CBDC - Fluch oder Segen?

Hallo Community,

Ich will euch in diesem Beitrag meine Gedanken zu CBDC und dessen Bedeutung für die zukünftige Wirtschaftsordnung vorstellen. Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen und hoffe auf eine lebhafte Diskussion. Zuerst einmal müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass Geld nicht gleich Geld ist. Es gibt heute im Wesentlichen Bargeld, Giralgeld, Zentralbankgeld und Kreditgeld, welches direkt von den Geschäfts- und Privatbanken erzeugt wird. Die Unterschiede zwischen diesen Geldarten sind von großer Bedeutung. Der digitale Euro CBDC, wird Zentralbankgeld sein. Und er wird in Konkurrenz gestellt werden mit den übrigen Geldarten. Uns ist, glaube ich, allen klar, dass unser bisheriges Geldsystem vor dem totalen Kollaps steht und nur noch künstlich, durch Gelddrucken, am Leben gehalten wird. Aus meiner Sicht wird man im Laufe der nun einsetzenden Wirtschaftskrise viele Geschäfts- und Privatbanken pleite gehen lassen. So verliert unsere Gesellschaft das Vertrauen in die alte Währung. Irgendwann wollen dann alle nur noch das neue digitale Zentralbankgeld benutzen. Die Zentralbank kann ja schließlich nicht pleite gehen. Die Zentralbank übernimmt mit diesem Schritt die komplette Macht über die Geldflüsse unseres Finanzsystems. Ernst Wolff, dessen Videos über unser Geldsystem ich sehr schätze, bezeichnet diesen Vorgang als „totalitären Finanz Faschismus“. Die meißten Menschen kritisieren hierbei die totale Überwachung des Konsumverhaltens unserer Gesellschaft und auch die Möglichkeit der Zentralbank, negative Zinsen zu erheben.

Ein ganz zentraler Aspekt wird bei der Kritik an CBDC jedoch völlig außer Acht gelassen. Die Zentralbank wird zur alles lenkenden Machtzentrale über unsere Wirtschaft, weil sie alleine entscheidet welche Unternehmen Kredite bekommen und welche nicht. Das ist sozialistische Planwirtschaft at it’s best. Der Albtraum jeden libertär denkenden Menschens. Im Anschluss wird wahrscheinlich auch noch eine europäische Schulden- und Fiskalunion beschlossen werden. Die völlige Entmachtung der Nationalstaaten ist das Ergebnis. Man fragt sich: Wie kann die Zentralbank so mächtig sein, einen Plan von solcher Tragweite umsetzen zu können. Die Antwort ist einfach. Die Zentralbank hat durch ihre Anleihenkäufe die Nationalstaaten in eine große Abhängigkeit gebracht. Ohne das quasi zinsfreihe Zentralbankgeld wäre der Großteil der Nationalstaaten pleite. Sie sind der Zentralbank komplett ausgeliefert. Die gute alte Masche des IWF. Erst Kredite verteilen, dann ausbeuten. Unzählige Male mit Ländern der 3. Welt praktiziert.

So, nun kommen wir zur Kernthese meiner Theorie. Was ist, wenn uns als Gesellschaft gar keine andere Möglichkeit bleibt, in Anbetracht der gewaltigen Herausforderungen unserer zukünftigen Wirtschaftswelt. Wir stehen in Kürze vor einer alles umwälzenden digitalen Revolution, die wahrscheinlich die Hälfte unserer heutigen Arbeitsplätze obsolet machen wird. Wir haben in Deutschland ca. 20 Millionen vollbeschäftigte Menschen, die den Laden am laufen halten. Halbiert sich diese Zahl, fehlen auch die Hälfte der aktuellen Renten und die Hälfte der Einkommenssteuer, unsere Sozialsysteme würden kollabieren. Unser gesellschaftlicher Zusammenhalt würde aufbrechen. Armut, Aufstände, Gewalt, politische Radikalisierung und vielleicht sogar Krieg wären die Folge.

