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Ja, ich auch.

Man kann das doch trennen. Bitcoin ist Bitcoin. Den kann man gut finden.

Und das pseudointellektuelle und pseudophilosophische Gelaber drumherum mit dem man ihn auflädt kann man doch dumm finden.

Das hat halt mit Bitcoin nichts zu tun.

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Ja, verstehe ich. Aber ich Frage mich, wie findest du denn Bitcoin eigentlich? Also jetzt mal ein bisschen davon entkoppelt was der Kurs macht. Der geht runter und hoch. Hoffentlich langfristig eher hoch, weil sonst würde es nicht so schön sein darin Wert zu speichern.

Also ich bin auch nicht so mega oft hier im Forum, aber bekomme mit, dass manche hier ein Problem mit dir haben und ihr aneinander geratet. Daher interessiert mich mal deine Meinung zu Bitcoin. Bist du selbst auch investiert? Und falls ja, dann eher nur so zum testen oder “ernsthaft” investiert? Vielleicht versteht man dann auch deine Aussagen besser und hat nicht das Gefühl, dass du hauptsächlich gegen an gehen möchtest, was ich gar nicht mal glaube. Sondern vielleicht möchtest du echt nur entschleunigen und darauf aufmerksam machen, dass man den Kurs halt wirklich nicht Voraussagen kann.

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Ich habe das Gefühl, dass du alles, was über den Preis hinausgeht, automatisch als Aufladung betrachtest. Für mich wirkt es eher so, als würdest du jede Ebene außerhalb des Preises sofort als unnötig einstufen. Dabei bist du es doch selbst, der Bitcoin auf den Preis reduziert.

Bitcoin ist Bitcoin. Der Preis ist wichtig. Der Rest ist Gelaber. Das ist doch ebenfalls eine Interpretation. Das ist genauso eine Sichtweise wie jede andere. Nur wird sie oft als objektiv dargestellt.

Wenn jemand über Knappheit spricht, ist das keine Aufladung. Wenn jemand über Zeit spricht, ist das keine Aufladung. Wenn jemand über menschliches Verhalten spricht, ist das keine Aufladung. Menschen diskutieren seit Jahrtausenden über solche Dinge. Lange bevor Bitcoin überhaupt existierte.

Sobald jemand sagt, Bitcoin sei nur ein Preisdiagramm, gilt das als nüchtern. Sobald jemand über die Konsequenzen von Geldsystemen, Knappheit oder menschlichem Verhalten spricht, wird es plötzlich als Philosophie bezeichnet. Warum ist das für Dich eine Aufladung?

Bitcoin wird nicht oft aufgeladen. Sondern Du reagierst genervt, sobald Gespräche über die reine Kursanzeige hinausgehen. Dabei musst Du diese Gedanken nicht teilen. Aber sie automatisch als Gelaber abzutun… zeigt lediglich, dass sie für deine eigene Betrachtung nicht relevant sind.

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Ich finde seine Eigenschaften gut und hoffe, dass er sich in einigen Jahren als digitales Gold durchsetzen wird können und ich dann von ihm als Wertspeicher profitieren kann. Und ich hoffe, dass er sich als Zahlungsmittel durchsetzt im täglichen Gebrauch.

Du hast offenbar nicht verstanden, was ich in dem Zusammenhang gesagt habe. Gesagt habe ich, dass wir alleine am Preis Akzeptanz und Verbreitung erkennen können und nicht an den Geschichten die man drumherum erzählt.

Ich kann immer wieder erzählen, dass Bitcoin der perfekte Wertspeicher ist. Wenn der Preis das nicht widerspiegelt mag er das objektiv trotzdem sein, nur bringt mir das nichts.

Da Du ja so viel cleverer zu sein scheinst, mache ich Dir einen Vorschlag:

Du postest hier einfach deine Investmentempfehlungen und Einstiegs- oder Ausstiegsvorschläge. Dann kann man absolut klar nachvollziehen ob Du wirklich so viel mehr auf dem Kasten hast als die, die Du hier dauernd als “dumm” bezeichnest.

