Ich habe doch von ausschließlich pflanzlicher Ernährung gesprochen. Also klar kannst du die dadurch entstehenden Mangelerscheinungen mit Präparaten wieder korrigieren und somit entgegenwirken, aber das musst du dann auch selber überwachen und „planen“ während bei einer normalen Ernährung der Körper von sich aus alles bekommt, was er braucht, ohne dass man das Monitoren muss.
Ich gebe dir aber recht, dass wenn man das überwacht und mittels Präparaten gegensteuert, dann muss das nicht unbedingt schlecht für die Körperzellen sein. Die Chance für eine Fehlplanung ist dabei nur eben höher.
Das sollte keine kategorische Ablehnung darstellen. Wer sich die Strapazen auferlegt, der soll das beliebig tun. Ich persönlich halte es aber für eine Essstörung weil man sich damit deutlich mehr auf das Essen konzentriert und sich (unnötig viel) Gedanken darüber macht anstatt in sich hineinzuhöhren und darauf zu achten, was der eigene Körper wirklich will und braucht.
Ich zumindest bilde mir ein, dass mir mein Körper schon sehr gut sagt, was ihm an Nahrung fehlt, man muss nur auf die Anzeichen achten. Aber ich bin mir auch ziemlich sicher, dass viele Menschen durch zu viel Nachdenken/Planen diese inneren Signale des Körpers überhören und damit relativ ungesund leben, selbst wenn sie glauben gesünder zu sein.
Gerade weil ich der Meinung bin, dass jeder auf sich selber hören sollte und damit jeder eine eigene Meinung dazu hat, liegt es mir fern irgendeine Ernährungsweise kategorisch abzulehnen. Aber Wissenschaftlich ist meiner Meinung nach nachgewiesen, dass es bei Veganern eben zu Mangelerscheinungen kommt, die beachtet werden müssen. Genaue Studien müsste ich aber auch erst suchen.
Wer sich also freiwillig diese Ernährungsweise aneignen will, der soll das von mir aus machen. Und klar gibt es dabei mehr Beweggründe als nur die Nährstoffe, z.B. Tierwohl. Aber sicher ist auch: Selbst für Veganer müssen Lebewesen sterben (oder werden verstümmelt), nur dass dann eben Pflanzen oder Pilze sind und keine Tiere.
Es gibt die unterschiedlichsten Unverträglichkeiten und Allergien. Denkt doch einfach nur an Erdbeeren, Äpfel, Tomaten, Milch oder Nüsse. Eigentlich gesund und lecker - und es gibt manche die kommen damit nicht klar.
Mir sind zwei Menschen bekannt, die widerwillig Fisch, Fleisch, und tierische Produkte essen. Die hatten auch substituiert was ging, die sind trotzdem eingegangen. Tierische Produkte, Fleisch und Fisch hat sie wieder auf die Beine gestellt. Danach wieder ausprobiert, wieder kränklich geworden und seit dem versuchen sie es nicht mehr. Die Partner und Kinder von den zweien kamen hingegen sehr gut zurecht mit der Ernährung.
Und die Fähigkeit sprichst Du vegan lebenden Personen ab?
Eine somatische Intelligenz haben wir wohl alle. Manche mehr. Manche weniger. Und unsere Ernährung hat sicher auch Einfluss darauf, wie gut diese Wahrnehmung der Bedürfnisse ausgeprägt ist.
Das ist imho ein Urteil, dass vielen nicht gerecht wird.
Man kann sich sehr wohl vegan ernähren, ohne sich viele Gedanken machen zu müssen. Aber sobald ein Essverhalten krankhaft wird, dann ist dies praktisch nie gut. Aber hier ist natürlich auch der individuelle Leidensdruck entscheidend.
Konsens.
Pilze und Pflanzen sind bekanntlich keine Säugetiere. Also, dass vegan lebende Personen hier unterscheiden finde ich schon nachvollziehbar.
Würde ich widersprechen. Im Idealfall ja, aber Menschen sind so unterschiedlich. Vielleicht nimmst Du X oder Y nicht so gut auf. Ein unregelmäßiger Check-Up schadet sicher auch sich „normal“ ernährenden Personen nicht. Grade, wenn Menschen sich nur auf ihr Gefühl verlassen (und das ist bei Menschen eben unterschiedlich gut ausgeprägt), dann stellt das nicht sicher, dass sie sich ausgewogen ernähren.
Trinke ich viel zuckerhaltige Getränke, stoße viel Insulin aus und mein Blutzuckerspiegel weißt eine größere Volatilität als Bitcoin auf - ja, dann sind Heißhungerattacken direkt um die Ecke. Unsere Ernährung hat also direkten Einfluss und kann unsere Gefühl leider trügen.