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Hallo liebe Community, Ich bin seit Anfang des Jahres Bitcoiner und zum ersten mal in diesem Forum, seid also bitte gnädig mit mir😁
Ich habe mich ein wenig mit der neuen DAC8 Regulierung auseinandergesetzt und dabei sind mir einige Fragen aufgekommen. Undzwar kaufe ich meine Coins stets über Coinfinity und habe dort auch eine self hosted wallet. Eine cold wallet habe ich aktuell noch nicht. Nun ist es ja so, dass Coinfinity bisher nur verpflichtet war, KYC Daten über mich aufzubewahren aber soweit ich weiß hatte bisher das Finanzamt keinen Einblick darauf, wie viele BTC oder eben Sats ich besitze. Meine Fragen wären: Ändert sich das mit DAC8? Oder hat das Finanzamt dann nur in neue Transaktionen Einsicht und meine alten Coins sind somit “sicher” und anonym? Falls sie nur auf neue Transaktionen Zugriff haben, könnte ich mir theoretisch eine neue wallet bei Coinfinity zulegen und ab 01.01.2026 eben einfach alle Transaktionen auf diese neue Wallet erfolgen lassen, damit die alte wallet nach wie vor “unsichtbar” für das Finanzamt bleibt? Oder wäre es besser sich noch vor dem 01.01. eine cold wallet zu holen und alle Coins von Coinfinity dahin in Sicherheit zu bringen, damit das Finanzamt seine Nase nicht in meine Bitcoinbestände steckt?
Hat nix damit zu tun !
Das FA weiß bereits, wieviel BTC du besitzt und auf Anforderung vom FA bist du verpflichtet (!) alle deine Kryptowerte offen zu legen.
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist die Börse dazu verpflichtet, deine Käufe/Verkäufe dem FA zu melden. Deine Pflichten bleiben weiterhin dabei, dass du nur zu versteuernde Summen melden musst. Sofern ich das richtig verstanden habe. Generell scheint DAC8 nur die Verpflichtungen der Plattformen zu erweitern. Nicht jedoch die Privaten/Persönlichen.
Zunächst mal danke dir und auch allen anderen für die Antwort!
Die Mitwirkungspflicht ist ja schön und gut, aber was ist mit denen, die vielleicht tatsächlich ihre private keys verloren haben? Was macht das Finanzamt in so einem Fall?
Du sagst aber, dass allein anhand der KYC Daten das Finanzamt sowieso schon von meinem Besitz weiß. Verstehe ich das richtig? Aber was soll dann die DOC8 Regulierung bringen? Wäre ja dann quasi nutzlos, weil das Finanzamt dann ja eh schon quasi alles wüsste.
die DAC8 gilt ab 2026. Melden müssen die Dienstleister also zum Jahreswechsel 26/27.
Das ist aber nur die halbe Wahrheit.Bereits heute fordert das FA von den Dienstleitern an und bekommt sie. Dies allerdings (bisher) nicht flächendeckend. Ob du da dabei bist, erfährst du erst, wenn ein Auskunftsanforderung vom FA bzw der Steuerfahnung bekommst.
Was änder sich also?
Das FA erfährt jetzt automatisch ohne eigenes Zutun
MICA, DAC8. Nicht lange, und wir reden über die nächste GAGA und FUC42 Regulierungs Welle. Der Wahnsinn hat kein Ende. Ich habe langsam keine Lust mehr, mich ständig in neue Regulierungsgesetze einlesen zu müssen.
DAC8 eignet sich auch sehr gut dazu, damit der Staat ganz genau erfassen kann, welche potenziellen Steuereinnahmen möglich sind. Durch die Übertragung der Transaktionsdaten kann man erfassen, wie viel und wann Krypto gekauft und verkauft wird. Sozusagen eine Sondierungsphase, um erstmal zu ermitteln, ob es sich politisch lohnt, die Haltefrist umzubauen oder abzuschaffen. Ob das ein Motiv ist, weiß ich nicht, aber die Einsicht werden sie auf jeden Fall bekommen.
Wenn man bedenkt, dass die Bitcoin Adoption voranschreitet und Bitcoin sich weiterhin stark entwickelt, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Staat nicht mehr zusehen kann, wie beträchtliche steuerfreie Gewinne entstehen, während ein ausufernder Staat von Jahr zu Jahr immer schwieriger zu finanzieren ist.
Wissen kann!
Das aber auch ohne KYC
Das FA weiss durch die Meldung ledlich, dass du dich bei dem jeweiligen Dienstleister registriert hast.
Welche Schlüsse sie daraus ziehen, ist eine andere Sache.
Alles was man auf Börsen gekauft hat, müssen die Börsen in ihren Unterlagen haben und die 10 Jahre oder länger aufbewahren.
Wenn das Finanzamt bei der Börse anklopft bekommen sie die Unterlagen idR auch.
Ab 2026 ist es aber nicht mehr so, dass das Finanzamt sich die Informationen gezielt holen könnte. Sondern die Börse schickt ALLES direkt ans Finanzamt.
Ob es einen Unterschied macht, weiß ich nicht, aber ich versuche alle Käufe / Verkäufe / Walletverschiebungen, die ich in der nächsten Zeit vorhabe, noch vor 2026 zu erledigen, damit das Finanzamt hoffentlich weniger Daten hat und mich in Ruhe lässt.
Außer du verkaufst innerhalb der Jahresfrist, dann musst du so oder so alles hinschicken..
Wenn Sie wollen, kennen Sie den sowieso. Durch KYC kann der Staat alle Transaktionen einsehen, wenn er möchte. Dafür braucht er nicht mehr als deine Wallet Adresse.
