Dieses Begleitthema zu https://www.blocktrainer.de/blog/bitcoin-selbstverwahrung-noch-sicherer-anleitung-fuer-multisig-wallet wurde automatisch erstellt. Antworten auf dieses Thema werden unter dem Beitrag auf der Webseite eingeblendet.
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Es scheint mir doch ein deutlich größeres Thema zu sein in der Bitcoin Community, als es mir zuerst den Anschein gemacht hat. Es scheint wirklich grundlegenden Vertrauensverlust in Bitcoin zu geben, da die Selbstverwahrung nunmal ein großer Aspekt von Bitcoin ist. Natürlich ist man überall im Alltag dem „Vertrauen müssen“ auf andere Menschen ausgeliefert, aber hier geht es nunmal darum, sein Erspartes zu sichern. Für Menschen wie mich, die eben doch nicht wirklich „verifizieren“ können und/oder wollen, ist das doch etwas beängstigend.
Mit Bitcoin ist nichts verkehrt.
den Code von Hardwarewallets.
Das ist gut so, dont trust verify, aber in 1 Jahr, im Bullenmarkt, wenn keine weiteren Fehler aufgekommen sind, traut jeder seiner Hardwarewallet wieder.
Nachvollziehbar, aber der Punkt ist ja, dass das ein spezifischer Fehler der Coldwallet war und andere Geräte genug Zufälligkeit haben (und da wird es auch im Regelfall anständig gegengecheckt).
Aber selbst wenn du dem Gerätehersteller nicht traust, kannst du dich ja mit einer guten Passphrase zusätzlich vor so etwas schützen und zur Not halt Multisig machen oder am Ende doch einem Dienstleister vertrauen.
Du hast ja genügend Optionalität, um das für dich Passende zu finden.
Die Zeiten des Wilden Westens sind auch so ziemlich vorbei und wir haben seriöse Dienstleister am Start.
Sehr schön, dass endlich mal ein Artikel inklusive Anleitung über Multisig kommt. Das traurige ist eher, dass Multisig bisher immer auf Blocktrainer.de als zu kompliziert abgewimmelt wurde. Aber gut, der coldcard Skandal ändert eben bei vielen Bitcoinern die Wahrnehmung.
Der Artikel jetzt ist super ; ganz großes Kino. Kleiner Verbesserungsvorschlag: Nehmt seedsigner.com in die Liste der Wallets auf. Seedsigner ist explizit für Multisig gemacht und macht es quasi noch einfacher, da man keine Registrierung in den wallets braucht, sondern einfach jederzeit der QR Code des Descriptor gescannt werden kann, wenn man eine Adresse verifizieren möchte. Habe einige Wallets durchprobiert und seedsigner ist meiner Meinung nach mit Abstand die beste Lösung. Kann natürlich jeder selber entscheiden. Beste Grüße.
Multisig ist ja auch sehr kompliziert für Neulinge. Da kommen viele potenzielle Fehlerquellen hinzu und für den Otto-Normalverbraucher ist Singlesig mit guter Passphrase eigentlich mehr als ausreichend (wenn eine gute Hardware-Wallet genutzt wurde).
Aber das muss natürlich jeder selbst entscheiden, was für ihn am besten passt.
Und danke für das Lob für Timos Artikel. ![]()
Mit Passphrase hat man halt nur das zusätzliche Risiko dieses zu verlieren. Ist nicht das erste mal passiert. Vielleicht kann sich @Seedefix mal was überlegen.
Was wenn es in der Enthropie von allen Hardware Wallets einen Fehler gibt weil wir es nicht besser wussten und KI löst das Problem.
Dann könnte gezielt ganz viel Schaden angerichtet werden. Natürlich werden oft mehrere Enthropiequellen genutzt und wir haben unterschiedlichste Firmware aber naja, hätte hätte Blockhainkette.
Roman sagt seit 10 Jahren, dass sowas nicht möglich ist. Da hat er sich wohl getäuscht.
Interessant ist, dass es euch wohl auch Triggert da Ihr jetzt die zusätzliche Phasephrase empehlt. Naja, dass ist kein großer Mehraufwand. Dann werde ich das wohl tun müssen.
Der Seedorf ist nur jetzt Nutzlos, wenn mein zusätzliche Pasphrase abbrennt.
Du hast es schon so weit geschafft. Dieses „Vertrauen“ kannst du dir mit Wissen erarbeiten. Jetzt trennt sich die Streu vom Weizen.
Ich kann Dir leider nicht folgen. Was soll ich mir überlegen?? ![]()
Wer der Selbstverwarung nicht traut kann seinen Stack doch einfach auf einer Börse liegen lassen, ich verstehe das Problem nicht so ganz
Bevor man den Schritt wagt, seinen Bestand hinter einer Multisig zu platzieren, sollte man mögliche Mitmenschen, die als Erben in Frage kommen, mit einweihen und einen Guide vorbereiten, sodass diese auch an den Bestand rankommen könnte. Auch die Verwahrung der Seeds sollte gut überlegt sein und die Komplexität, die daraus zusätzlich entsteht.
Es gibt keine 100%ige Sicherheit.
Weder beim Würfeln noch bei Open Source noch bei Closed Source.
Selbst wenn ich meine 24 Wörter mit perfekten Casino-Würfeln erzeuge, muss ich sie irgendwann in eine Hardware Wallet eingeben. Genau in diesem Moment vertraue ich wieder darauf, dass die Wallet die Wörter korrekt verarbeitet, keine Sicherheitslücke enthält und das Gerät nicht manipuliert wurde. Das Würfeln löst also nur einen kleinen Teil des gesamten Sicherheitsmodells.
