Hi @Stadicus ,
ein Konkurrent von Euch hatte ein Sicherheitsproblem:
https://x.com/i/status/2083161888267919600
Obwohl Ihr mein vollstes Vertrauen genießt, frage ich mich schon, was Ihr derzeit unternehmt, um etwaigen versteckten Sicherheitslücken schneller auf die Schliche zu kommen als Hacker?
Ich würde mich über begründete Beruhigung freuen.
Gerne kann ich dir dazu ein paar Punkte nennen:
Zunächst der Verweis auf folgenden Blog-Artikel, da gehen wir unter anderem auch auf die fünf verschiedenen Entropie-Quellen ein, die von der BitBox beim Erstellen einer Wallet genutzt werden:
Die aktuelle Schwachstelle bei Coldcard könnte also in dieser konkreten Form gar nicht bei der BitBox auftreten. Selbst wenn eine der Zufallsquellen nicht sicher ist bzw. nicht korrekt verwendet wird wie im aktuellen Fall, wäre der resultierende Seed trotzdem noch sicher.
Es müssten alle Zufallsquellen gleichermaßen unsicher sein bzw. nicht korrekt verwendet werden.
Das ist natürlich ein grundlegendes Ziel, was man als Hersteller von Hardware-Wallets immer verfolgt. Zum einen wäre da das Bug-Bounty Programm. Das Melden von Schwachstellen wird finanziell entlohnt und damit gibt es auch einen direkten Anreiz für Sicherheitsforscher, nach Schwachstellen zu suchen und diese direkt an uns zu melden.
Das passiert auch laufend, so z.B. sind auch einige der kleineren Sicherheitsverbesserungen im letzten BitBox-Update zustande gekommen: BitBox 07.2026 Oeschinen-Update
Wir analysieren darüber hinaus auch laufend den eigenen Code auf potenzielle Schwachstellen, unter anderem auch mit KI-Modellen (durch die z.B. die jetzige Coldcard Schwachstelle erst entdeckt wurde).
Wer sich gänzlich vor potenziellen RNG-Schwachstellen schützen möchte, der kann natürlich auch komplett selbst würfeln:
Hier muss man aber vorsichtig sein, nicht selbst zur RNG-Schwachstelle zu werden indem man einen Fehler beim Würfeln macht. Daher: Anleitung sorgfältig lesen und nichts überstürzen. So oder so ist das Würfeln nicht notwendig – auch eine normal mit der BitBox generierte Wallet ist aus den Eingangs erwähnten Gründen sicher.
Ja, tut es.
Richtiges Black Swan Event mal wieder.
So eine Scheiße..
Informiert die Leute wo ihr denkt sie benutzten die Coldcard.
Ein absolutes Desaster, nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für das Vertrauen in Bitcoin bzw. dessen Verwahrung an sich.
Wie zufällig und sicher sind eigentlich die 12 Wörter die man bspw. bei Software-Wallets von Relai, Coinfinity oder Cake Wallet bekommt? Ist da überhaupt etwas bekannt über die Stärke des Zufallsgenerators?
Die Frage stelle ich mir jetzt schon.
Realistisch gesehen werden solche Fälle in Zukunft öfter vorkommen. Implementationen von Krypto-Bibliotheken sind eh schon hochkomplex, da wird es noch so einiges an Angriffsfläche für AI geben.
Naja nun, entweder wurden die Keys zufällig generiert, oder eben auch nicht, AI wird an einem heute zufällig erzeugten Key auch in Zukunft nichts angreifen können.
Auch aus diesem Grund habe ich eine Passphrase vergeben. Denn ehrlich gesagt Vertraue ich auch einem Zufallsgenerator nicht 100%
„Zufällig generieren“ ist eines der schwierigsten IT/Kryptografie Probleme überhaupt, da ist noch ne Menge Potential in der Industrie das zu verkacken.
BTC Sessions muss sich grad etwas anstrengen. Normalerweise sind die Videos locker und selbstbewusst. Nun stellt sich ihr HW Partner als „Fail“ heraus und die Gesichter wirken sehr betreten. (Würde mir genauso gehen) Ob dieses Desaster für Coldcard/Coinkite gedreht werden kann bleibt fraglich.
Das bleibt nicht fraglich, Coldcard ist weg vom Fenster.
Das ist in Zeiten von AI kein wirklich starkes Argument mehr. Lieber entleert der Entdecker das Wallet.
Das ist aber nur in den seltensten Fällen überhaupt eine Option. Schwachstelle ist nicht gleich Exploit. Oft dauert es Wochen oder Monate bis aus einer gefundenen Schwachstelle ein Angriff gebaut werden kann – der dann auch noch praktikabel genug sein muss um tatsächlich Coins zu stehlen.
Im aktuellen Fall hast du hier sicher einen Punkt, aber in den allermeisten Fällen ist ein einfaches Bug-Bounty die beste Möglichkeit, um aus einer Schwachstelle Geld zu machen – und das schafft eben einen Anreiz. Ein Bug-Bounty-Programm sorgt alleine schon dafür dass mehr Augen auf den Code gerichtet sind, völlig unabhängig davon ob dieser Schwachstellen enthält oder nicht.
Ich kann dir keine Statistik oder genaue Zahlen nennen, aber mehr als Taschengeld würde ich niemals auf „soft“-ware-wallets halten.
Da muss man dem Betreiber trauen, der App bzw Software, und dem Gerät auf dem die Software läuft. Nein Danke ;)
Ich habe mir überlegt, dass die Situation für CC User aktuell beschissen ist. Wenn ein kostengünstiger Exploit verfügbar ist, kann man bei 40 Bit Entropie (beim älteren Modell MK3) in aller Seelenruhe die Blockchain abklappern.
Ich würde mir als Angreifer ordentlich Rechenpower mieten alle 97.000 TX, die aktuell im Mempool sind analysieren, den dicksten Fisch raussuchen und dann RBF auf meine eigene Adresse machen.
So wie es verstanden/gelesen habe wurde das genauso gemacht. Innerhalb von 3 Blöcken wurden 500 Wallets geleert. Es muss jemand akkurat das ganze still lange vorher geplant haben.
Das Argument Bug Bounty war auch im Speziellen gemeint. Grundsätzlich ist das eine gute Sache aber beim Schlüsselmaterial bist du direkt am Honigtopf. Das muss dann schon ein Idealist sein, der da nicht zulangt. Die Versuchung ist zu groß.
Genau. Wir werden in Zukunft mehr Coincard Bewegungen auf der Chain sehen, wie bei mir. Ich musste alles komplett neu aufsetzen. AMA
Ich denke nur einen Schritt weiter. Künftig könnten auch die CC User betroffen sein, die ihre Coins retten wollen und zu wenig Fee bezahlen. Ich habe bei meinen letzten UTXOs nicht aufgepasst und die hängen jetzt im Mempool.
CC Benutzer lieber heute als morgen, neue HW, (andere HW Anbieter) neuer Seed usw. & alles verschieben.