Und genau das ist es, was unsere „superreichen Lenker der Welt“ scheinbar begriffen haben. Wenn der Wohlstand der Mittelschicht wegbricht, gibt es niemanden mehr, der ihre Produkte kauft. Mit dem Fall der Mittelschicht würden auch die Gewinne ihrer Unternehmen wegfallen. An diesem Szenario kann niemand Interesse haben. Das „World Economic Forum“ von Davos, wo sich unsere Eliten alljährig treffen, um die aktuellen Entwicklungen der Weltwirtschaft zu besprechen, hat ein neues Leitthema erkoren. „The Great Reset“. Die Kernaussage ist die Etablierung eines neuen Wirtschaftssystems. Der „Steakholder Kapitalismus“. Der kurzfristige Erfolg soll wieder dem langfristigen Erfolg untergeordnet werden. Im Prinzip geht es darum, nicht mehr ausschließlich den Gewinn zum Ziel des Unternehmens zu machen, sondern auch die gesellschaftliche Umgebung des Unternehmens finanziell mehr zu beteiligen. Mitarbeiter, Lieferanten, Infrastruktur am Standort, Umwelt, Nachhaltigkeit und vor Allem faire Steuern bezahlen. Steuerflucht verhindern. Die Gesellschaft soll mehr profitieren. Die Unternehmen werden durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz mittelfristig höhere Gewinne erwirtschaften. Der „Steakholder Kapitalismus“ ist eine Umverteilung von oben nach unten, ohne die es in der Zukunft wahrscheinlich nicht funktionieren wird. Die Zentralbank wird ein Grundeinkommen an die Menschen auszahlen, das von den Unternehmen finanziert wird.

Ich weiß, das ist nicht die Zukunft, die wir uns gerne wünschen, mit einem freien dezentralen Geldsystem. Es ist jedoch eine Utopie zu glauben, in freien Kapitalmärkten könnten die Unternehmen freiwillig zum „Steakholder Kapitalismus“ bewegt werden. Das würde niemals passieren. Dafür sind die heutigen Konzerne viel zu mächtig. Es braucht jemanden der diesen Umbruch dirigiert und umsetzt. Die Blockchain Technologie und Kryptowerte werden trotzdem in dezentralen Netzwerken unsere Wirtschaft neu konstruieren. Da führt kein Weg dran vorbei. Und der Bitcoin wird seinen Siegeszug weiter fortsetzen, indem er Unternehmen und Menschen ein maximal sicheres Wertaufbewahrungsmittel bereitstellt.

Die größte Überraschung in diesem hypothetischen Konstrukt war für mich die Erkenntnis, dass die „superreichen Lenker unserer Welt“ vielleicht doch etwas Gutes im Sinn haben könnten. Die vorherrschende Meinung der Abteilung „Aluhüte“ spricht da eher von skrupellosen, bösartigen, ausbeuterischen Kapitalisten. Inhaltlich mögen da einige Theorien richtig sein, sie ziehen jedoch die falschen Schlüsse daraus. Sie begehen den Fehler, immer nur das Schlechte in den Menschen zu sehen. Vielleicht haben unsere Machtzirkel doch ein Gewissen und es liegt ihnen etwas am Wohlergehen und Fortbestand unserer Zivilisation. Es könnten die selben Menschen sein, die unsere Welt zu einem riesigen „Finanzkasino“ gemacht haben und die jetzt unsere Welt wieder zu einem besseren Ort machen werden. Weil Sie begriffen haben, dass es so nicht funktioniert. Welch Ironie des Schicksals. Vielleicht wird die zukünftige Welt doch nicht so negativ wie viele glauben. Wenn wir die Arbeit gleichmäßig verteilt bekommen, müssen wir alle nur noch einen halben Tag arbeiten und haben den restlichen Tag Freizeit. Das ist doch ein schöner Gedanke. Denkt positiv. Die Welt da draußen ist besser als wir glauben.

Was denkt ihr darüber? Ist dieser Weg alternativlos, weil er realistisch umsetzbar ist?

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Man kann es auch so sehen; wir schaffen die Produktion der benötigen Güter mit nur noch dem halben Aufwand. Folglich wäre die Lösung (die Frankreich schon geht) die Soll Arbeitszeit zu verkürzen, dann haben wir nicht das Szenario manche arbeite viel und machen gar nicht, sondern alle wenig(er).

