Bitcoin war nie das Ziel - es war nur die Tür zu den größeren Fragen

Die letzten Jahre haben sich bei mir fast ausschließlich um Bitcoin, Makroökonomie, Geldpolitik und Regulierung gedreht. Spannende Themen - keine Frage. Aber irgendwann merkt man, dass sich vieles wiederholt.

In den letzten Wochen habe ich begonnen, mich mehr mit Physik, Elektrizität, Quantenmechanik und Astronomie zu beschäftigen. Und plötzlich landet man nicht mehr bei der Frage:

„Was macht die EZB nächste Woche?“

sondern bei:

„Warum existiert überhaupt etwas?“

Irgendwann ist mir klar geworden, dass Bitcoin für mich vielleicht nie nur Bitcoin war. Es ging immer um erste Prinzipien:

Was ist Geld?
Was ist Energie?
Was ist Knappheit?
Was ist Vertrauen?
Was ist Information?

Und wenn man diesen Weg lange genug geht, landet man zwangsläufig bei Physik, Philosophie und der Frage, was der Mensch eigentlich ist.

Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass der Mensch im Wesentlichen von drei Dingen angetrieben wird:

Selbsterhaltung
Neugier
Verbundenheit

Vielleicht nennen wir Letzteres einfach Liebe

Familie, Freundschaften, Anerkennung, Status, Community, Fanbase, usw am Ende scheint vieles auf den Wunsch hinauszulaufen, gesehen und verstanden zu werden.

Gleichzeitig ist es faszinierend, dass wir als Spezies vermutlich noch ganz am Anfang stehen. Wir sind Primaten auf einem kleinen Felsen, der um einen durchschnittlichen Stern kreist, und trotzdem denken wir über Quantenmechanik, Bewusstsein und die Zukunft der Menschheit nach.

Vielleicht ist das die eigentliche Magie:

Das Universum hat nach 13,8 Milliarden Jahren einen Weg gefunden, über sich selbst nachzudenken.

Ich weiß nicht, ob es so etwas wie absolute Weisheit gibt. Wahrscheinlich nicht. Aber vielleicht kann man sich ihr annähern.

Wenn ich heute zehn Dinge nennen müsste, die ich für zeitlos halte, wären es vermutlich diese:

  1. Die Natur ist die höchste Autorität
  2. Hinterfrage alles aus ersten Prinzipien
  3. Wissen ist langfristig wertvoller als Status
  4. Kooperation schlägt Konkurrenz auf langen Zeitskalen
  5. Demut ist intelligenter als Arroganz
  6. Die Realität schuldet uns keine intuitive Erklärung
  7. Bewusstsein ist eines der größten Rätsel überhaupt
  8. Langfristiges Denken ist fast immer überlegen
  9. Die Menschheit ist noch ein sehr junges Experiment
  10. Neugier ist vermutlich eine der sinnvollsten Arten, sein Leben zu verbringen

Und vielleicht ist Weisheit am Ende gar nicht:

„Ich kenne die Wahrheit“

Sondern:

„Ich habe gelernt, mit Unsicherheit zu leben und trotzdem neugierig zu bleiben“

Vielleicht sitzen wir in 500 Jahren als Spezies zwischen den Sternen und lachen darüber, dass wir uns im Jahr 2026 noch über Zinssätze, Regulierungen und tägliche Schlagzeilen gestritten haben.

Bis dahin lese ich erst einmal Feynman :)

Und wenn ich eines aus Bitcoin mitgenommen habe, dann vermutlich das:
Bitcoin war nie das Ziel - Es war nur die Tür zu den größeren Fragen

Vielleicht ist Bitcoin am Ende gar kein monetäres Phänomen, sondern ein Denkwerkzeug

.

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Interessant, das sind wir offensichtlich nicht weit voneinander entfernt. :slightly_smiling_face:

Bitcoin und die 10 Gebote: Warum die Haltefrist-Debatte mehr ist als Steuerpolitik

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Dazu der Spruch:

„Sie können dir alles nehmen, aber nicht dein Wissen.“ Und Bitcoin ist Wissen. :wink:

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