DAC8 - Welche Broker fallen nicht unter diese Regelung?

mica und dac sind 2 paar stiefel.
Nicht-eu werden sich aber anpassen, wenn sie keinen ärger mit der bafin wollen.
Auf ein Jahr kommts dabei nicht an .
Bei Bedarf fordert das FA über dich oder direkt Daten an

Was mich hierzu interessieren würde, ist, ob diese neue Regelung in der Praxis ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellt. Also, mal abgesehen vom Thema Finanzamt und Daten usw.. Seht ihr eine reale Gefahr, daß die ausgetauschten Daten irgendwie in falsche Hände geraten könnten? Wobei, das ist ja jetzt schon so. Ich frage mich an dieser Stelle, wie sicher die IT bei Finanzämtern ist und ob die Leute die dort arbeiten ab und zu mal daran denken, wie sie die Daten der Bürger schützen können, die ihnen vorliegen.

In dieser Hinsicht vermute ich, daß sich durch DAC8 nicht viel ändern sollte, oder seht ihr das anders?

was ist schon totsicher?
Auch der Fiskus kann nicht garantieren …

wie überall, die größte Schwachstelle ist der Mensch. Und seit Bearbeitung auch im Homeoffice erfolgt,gibts auch zusätzlich deren Mitbewohner

Meinst du mit “anderes Ende” den Händler, der Bitcoin Zahlungen empfängt? Der muss auch nicht melden. Nur wenn er mit einem Custodial Zahlungsdienstleister zusammenarbeitet, der für ihn die Bitcoin empfängt bzw. in Fiat wechselt.
Der Händler kann die Bitcoin aber auf seine Self-Custody Wallet empfangen, dann meldet niemand.

Der Kauf selber, wird leider immer gemeldet.
Immer wenn Fiat im Spiel ist, wird gemeldet. Also bei ein Wechsel zwischen Fiat zu BTC oder Retour.
Wenn der Kauf schon gemeldet wird, sollte man danach sofort die Bitcoin auf Self-Custody schieben. Dann sind die erst einmal aus dem Melde-Kreislauf raus.
Wenn du die Bitcoin wieder in Fiat wechselst, dann wird wieder gemeldet.
Oder Du bezahlst mit Bitcoin bei einem Self-Custody Merchant. Dann wird nicht gemeldet.

irgendwann sitzt der Händler auf einem Berg Coins , hat aber keine Ware mehr.
Dummerweise muss der Händler auch Steuern zahlen und die Behörden und das FA nehmen sicher keine Cryptos unklarer Herkunft, so wie seine Lieferanten auch .

Es wird wohl noch etwas dauern, bis 100% aller Zahlungen über Bitcoin erfolgen. Wenn das soweit ist, kannst du auch die Steuern mit Bitcoin zahlen.

Ist eigentlich Coinfinity von DAC8 betroffen?

Hat sich erledigt.

Was heißt das für Kunden bei Coinfinity?

Bei Coinfinity steht Self-Custody im Mittelpunkt: Bitcoin werden von den Nutzerinnen und Nutzern selbst verwahrt, nicht von uns.

Für den Kauf über unsere App heißt das konkret:

  • Wir sind gesetzlich verpflichtet, die erforderlichen Daten zu erheben, so wie es DAC8 verlangt.

  • Wir melden ausschließlich das, was gesetzlich vorgeschrieben ist.

  • Wir haben keinen Zugriff auf private Wallet-Schlüssel und verfolgen keine Bewegungen, die außerhalb unserer Plattform stattfinden.

  • Wenn du Bitcoin über Coinfinity kaufst, gilt: so viel Transparenz wie nötig, so viel Privatsphäre wie möglich.

Wichtig: Wenn du zusätzlich andere Dienste nutzt oder Bitcoin außerhalb der Coinfinity-App verwahrst, solltest du Transaktionen nachvollziehbar dokumentieren. Die Behörden könnten auf Basis der Meldungen der Plattformen Rückfragen stellen.

ist jauch gar nicht das Problem, zahle mit was du willst, wem du willst.
Problem liegt in der Regulierung, der Nachvollziehbarkeit, den Nachweisen.
So wie es derzeit aussieht, werden nur wenig Wirtschaftsbeteiligte den Aufwand der Nachvollziehbarkeit stemmen (wollen).

1 „Gefällt mir“

Die sind echt witzig bei BSDEX: Hatte auf der Webseite die Kontenlöschung eingeleitet. Mit dem Klick auf das Dialogfeld wurde mein Account gleich gesperrt und ich ausgeloggt.

Jetzt kommt eine Benachrichtigungs-Email zu meinem Antrag auf Kontenlöschung, darin verweist man auf ein neues Dokument, welches ich nach Einloggen online einsehen könne… nur das das eben nicht mehr geht, da gesperrt… :frowning:

Scheinbar ist man bei BSDEX schon mit einfachem Account-Handling überfordert…

Heute kam die Mail zur Kontoschliessung. Gefällt mit übrigens dein Sinneswandel. Gerade die aktuellen Ereignisse bei Euroclear, Einfrieren der russischen Guthaben, zeigen die Macht der eigenen Keys.