Klingt für mich schon fast nach Kommunismus der am Papier zwar funktioniert, aber wie immer an den Menschen scheitert (vor allem an denen die das Sagen haben).

zu guter Letzt: Geld ist Staatseigentum, ob das ein Nationalstaat ist oder ein zentralistischer wie die EU ist irrelevant. Und wir sind vom Geld abhängig. Daraus ergibt sich; wer kontrolliert wovon du Abhängig bist kontrolliert durch diese Abhängigkeit zum Schluss dich. In welcher Form (Bargeld, Bankkonto, CBDC) oder Währung das passiert ist genauso irrelevant.

Der einzige Ausweg ist ein transportabler Wertespeicher. Bis jetzt waren es Gold und Edelsteine, jetzt kommt halt BTC dazu.

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Die Kreditvergabe an Unternehmen ist heute dezentral auf viele Kreditinstitute verteilt. Also auch unabhängig von größeren Machtstrukturen. Das ändert sich mit dem Zentralbankgeld komplett. Die Wirtschaft kann zum „Steakholder Kapitalismus“ gezwungen werden. In unserem heutigen Geldsystem gibt es diese Möglichkeit nicht. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und die Welt versinkt im Chaos. CBDC wird zum Gamechanger.

Über deinen letzten Abschnitt machte ich mir in letzter Zeit auch mehrfach Gedanken weil ich eher zu den Menschen gehöre, die denken, dass Macht zum Nachteil vieler ausgenutzt wird.
Das Gut, was ein Mensch als „höchstes“ erreichen kann, nachdem er Geld bis zum Abwinken akkumuliert hat & das auch ausgelebt hat (was pur sicher irgendwann irgendwie langweilig wird) ist meiner Meinung nach Ruhm. Mit Ruhm hat man auch Macht. Pure Macht ist sicherlich nicht so cool wie Ruhm. Nur muss man sich Zweiteres verdienen. Und da ich vom Konzept überzeugt bin, dass einem nachhaltiges Glücksempfinden eine ehrliche Anstrengung vorrausgeht, deckt sich dein Gedanke im letzten Abschnitt auch mit meiner Theorie bzw Hoffnung ^^
Dennoch heisst es erstmal wachsam bleiben. Soweit ist die Menschheit noch nicht, dass wir uns alle lieb haben :smiley:

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Technische Antwort:
Die CBDC lösen das Problem der Mindestreserve von Filialbanken. Dies reduziert strukturelle Risiken und stabilisiert die Wirtschaft.
Die CBDC zentralisieren Macht in einem nicht dagewesen Ausmaß.

Auf Deine Theorien zu sprechen:
Deine Ausführungen sind nachvollziehbar, aber spekulativ. Die Szenarien, die du projezierst, ließen sich ja auch grundsätzlich im aktuellen System durchsetzen. Ich sehe die Möglichkeit, dass CBDC den Transfer zu harten Währungen (Bitcoin) erleichtert.

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Genau an dem Punkt habe ich große Zweifel. Ich glaube nicht, dass sich alle Nationalstaaten auf einen solchen Umbau des Wirtschaftssystems einigen werden. Nehmen wir beispielsweise die Steuerpolitik von Luxemburg oder Irland, die es Unternehmen ermöglichen keine Steuern in Europa zu bezahlen. In unserem aktuellen System wird das nicht funktionieren. Alleine aus zeitlichen Gründen brauchen wir hier eine zentrale Instanz für diesen Umbau der Wirtschaft.

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Ich wage sogar zu behaupten, dass es mehr als 50% sind, denn annährend jeder Prozess lässt sich mittlerweile automatisieren.

Leider habe ich keine Quelle, aber ich habe mal gelesen, dass eine Firma in ihrem Lager nur Menschen beschäftigt, weil es die Auflage des Landes oder der Stadt war, Arbeitsplätze zu schaffen. Vom eigentlichen Prozess her wären Menschen nicht notwendig.

