BSDEX: Super Börse aber zu wenig Liquidität?

BSDEX* ist für mich die beste deutsche Börse. Aus dem gleichen Haus wie BISON (Börse Stuttgart) ist es ein regulierter Anbieter mit Euro-Einlagen bei der Solarisbank. Keine Ein- und Auszahlungsgebühren und nur 0.2% (Maker) und 0.35% (Taker) Gebühren, that’s it. Aktuell unschlagbar.

Nun hört man hinter vorgehaltener Hand das das alles ganz schön ist, aber die Liquidität groß genug ist.
Gibt es hierzu Daten oder weitere Bewertungen? Klar wer jetzt hier dutzende ganze Bitcoins kaufen möchte, sollte dies nicht bei BSDEX tun. Aber kleinere Käufe sollten doch kein Problem darstellen, oder? Ab welchen Beträgen (grob betrachtet) läuft man Gefahr in Abitrage-Fallen zu laufen?

*Reflink vom Blocktrainer

Ich habe selbst noch keine Erfahrung, würde mich auch interessieren. Allerdings ist das genau einer der Punkte, die ich am Anfang erwarten würde.

Soweit ich weiß haben neue und/oder kleine Börsen mit geringer Liquidität allerdings die Möglichkeit, Liquidität bei anderen Börsen einzukaufen. Ich hatte in dem Zusammenhang mal etwas von „Liquidity Pipelines“ gehört, wobei Binance hier (logischerweise) groß im Geschäft ist.

Vermutlich werden Market Orders dann entweder im Hintergrund über die größere Börse abgewickelt, oder es ist noch ein Market Maker dazwischen, der sich genau darum kümmert.

An der Stelle denke ich mir dann, dass die kleinere Börse dadurch für den Endkunden natürlich teurer sein muss. Aber das ist ein Henne Ei Problem, und nichts gegen BSDEX. Wollte mich da selbst mal irgendwann anmelden.

Nein, Kraken ist z.B. günstiger (Quelle):

30- Day Volume (USD) Maker Taker
$0 - $50,000 0.16% 0.26%
$50,001 - $100,000 0.14% 0.24%

(mal ganz unabhängig vom Spread, womit wir wieder bei der Liquidität wären)

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Ich nutze die BSDEX auch ab und an.

Habe mal die Info bekommen, dass die BSDEX ihre Coins bei Kraken bezieht.

Das ist aber keine gesicherte Auskunft!

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Stimmt. Wobei Kraken auch noch sonstige Gebühren hat und ein ausländischer Anbieter ist, das würde ich dazu sagen. Aber für einen dt. Anbieter unschlagbar.
Spread kann man ja vergleichen und da spielt BSDEX im sehr soliden Mittelfeld. Keine negative Tracking Differenz wie man in der klassischen Finanzwelt sagen würde aber doch sehr passabel.

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spicy… Leider fehlen hier echt die Daten

Ja, man muss fairerweise sagen, dass eine Abhebung von Bitcoin etwas kostet.

Allerdings sind bei BSDEX die Kosten dafür eben in den Gebühren enthalten und der Spread ist sicher etwas größer. Aber das ist natürlich trotzdem super, wenn man nur kleinere Beträge an BTC kauft und von der Börse holt. Da ist BSDEX wahrscheinlich alles in allem günstiger.

Hier steht noch:

Quelle:

Das multilaterale Handelssystem der BSDEX erfüllt die regulatorischen Anforderungen gemäß § 2 Abs. 12 KWG. Die mit der Erhöhung der Liquidität beauftragte EUWAX AG ist ebenfalls ein regulierter Finanzdienstleister.

und hier:

Quelle:

Die Börse Stuttgart Digital Exchange (BSDEX) bekommt Verstärkung aus der Schweiz. Nach Inhalt einer Pressemitteilung beteiligt sich die Crypto Broker AG, eine Tochter der Schweizerischen Crypto Finance Gruppe, künftig bei der BSDEX. Deutschlands erster regulierter Handelsplatz für digitale Assets holt sich damit einen namhaften Liquiditätsprovider ins Boot. Dieser hat sich vor allem beim Handel mit institutionellen Investoren verdient gemacht.

Laut Pressemitteilung spendet die Crypto Broker AG indes zunächst nur Liquidität für den Bitcoin-Euro-Handel; Ethereum (ETH), Litecoin (LTC) und Ripple (XRP) sollen aber bald folgen.

und hier:

Quelle:

Das Bankhaus, das bereits 1985 als Börsenmakler gegründet wurde und über eine Bafin-Lizenz verfügt, wird laut BSDEX als Liquiditätsspender auftreten und somit An- und Verkaufspreise stellen – zunächst im Handel von Bitcoin gegen Euro, in Kürze dann aber auch bei den Kryptowährungen Ethereum, Litecoin und XRP. Bisher hatte diese Aufgabe bei BSDEX das Unternehmen Euwax inne, das ebenfalls zur Gruppe der Börse Stuttgart gehört.

Also da sind wohl mehrere mit im Boot.