Meine Eingabe, dass ich die Dokumente und damit den Status meines Kontenschließungsantrags gar nicht einsehen könne, weil ich ja gleich ausgesperrt wurde, beantwortete BSDEX wie folgt:

„Sollten Sie keine Möglichkeit haben, auf das Dokument zuzugreifen, da z.B. Ihr Konto geschlossen worden ist, bitten wir Sie, sich direkt an die Solaris SE zu wenden, falls Sie das Dokument zur Weiterverwendung benötigen.“

Mit anderen Worten: Wer sein Konto bei der BSDEX schließen möchte, muss nach dem Schließungsantrag bei BSDEX eine Korrespondenz mit Solaris führen, um auch nur zu erfahren, ob das Konto überhaupt geschlossen wurde oder dem Antrag auf Datenlöschung nachgekommen wurde!

Leute, überlegt euch das, bevor ihr euch bei diesem unsäglichen, bürokratischen, deutschen Börsenmonster anmeldet! Ihr seid schnell drin - aber kommt nur schwer wieder raus!

2 „Gefällt mir“

na, Datenlöschung geht nur begrenzt, da die beteiligten zur Aufbewahrung verpflichtet sind :smiling_face_with_sunglasses:
Was wird dann gelöscht? Evtl. deine Telefonnummer und die Schuhgröße, das wars dann.

2 „Gefällt mir“

Darf ich fragen, was der Grund für diese Aussage ist?

Stell dir doch einfach mal vor, dein Cointracking Account wird gehackt. Was für Informationen hat dann der Hacker und sein/seine Käufer?

1 „Gefällt mir“

Das ist völlig klar, sie müssen selbstverständlich die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen beachten. Nur können gute Anbieter damit umgehen:

21Bitcoin teilte mir mit, dass mein Account stillgelegt sei und dass die automatische Löschung vorgemerkt sein: „Ihre personenbezogenen Daten werden automatisch zum 27.05.2026 gelöscht.“

Pocket Bitcoin hat mir ebenfalls fast umgehend „Wir haben dein Profil soeben gemäss deiner Anfrage deaktiviert“ mitgetielt.

Auch andere Firmen im Bitcoin-Umfeld (z.B. solomining oder nerdminer) haben mir mitgeteilt, dass mein Account gesperrt und meine Daten zur Löschung vorgesehen sind.

Nur BSDEX macht daraus einen krassen Verwaltungsakt mit inzwischen 7 Emails - und in keiner einzigen steht etwas Bestätigendes oder Verwertbares. BSDEX ist (nicht nur bei Kündigung) wirklich ein nicht marktfähiger Wettbewerber.

…mehr noch: Ich habe (zumindest) Blockpit in Verdacht, mit den Steuerbehörden zusammen zu arbeiten, bzw. denen zuzuarbeiten. Das Geschäftsmodell „Cointracking“ ist eine Lizenz zum Gelddrucken, wenn die Steuervorschriften umfassend und kompliziert sind. Bei Steuerfreiheit verdienen die nichts.

Und, wie @Danjan schon sagt: Ein Datenabfluss bei diesen Trackernseiten wäre eine mittlere Katastrophe für den Nutzer! Plötzlich gäbe einen kompletten Überblick über den Besitz und das finanzielle Leben von Menschen, würdest Bitcoin sozusagen de-pseudonymisieren, mit allen Konsequenzen. Und das bei Daten, die einfach so auf dauerhaft erreichbaren Webservern liegen und oft noch nicht mal 2FA-geschützt sind.

Ich denke inzwischen auch, dass Cointracking die größte und gefährlichste Dummheit ist, die man als Bitcoiner machen kann!

3 „Gefällt mir“

dass die Tracking-Dienstleister mit den Behörden zusammenarbeiten ist zumindest dort zu erwarten, wo es um die Ausarbeitung der Programme programme geht , ist klar. Weder die Firma, noch der Kunde hat etwas davon, dass die Auswertungen vom FA dann doch nicht anerkannt werden.

Grundsatzlich gilt das gesagte, Datenabfluss an wen auch immer , ist rein technisch fast nicht zu verhindern, gegenüber den Behörden muss Vertrauen gelten, das diese Firmen sicherlich nicht bewusst verletzen. Fiskalrecht hebelt jedes Betriebsgeheimnis aus, das muss einem bewusst sein.

Grundsätzlich gilt immer: trau, schau wem.

1 „Gefällt mir“

Ich gehe davon aus, dass die Daten bei Contracking entsprechend gesichert werden und nicht „offen“ erreichbar sind. Wird die Börse, auf der du handelst, gehackt, ist das nichts anderes. Im Digitalen gibt es keine 100 % Sicherheit, das sollte jedem bewusst sein.

Jedes Konto sollte natürlich so gut wie möglich abgesichert sein. Das liegt dann in der Verantwortung der Nutzer.

Natürlich ist eine Excel-Liste die manuell zu Hause geführt wird, sicherer.

Mit dem Unterschied das beim Hack einer Börse nur die dortigen Transaktionen nachverfolgt werden können und bei Cointracking alle Transaktionen evtl. von mehreren Quellen gebündelt sind. Hinzu kommen jegliche Käufe in Geschäften, die ja sinnvollerweise dort auch erfasst werden müssen/sollten.

Und, „ich gehe davon aus“ hat mit Bitcoin überhaupt nichts mehr zu tun!!