Kannst oder willst Du das nicht, bist Du einfach nur ein Schwätzer, der die Entscheidungen anderer im Nachhinein als “dumm” deklariert.
Das hat ungefähr so viel Mehrwert und Leistung wie jemand, der das Wetter von gestern vorliest.

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Nicht ein einziges mal habe ich das getan.

Lies meinen Beitrag noch mal langsam durch, evtl. verstehst Du ihn dann.

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und ich werde es auch nicht tun. Denn ich bin ja kein Anlageberater.

War mir klar. Also doch nur ein Schwätzer, der die Entscheidungen anderer im Nachhinein als “dumm” deklarieren kann. In etwa so gehaltvoll wie ein Sportreporter, der nach dem Spiel genau weiß, warum die Mannschaft wo einen Fehler gemacht hat, selbst aber nicht mal den ruhenden Ball treffen würde.

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Das ist ganz grundsätzlich „dumm“ in ein fallendes Messer zu greifen. Das ist eine alte Börsenweisheit.

Darf ich die nicht vorausetzen in einem Umfeld voller Bitcoiner die als einziges das Finanzsystem verstanden haben und mit genau dieser Überheblichkeit mir hier schon begegnet sind als ich gerade meinen ersten kritischen Beitrag schrieb? ;)

Da kamen sie hier alle an aus ihrem Kaninchenbau und wollten mir erklären was ich alles nicht richtig verstanden habe weil ich es gewagt habe hier ein paar Dogmen zu hinterfragen.

Und jetzt regst du dich darüber auf, dass ich sage, dass es halt „dumm“ ist zu kaufen, wenn offenbar der Kurs stürzt?


Wenn das passiert, wonach es gerade aussieht, dann werden hier viele im Herbst noch ganz klein Brötchen backen.

Warum brauchst du eigentlich, dass andere Menschen deine Entscheidung bestätigen? Wenn du überzeugt bist, dass Bitcoin ein guter Wertspeicher ist, warum muss dir der aktuelle Marktpreis recht geben, damit du mit deiner Entscheidung zufrieden bist?

Du kennst sicherlich noch die Anfangszeit des Internets. Stell dir vor, wir schreiben das Jahr 1995 oder 2000. Das Internet ist langsam. Es gibt vergleichsweise wenige Webseiten. Viele Menschen verstehen den Nutzen nicht. Die Mehrheit nutzt es kaum oder gar nicht. Hättest du damals jeden Tag auf die Anzahl der Webseiten geschaut und daraus geschlossen, ob das Internet sinnvoll ist?

Hättest du gesagt: „Es gibt noch nicht genug Nutzer. Also bringt mir das nichts.“

Oder hättest du es einfach genutzt, weil es für dich bereits einen Mehrwert hatte?

Die meisten Menschen, die damals früh im Internet unterwegs waren, haben es genutzt, weil sie einen Nutzen gesehen haben. Nicht weil sie jeden Tag die Bestätigung der Masse gebraucht haben. Warum ist das bei Bitcoin bei Dir anders?

Wenn Bitcoin für dich nützlich ist, dann nutze Bitcoin. Wenn Bitcoin für dich ein guter Wertspeicher ist, dann halte Bitcoin. Wenn Bitcoin für dich bestimmte Probleme löst, dann verwende Bitcoin. Warum muss ständig die Außenwelt bestätigen, dass deine Entscheidung richtig war? Dein Blick richtet sich durch den Preis permanent nach außen.

Wenn du Bitcoin nur dann gut findest, wenn der Preis steigt und andere Menschen ihn ebenfalls gut finden, dann war dein Vertrauen vielleicht nie in Bitcoin, sondern in die Zustimmung anderer Menschen.

Die Realität von Bitcoin verändert sich nicht, nur weil heute mehr oder weniger Menschen darüber sprechen. Bitcoin macht einfach weiter. Genau wie das Internet damals einfach weitergemacht hat. Die Frage ist doch nicht, was andere Menschen denken. Die Frage ist, warum ihre Meinung für deine eigene Überzeugung so wichtig geworden ist.