Sagen wir ich will für 1000€ Bitcoin kaufen, was in meinen Augen nicht unbedingt ein „kleiner“ Betrag ist, und diese anschließend auf meine Wallet auszahlen.

Aktueller BSDEX Kurs: 42.967,72 €
Aktueller Kraken Kurs: 42.920,50 €

Spread ca. 0,12 % - Kann natürlich andauernd abweichen und größer ausfallen.

Taker Order BSDEX: 0,35 %
Taker Order Kraken: 0,24 %

Auzahlungsgebühr BSDEX: Kostenlos
Auszahlunsgebühr Kraken: 0.00015 \approx 6,44 €

Kosten BSDEX: 3,50 € + ca. 1,20€ Verlust durch Spread → ca. 4,70 €
Kosten Kraken: 2,40 € + 6,44 € → ca. 8,80€

Die Kosten kippen dann halt irgendwann (bei 1,5% Spread):

0,005x = 0,0024x + 6,50€\\ \implies x = 2500 (€)

Also unter 2500€ ist man bei der BSDEX günstiger unterwegs. :slight_smile:

Was man fairerweise dazu sagen muss:

  • Die Auszahlung mit Kraken landet im nächsten Block, bei der BSDEX muss man ggf. 1-2 Tage warten, manchmal sogar länger.

  • Dafür hat man halt den übersichtlichen deutschen Anbieter mit Solarisbank Konto.

  • Auf der anderen Seite kann man auf Kraken mit Echtzeitüberweisung einzahlen und direkt loslegen.

  • Auf der nochmal anderen Seite kann man sich bei einem Flashcrash von Kraken verabschieden. BSDEX hat sich beim Crash im Sommer noch relativ gut gehalten. Meine Order wurde jedenfalls abgenommen.

  • Bei der BSDEX ist die Auswahl eingeschränkter was ich persönlich auch angenehmer finde. Ich will nicht jedes mal mit "WE LISTED SHITCOIN XYZ BUY NOW" begrüßt werden.

  • Den Kraken Account kann ich besser mit 2FA absichern und muss nicht auf den mobileTAN Schwachsinn setzen.

Am Ende also absolut subjektiv was einem besser gefällt, wie so oft. :slight_smile:

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Aktuell laut deren Seite: 0.00002 BTC, also < 1 Euro.

https://support.kraken.com/hc/en-us/articles/360000767986-Cryptocurrency-withdrawal-fees-and-minimums

(War selbst überrascht, aber aktuell ist halt im Netzwerk auch nichts los.)

Aber generell, ja. Ist bzgl. Kosten vollkommen Wurst ob man da oder dort kauft.

Kraken ist halt in allen anderen Aspekten schon sehr betriebsbewährt.

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Ah, krass. Das ist natürlich nochmal günstiger. Hatte nur die .00015 BTC noch im Kopf, steht auch so im Blocktrainer Vergleichstool.

Immerhin passen die das ans Netzwerk an… (hust… Binance…)

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Kann Dir das bei einer DEX nicht völlig egal sein? :thinking:

BTW: Es gibt viele DEX (ausländische), die deutlich günstiger als BDSDEX sind. Allerdings sind sie auch deutlich kleiner und dementsprechend gibt’s da oft das Problem der Liquidität.

Hast schon recht. Ich bin auch mehr auf Kraken unterwegs, insb. die API ist brilliant. Sonst ist Kraken einfach der Google unter den Suchtmaschinen und das Twitter unter den Asozialen Medien.

Aber ein dt. Anbieter der was Euros angeht der dt. Bankenaufsicht unterliegt und vor allem: den ich in Deutschland verklagen kann ist schon ein Vorteil, je nach dem wie man’s sieht.

Also der Nachteil bei geringer Liquidität kann als Verkäufer in einem Bullrun auch zum Vorteil werden, da es für jeden Käufer auch einen Verkäufer gibt.

Ansonsten gibt es ja einen „Bot“ auf der BSDEX, der wahrscheinlich mit Arbitrage handelt, so dass man seine Coins immer zu einem „einigermaßen fairen“ Kurs ver/kaufen kann. (Klärt mich auf, wenn das falsch ist.)

Und durch die geringe Nutzerzahl kann man auch in einem Hype die Börse nutzen, wo sonst Coinbase und Binance überlastet sind. Also ich bin froh, dass ich die BSDEX auch habe.

Ein und Auszahlungen von BTC dauern aber jeweils etwas und diese Zeit muss man einplanen.

Du wirst ohnehin niemanden auf Kryptoverluste verklagen können. Das steht auch in jeder AGB drin. „Weg ist weg.“

Bei Euro hast Du die Einlagensicherung, aber wenn Krypto verschwindet, haste halt Pech gehabt.

Von daher ist Kraken ideal. Deutsches Bankkonto. Schnell. Günstig in allen Transaktionen und Preisen. Wenn man nur einen Bruchteil seines Portfolios auf der Exchange hält minimiert man das Risiko. „Best of both worlds“. :slight_smile:

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ich lebe doch nicht hinterm Mond :roll_eyes: Niemand redet von wegen Kryptoverluste verklagen, lel.

