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Florian Bruce hat im letzten Podcast eine wunderbare Frage gestellt:

”Hältst Du es für möglich, dass die Menschheit in absehbarer Zukunft einen digitalen Wertspeicher haben wird?”

Die Schlussfolgerung daraus ist klar:
Wer das anzweifelt, sollte die Finger von Bitcoin lassen und sich gelben Metallen zuwenden.
Wer an die Digitalisierung an sich glaubt und auch, dass es einen Bedarf an (relativ) zensurresistenten, schnell übertragbaren, begrenzten und erlaubnisfreien Transaktionen von Werten gibt, der kommt an Bitcoin nicht vorbei.

Die Volatilität in sterbenden Fiatwährungen interessiert die Menschen nur noch solange, bis sich die Illusion von einem “Weiter-so” endgültig erledigt hat und die Hyperinflation dank endloser Gelddruckerei ihren Lauf nimmt.

Bitcoin könnte die beste Antwort auf Krisen und eine Zukunft sein, die vielleicht nur Menschen erkennen, die sich damit abgefunden haben, dass das jetzige System ein bitteres und hässliches Ablaufdatum hat.
Man muss eigentlich nur noch darauf warten.

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Das hat halt einen entscheidenden Denkfehler. Nämlich den, dass das System kein Ablaufdatum hat. Es wird einfach immer wieder neugestartet. Und daran ändert auch Bitcoin nichts.

Und Bitcoin performt als Krisenasset in allen Krisen (Corona, Ukraine, Iran…) eigentlich denkbar schlecht.

Und die Geschichte beisst sich auch mit der Geschichte vom 4 Jahreszyklus. Denn Halving und Zyklus nehmen ja keine Rücksicht darauf, ob wir gerade irgendwo Krise haben oder nicht.

Also das ist auch wieder etwas, wo man sich vielleicht mal entscheiden müsste. Verläuft Bitcoin nun nach Zyklus oder ist es Krisenasset…

Die Frage ist ja, gibt es irgendwann einen Reset des Finanzsystems oder geht es halt immer weiter so wie bisher. Dann wird halt mehr Geld gedruckt, so what?

Das haben wir hier schon 100x durchgekaut.

Ja, in Fiat bemessen schwankt Bitcoin außergewöhnlich stark.

Ja, ich setze nicht alles was ich habe auf Bitcoin. Empfehle ich auch niemandem. Als Immobilienbesitzer ist sowieso der Großteil meines Vermögens “illiquide” (und natürlich staatlich hervorragend zu enteignen).

Unabhängig vom Fiatpreis: Hat Bitcoin meines Erachtens die besten Eigenschaften als zukünftiger digitaler Wertspeicher in den nächsten Jahrzehnten einen hohen Wert für Menschen zu haben?
JA, hat Bitcoin.

Daneben eignet es sich sogar noch hervorragend um Werte (relativ) zensurbefreit an irgendeinen Ort auf dieser Erde in Sekunden zu versenden.

Reicht mir das, auch wenn es in FIAT bemessen stark schwankt?
Ja, das reicht mir.
Ich schaue mir auch nicht das Wetter von einer Woche an und bilde mir dann eine Meinung über die Klimazone eines Ortes.

Habe ich eine bessere Idee, um auf die zukünftigen Veränderungen der Welt zu reagieren?
Eigentlich nicht.
Hast Du eine? Dann lass es uns wissen.

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Das habe ich auch nicht gesagt, sondern dass eine gewisse Anlagedauerempfehlung gegeben wurde. Warum? Damit die CHANCE größer ist, im Plus zu sein. Aber immer wurde auf Volatilität hingewiesen, dass es zum Zeitpunkt eines Verkaufswunsches ein schlechter Zeitpunkt sein kann.

Ich hätte auch statt der Geldanlage das Beispiel des Cashsystems nehmen können. Da haben wir kontinuierlich Wertverfall, mal mehr mal weniger. Selbst da kannst du sagen, hätte ich mal letzten Monat meine Playstation gekauft, da hätte ich weniger bezahlt.

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Unterschreibe ich auch so. Mit starker Betonung eben auf „Zukunft“ und „möglicherweise“. Die Eigenschaften sind klar. Nur bringen sie eben nichts, wenn sie nicht auf Nachfrage treffen. Das gilt nicht nur für den Bitcoinpreis in Fiat, sondern auch grundsätzlich. Wenn du einer von einer Handvoll Menschen bist die Bitcoin untereinander tauschen wollen, dann bringt die Dezentralität, die Zensurresistenz und die Lösung des Vertrauensproblems auch herzlich wenig.

Und da komme ich wieder zu meinen Punkt. Das ganze Influencergelaber mag zwar gut gemeint sein, ist aber eben vollkommen kontraproduktiv wenn sich die Geschichten vom Wertspeicher, Krisenasset usw. vor aller Augen im Hier und Jetzt nicht bestätigen.