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Weil wir nach wie vor in einem Fiatsystem leben und ich den „Wertspeicher“ selbstverständlich zurücktauschen muss. Deswegen sind sinkende Preise selbstverständlich für einen Wertspeicher ein Problem.

War das jetzt wirklich nötig mir diese Frage zu stellen, dass ich sie beantworten musste und du auf dieser Frage aufbauend einen ganzen Text schriebst der eben dann schon kaum noch Sinn ergibt?

Ein funktionierender Wertspeicher ist eben davon abhängig wie er von anderen Menschen als solcher wahrgenommen und akzeptiert wird. Und das sieht man dann bei einem endlichen Asset am Preis. Wo sonst?

Daran, dass du hier so viel sinnlos rumphilosophierst?

Aber daraus folgt für mich nicht automatisch, dass Bitcoin nur dann sinnvoll ist, wenn ich ihn später gegen Fiat eintausche. Damals haben Menschen auch gesagt: „Ja, aber am Ende muss ich trotzdem einen Brief verschicken.“ Stimmt. Man konnte weiterhin Briefe verschicken. Man konnte weiterhin Faxgeräte nutzen. Man konnte weiterhin Brieftauben schicken, wenn man wollte. :grinning_face_with_smiling_eyes: Trotzdem haben Menschen angefangen, E-Mails zu verwenden. Nicht weil das alte System sofort verschwunden war. Sondern weil das neue Werkzeug für bestimmte Dinge einfach besser war.

Du kannst heute bereits mit Bitcoin bezahlen. Du kannst Werte übertragen. Du kannst Vermögen selbst verwahren. Du kannst grenzüberschreitend Transaktionen durchführen. Du kannst Bitcoin als Sicherheit nutzen. Du kannst Bitcoin halten, ohne dass eine Bank dazwischen sitzt. Ob du das alles machen möchtest, ist eine andere Frage. Aber die Möglichkeiten existieren bereits. Das ergibt alles Sinn.

Ja, Du siehst Bitcoin ausschließlich durch die Brille des Fiat-Ausstiegs. Aber sie ist nicht die einzige Frage. Die Menschen im Jahr 2000 haben das Internet irgendwann auch nicht mehr nur danach bewertet, ob es den Brief ersetzt. Sie haben begonnen zu fragen, welche neuen Möglichkeiten überhaupt entstehen.

Bitcoin muss aus meiner Sicht nicht erst das gesamte Fiat-System ersetzen, um einen Nutzen zu haben. Das Internet musste auch nicht sofort die Post ersetzen, um sinnvoll zu sein. Beides konnte parallel existieren.

Wenn Bitcoin für dich nur ein Zwischenschritt zurück in Fiat ist, dann wirst du Bitcoin immer durch die Fiat-Brille betrachten. Wenn Bitcoin für dich aber ein Werkzeug ist, das bestimmte Probleme löst, dann wird die Frage nach dem Rücktausch irgendwann weniger wichtig. Nicht weil Fiat verschwindet. Sondern weil dein Blick auf Bitcoin sich verändert.

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Probleme die wir (hier in den westlichen Industriestaaten) in der Regel ganz objektiv gar nicht haben.

Was du übrigens auch am Preis dann siehst. Wären diese Probleme so gravierend und allgegenwärtig, dann würde Bitcoin im Preis steigen und nicht fallen. Denn eine hohe Nachfrage auf ein begrenztes Angebot lässt den Preis steigen, nicht fallen. ;)

Hast du mir nicht eben noch erklärt, was ich nicht verstehe und wie „alle Bitcoiner“ in Charts hineininterpretiere? Manchmal kriegt man seine eigene Suppe auch selbst zu kosten.

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Ja, die Überheblichkeit die man mir entgegenbrachte schlägt halt irgendwann zurück.