Wer sich heute über seine berufliche Laufbahn Gedanken macht, sollte seine Wahl gründlich durchdenken, denn Jobs, die jetzt noch von Menschen erledigt werden, könnten in 5, 10 oder 20 Jahren von Maschinen erledigt werden.

Dazu gehört nicht nur der oft genannte Beruf des Notars, der wegen Smart-Contracts seine Daseinsberechtigung verlieren wird.

Nicht heute. Nicht morgen. Aber langfristig gesehen.

Wer es wie finanziert und wer es auszahlt, möchte ich nicht beurteilen. Aber dass das BGE noch zu unseren Lebzeiten kommen wird, davon bin ich überzeugt.

Oder (wie Du selber schreibst) sie haben erkannt, dass es so nicht weitergehen kann. Also eine Veränderung kommt nicht, weil sie „uns“ etwas Gutes tun wollen, sondern weil es keine Alternative gibt.

Wer kein Geld hat, kann nichts kaufen.

Oder wir widmen uns Tätigkeiten, die von Bedeutung für die Gesellschaft sind: Soziales Engagement, Kunst, Bildung,…

Wieviele leben aktuell von einem Job (oder mehreren), der sie zu 100% auslastet und der sie nicht glücklich macht? Wie beruhigend wäre es, wenn man wüsste, dass die Miete bezahlt und der Kühlschrank gefühlt werden, obwohl man nicht 9 Std. täglich am Band steht und stupide Arbeit verrichtet?

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Hab dazu eigentlich nicht mehr viel zu sagen als im anderen Thread. Ich sehe die Entwicklung nicht so positiv wie du. Ja es ist ein Gamechanger aber meiner Meinung nach kein positiver. Hört sich für mich ganz stark nach noch mehr Kontrolle für den Staat an.

All das ist aber Spekulation. Niemand weiß was da aktuell vor sich geht.

Kennst du das Video?

Finde es sehr erschreckend wie diese einst klare Linie zwischen Regierung und Zentralbank immer mehr verschwischt. Gesetze und Abmachungen (z.B. Maastricht) werden einfach so gebrochen und niemand spricht darüber. Das die Regierung die Geldmenge erhöhen kann war einmal ein absolutes No-Go. Merkel hat noch gesagt Eurobonds gibt es nur über ihre Leiche und wo stehen wir jetzt?
Wir sind schon in der Transferunion.

Wie man ein „bedingungsloses“ Grundeinkommen für gut befinden kann ist mir ein großes Rätsel.

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Zustimmung für den gesamten Beitrag. Gutes Video, was du verlinkt hast.

Aber bei einer Sache bin ich anderer Meinung.

Auch liberale können das BGE gut finden, da es Bürokratie abbaut, die Markteffizienz steigern kann und zur Entfaltung der Persönlichkeit beiträgt.

Siehe auch hier:

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Sehr gutes Video, Satoshi. Kannte ich noch nicht. Im Grunde erzählt er das gleiche was ich auch geschrieben habe. Ich kann die Furcht der Leute vor dem zukünftigen Zentralbanksystem absolut nachvollziehen. Aber ich denke in unserem alten System zu bleiben oder sogar in einen freien Geldmarkt überzugehen, wäre im Angesicht der zu erwartenden Massenarbeitslosigkeit, durch die digitale Revolution, ein noch viel düsteres Szenario für unsere Gesellschaft. Unsere heutigen Politiker haben nicht das Format eine solche Krise in ihren nationalen Parlamenten zu bewältigen. Davor hätte ich mehr Angst. Wir sollten das mit dem zentralistischen CBDC nicht so negativ sehen. Dieses System birgt vielfältige Chancen dieses Mammutprojekt des „Great Reset“ auf globaler Ebene zu bewältigen. Hier steht unglaublich viel auf dem Spiel. Lasst uns offen sein für diesen Lösungsansatz durch CBDC.

