Bitcoin-Selbstverwahrung noch sicherer: Anleitung für Multisig-Wallet

Soweit ich das verstanden habe, ist der code von coinkite öffenlich, darf aber nicht für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Für wen besteht da dann der Anreiz nach Fehlern zu suchen? :man_shrugging:

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Kann man bei bei einer 2/3 Multisig auch später die coinsigner duplizieren? Falls einer verloren geht oder man quasi eine 2/4 multisig haben möchte?

Duplizieren kannst Du, das ist ja als ob du ein defektes Gerät auf einem Anderen wiederherstellst. Was nicht problemlos geht, ist aus einem 2/3 ein 2/4 zu machen. Da müsstest Du ein komplett neues Multisig erstellen und die Coins bewegen.

Das könnte höchstens mit den neuen Frostsnap Geräten funktionieren. Ob das in der aktuellen Softwareversion allerdings bereits verfügbar ist weiß ich nicht, da ich die Geräte nicht besitze.

Da soll man wohl Keys rein und raus rotieren können ohne das die Coins bewegt werden müssen.

Dazu wirst Du evtl. hier fündig…

Was ist dein Punkt? Dass es bei anderen Herstellern auch passieren kann? Ja, das kann es. Ich verstehe nicht, worauf die jetzt hier am Ende hinauswillst.

Mit hat die Nonchalance nicht gefallen, mit der du geschrieben hast (paraphrasiert): Coldcard hatte zwar jetzt ein Upsie, aber die anderen Geräte haben ja genügend Zufälligkeit, und die kontrollieren das im Gegensatz zu Coldcard auch ordentlich. Du kannst das unmöglich wissen, zumindest nicht annähernd mit der Sicherheit, die wir von der Entropie unserer Seeds fordern.

Worauf ich hinaus will, ist, dass ich die Message „Coldcard war halt blöd, die anderen sind wahrscheinlich eh okay, aber mach halt Passphrase, wenn du meinst“ fehl am Platz finde, wenn sie doch eigentlich sein sollte: Coldcard hat uns aufgezeigt, dass wir das Risiko von softwaregesteuerter Seed-Generierung massiv unterschätzt haben, und jeder sollte jetzt sein Sicherheitsmodell überdenken und entsprechend anpassen.

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Wenn ich ein coinsigner duplizieren kann, ist es doch quasi ein 2/4 Schlüssel. Ich könnte halt nur nicht unterscheiden welche der beiden Personen signiert hat. Wäre aber in meiner Idee egal da ich die innehätte nur an Verschiedenen Orten

Ok, einverstanden. In 2-3 Sätzen: Was sollte man jetzt als halbgebildeter Bitcoiner tun? Seed würfeln? Und dann in eine Bitbox oder einen Trezor eingeben?

Und wie verwahren eigentlich Strategy oder Coinbase ihre Adressen? Wer sichert die Bestände vor dem Zugriff von Mitarbeitern? Am Ende muss ja jemand zugreifen können.

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Ist auf jeden Fall ein sinnvolles Vorgehen.

Die HWW für das benutzen, wofür sie da ist - Transaktionen zu signieren.

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Soweit ich mitbekommen habe, wurde seitens von Strategy bewusst nicht kommuniziert wie/wo bei welchem Partner die Bitcoin verwahrt werden. Kritiken wurden deswegen geäussert.

Bei Coinbase hatte ich im Zusammenhang mit dem Coldcard Case die Lumo AI genutzt. Poste diese Coinbase Eigenlösung hier nicht, da sonst der AI Vorwurf in den Begründungen kommen könnte. Verstehe eh viel zu wenig davon.

Auf die Gefahr hin, dass das blöd rüberkommt: Die Halbbildung so weit aufstocken, dass du eine informierte Entscheidung darüber treffen kannst, was für deine Situation angebracht ist.

Ich helfe gerne dabei, zu analysieren, was für Auswirkungen eine konkrete Methode hat, aber spreche keine allgemeinen Empfehlungen aus. Zu deinem Vorschlag kann ich sagen: Wenn du jetzt bereits für die Aufbewahrung ein HW-Wallet verwendest, dann würde dein Vorschlag einen „Coldcard-Angriff“ effektiv verhindern, ohne zusätzliches Risiko in die Verwahrung einzuführen (Voraussetzung: Zielentropie 256 Bit, also 24 Wörter). Der Wechsel würde die üblichen Risiken beinhalten, die mit dem Bewegen von cold storage coins verbunden sind.

Strategy ist kein Selbstverwahrer, genausowenig wie die ETFs Selbstverwahrer sind. Es wäre ein massives unnötiges Risiko für diese Firmen, hier das Rad neu zu erfinden, wenn es doch andere Firmen gibt, die darauf spezialisiert sind, inklusive einem 15 Jahre langen track record sicherer Verwahrung und externen Versicherern. Also Strategy verwendet mehrere Verwahrer, u.a. Coinbase.

Wenn du wissen willst, wie Coinbase cold storage betreibt, suche nach ihren „key ceremonies“, mit denen sie ihre Schlüssel erzeugen, es wurde da im Laufe der Zeit einiges darüber veröffentlicht. Das ist ein Prozess, der ausgefeilter ist, als du dir wahrscheinlich vorstellst. Darüber, wie sie die Entropie erzeugen, ist glaube ich nicht viel bekannt, aber wenn du dir das Drumherum so einer ceremony anschaust, ist nur schwer vorstellbar, dass auf diesen wichtigsten Aspekt nicht ausreichend Wert gelegt wird. Bzgl. „Zugriff vor Mitarbeitern“: So gut ich das mit der verfügbaren Information sagen kann, werden die keys verschlüsselt, Shamir-gespalten und auf geographisch getrennte account holders aufgeteilt (jeweils wieder individuell verschlüsselt). Deren aktives Mitwirken ist dann für den Zugriff auf cold storage nötig.

Und so weit ich weiß, hat Coinbase historisch kein on-chain multisig verwendet, weil das Details zur Quorum-Struktur geleakt hätte, und außerdem verwahren die ja auch zuhauf andere Assets auf unterschiedlichen Chains, also macht Sinn, dass sie einen Prozess verwenden, der überall funktioniert. Heutzutage gehen sie, so weit ich weiß, eher Richtung MPC.

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In Strategys 10-K für 2025 finden sich detaillierte Informationen zu ihrer BTC-Aufbewahrung. Coinbase 40%, Anchorage 37%, Fidelity 23%.

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Ganz ehrlich, ich finde diese Anleitung überhaupt nicht gut beschrieben. Spätestens bei Punkt 5 wenn jemand versucht die Policy auf einer Trezor Hardware-Wallet zu speichern , wird das nicht funktionieren weil Trezor das gar nicht unterstützt. Das sollte an diesem Punkt besser erklärt werden. Nicht jeder hat die gleichen Wallets zu Hause. Durch die oberflächliche Beschreibung macht ihr alles nur noch komplizierter. Eine Überarbeitung wäre aus meiner Sicht sinnvoll.

Bei Coinkite gab es red flags, weshalb das Bitbox-Team auch irgendwann damit aufgehört hat deren Code zu prüfen