Stell dir das wie ein Pendel vor.

Vielleicht hast du dieses Problem nicht. Ich hatte es. Versuch einmal, größere Mengen Gold unkompliziert über Grenzen zu bewegen. Versuch einmal, größere Geldbeträge international zu transferieren, ohne dass Banken, Behörden, Nachweise, Meldepflichten oder andere Hürden auftauchen. Versuch einmal, dein gesamtes Vermögen spontan an einen anderen Ort der Welt mitzunehmen.

Bitcoin hat dieses Problem für mich tatsächlich gelöst. Ich konnte so unkompliziert nach Vietnam ziehen.

Es geht dann auch nicht nur darum, Vermögen von Deutschland nach Vietnam zu bewegen. Es geht auch darum, Vermögen dauerhaft flexibel halten zu können.

Stell dir vor, ich würde einen erheblichen Teil meines Vermögens in physischem Gold halten. Wo lagere ich es? Im Apartment? Dann muss ich darauf vertrauen, dass niemand davon erfährt und dass nie etwas passiert. Im Bankschließfach? Dann bin ich wieder von einer Institution abhängig. Dann bin ich wieder von lokalen Regeln abhängig. Dann bin ich wieder von einem Land abhängig, dessen Staatsbürger ich nicht einmal bin. Als Ausländer weiß man nie, welche Regeln sich in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren ändern werden. Das ist keine Kritik an Vietnam. Das gilt für jedes Land dieser Welt.

Bitcoin reist mit mir.

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Nicht nur ich. Die allermeisten haben diese Probleme nicht. Und deswegen steht der Preis wo er ist, fällt, steigt nicht und ist nicht längst viel höher.

Da braucht man nicht viel drumherum zu reden. Man sieht es am Preis wo Bitcoin steht.

Wenn ich mir im ersten Bild ansehe wie das in den Zyklen bevor ich eingestiegen bin hochgegangen ist (und natürlich auch runter )
Dagegen sieht die unterste Kurve fast wie eine Gerade aus. Da ist kaum noch upside was das Verlustrisiko für mich rechtfertigen würde, die Wiese ist abgegrast. Wenn ich nochmal ins Plus komme ziehe ich den kompletten Einsatz wieder raus.

Du schaust auf den Preis und leitest daraus die Relevanz ab. Ich schaue auf die Eigenschaften und entscheide dann selbst, ob sie für mich relevant sind. Der Preis sagt mir schließlich nur, was andere Menschen aktuell denken, fühlen und tun. Warum sollte das automatisch wichtiger sein als meine eigene Erfahrung?

Die Realität des Internets wurde nicht dadurch bestimmt, wie viele Menschen es damals verstanden haben. Genauso wenig wurde E-Mail dadurch wertlos, weil die Mehrheit weiterhin Briefe verschickt hat. Deshalb juckt mich der Preis als Wahrheitsindikator nur begrenzt. Der Preis sagt mir nicht, ob Bitcoin für mich nützlich ist. Der Preis sagt mir nicht, ob Bitcoin mein Problem gelöst hat. Der Preis sagt mir nicht, ob ich Vermögen leichter über Grenzen bewegen kann. Der Preis sagt mir nicht, ob ich unabhängiger von Banken geworden bin. Der Preis sagt mir lediglich, wie andere Menschen Bitcoin aktuell bewerten. Mehr nicht.

Ich schaue deutlich weniger auf das Außen als viele andere. Wenn die Mehrheit etwas nicht braucht, dann braucht die Mehrheit es eben nicht. Das ist völlig okay. Aber warum sollte die Mehrheit darüber entscheiden, ob etwas für mich einen Nutzen hat? Das Internet war auch nützlich, bevor es die Mehrheit verstanden hat. Bitcoin kann ebenfalls nützlich sein, bevor die Mehrheit ihn braucht.

Wenn ein Werkzeug ein reales Problem löst, dann brauche ich keine Zustimmung der Masse, um seinen Nutzen zu erkennen.