Mir ging der Kyc, Mica etc. schon sehr gegen den Strich. Diese Fälle jetzt haben bei mir das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht. Ich kaufe nie wieder über „regulierte“ Stellen ein. Beim nächsten Bullrun stoße ich meine „regulierten“ Sats über die üblichen Verdächtigen ab, sodass beim folgenden Daten-Leck ersichtlich ist dass ich keine Sats mehr habe. Anschließend schön und brav beim Finanzamt melden, dass man alle Sats verkauft hat und keine mehr besitzt - denn Datenleck ist auch hier vorprogrammiert.
Danach ist man wieder sauber und kann p2p durchziehen.
Edit.
Was auch gut wäre, wenn viele Schadensersatz jetzt einfordern!
Solche Fälle sind genau der Grund wieso ich bei diversen Seiten KYC Prozesse scheue. Es gibt bei mir daher so vom Gefühl verschiedene Vertrauensstufen: 1. Seiten die ich nur mit Pseudodaten und Email nutzen würde 2. Seiten wo ich echte Name und Anschrift angeben würde. 3. Seiten wo ich KYC machen würde.
Warum habe ich diese Abstufung? Nicht weil ich jemals irgendwo gerne KYC mache sondern eigentlich spiegelt dass die Bedrohung wieder der wir alle ausgesetzt sind. Diese Daten gehören einfach nicht im Internet und bei diversen Privatunternehmen verbreitet. Die Regulierung scheißt aber drauf. Dem Staat ist die Überwachung der Finanzflüsse wichtiger als die katastrophale Situation des Datenschutz. Wahrscheinlich reden sie sich ein das die strengen Datenschutzbestimmungen das wieder kompensieren. Nein tun sie nicht, die Leute die die Daten regelrecht dankend erbeuten lachen darüber höchstens.
MiCa und Co. sind quasi eine Einladung an die ganze Welt: Schaut welche wertvollen Daten wir von unseren Bürgern per Gesetz erpressen und überall verstreuen. Jetzt alles zugänglich über die üblichen Sicherheitslücken. Aber ihr dürft das nicht, weil verboten.
Nicht ganz korrekt. Der Artikel Nutzerdaten betroffen: Sicherheitsvorfall bei 21bitcoin wurde gestern Mittag veröffentlicht. Der Livestream war um 20:15 - man könnte es da zumindest am Rande erwähnen, um Nutzer zu warnen.
Gegenüber meinem Post von gestern haben sie den verlinkten Artikel noch ergänzt um 5120 Fälle, in denen Zahlungen und IBANs geleakt wurden.
Ich habe das große Los gezogen und bin gleich mit zwei verschiedenen Emailadressen und IBANs betroffen, da ich temporär zwei Sparpläne am laufen hatte. Mindestens in einem Fall zusammen mit Namen und Wohnadresse.
ich bin selbst direkt betroffen: Meine Daten (Name, Adresse, IBAN, Betrag) lagen in einer der Banklisten im Support-System. Dass unbereinigte Roh-Exporte dort landen und verbleiben, ist ein klarer Architektur- und Prozessfehler, der bei einem datensparsamen Dienst wehtut.
Nach rund 30 Jahren eigener IT-Erfahrung sehe ich das dennoch pragmatisch: Schnittstellen wachsen historisch, Systeme sind nie perfekt. Wir reden hier nicht von einem Fortune-500-Konzern mit Milliardenbudget. Während Konzerne wie Coinbase oder Meta Vorfälle aussitzen oder wegbügeln, geht Pocket den offenen Weg: direkte Benachrichtigung, Transparenz und der Mut, sich hier im Forum sofort der Kritik zu stellen.
Das Non-Custodial-Prinzip hat gegriffen – Coins und Keys waren nie in Gefahr. Wenn Pocket die strikte Trennung der Bankdaten vom Support und automatische Löschroutinen jetzt konsequent umsetzt, bleibt der Dienst für mich eine wichtige Brücke im Space. Alles Gute an das Team bei der Aufarbeitung.
Nein, sondern, der laufende MiCAR Lizensierungsprozess. Wir wurden von Pocket gebeten, sie von der Webseite zu entfernen, bis das alles in trockenen Tüchern ist und sie im EWR vollständig werben dürfen.
Das Pocket-Team besteht zu 100% aus Herzblut-Bitcoinern, die das Thema Datenschutz eben eigentlich NICHT auf die leichte Schulter genommen haben. Umso mehr trifft sie jetzt dieser Vorfall und ihr könnt mir glauben, dass die davon mindestens genauso mitgenommen sind wie ihr. Und das nicht, wegen dem Image-Schaden, sondern wirklich, weil sie mitfühlen, dass ihr/wir als User jetzt mit so einem Datenleak umgehen müssen.
Ich bleibe dabei… das Hauptproblem ist die eigentlich MiCA-DAC8-Datensammelwut. DIe Unternehmen und wir als Kunden, sind alle früher oder später die Leidtragenden.
Nachtrag: Im Übrigen soll das nicht heißen, dass Kritik an dem Vorfall nicht okay ist o.ä.
Solange man sachlich bleibt, ist es vollkommen okay, sich darüber aufzuregen und seinen Unmut kundzutun. Aber wie gesagt… bitte sachlich =).
Ich sehe weder hier noch im @21bitcoin Thread Verstöße gegen Sachlichkeit. Menschen sind verärgert, entsprechend ist die Stimmung mies. Beleidigt wird allerdings keiner.
Man kann den Schuldigen suchen, nur bringt es nichts. Der Verursacher war in diesem Fall der Dienstleister. Und auch wenn es denen besonders leid tut, betroffene Kunden haben DAS Problem mit geleakter Wohnadresse. Die Wahrscheinlichkeit eines Hausbesuchs steigt nun exponentiell. Daher kann ich jeden verstehen, der hier ausrastet. Es ist menschlich auf eine schlimme Aktion laut zu reagieren. Verbal geschlagen wurde hier niemand.
Nein, Pocket hat einen miesen Job gemacht und gehört vom Markt!
Was gehören Daten wie Wohnadresse, KYC-Dokumente und Mittelherkunftsnachweise unverschlüsselt in eine Support-Datenbank?
Das sind Daten, die es für den operativen Betrieb nicht braucht. Diese Daten gehören verschlüsselt in eine gesonderte Datenbank, wenn die Transaktion durch ist. Wenn die Staatsanwaltschaft klingelt, muss halt jemand zur Bank fahren und den Private Key aus dem Schließfach holen oder woher auch immer.
Ich bin fassungslos - zum einen über Pocket und zum anderen, dass sie jetzt auch noch in Schutz genommen werden.
Mein Fall: Ich hatte Geld überwiesen im Februar 2025. Wollten KYC, aber nicht gemacht. Geld kam zurück. Trotzdem Adresse geleaked. WTF war meine Adresse noch im System.
Für mich hat Pocket nicht nur „was das betrifft“ einen miesen Job gemacht, denn sie hatten nur EINEN Job und der war Datensparsamkeit. Bitcoin hätte man auch woanders und günstiger bekommen können.
Für mich steht fest, wenn ich nochmal KYC machen muss, dann keine Bitcoin-Only Dienstleister. Dann lieber ne Börse, wo man bei einem Leak einer von 100.000 oder mehr ist.