

Frauen sollten plötzlich arbeiten.

Später kam dann durch den Linksliberalismus (das ist nur eine andere Form des Kapitalismus) noch die Selbstverwirklichungsgeschichten usw. dazu.

Also der Kapitalismus hat so gesehen erstmal kein Interesse an Kindern bzw. einem kinderfreundlichen Umfeld.

Ich schrieb, dass manche Leute schlechte Renten als Grund nehmen, die Rente als solche oder gar den Staat als solchen in Frage zu stellen.

Ich sagte nicht, dass nicht jeder auch privat vorsorgen soll.

Siehste, und mir schon. Mir sind dagegen Garantien und Versprechungen nichts wert.

Dieses Bedürfnis nach Sicherheit gerade in Deutschland ist schon fast krankhaft und bringt am Ende gar nix .

Die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes beim o.g. Weltportfolio ist nahe null. Was soll denn passieren, dass weltweit(!) plötzlich alle Aktien wertlos werden? Mir fällt nix ein. Eine Rente oder sonst eine Garantie des deutschen Staates wäre mit einer Tsar aus Russland buchstäblich verdampft. Auch nicht sehr wahrscheinlich, trotzdem höher als ein weltweites zero…

Müssen ja nicht alle sein. Da gibt es ein paar gute Pferde im Rennen und der Rest ist lahm.

Es kann auch durchaus sein, dass dann, wenn du deine Rente brauchst, wir eine Weltwirtschaftkrise haben oder sowas.

Das kann doch keiner abschätzen was in 20 oder 30 Jahren ist.

Interessanter Punkt, aber ich sehe das etwas anders. Meiner Meinung nach ist nicht der Kapitalismus das Grundproblem, sondern wie er durch den Faktor Mensch und das aktuelle Geldsystem verzerrt wird.

Du sagst, der Kapitalismus habe kein Interesse an Kindern. Ich würde entgegnen: Ein System, das auf ständigem Gelddrucken und Inflation basiert, zwingt die Menschen in ein Hamsterrad. Früher konnte eine Familie von einem Gehalt leben und Wohlstand aufbauen. Heute müssen oft beide Elternteile voll arbeiten, nur um die Inflation auszugleichen. Das ist kein Fehler des Marktes, sondern eine Folge der Geldentwertung.

Hier kommt wieder der Faktor Mensch ins Spiel: Wer die Kontrolle über die Druckerpresse hat, steuert die Anreize. Das führt zu einem ‚Fiat-Kapitalismus‘, der auf kurzfristigen Konsum statt auf langfristige Werte (wie Familie) ausgerichtet ist.

Bitcoin ändert das, weil es den Menschen die Macht nimmt, das Geld künstlich zu vermehren. In einem System mit hartem Geld sinkt die Zeitpräferenz: Menschen fangen wieder an, langfristig zu planen. Bitcoin ist also nicht ‚mehr Kapitalismus‘, sondern ein faireres Fundament für den Kapitalismus, weil es den menschlichen Korruptionsfaktor aus der Geldmenge entfernt

Ich würde dir bezogen auf Bitcoin recht geben wenn wir sozusagen bei Null starten und es global verboten wäre z.B. Ressourcen, Land usw. privat zu besitzen.

Aber wir starten ja nicht bei Null und Privatbesitz an diesen Dingen existiert.

Nehmen wir nun an wir wachen morgen auf und wir haben Fiat hinter und gelassen und nur noch Bitcoin als Geld.

Dann haben viele Menschen erstmal kein bis wenig Bitcoin und einige etwas mehr und wenige viel.

Dann haben noch wenige ihren Privatbesitz.

Was müssen also Menschen tun die kein bis wenig Bitcoin haben oder auch etwas mehr?

Die müssen erstmal zu denen gehen die Besitz haben, wenn sie selbst keinen haben, was der Regelfall sein dürfte, und bei ihnen arbeiten. Also Hamsterrad.

Und zwar noch viel doller weil die Abhängigkeit größer wäre weil Fiat ein Stück weit die Abhängigkeit über die Finanzierung von Sozialsystemen nimmt. Zumindest bei uns.

Also Fiat ist AUCH ein Stück Freiheit wenn es der Faktor Mensch so will. Z.B. indem er damit Sozialsysteme finanziert und moderne Verfassungsstaaten.

Die Freiheit nicht arbeiten zu MÜSSEN, also etwas unabhängiger zu sein als Besitzloser vom Besitzenden, die gibt es nur mit Fiat. Ohne Fiat hast du keine Wahl mehr und bist den Besitzenden auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Das Szenario, wir würden morgen aufwachen und alles wäre schlagartig auf Bitcoin umgestellt, ist ein rein theoretisches Gedankenspiel, das an der Realität vorbeigeht. Kein Geldsystem der Welt wurde über Nacht implementiert. Bitcoin ist eine Evolution, keine verordnete Schocktherapie.

Zu deinem Punkt der Verteilung:

  1. Der faire Start: Ich sehe Bitcoin ähnlich wie Gold. Als die Menschheit Gold als Geld entdeckte, hatten auch nicht alle gleichzeitig die Mittel oder das Wissen, es zu schürfen. Aber: Bitcoin hatte den fairsten Start, den ein Finanzsystem je haben konnte. Es gab keinen ‚Pre-Mine‘, keinen CEO und keine bevorzugte Gruppe. Jeder – auch du und ich – hätte von Tag 1 an mit einem einfachen Laptop teilnehmen können. Dass einige früher dran waren als andere, liegt in der Natur jeder Innovation (egal ob Internet, Elektrizität oder Gold).