Wenn DAS eben Bitcoin ist, als was ihn die Influencer verkaufen, dann muss man eben - Stand jetzt - schlicht konstatieren, dass er als das gescheitert ist. Und das ist eben maximal schlechte Aussenwirkung für potentielle Bitcointeilnehmer.

Jeder Bericht in der Mainstreampresse der auf Bitcoin erstmal nur aufmerksam macht ist 1000x mal wert als das stundenlange Gelaber in irgendwelchen Bitcoinpodcasts.

Ab einem bestimmten Punkt an Überschuldung kippt das gesamte System.
Das ist in meinen Augen schon passiert.
Die Steuereinnahmen erodieren, De-Industrialisierung und Arbeitsplatzabbau sind bereits real. Diese Menschen wechseln alle in einem überschuldeten System von der Einzahler- auf die Entnehmerseite.
Die Verschuldung ist bereits so hoch, dass das gesamte Steueraufkommen für Sozialstaat, Rüstung und Schulden draufgeht.
Kein Geld mehr übrig für Infrastruktur, Bildung, Zukunftsinvestitionen.
Die Demographie ist irreversibel.
Die Sozialsysteme sind mathematisch gesehen schon am Ende.

Der Staat kann jetzt nur noch massiv die Enteignungsspirale ankurbeln, Sozialleistungen drastisch verringern.
Die, die können, werden sich dem entziehen und abhauen.
Dadurch wird sich die Abwärtsspirale noch schneller drehen.

Am Ende steht zwangsläufig der Systemzusammenbruch, da alle Mittel, das kaputte System mit einem “Weiter-so” zu verlängern, nicht mehr tragfähig sind.

Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass das keine Prognose ist, die eintreffen kann.
Das ist alles bereits passiert.
Wie ein Unfall, bei dem der Mensch zwar noch am Leben ist, die Verletzungen aber bereits zu schwer sind, um noch zu überleben.
Egal wie lange es sich jetzt noch hinzieht, das Ende ist unausweichlich, die Schulden sind zu hoch und müssen in einer Nacht- und Nebelaktion auf 0 runtergesetzt werden.

Die Flucht ist bereits in vollem Gange:

https://x.com/juliaruhs/status/2063329215710113982

Wenn wir am Ende nur 50 % unseres Vermögens verloren haben, wäre das schon ein Erfolg.

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Das ist schon klar. Wenn kein Mensch auf der Welt Bitcoin haben will, dann ist Bitcoin wertlos. Das trifft aber auf jede Sache zu.

Ich glaube an die Intelligenz von Menschen, dass sie die Überlegenheit der Eigenschaften erkennen und sich eine stete Nachfrage entwickelt.
Die “Peer-Group” in Sachen Währungen ist wirklich nicht beeindruckend genug, um zu glauben, dass Menschen dauerhaft bereit sind ärmer zu werden, indem sie Zinsen unterhalb der Inflation bei Fiatwährungen als überlegen ansehen.

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Hätten Systeme kein Ablaufdatum, wären wir immer noch Jäger und Sammler.

Das ist doch nicht das System. Das System sind die Eigentumsverhältnisse. Darauf basiert alles und alles was darauf basiert, alle Probleme die sich über die Zeit dadurch ergeben, z.B. die ständige Anhäufung von noch mehr Eigentum, also die Konzentration, das wird immer mal wieder neugestartet.

Neu verteilt z.B. Warum? Weil dieses System früher oder später eben kollabiert. Weil die Ungleichheit zu groß wird und weil sich in einer endlichen Welt eben nicht unendlich Eigentum anhäufen lässt.

Das wird aber nur neugestartet, am System an sich ändert sich in der Regel nichts.

Der Preis ist vor allem ein Indikator wie große Institutionen und Wale sich verhalten.

Also ich empfehle die Orientierung an der 200WMA:

Das zeigt doch eher die wirkliche Adoption als irgendwelche kurzfristigen Schwankungen.

Jeder der denkt kurzfristige Handlungen großer Entitäten vorherzusagen ist entweder Insider oder Scharlatan.

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Übrigends ist auch Polen schon gekippt, obwohl dort zurzeit alles besser zu sein scheint. Die Demographie in Polen ist absolut katastrophal. Da bekommt jede Frau nur noch ein Kind statistisch, das sind schon japanische Verhältnisse.

Nur, genaus das denke ich schon seit spätestens 2008. Und doch ist es seitdem schon wieder fast zwei Jahrzehnte weitergegangen …

Warum eigentlich “relativ” zensurresistent?

Dein Denkfehler ist, dass du immer noch in der z. B. Weimarer Republik festhängst, wo es auch neugestartet wurde, es für die Menschen aber keine Alternative gab. Jetzt gibt es aber eine Alternative zu diesen ewigen Fiat-Neustarts. Und bei jedem Neustart verlieren die Menschen übrigens einen Großteil ihres Vermögens, die Lebenszeit verpufft einfach. Warum sollten die das jedes Mal so hinnehmen (so wie gezwungenermaßen unsere Vorfahren), wenn man das jetzt nicht mehr hinnehmen muss?