Die Zentralbanken werden mir auch grundsätzlich zu negativ betrachtet. Klar drucken die seit 20 Jahren ohne Ende Geld und Zinsen gibt es auch nicht mehr. Sicher ist das ein Raubzug gegen unseren Wohlstand. Eine Umverteilung von unten nach oben. Aber was kann man den Zentralbanken vorwerfen? Sie halten unser gesamtes Wirtschaftssystem künstlich am laufen. Sonst wäre der Kollaps schon 2008 dagewesen. Und das wäre eine noch viel größere Enteignung geworden. Die Zentralbanken machen das nicht, weil sie es so geil finden oder weil sie so überzeugt davon sind. Es gab bis jetzt keine technologische Alternative, einen grundlegenden Systemwechsel in Gang zu bringen. Die Zentralbanken wissen auch, dass dieser Wechsel lange überfällig ist.

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Es ist immer wieder erschreckend was für Gedankengut seinen Weg in diese prinzipiengetriebene Bewegung/Gruppe geschafft hat.

Vor Jahren war es UNDENKBAR, dass man die Freiheit, das Eigentum des Individuums in irgendeiner Form beschneidet, jetzt sind hier fast schon die Lager 50:50 und wir sind noch weit von dem Zulauf der ganzen 0815-Menschen, die das weiter verschlimmern werden.

Inzwischen ist es egal, wenn man Vermögensumverteilung durch Steuern, Inflation oder gar BGE macht, es ist egal ob man damit Diebstahl betreibt und gutheißt, solange man es unter dem Mantel tut, dass man den Armen hilft, man klaut ja nur von den Reichen/Unternehmen in diesem Traumszenario.

Traurige Entwicklung in diesem Space, aber das sieht man ja auch in der Coronafrage, man hat nicht mehr das Recht auf Freiheit und Leben und den Preis der Eigenverantwortung und Risiken, man hat nun die Verantwortung für andere und kein Recht mehr auf eigene Entscheidungen.

Ich habe nichts gegen den Versuch von Studien zum BGE, aber da es praktisch unmöglich ist so eine Studie realistisch umzusetzen und nützliche Kenntnisse daraus zu ziehen, kann ich inzwischen die Versuche Studien dazu zu machen kaum mehr sehen.
Solange du es nicht schaffst 2 getrennte geschlossene Systeme zu machen, die beide theoretisch ihre ganze Wirtschaft in diesem geschlossenen System haben, macht es absolut keinen Sinn das zu vergleichen.
Du behinderst immer aktiv die Vergleichsgruppe, indem du sie ihrer Kaufkraft beraubst, da sie beide dasselbe Gut als Geld nutzen und du eine Seite davon damit bewirfst und somit all die Anstregung der Gegenseite ihre Kaufkraft darin zu speichern gedämpft wird.

Mit anderen Worten, das Experiment stellt nur folgendes dar, wir haben 700 Leute, 350 davon nehmen wir jeden Monat X Prozent ihrer Kaufkraft und geben sie den anderen 350. Gratuliere, das Ergebnis, dass die Leute, die aktiv gepusht werden, besser durchs Leben kommen als die Opfer von Diebstahl dieses Testversuchs, ist…zu erwarten gewesen.

In den ganzen Traumszenarien um das BGE klaut man die Kaufkraft halt von den 350 reichen und gibt sie den 350 armen Menschen und möchte irgendwie magisch gewährleisten, dass man die Grundbedürfnisse eines jeden Menschen damit abdeckt. Dafür ist inzwischen auch schon sowas wie die Aneignung fremden Eigentums in Ordnung.

Weit haben wir es in diesem Space gebracht.

Mit anderen Worten, die Antwort auf die Frage des Titels: Fluch!

Das ist Unfug, sie halben das Bankensystem und den Immobilenmarkt aufgeblasen und das Bankensystem und die Immobilienbranche „gerettet“ auf Kosten der anderen, genauso wie sie ganz asozial gesagt absolut keinen Mehrwert für uns bieten, aber auf Kosten unserer Leistung sich erhalten.

