Ein neues Video von Seifdean Ammous bei Lex ist draußen und ich dachte ich analysiere hier mal was er als „Austrian“ richtig versteht und dann aber fehlinterpretiert beim Übergang zum „Libertarian“.
Ab dieser Stelle geht er nähmlich dann auf den „Free Market“ ein und ab hier schleichen sich mMn. die ersten Denkfehler ein.
Das Argument hält für viele Beispiele stand, wenn man z.B. Infrastruktur nimmt. Jedoch nur weil von der Annahme ausgegangen wird, dass zentrale Planung immer ein „Zwang“ ist.
Jedoch ist für gewisse Regeln die gerade das soziale Miteinander bestimmen der „Free Market“ gefährlich. Die Vermögensverteilung mag sich langfristig langsam angleichen, doch das ist mMn. eine unwahrscheinliche und gefährliche Annahme.
Den Klimawandel habe ich in diesem Thread ja auch schon angeschnitten, da eine Steuer auf Co2 oder etwas ähnliches wie Emissionshandel auch „erzwungen“ werden muss.
Aber auch braucht es klarere Regeln wenn es z.B. um einen Umgang mit Kindern, Luft oder Liebe geht, welche demokratisch bestimmt werden sollten.
Er springt bei jeder Kritischen Fragestellung auch wie viele hier im Forum einfach auf das vorgefertigte Set an Argumenten, welches so tut, als gäbe es einen kritischen Punkt, an dem die selbstverstärkenden Effekte der Marktmacht sich so erhöhen, dass dies zu großen Problemen führen kann. Wenn ich z.B. an Finanzierung von Wissenschaft denke.
Nagut, dann will er ne Monarchie, weil er anscheinend „Parlament“ mit „Demokratie“ verwechselt.
Das erklärt die ganze Verwirrung bei Bitcoinern
Zu den „libertären Königen“ kann ich dann nur wieder sagen, das geht nicht auf, weil es mehr braucht als einen Menschen.
Ein weiteres interessantes Indiz für Überheblichkeit ist, dass dann immer von dem Traum der Yacht oder dem Lambo geredet wird, obwohl es in 30 Jahren eigentlich keinen mehr geben sollte, außer die wirkliche Oberschicht, welches sich sowas mit einem viel größeren Batzen Geld rausnehmen muss.
Nicht essentielle Güter sollten mMn. besteuert werden, damit bei diesen auch ein Teil an Projekte für die Allgemeinheit gehen kann.
Aber sowas in der Richtung habe ich ja schon lange gerochen tief drinnen im libertären Argument.
Man denkt man hätte sich dann eine Yacht oder einen Lambo verdient und die wirklichen Probleme werden so mit halben Argumenten beiseite gewischt.
Sonst stimme ich aber mit den Fiat-Punkten von Seifdean langfristig überein.