Das Hauptproblem, das Bitcoin löst, ist und bleibt doch die Inflation, also die beständige und sich exponential steigernde Enteignung durch das weltweite (Fiat-)System, die am Ende immer eine komplette Enteignung sein wird. Das ist ein Gesetz, das in der menschlichen Natur begründet ist und das die einen erkennen und die anderen (MMTler & Co.) nicht.

Und dieses Problem mag jetzt immer noch für viele nicht das größte sein, wird aber künftig fast jeden in der Dollar-Welt schmerzlichst betreffen, und damit fast jeden in der gesamten Welt.

Bleibt leider die Frage, ob das System noch sein kurzes Zeitfenster nutzt, und global koordiniert gegen BTC vorgeht. Ansonsten hat es verloren, denn wenn das globale, dollarbasierte Fiatgeld erstmal in die Phase des weltweit galloppierenden Vertrauensverlusts eintritt, werden die Staaten den Menschen nicht dauerhaft mit Verboten, Knüppeln und Schikanen ein allen zur Verfügung stehendes nichtinflationierbares Geld verbieten können, das ihnen sofort wieder finanzielle Verlässlichkeit gibt, heraus aus dem Chaos um sie herum. Das werden dann auch vermummte Antifaschläger, gepanzerte "Polizei"truppen und andere Büttel nicht mehr lange aufhalten können.

Natürlich mag das auch alles ganz anders kommen, aber dieses Finanzszenario halte ich für am wahrscheinlichsten.

Es wird doch regelmäßig neu gestartet. Zuletzt 2008. Da gab es einen Crash, dann wurde hier und da ein wenig reguliert und alles war wie vorher. Das System als solches blieb bestehen.

Oder was haben die Menschen nach 2008 gelernt?

Dass es crasht und danach alles ganz anders wird, das höre ich schon seit mehr als 30 Jahren. Immer wieder neu aufbereitet, etwas anders erzählt. Und die Geschichte als solche ist vermutlich noch älter.

Nichts wird anders, so lange man nicht den Eigentumsbegriff neu definiert und die Eigentumsverhältnisse grundlegend ändert, denn sonst hat man immer dieselbe Dynamik und immer wieder solche Crashs.

Nur das ist halt schwer vermittelbar, denn die Leute die das Eigentum haben, die haben eben die Macht und die Mittel die öffentliche Meinung zu machen.

Und das ist der Grund warum die Leute bei jedem Neustart immer wieder mitgehen. Auch wenn sie vorher Haus und Hof verloren haben.

Und es ist ja nicht nur Deine Erfahrung. Die Mitgliederschaft im Klub wächst ja stetig, langsam aber sicher. Vor allem, weil das Problem der Inflation wächst, langsam aber sicher.

Richtig, sieht man auch in Entwicklungsländern, wo die lokale Währung echt total fürn Arsch ist. Da finden die Menschen ganz automatisch zu Alternativen wie Bitcoin. Ohne Regulierung usw, es passiert einfach.

Achso, ich habe mit Neustart an eine Währungsreform gedacht, weil die alte Währung so hyperinflationiert ist, dass man einfach eine neue Währung einführt (damit man nicht mehr ganze Schubkarren zu Bäcker Lutze schieben muss…).

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Naja, das war damals das absolute Peak, die allermeisten haben natürlich nicht zu solchen Preisen gekauft damals.

Aber ja, du wirst vermutlich deutlich recht haben, wenn der Preis vielleicht noch auf ~40000 $ fallen wird.

Aber ändert das irgendwas am übergeordneten Aufwärtstrend? Ich denke nicht. Betrachte den anderen (relativ) harten Wertspeicher Gold in den Jahren von 2011 bis 2018. Furchtbar. Aber im Nachhinein egal. Weil seine Eigenschaften es halt irgendwann nach oben zwingen (in der Fiatwelt jedenfalls).

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Haben wir doch. Nicht wir, aber es sind doch z.B. seit der Euroeinführung bei uns jede Menge neue Länder beigetreten. In diesem Jahr Bulgarien erst.

Das sind alles Erweiterung eines Marktes. Also man braucht Wachstum und erweitert den Markt.

Das kannst du jedes mal als einen Neustart oder Reset interpretieren, der es für die Beitrittsländer auch ganz konkret ist, denn ohne diese Erweiterungen würden wir kollabieren.

Das ist immer dasselbe. Kapital will wachsen und braucht irgendwann größere Märkte, also mehr Menschen, mehr Konsum usw. Und wenn das nicht mehr friedlich geht, dann wird Krieg geführt und vor 150 Jahren oder sowas hat man halt kolonialisiert.

Die Formen ändern sich, das Konzept ist immer dasselbe.