Hätten sie 2008 nichts getan, dann hätte es den Bankensektor und die Immobilienbranche teilweise hart getroffen, einen gewissen Effekt auf andere Branche gehabt und im Endeffekt würden wir X mal besser darstehen als jetzt. Denn man mag glauben, dass der Einbruch der Immobilienbranche und anderer Sachen durch die „vielen“ Arbeitslosen dann einen großen Effekt auf unser Leben gehabt hätte, aber der wäre marginal für den Durchschnitt gewesen, wenn nicht gar positiv.

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Ich möchte in diesem Thread nicht so viel zu BGE schreiben. Den o.g. Link hatte ich wegen folgenden Passus zitiert:

Aber nicht nur auf der linken Seite des politischen Spektrums sorgt das bedingungslose Grundeinkommen für leuchtende Augen. Nicht wenige Marktliberale sehen den Reiz des Modells darin, dass es das Zeug haben könnte, ganze Bürokratien einzusparen und Menschen zur Entfaltung ihrer Potentiale anzuregen.

Ich finde BGE und Liberalismus sind vereinbar.
Anarchokapitalismus und BGE sind unvereinbar.

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@Shorty
Lasst euch nicht von eurer politischen Einstellung gefangen nehmen. Einstellungen, die in der Vergangenheit richtig gewesen wären, müssen nicht zwangsläufig auch in der Zukunft richtig sein. Bedenke, dass einige Länder längst Pleite wären. Da geht es nicht nur um Banken. Außerdem will ich noch auf einen Denkfehler im Grundverständnis über ein BGE hinweisen. Seht die Umverteilung nicht von den Leistungsträgern zu den Bedürftigen, sondern vielmehr von den Unternehmen zu den Bedürftigen. Das ist die Revolution der Zukunft. Die Konzerne und ihre Shareholder werden diese Umverteilung bezahlen. Das bringt uns als Gesellschaft weiter, weil alle am technologischen Fortschritt beteiligt werden.

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Maschinen/Roboter/KI werden in Zukunft ihr erwirtschaftetes Geld an die Allgemeinheit verteilen. Überspitzt ausgedrückt. Und CBDC gehört zum Weg dorthin. :wink:
Wir sind jetzt an einem ganz bedeutenden Punkt in unserer Diskussion angekommen. Diese Erkenntnis ist essentiell wichtig.

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Das Problem das ich hier sehe in Verbindung mit CBDC ist, dass wer auch immer verteilt auch darauf achten wird wo (bis hin zum „für was“) es ausgegeben wird (unter dem Motto „vom Staate, dem Staate zum Vorteil“). Das System haben wir (jedenfalls in AT) jetzt schon. Geld welches direkt vom Staat kommt (z.B. manche Sozialzuschüsse) MÜSSEN im Inland ausgegeben werden.

Zentral können ALLE W-Fragen gesteuert (und entsprechend eingeschränkt) werden:

Wo du das Geld ausgeben darfst
Mit wem du Geschäfte machen kannst
Wann
Wieviel
usw.

Bargeld und mobile Wertspeicher waren bis jetzt die einzige Möglichkeit die Freiheit zu haben über diese W-Fragen selbst zu entscheiden. Aber mit CBDC? Bleibt dann erst wieder nur Tauschgeschäfte/Schwarzmarkt und Crypto.

Oh… und für jene die ein gewisses Unverständnis für „Privatbesitz von Vermögen“ gezeigt haben. Die Linke in DE hat eine Studie in Auftrag gegeben bzgl. Vermögensabgabe. Wer also wohlhabend ist, darf von seinem wohlgemerkt bereits versteuertem Geld was abgeben damit man ja nicht zu viel hat. Wenn sowas durchgeht in Verbindung mit CBDC… Knopfdruck genügt.

CBDC ermöglich nicht nur das Verteilen, es ermöglicht auch das kontrollieren des Verteilten bis hin zum Gegenteil (also wieder wegnehmen).

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Es geht nicht um politische Einstellungen/Richtungen, es geht um Prinzipien.

Was ist das für eine Aussage? Erstes keine konkreten Länder, sondern einige. Das erfordert keinerlei Wissen um darüber zu diskutieren wieso dieses konkrete Land pleite ist und inwiefern dort CBDC oder gar die Regierung notwendig ist um sie vom „pleite sein“ zu retten. Daher auch eine ganz einfache Aussage, die sogar zu 99% stimmt, diese Länder sind aufgrund ihrer Wirtschaftspolitik der Regierung und Banken „pleite“.