Aber was ist denn wenn die Seite gehackt wird und mir dadurch wirtschaftl. Schaden entsteht? Was ist wenn meine KYC-Daten abused werden (hello dt. Datenschutzrecht <3), und so weiter.

Für all solche wichtigen Sachen kann ich mein Recht vor deutschen Gerichten durchsetzen, was auf jeden Fall ein nicht zu unterschätzender Bonuspunkt ist.

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Welchen wirtschaftlichen Schaden würdest Du denn geltend machen wollen, wenn’s nicht um Coins und auch nicht um FIAT geht? :thinking:

Die DSGVO gilt europaweit. Das hat beim Ledger-Daten-Hack aber auch niemanden interessiert.

Recht haben. Recht bekommen. :man_shrugging:

Finde ich nicht. Nicht im Kryptobereich.

Aber gut. Muss jeder selbst entscheiden. :slight_smile:

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Bei einem Hack kann mir wirtschaftl. Schaden entstehen. Es ist möglich das Auszahlungen an eine falsche Addresse umgeleitet werden, das wäre nur ein Beispiel.

Ledger ist auch nochmal etwas anders. Die verkaufen Hardware alá Mediamarkt. Finanzdienstleistungen sind nochmal anders reguliert (Euro-Seite mit Bankenaufsicht, Bitcoin-Seite teils durch Europarecht, teils auch durch Bafin, ZAK, KWG, usw.) aber darum geht’s nicht.

Wenn ich durch einen Hack auf deren Seite einen bsp-haft 5-stelligen Betrag verliere, kann man sich da schon einen Anwalt nehmen und das durchsetzen. Viel Spaß dabei sowas bei US-Anbietern zu machen.

Präferenz. Ich kaufe meine Auto auch nicht per Direktimport aus China von einer Briefkastenfirma, weil wenn mir das Ding in die Luft fliegt und mein Haus fackelt ab, gute Nacht.
Freiwillig auf Regressmöglichkeiten zu verzichten ist nicht schlau.

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Wieso? Die DSGVO gilt für alle Firmen.

Auch Mediamarkt muss sich an die DSGVO halten. :slight_smile:

Noch einmal: Bei keiner Börse dieser Welt sind Deine Coins versichert oder ähnliches.

Wenn’s einen Hack o.ä. gibt, sind Deine Coins weg. Guck’ doch mal in die AGB von Börse Stuttgart rein.

Wenn Du schon zitierst, dann bitte vollständig:

Wir reden von Krypto und da gibt es keine Versicherungen, keine Absicherungen, keinen Sicherungsfond, keine Einlagensicherung oder sonstwas. Ob Deutschland, EU oder Ausland.

SAFU von Binance käme dem wohl am nächsten, aber der ist freiwillig und je nach Höhe des Schadens könnte auch diese Summe gar nicht den Schaden abdecken.

Na ja, ich will mich nicht streiten. Du weißt es ja sowieso besser als ich.

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Ich habe auch lieber einen Vertrag mit einer deutschen Firma (wegen der Vereinfachung jemanden vor Gericht zu bekommen). Schon alleine, weil die Polizei dich im Ausland auslacht, wenn du da jemanden in ihrem Land wegen Magic Internet Money verklagen willst. In Deutschland müssen sie mein Anliegen zumindest aufnehmen.

Natürlich. Du weichst aber wieder aus. Es werden andere Daten erhoben und verarbeitet als bei einem Hardware-Kauf. Und bei einer Börse spielt eben auch noch weitere Regulation eine Rolle.

Ja?!!! What’s the point?

Schon wieder Strohmann. Niemand redet von „versicherten Coins“. Es kann in der AGB drin stehen was es will, wenn die Börse gehackt wird und mir dadurch ein wirtsch. Schaden entsteht hab ich BEI GESETZ entsprechende Ansprüche. Ich erspare mir jetzt hier mal das BGB zu zitieren. Da kann in den AGB was auch immer stehen, in der Amazon-AGB steht auch nicht: „Wenn wir vergessen ihr Paket zu verschicken, pech gehabt yolo“.

Strohmann.

Niemand redet von Versicherungen. Es geht hier um mein Eigentum, welches in Besitz von der Börse ist. Demensprechend hab ich rechtliche Ansprüche. Eine Börse haftet, wenn sie verschuldet das bspw. unzurechende Maßnahmen getroffen wurden, um Transaktionen abzusichern. Und „unzureichend“ ist bei FAPI (Financial Grade APIs) sehr schnell erreicht, aber sowas klären dann Gerichte.

Wenn du von Einlagensicherung redest, redest du für den Fall, dass die Bude, gegen die ich Ansprüche habe, zahlungsunfähig ist. Ja, in diesem Fall gehe ich leer aus bzw. muss mich an die Gläubigerliste (anders als beim Bankkonto, wo es Einl. Sich. gibt) hängen. Aber das war weder die Frage noch stand dies zur Diskussion.

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