Erwartungen enttäuscht - It's so over

Ich übersetze mal für dich.

Wenn du noch sehr Jung bist, kannst du ein höheres Risiko eingehen, als wenn du um die 60 Jahre bist.

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Und, weil Du immer mit KI schreibst, gibt es hier mal eine KI generierte Nachricht zurück:

Ich sprach von brauchen im Sinne einer zwingenden Notwendigkeit. Natürlich kann man unterscheiden in: relative Notwendigkeit vs. zwingende Notwendigkeit.

Dein Punkt ist völlig valide, wenn es um systemische Einbindung geht. In sozialen oder technologischen Systemen verschiebt sich das, was wir „brauchen“, tatsächlich mit den Rahmenbedingungen. Das Internet ist ein gutes Beispiel: 1995 war es für die meisten optional, heute ist es in vielen Kontexten faktisch Voraussetzung, um wirtschaftlich, sozial oder organisatorisch teilzunehmen. In diesem Sinn ist „brauchen“ eine relationale Kategorie, abhängig vom System, in dem man sich bewegt.

Aber: Sobald man von „zwingend notwendig“ spricht, verlässt man diese relative Ebene. „Zwingend notwendig“ ist keine graduelle oder kontextabhängige Kategorie, sondern eine absolute. Etwas ist entweder zwingend notwendig – oder es ist es nicht. Es gibt hier keinen gleitenden Übergang.

Und genau hier liegt der entscheidende Unterschied:

  • Wasser ist für den menschlichen Organismus zwingend notwendig. Ohne Wasser stirbt der Mensch. Punkt.
  • Das Internet oder eben auch Bitcoin kann unter bestimmten Bedingungen funktional notwendig erscheinen, aber es ist nicht zwingend notwendig im selben Sinn. Menschen können ohne Internet und Bitcoin existieren – wenn auch unter veränderten (oft eingeschränkten) systemischen Bedingungen.

Dein Vergleich mit Zeitaufwand („mehr Zeit im Internet als mit Trinken“) greift deshalb etwas zu kurz. Zeitinvestition ist kein valider Indikator für Notwendigkeit. Man kann viel Zeit in etwas investieren, das nicht zwingend notwendig ist – und sehr wenig Zeit in etwas, das absolut lebensnotwendig ist.

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Nice! :ok_hand:

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Ich würde es eher vom Anlagehorizont des jeweilgen Geldes und vom Gesamtvermögen abhängig machen.

Aber so grob ist das Alter natürlich auch ein Anhaltspunkt

Man kann das auch anders sehen. Ein Griff ins Klo mit 60 macht auch nichts mehr, während ein solcher Griff mit 30 das ganze Leben versauen kann. ;)

Alles eine Frage der Perspektive.

Daher mehr Fokus auf den Anlagehorizont oder Zweck von gewissen Beträgen

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Auch Wasser hat nur den Wert, der ihm gerade von einem Individuum zugemessen wird. Ich halte jede Wette - angenommen du wirst auf einer Pritsche festgeschnallt, dir wird ein Handtuch übers Gesicht gelegt und jemand gießt dir stundenlang eimerweise Wasser aufs Gesicht - der Wert von Wasser wird für dich sogar sehr negativ.
Woher kommen nur diese Vorstellungen?:thinking:

Die kommen aus deinem Herzen. Denk mal drüber nach.

Siehst du - nicht mal Worte haben einen inhärenten Wert, sondern unterliegen einer subjektiven Bewertung. Wer sagt dir, dass ich nicht deine Vorstellung, Wasser habe einen inneren Wert, gemeint habe?:woman_shrugging:

Wasser hat einen inhärenten Wert denn es ist essentiell. Es ergibt sich aus dem Zusammenhang, wie du das gemeint hast, und so, wie du es jetzt darstellst, hast du es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gemeint.

Schau dir bitte einfach das Chart an und erkenne, welches Potenzial es aufzeigt. Dass manche Dinge in der Entwicklung länger dauern, als sich manch einer wünschen mag und dann enttäuscht ist, haben wir ja schon ausreichend besprochen – denke ich.

Das ist gewissermaßen ein Widerspruch.

Inhärenter Wert meint ja, dass etwas unabhängig von seinem Nutzen - allein schon durch seine Existenz - Wert hat.

Du stellst jedoch mit dem Wort essentiell gerade den Nutzen von Wasser für den Menschen heraus. Wasser ermöglicht erst Leben. Es hat also einen sehr hohen Nutzwert.

Am Ende ist Wert - sofern man eine (semi)konstruktivistische Auffassung der Welt hat - stets subjektiv. Es ist immer eine Zuschreibung durch ein Individuum.

Vor dem Hintergrund ist es ohnehin absurd Diskussionen um vermeintlich objektiven oder „inneren“ Wert zu führen.

Die Fehlvorstellung rührt in der Finanzwelt daher, dass man das Konstrukt des intrinsic value geschaffen hat, mit dem man den vermeintlich fairen Wert von Immobilien berechnen wollte.

Dieses Wort wird mit ‚intrinsischem Wert‘ übersetzt. Den kann es allerdings rein denklogisch schon nicht geben.

Ich verstehe Inhährenz einfach als „innewohnend“. Also etwas hat eben etwas innewohnendes. Im Fall von Wasser ist das eben essentiell für den Menschen bzw. das Leben zu sein. Und genau deswegen hat es Wert.

