Das Problem sehe ich da: Die meisten hier dürften sich einig sein, dass Bitcoin eine absolut geniale Idee ist und das vermutlich bislang beste Asset / bestes Geld!
Aber, gerade, weil ich die Technik, das Geldsystem - aber vor allem die Menschen - kenne, würde ich nie all-in gehen: Denn das Beste setzt sich fast nie durch, besonders, wenn es um Technik geht! Die Menschen wollen nicht, was gut oder gar das Beste ist - sie wollen das, was alle wollen - und entscheiden sich für das, was ihre „große Knolle“, ihre Emotionen anspricht.
Sonst würde sich niemand ein iPhone kaufen (völlig überteuert / technisch drittklassig), niemand sechsstellige Summen für Autos bezahlen oder niemand mehr die etablierten Parteien wählen.
Obwohl mir die Überlegenheit von Bitcoin aus technischer und monetärer Sicht einleuchtet, zweifle ich sehr, ob sich Bitcoin jemals durchsetzen wird. Denn BTC fordert etwas von den Menschen, was sie lieber an Politik & Banken delegieren: Verantwortung, Verständnis, Unbequemlichkeit. An eine Zukunft mit Bitcoin zu glauben, heißt, an bessere Menschen zu glauben. Das hat schon beim Kommunismus nicht geklappt…
So, wie ich die Menschen kennen gelernt habe, werden sie eher denjenigen bejubeln, der ihnen Heil verspricht und sogar Bitcoin bekämpft (dann muss man diese Fragezeichen tief im eigenen Inneren nicht bearbeiten!).
Ich glaube an Bitcoin, aber nicht an die Menschen. Ich bin in meinem Leben immer gut gefahren, wenn ich Unzulänglichkeit, Dummheit und Manipulierbarkeit der Masse in meine Entscheidungen einfließen ließ. Seit 2020 (aber auch schon seit 2014) ist das fest in mir verankert.
Deshalb werde ich niemals „All-In“ gehen!