Da ab 1.1.2026 die DAC8 Richtlinie für Bitcoin/Krypto Broker in der EU gilt, stellt sich mir die Frage, wie ich in Zukunft an Sats komme, ohne dass das FA sämtliche Informationen über den Kauf/Verkauf automatisch erhält.
Mit anderen Worten:
Welche Möglichkeit habe ich ab dem 1.1.2026 DAC8 zu umgehen?
Auf was muss ich bei der Wahl des Dienstleisters achten, um zu wissen, ob dieser unter die DAC8 Richtlinie fällt?
Soweit ich bisher weiß, sind sämtliche Broker mit Firmensitz in der EU davon betroffen. Habt ihr eine Empfehlung für einen “Nicht-EU” Broker um Sats zu erwerben? Verkauf steht für mich eher nicht zur Debatte da ich langfristig ansparen möchte.
P2P Trade Anbieter wären zwar eine Alternative, sind jedoch mit den dafür typischen Nachteilen wie meist höherer Preis/höhere Gebühren verbunden.
wird aber durch Dac8 und die deutsche Regelung konkretisiert.
Also bereits für Vorgänge ab 1.1.26 relevant, Zugriff und Meldungen ab 2027 (rückwirkend und somit auch weiter in die Vergangenheit)
Jetzt bin ich verwirrt. Das widerspricht der Aussage die zB. im Video von @BlackMirrus gemacht wurde, dass die CARF Regelung NICHT rückwirkend gilt. Rückwirkend bis wann werden die Käufe/Verkäufe gemeldet?
Es scheint so, als wird p2p die einzige mögliche Variante wenn das Unterbinden des Datenfluss zum FA das oberste Credo ist.
Aber ich sage es immer wieder, wenn das Finanzamt Euch irgendwann mal auf dem Radar hat, kann es so ziemlich alles in Erfahrung bringen, auch Abfragen für Vergangenheit usw.
Wäre es da nicht evtl. sogar besser, nur auf regulierten Börsen zu handeln. Wenn rauskommt, dass ihr versucht, irgendwelche Sachen zu umgehen, macht ihr euch doch erst recht verdächtig, nur so ein Gedanke.
Ein Bitcoinverbot mit sowas zu vergleichen ist auch wild.
Ist so wie wenn man sagen würde, schau mal sie sperren Massenmörder ins Gefängnis, dann können sie dich theoretisch auch einsperren, weil du die falsche Haarfarbe hast. Theoretisch ja, aber der Vergleich macht nicht viel Sinn.
zum ersten Satz: richtig.
sobald die Finanzmittel den den Bereich der privaten Wallets verlassen , können rote Lampen angehen. Wer garantiert dir, dass dein oder weiterer Empfanger in der Kette immer nur P2P machen will/kann?
Auch Mixer bieten keine 100% Sicherheit zu
Die Analysefirmen haben bereits erste Erfolge mit Zuordnungen.
Wie weit das in der Auslegung zukünftig L2-Protokolle trifft (Lightning …), kann doch heute keiner sagen.
Auch wenn diese Zordnungen nicht unbedingt 100% zutreffen, kannst du ein Problem haben → nicht die Börse, der Handelsplatz, nicht das FA lösen das dann für dich auf. Die ersteren sagen, bring deine Coins dahin, wo du sie her hast, wir wollen sie nicht, letzteres sagt, fein. volle Steuer, vielleicht wollen wir für graue Vermögen später mal 100% Abgaben
Es geht darum, dass auf die Aussage, man könne ja Bitcoin verbieten, von Bitcoinern immer entgegnet wird, die Welt würde sich da nie einig werden.
Ein Verbot von irgendwas ist auch nur eine Regulierung. So wie man sich weltweit wohl auf bestimmte Regulierungen geeignet hat. Ist halt also offensichtlich Quatsch. Natürlich würde sich die Welt auch bei einem Verbot einig, wenn man wollte.
Möglich, aber mal davon abgesehen, dass sich die Welt bei garnichts einig wird, wäre ein Verbot von allen Ländern, eine rießige Chance für das eine Land das es nicht verbietet.
Viele reiche Bitcoiner würden dorthin ziehen, das würden sich viele Länder nicht entgehen lassen. Finde ich also unwahrscheinlich und technisch sowiso unmöglich.
Das Länder irgendetwas unterschreiben zum Informationsaustausch ist eine ganz andere Nummer.
Die hätten auch einfach was unterschreiben können, was Mining und den Handel mit Bitcoin verbietet.
Hätte Bitcoin nicht aus der Welt geschafft, aber würde die Adoption erschweren wenn nicht gar unmöglich machen.
Mein Punkt ist nur, dass dieses Bitcoinnarrativ, dass die Welt sozusagen nicht an einem Strang zieht, was man immer und immer wieder hört wenn es um ein Verbot geht, offensichtlich totaler Quatsch ist. Wie so viele andere auch.
Ich war an mehrere Börsen unterwegs. Habe jetzt Accounts gelöscht, damit keine automatischen Abfragen erzeugt werden. Das schützt nicht wirklich vor der Vergangenheit, dient aber der Übersicht. Geht eigentlich auf Knopfdruck außer bei BSDEX, da hängt die Kontolöschung seit Wochen fest.
Genauso handhabe ich es auch. Wie ich auch schon hier schrieb, hat es im Fall von Pocket und 21Bitcoin schnell und problemlos geklappt, wobei man mich zur DSGVO-bezogenen Löschanfrage erwartungsgemäß auf die gesetzlichen Speicherfristen hingewiesen hat.
Im Gegensatz zu meinem Verhalten zur vergangenen Jahreswende, wo ich meine Coins in großen Anteilen auf die Börsen transferiert hatte, ist mein Ziel jetzt, möglichst alles in Eigenverwahrung und damit unter dem Radar zu halten. Je weniger da in Zukunft an Daten übermittelt wird, desto besser scheint es mir zu sein.
Ich werde mich demzufolge aber auch bei weiteren Käufen zurück halten und das, was ich bis jetzt habe, nochmal umbuchen und „vergessen“. Erstmal abwarten, was da noch kommt.
Behalten werde ich nur noch Strike, auscashen ggf. nur noch über meine Bitrefill-Visa, da hat in den letzten 2 Jahren alles super geklappt. Für eventuelle BTC-Zahlungen werde ich nur noch die non-custodial-Wallets von Proton (OnChain) und WoS (LN) verwenden.
Vor allem von der einfachen Steuererklärung mit Blockpit werde ich mich trennen: Cointracking scheint mir inzwischen aus allen Blickwinkeln betrachtet ein absolutes No-Go zu sein. Ich werde meine Transaktionen nur noch lokal in einer Excel-Datei erfassen.
Es scheint mir damit zumindest so, als würde ich das Datenaufkommen damit reduzieren. Und wenn ich eins gelernt habe, dann ist das: Am besten sind Daten, die gar nicht erst anfallen…