Ich sehe da keinen Widerspruch.

Und es ist in dem Fall auch keine Zusschreibung eines Indiviuuums, denn den Wert von Wasser dürften dir ausnahmslos alle Menschen bestätigen.

Was subjektiv ist die Höhe des Wertes in einem Tauschmittel der sicher in bestimmten Siuationen usw. variieren kann, aber doch nicht der Wert als solcher.

Niemand wird sagen, Wasser sei wertlos. Aber viele werden sagen, Bitcoin sei wertlos.

Aber das wohnt ja dem Wasser nicht inne.

Wasser ist.

Es hat einen Nutzwert, weil wir es zum Überleben nutzen können. Dagegen ist auch nichts einzuwenden.

Es gibt keinen objektiven „inneren Wert“.

Genau, weil Menschen subjektiv zu anderen Werturteilen bzgl. des Nutzwertes der beiden kommen.


Am Ende zeigt sich hier trotzdem schön das Water-Diamond-Paradox. Das lässt sich natürlich auch auf Bitcoin übertragen.

Aber es leitet sich davon ab. Natürlich bestimmt erst der Gebrauch den Wert. In einer Welt ohne Menschen, Tiere, Pflanzen und Organismen, also ohne Leben, würde Wasser eben nur so vor sich hinplätschern. Da aber nunmal alles Leben Wasser braucht, gibt es diesen objektiven Wert.

Ob der nun direkt im Wasser „wohnt“ oder umgeleitet über eine Ecke die sich Leben nennt, ist doch zweitrangig am Ende.

Am Ende geht es um Sprache. Und diese müssen wir möglichst präzise verwenden, sodass wir nicht aneinander vorbeireden.

Du sagst ja selbst: „Natürlich bestimmt erst der Gebrauch den Wert.“

Es geht also um den Nutzwert. Dieser ist wie folgt definiert:
Der Nutzwert bezeichnet den subjektiven Nutzen, den ein Gut, eine Dienstleistung oder eine Alternative zur Befriedigung bestimmter Bedürfnisse oder Ziele bietet.

In unserem Fall das Bedürfnis zu überleben.

Das hat allerdings nichts mit dem „inhärenten Wert“ zu tun. Dieser ist gänzlich anders definiert:
„Der inhärente Wert (auch Eigenwert) bezeichnet den Wert, der einem Wesen, Objekt oder einer Sache innewohnt – also unabhängig von äußeren Faktoren, Nutzen, Zweckbestimmung oder gesellschaftlicher Bewertung.“

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Nicht nur der Gebrauch durch den Menschen. Auch allg. Wasser ist essentiell für alles Leben.

Mag sein, dass das den üblichen Def. zuwiderläuft, aber Wasser hat def. einen Wert der unabhängig davon ist, was ihm ein Individuum in Situation x gerade zuspricht.

Der Wert ist immer da, weil alles Leben immer Wasser braucht. Nicht nur Menschen. Auch Pflanzen und Tiere. Und die „gebrauchen“ zwar auch Wasser, aber sie handeln ja nicht dami oder denken über eine Wertbeimessung nach.

Hat denn Leben einen intrinsischen Wert? Dürfte es ja dann auch nicht geben nach der Def., oder?

Also für mich hat es das.

Das was @HODLer sagt :+1: – Sehr gut erklärt btw.

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Menschen investieren ihre Zeit nicht zufällig, sondern in das, was für sie relevant geworden ist

„Inklusiver vieler schöner Dinge, die mit Geld ohnehin nicht zu kaufen sind.“

Das finde ich spannend, weil genau diese Dinge am Ende oft Zeit widerspiegeln. :slightly_smiling_face:

Mir geht es nicht darum, eine Definition zu „gewinnen“, sondern darum zu zeigen, dass sich Relevanz über Zeit verschiebt. Und dass „brauchen“ je nach Ebene etwas anderes bedeuten kann.

Ich kann dir gerne aufschlüsseln, warum ich das Internet brauche. Aber ob es „existenziell“ ist oder nicht, halte ich in dem Zusammenhang für zweitrangig. Sonst landen wir schnell bei hypothetischen Szenarien wie: „Was wäre, wenn überall der Strom ausfällt?“ oder „Was wäre, wenn das Internet komplett verschwindet?“ Das sind interessante Gedankenexperimente, aber sie bringen uns von der eigentlichen Frage weg. Mir ging es nie darum, ob etwas absolut notwendig ist, sondern darum, was in der gelebten Realität für Menschen relevant wird. Da könnte Bitcoin einen großen Platz einnehmen, so wie es auch das Internet getan hat :slightly_smiling_face:

Mir geht es auch nicht darum, ob man etwas wirklich braucht, sondern darum, warum man es trotzdem nutzt.

Der globale Aktienmarkt macht im Schnitt 7-8% pro Jahr. Heißt Verdopplung alle 10 Jahre.

Vom Bitcoin erwarte ich einfach mehr. Wenn ich hier genau so lange brauche um mein Kapital zu verdoppeln und vervierfachen, hätte ich mir die Beimischung von Bitcoin auch sparen können und meine persönlichen Erwartungen an das Asset wären enttäuscht.

Ob es so kommt wird man allerdings erst in ein paar Jahren sagen können.