Die Angst davor, dass Firmen oder Länder pleitegehen ist immer wieder erschreckend. Glaubt wirklich jemand, dass wenn man die Regierung und Banken z.B. wegpuffen könnte ein Land dann in ein 1000 jähriges Verdammen verfällt? Wenn es sowas wie die Möglichkeit gäbe dieses Vakuum der Regierung und Banken zu erhalten, dann würde dieses Land in wenigen Jahren vor so gut wie allen anderen stehen, was den Lebensstandard angeht, weil die Bremse Staat weg ist, die durchgehend den Ressourcenfluss im freien Markt stoppt, sich Mittel davon durch ihr Gewaltmonopol nimmt (nicht nix beiträgt, aber nur minimal in Form von öffentlicher Sicherheit) und durchgehend versucht selber das Hirn hinter dem Ressourcenfluss zu sein und Vermögensumverteilung zu betreiben.

Genauso wie man keine Angst davor haben muss, dass Apple oder sonst ein Unternehmen pleitegeht muss man sich keine Sorgen wegen dem Land machen, das was wertvoll ist (Maschinen, Fabriken, seltene Rohstoffe, Infrastruktur usw.) bleibt erhalten, das einzige was passiert, dass der unfähige Führer, der diese wertvollen Güter nicht profitabel nutzen konnte endlich vom freien Markt dieser Ressourcen entrissen wird und diese anderen zufließen, die deutlich besser damit umgehen.

Das geht jedoch nur mit gewissen Prinzipien die von der Bevölkerung/Regierung getragen werden und dazu gehören Freiheit in jeder Form, Eigentumsrechte und paar andere Sachen.

Der einzige Denkfehler hier ist doch bei dir in diesem Fall, weil du so tust als ob man von irgendwelchen freirumliegenden Unternehmen sich die Kaufkraft nimmt. Diese haben jedoch erstmal einen Eigentümer, dem nimmst du seine Kaufkraft weg und das obwohl er bewiesen hat, dass er mit dieser Kaufkraft sich durchgehend profitabel durchboxen kann und immer mehr wünschenswerte Leistung den Konsumenten für einen für sie akzeptablen Preis erbringen kann.
Aber ich schätze, wenn es darum geht Diebstahl und andere kriminelle Aktivitäten zu rechtfertigen findet man immer einen weg, solange man davon profitiert. Dann ist es nicht der Reiche/Leistungsträger, es ist das Unternehmen (was ja überhaupt keinem gehört und vollkommen unberechtigt an der Spitze ist, lol).

Das ist ein Witz oder?

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Da hast du völlig Recht. Das ist in jedem Fall eine berechtigte Sorge. Der Staat, mit seinem Interventionismus und seiner Sucht nach Vergrößerung, wird durch CBDC und eine Fiskalunion entmachtet. Ich glaube das die W-Fragen eher für Unternehmen eine Relevanz haben werden. Weil es in dem neuen Wirtschaftssystem des „Steakholder Kapitalismus“ Vorschriften und Regeln für Unternehmen geben wird. Der Privatbereich des einzelnen Bürgers muss rechtlich vor solchen Maßnahmen geschützt werden. Das wird Aufgabe der Politik sein. Ich denke auch hier ist der Ansatz einer positiven aufgeschlossenen Herangehensweise vernünftig. Letztlich wird es eine Frage der Ausgestaltung sein, für die wir uns politisch einsetzen müssen.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass dieses Währungssystem im privaten Bereich deutlich freier gestaltet wird. Die Benutzung von Kryptowährungen wird weiterhin möglich sein. Über Digital Identitys, die eine wichtige Grundlage für das CBDC-System bilden, wird es eine strikte Abgrenzung zwischen einem Unternehmensprofil und einem Privatprofil geben. In dem jeweiligen Profil könnte es dann unterschiedliche Berechtigungen und Pflichten geben. Alles ist möglich, am Ende ist es eine Frage der Ausgestaltung.

