Hallo zusammen,
ich bin schon etwas länger im Bitcoin Space und hier im Forum schön länger stiller Mitleser. Jetzt das erste Thema:
Vor ca 2 Wochen habe ich bei C24 ein neues Konto inkl Gemeinschaftskonto aufgemacht. Gleichzeitig habe ich einen neuen Account bei Bitvavo by Hyphe eröffnet. Ziel ist es, einfach BTC per Sparplan zu besparen. Insgesamt konnte nach erfolgreichen Registrierungen eine mittlere vierstellige Summe an Bitvavo überweisen. Bitvavo nutzt die Sutor Bank mit deutscher IBAN. Jetzt wurde ohne Vorankündigung das Konto gestern Abend gesperrt.
Heute am Telefon kam die übliche Leier mit „wir kümmern uns drum“, „die Fachabteilung“ klärt usw.
Hatte jemand bisher den Fall und wie würdet ihr am besten vorgehen?
hatte den Fall noch nciht, aber hast du vom Gemeinschaftskonto überwiesen oder von deinem alleinigen Konto? So viel ich weiß, darf man für diese Art von Geschäften kein Geminschaftskonto nutzen.
Der Betrag wurde von dem alleinigen Konto überwiesen, auch aufgrund steuerrechtlicher Thematik. Komischerweise gingen die beiden Überweisungen an Bitvavo by Hyphe durch und das Konto wurde daraufhin gesperrt. Gibt es da bei C24 irgendwelche Tageslimits oder so?
Ein Tageslimit hätte die Überweisung ja gar nicht erst ausführen lassen. Es kann daran liegen, dass sie den Verdacht sehen, weil das Konto erst neu eröffnet wurde und gleich große Summen bewegt wurden. Aber da gibt‘s auch keine Frist, an die man sich halten könnte.
Ja es ist Geld, aber 1-3 Monatsgehälter ist schon wundersam, wenn das in D als „große Summe“ gilt. Ernsthaft es gibt so viel im Leben an Anschaffungen was teurer ist: e-Bikes, Motorrad, gebrauchtes Auto, eine Küche, and the list goes on.
bei sutor/solaris sollte es eigentlich keine Probleme geben ,
Aber: Absender und Empfänger müssen übereinstimmen.
Du schreibst von Gemeinschaftskonto - und das könnte das Problem sein.
Die neuen Regelungen sind auch bei IBAN so strikt, Empfänger muss gleich mit Inhaber sein, ansonsten weitere Prüfung oder Zurückweisung
Wichtig: Die Summen wurden nicht vom Gemeinschaftskonto, sondern vom eigenen Konto übertragen. Bei Bitvavo steht nicht der eigene Name, sondern „Stg. Derdengelden Pay.nl“ im Kontonamen. Die Zuweisung erfolgt über den Verwendungszweck. Der Kontoname von Bitvavo muss stimmig sein oder?
Bei Coinbase in der Vergangenheit (nicht via C24) war der Betreff der eigene Name.
Ich vermute einfach das es die Konstellation aus neuem Konto und dem Verschieben größerer Summen ist + der größeren Überweisung an eine Krypto Börse.
Ich vermute einfach, dass hat bei denen gewisse, automatische Checks triggern lassen und deswegen wurde das Konto vorsichtshalber gesperrt.
Die Ausreden am Telefon sind dennoch unbefriedigend.
Gute Nachrichten, nach mehrmaligem Support-Anrufen ist das Konto ist wieder frei und der Eiertanz über Kontosperrungen oder Kündigungen ist mir erspart geblieben. Danke für eure Beiträge.
Nach weiteren Rückfragen wurde ebenfalls kein Grund genannt.
Um aus der Sache zu lernen: kennt jemand eine Bank, die etwas weniger proaktiv Kontosperrungen durchzieht?
Oder macht es sinn zukünftig maximal bis 999 Euro pro Transaktion an die Kryptobörse zu überweisen?
Hintergrund ist auch, wenn mal in ein paar Jahren ggf ein größerer Betrag von der Börse wieder zurücküberwiesen werden soll. Da würde ich gerne iwie proaktiv tätig werden.
Ich behaupte, dass dir das bei jeder Bank passieren kann bei der du dich frisch angemeldet hast. Erwartungsgemäß verschiebt man in solchen Fällen größere Summen. Das wird sicher auch nicht bei dir der ausschlaggebende Punkt gewesen sein. Es wird ganz sicher das Verschieben von Geldern zwischen eigenen Konten + der Überweisung zur Krypto Börse der Auslöser gewesen sein.
Ich bin selbst Kunde bei C24. Zahle von dort auch monatlich auf Bitvavo ein. Und größere Summen zwischen eigenen Konten habe ich auch schon hin und her geschoben damit.
Was ich halt nicht gemacht habe is halt kurz nach Konto Eröffnung mehrere tausend Euro zu Bitvavo zu schieben.
Ansonsten nur Beträge, die zu dir passen, also Höhe und Empfanger.
Verwendungszweck 2x überlegen. Besser keinen oder „bekannt“, als etwas mit Krypto oder für die Bank sonstig anstößiges.
Bei grösseren, „unpassenden“ Beträgen besser vorher ankündigen
Danke für die Infos. Wenn man diese Beiträge „ankündigt“, hinterlegen die Call Center Mitarbeiter wirklich einen Vermerk oder wie funktioniert das in der Praxis? Habt ihr da Erfahrungswerte?
Ich behaupte mal, dass man damit nur die Mitarbeiter beschäftigt. Markiert das System eine auffällige Zahlung, dann ist es vermutlich egal, ob Herr Schmidt erfasst hat, dass der Kunde die Zahlung angekündigt hat.
Von den etablierten Großbanken hört man in der Hinsicht selten etwas. Ich selbst hatte bei einer solchen noch nie ein einziges derartiges Problem. Ich musste auch noch nie etwas ankündigen.
Woran das liegt kann ich nicht sagen. Evtl. erlauben sich die größeren Banken etwas lockerere Prüfungen.
Nur bedingt. Sofern man eine konkrete Ansprechperson hat, ist es hilfreich dieser Bescheid zu sagen. Aufgrund von Firmenkonto usw. habe ich so ein Setting, und habe von dem Berater bestätigt bekommen, dass dann auch bei ihm was aufleuchtet, und so funktionierte das bis jetzt bei mir mit Ankündigungen an ihn gut.
2016, 2017, 2018, 2019 habe ich 4 Jahre lang immer größere Beträge an einen niederländischen Händler für Edelmetalle überwiesen. No Problem.
Letztes Jahr habe ich wieder bei diesem eingkauft.
Die Bankberaterin (Gottseidank meine ehemalige Nachbarin) wollte telefonisch wissen, ob ich wirklich so viel Geld überweisen will. Erst nach meinem „ja“ wurde es auch gemacht.
Die drehen jetzt mit der „Geldwäscheüberwachungspflicht“ total am Rad.
Es liegt daran, weil du mehrere tausend Euro an das Ausland überwiesen hast.
Wo die Betragsgrenze liegt, weiss ich auch nicht. Bei mir waren es 5000 Euro.
Willkommen im Überwachungsstaat.