Das Finanzamt ist so Beschäftigt mit sinnlosen neuen Gesetzen, die nichtmal die Finanzbeamten verstehen. Die sind genug mit sich selbst beschäftigt
nein, ab 2027 die ab 2026.
Die vorhehenden fordern sie bei dir oder beim Dienstleister ab, wenn sie tiefer bohren wollen oder auch einfach, ganz einfach pauschal
Mir wird gerade bewusst, dass ich 2026 voraussichtlich komplett die Füße stillhalten werde. Habe bislang immer steuerfreie Coins verkauft. In meiner internen Buchhaltung steht nach dem Fifo Prinzip, jedem Verkauf die jeweilige Menge ggü, die mindestens 1 Jahr geruht hat. Das müsste ich aber in mühevoller Arbeit aus verschiedenen Excels beweisen. Kann jemand eine Exchange empfehlen außer Coinbase, Bitstamp, Kraken oder BSDEX wo ich von vorne anfangen kann. Dann würde ich auf ein Steuertool zugreifen.
ich habe mal mit der PRO version von ChatGPT eine kleine Ausarbeitung zu dem Thema gemacht, vielleicht ist das für den ein oder anderen Interessant….natürlich OHNE GEWÄHR
DAC8 ab 2026 – Was ändert sich für Bitcoin‑ und Krypto‑Halter in Deutschland?
Ab 1.1.2026 tritt in der EU die neue DAC8‑Richtlinie in Kraft. Für uns Krypto‑Privatanleger bedeutet das vor allem eins: Krypto‑Transaktionen und Bestände werden künftig automatisch ans Finanzamt gemeldet.
Damit endet die bisherige „Grauzone“, in der Finanzämter nur schwer prüfen konnten, was man wirklich gehandelt hat.
Kurz davor: Wie war es bisher?
Vor 2022 gab es keine spezielle Offenlegungspflicht für Krypto. Man musste zwar Steuern zahlen, aber es gab kein eigenes Meldesystem.
Erst das BMF‑Schreiben vom 22.05.2022 stellte klar:
Kryptowährungen sind steuerlich Wirtschaftsgüter.
Man muss alle steuerrelevanten Krypto-Geschäfte offenlegen.
Grundlage waren aber weiterhin nur die allgemeinen Mitwirkungspflichten nach AO (§§ 90, 93).
Kurz: Man musste Gewinne angeben – aber das Finanzamt konnte es kaum kontrollieren.
Was passiert ab 2026 mit DAC8?
Automatische Meldungen durch Börsen & Anbieter
Alle Krypto‑Börsen, Broker, Custody‑Dienstleister & Wallet‑Anbieter, die EU‑Kunden bedienen, müssen ab 2026 melden:
persönliche Daten (Name, Adresse, Steuer‑ID)
Wallet‑Adressen (ohne private Keys)
alle Ein- & Auszahlungen
Käufe, Verkäufe, Tauschvorgänge
Jahres‑Bestände auf Accounts
Diese Daten gehen an das Bundeszentralamt für Steuern → und von dort an die Finanzämter.
Gilt auch für ausländische Börsen wie Binance, Coinbase, Kraken usw.
Was bedeutet DAC8 für Privatpersonen in Deutschland?
1. Steuerregeln bleiben gleich
Verkäufe nach > 1 Jahr Haltedauer bleiben steuerfrei.
Verkäufe innerhalb eines Jahres sind steuerpflichtig (Anlage SO).
Es gibt eine Freigrenze für kleine Gewinne.
DAC8 ändert nichts am Steuerrecht – nur an der Transparenz.
2. Müssen steuerfreie Verkäufe gemeldet werden?
Du musst selbst nichts melden, wenn sie steuerfrei sind.
ABER: Börsen melden die Transaktion trotzdem ans Finanzamt.
Das Finanzamt sieht dann: Haltedauer > 1 Jahr → steuerfrei → alles gut.
3. Muss man „HODLing“ melden? (Nur halten, nix verkaufen)
Nein. Besitz = nicht steuerpflichtig.
Du musst deinen Bestand nicht aktiv melden.
ABER:
Hältst du Coins auf einer Börse, meldet diese deinen Bestand jährlich.
Hältst du Coins auf einer eigenen Wallet (Cold Wallet), gibt es keine automatische Meldung – aber du musst bei Nachfragen trotzdem Belege liefern können (Kaufdatum, Herkunft, Haltefrist usw.).
4. Dokumentationspflichten
Auch wenn du wenig handelst: Du musst alle Käufe, Verkäufe, Transfers und Bestände sauber dokumentieren können.
Sonst kann das Finanzamt schätzen – und das wird meist teuer.
5. Was ist mit alten Bitcoin‑Beständen vor 2026?
Gute Nachricht:
DAC8 ist nicht rückwirkend.
Du musst „alte“ Trades nicht nachmelden, nur weil DAC8 startet.
Aber:
Wenn alte Coins irgendwann über eine Börse liefen, die dich ab 2026 meldet,
kann das Finanzamt deine Wallet‑Historie rückwirkend nachvollziehen (Blockchain ist transparent).
Hast du früher steuerpflichtige Gewinne nicht angegeben? Dann jetzt lieber in Ordnung bringen (Nacherklärung), bevor 2027 die ersten DAC8‑Daten fließen.
Fazit – in ganz kurz
Ab 2026 melden Börsen automatisch alles ans Finanzamt.
Steuerlich bleibt aber alles beim Alten (1‑Jahres‑Frist!).
HODL ist weiterhin steuerlich irrelevant – aber Börsen melden deine Bestände.
Steuerfreie Verkäufe musst du nicht angeben, aber sie werden trotzdem gemeldet.
Altbestände sind nicht meldepflichtig – aber trotzdem nachvollziehbar, wenn eine Adresse verknüpft wird.