@Shorty
Deine Ansichten sind ziemlich Marktradikal. So habe ich bis kürzlich auch getickt. Ich finde die Österreichische Schule der Nationalökonomie auch toll. Wir dürfen uns aber nicht starr auf diese Prinzipien festlegen. Das wird mit den besonderen Herausforderungen der Digitalisierung zukünftig nicht funktionieren. Im Bereich des Geldsystems für Unternehmen brauchen wir eine Zentralisierung und klare Regeln. In jedem anderen Bereich, da stimme ich dir wieder zu, brauchen wir Freiheit.

Würde meine Ansichten so nicht beschreiben, aber deine Meinung und die steht dir zu.

Wie gesagt, ich habe keine Prinzipien der Marktradikalität (in meinen Augen), ich habe Prinzipien die daran festhalten, dass ich mir nicht durch lächerliche Phantasiewünsche einreden lasse, dass Diebstahl und die Einschränkung der persönlichen/unternehmerische Freiheit in Ordnung sind, denn zeitgleich will und werde ich niemandes Puppe sein und mich meiner Eigenverantwortung berauben lassen. Meine Freiheit und meine Schuld, ich werde nicht den leichten Weg durchs Leben nehmen und sagen, mimimi, die bösen großen Unternehmen sind schuld an meinem Versagen. Solange mir meine Freiheit nicht genommen wird trage ich die Verantwortung über mein Leben. Du willst das nicht und das ist ok so, ich sehe das anders.

Lächerlich, aus der Höhle haben wir es ohne zentrale Figur geschafft, die uns Wertspeicher/Geld angedreht hat und Gott spielte bei der Vermögensverteilung und den Eigentümern des einzelnen Menschen, hier her zu kommen, aber die Digitalisierung die noch kommt (nicht die bereits bestehende), die wird boah, die wird uns sonst ins Verderben führen, da brauchen wir Gott der unser Geldsystem führt.

Nur um das kurz darzustellen, weil du meintest man darf nicht starr an Prinzipien festhalten.
Alles im Leben ist eine Prinzipienfrage, nur hochskaliert auf größere Menschenmengen und andere Verhältnisse.

Was du und ich anders sehen.
Wir haben einen Einstein und einen Josef vom Land, diese sind alleine auf der Insel.
Ich meine, lass die einfach machen und die werden den besten Weg zu zweit finden, was du meinst ist, wenn ich Einstein jedes Mal die Hälfte seiner Spielzeuge nehme und Josef gebe, dann wird das sicher viel besser laufen und das wird es nicht.

Du und ich sind in diesem Beispiel die Regierungen, wir spielen Gott und in der Realität sind es vollkommen andere Verhältnisse, da kommt nicht auf ein Regierungsmitglied an ein Paar, sondern da kommen auf einen (je nach Regierung) 1000 Leute. Egal für klug wir uns halten, wir sind nicht klüger als 1000 Leute und wissen was richtig oder fair ist an Eigentum für jeden und können als göttliche Instanz die „Fairness“ im Spiel aufrechterhalten.
Aber Regierungen und Menschen wollen gerne Gott spielen und meinen, ja, aber Bezos sollte mir schon 1000€ geben, ihm macht das nichts aus und mir hilft das viel und an solche Leute würde ich wie auch an die Regierung gerne ausrichten, kümmer dich um dein Leben und lass die anderen in Ruhe, du bist eine Ameise und nicht klüger als 1000 Ameisen die durch Schwarmintelligenz gewaltiges zustandebringen.
Daher, da dein Satz einfach nur ein Satz aus dem Nichts ohne tatsächliches Argument ist „Im Bereich des Geldsystems für Unternehmen brauchen wir eine Zentralisierung und klare Regeln.“, ein relativ argumentloses nein, auch wenn man die Geschichte oben als Argument sehen kann. Die X Leute die „zentralisiert“ klüger sein sollen als die Masse und die richtigen Regeln finden sollen wirst du nie finden und wirst der Gesamtheit nur schaden, also Finger weg vom Eigentum anderer, man up.