  2. Das Hamsterrad und Fiat: Du sagst, Fiat-Systeme nehmen die Abhängigkeit durch Sozialsysteme. Aber wer bezahlt diese Systeme? Sie werden oft durch Schulden und Inflation finanziert. Das ist eine versteckte Steuer für genau die Menschen, die keine Sachwerte besitzen. Im aktuellen System müssen Menschen ins Hamsterrad, weil ihr erspartes Geld an Wert verliert. In einem Bitcoin-Standard wird Arbeit ‚gespeichert‘. Wer einmal Wert schafft, kann diesen über Jahrzehnte erhalten, ohne dass er durch Geldmengenausweitung verwässert wird.

  3. Besitz vs. Geld: Ja, es gibt Privatbesitz an Land und Ressourcen. Aber Bitcoin entzieht diesem Besitz ein mächtiges Privileg: Die Nähe zur Druckerpresse (den Cantillon-Effekt). Im Fiat-System werden die Reichen reicher, weil sie billiges Geld zuerst bekommen. Bei Bitcoin müssen auch die Reichen ihre BTC ausgeben, um Dienstleistungen oder Ressourcen zu erhalten – und sie können keine neuen BTC herbeizaubern.

Fazit: Bitcoin löst nicht alle Ungerechtigkeiten der Welt (wie die Verteilung von Land), aber es repariert die Recheneinheit, mit der wir diese Dinge bewerten. Ein faires Spiel braucht keine gleichen Punktestände beim Start, aber es braucht Regeln, die für alle gleich sind und nicht während des Spiels von einigen wenigen geändert werden können

(fyi - falls meine Texte KI Lastig klingen ist das weil ich so grammatikalisch meine Gedanken viel besser ausdrücken kann. Auch zum Vorteil der leserlichgkeit etc. Es sind also schon meine Worte, aber besser ausgedrückt als ich es könnte)

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Mein Punkt ist immer die Freiheit der Menschen. Die gibt es nur mit freien Entscheidungen und die kann es nur dann geben, wenn man nicht EXISTENZIELL abhängig ist von anderen Menschen.

Also gilt es die Abhängigkeit auf ein Minimum zu reduzieren. Privatbesitz an Land, Produktionsmittel, Infrastruktur, Ressourcen usw. ruft das Maximum an Abhängigkeit hervor.

Daran ändert das Geld nichts. Es gibt dann halt nur Geld was diesen Effekt etwas abfedern kann, wenn der Faktor Mensch mitspielt, wie Fiat, und es gibt Geld, was den Effekt sogar unterstützt, wie jedes harte Geld, wie Bitcoin oder auch Gold.

Dein Wunsch nach fairer Ressourcenverteilung klingt gut, führt aber direkt zurück zu meinem Problem: Wer entscheidet, wer was bekommt? > Das erfordert wieder eine zentrale Macht – und Macht korrumpiert den Menschen immer. Versuche, Besitz zentral zu steuern, sind historisch immer in Unfreiheit gescheitert.

Bitcoin löst das Problem anders: Es ‚demonetisiert‘ Land. Heute flüchten alle in Immobilien, weil das Geld wegschmilzt. Mit Bitcoin als hartem Speicher wird Land wieder zum Wohnen da, statt als Spekulationsobjekt die Preise für alle hochzutreiben. Das schafft echte Unabhängigkeit

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Du denkst halt nur in Geld. Das ist die typische kapitalistische Sichtweise. (Wenn du nicht sowieso die ganze Zeit die KI fragst…;))

Geld ist aber nur Werkzeug der Unfreiheit, nicht der Grund. Daher ist es auch egal, welches Geld man nutzt. Weil jedes Geld Werkzeug sein kann.

Der Grund für Unfreiheit ist der Privatbesitz. Zu aller erst an der Natur. Denn nur aus der Natur kann sich der Mensch ernähren. Gehört ihm diese nicht, ist er EXISTENZIELL abhängig von Menschen, denen sie gehört.

Und dabei spielt es keine Rolle ob der Besitzer sich diese Natur mit Gewalt angeeignet hat, mit Muscheln bezahlt hat, mit Gold, mit Euros oder mit Bitcoin.

So lange es toleriert wird, dass es überhaupt möglich ist, dass einzelne Menschen oder heute Unternehmen Natur besitzen können, so lange wird sich nichts an den Problemen ändern. Ganz egal welches Geld wir nutzen.

Und das lässt sich eben noch erweitern. Auf Wohnraum, auf Infrastruktur….letztlich auch Produktionsmittel.


Das was du ansprichst ist das Problem, dass die, die schon Besitz haben, immer mehr Besitz bekommen. Das würde aber auch bei Bitcoin nicht groß anders sein.

Denn nochmal:

Der, der kein Bitcoin hat, der muss arbeiten, bei und für jemanden, der Besitz hat. Und der, der Besitz hat, der diktiert die Arbeitsbedingungen und auch die Preise. Der Besitzende kann sich selbst ernähren, der MUSS niemanden arbeiten lassen. Der Besitzlose kann sich nicht selbst ernähren, der MUSS arbeiten.

Das ist der Unterschied und die Ursache ist Besitz und nicht die Art des Geldes welches wir nutzen.