Dasselbe gilt für Open Source. Viele setzen Open Source mit absoluter Sicherheit gleich. Das ist aber ein Denkfehler. Open Source bedeutet lediglich, dass jeder den Quellcode einsehen kann. Es bedeutet nicht, dass ihn auch tatsächlich jemand vollständig prüft. Und selbst wenn viele Menschen den Code prüfen, garantiert das nicht, dass jeder Fehler entdeckt wird.
Der aktuelle Coldcard-Fall zeigt deutlich. Der Code war offen, und trotzdem blieb das Problem lange unentdeckt. Das bedeutet nicht, dass Open Source schlecht ist. Open Source erhöht die Wahrscheinlichkeit, Fehler zu finden und schafft Transparenz. Aber Transparenz ist keine Garantie für Sicherheit.
MultiSig ist auch keine 100%ige Sicherheit. MultiSig reduziert bestimmte Risiken, erhöht dafür aber die Komplexität. Mit jeder zusätzlichen Wallet, jedem zusätzlichen Seed und jedem weiteren Backup steigen auch die Möglichkeiten, selbst einen Fehler zu machen. Vergessene Passphrasen, falsch dokumentierte Seeds, verlorene Schlüssel oder fehlerhafte Wiederherstellungen sind alles Risiken, die durch die zusätzliche Komplexität entstehen können.
Deshalb glaube ich, dass viele in Extremen denken. Entweder heißt es: „Open Source ist sicher.“ Oder: „Closed Source ist unsicher.“ Die Realität liegt aus meiner Sicht dazwischen. Sicherheit ist immer ein Spektrum und kein Zustand. Es geht nicht darum, blind zu vertrauen, sondern Risiken zu verstehen und sie so weit wie möglich zu reduzieren. Eine absolute 100%ige Sicherheit wird es nie geben. Nicht bei Bitcoin, nicht bei Hardware Wallets und auch nicht im restlichen Leben. Genau deshalb heißt es auch: Don’t trust, verify, aber selbst das Verifizieren hat Grenzen, weil wir als Menschen niemals alles selbst überprüfen können. Irgendwo beginnt immer ein gewisses Maß an Vertrauen.
Wie triffst du diese Unterscheidung? Im Nachheinein leicht, bei Coldcard ist ein katastrophaler Fehler entdeckt worden, bei anderen Herstellern (noch) nicht. Aber das ist ja nutzlos, wie hättest du als außenstehender User im Vorhinein irgendeinen Unterschied zwischen Coldcard und irgendeinem anderen Hersteller feststellen können?
Kein Hersteller sagt, dass seine Entropieerzeugung durch einen Bug ausgehebelt sein könnte, und jeder Hersteller sagt, dass er seine Software „anständig gegencheckt“, so ja auch Coinkite, Wochen vor dem Exploit, mit u.a. Kimi und Fable.
Wie also kommst du zu deinem Schluss, dass „andere Geräte genug Zufälligkeit haben“, mit einer höheren Konfidenz als der, die bei Coinkite gebeben war?
Der große Unterschied ist halt, dass Coldcard die Lizenz 2020 geändert hat, wonach die Software nicht mehr kommerziell weiterverwendet werden durfte.
Bei anderen Herstellern hingegen kann das geforkt und entsprechend auch besser gechallengt werden.
Hinzu kommt, dass Coldcard gerne mal jeden Hinweis auf Fehler als FUD abgetan hat, sodass diejenigen keine Lust mehr hatten, Fehler zu suchen und zu melden.
Genau das sind die Punkte, die Coldcard unterschieden haben und weshalb wir die Produkte auch nie beworben haben. Die Software war zwar offen einsehbar, aber das ist nicht der einzige Faktor, der sicherstellt, dass das gut genug gegengecheckt wird.
Aber klar, mit so einem Fehler hätten die meisten wohl nicht rechnen können. Es ist nur deutlich unwahrscheinlicher, dass so etwas auch bei Bitbox oder Trezor auftritt (wenn auch nicht unmöglich natürlich).
Und spätestens jetzt wären andere Wallets mit einem ähnlichen Fehler wahrscheinlich auch schon längst leergeräumt worden.
Du kannst dir sicher sein, dass nach dem Vorfall auch bei allen anderen Herstellern nach Sicherheitslücken dieser Art gesucht wurde.
Keiner der Gründe, die du dafür nennst, warum alle anderen besser sind, trifft auf Ledger zu, den Hersteller mit dem größten Marktanteil.
Wenn du also sagst, dass „andere Geräte genug [garantierte] Zufälligkeit haben“, meinst du damit eigentlich „alle außer Ledger“? Denn wenn ja, finde ich eine der wesentlichen Aussagen deines Posts, „keine Sorge, nur Coldcard ist das Problem“, irreführend.
Ist mir nicht bekannt, daß er je, geschweige denn seit 10 Jahren, gesagt hätte, daß es unmöglich sei, daß der Hersteller einer Hardwarewallet Dummheiten machen kann.
Ich sage nicht: keine Sorge, nur Coldcard ist das Problem. Hörst du mir überhaupt zu? Ich habe dir detailliert aufgeführt, was die Probleme bei Coldcard waren und wieso es deutlich unwahrscheinlicher war/ist, dass so etwas bei Bitbox oder Trezor oder auch Ledger passiert (Ledger hat aber andere Probleme).
Du hast recht, bei genauem Lesen sagst du nicht „alle anderen Geräte haben genug Zufall und checken ihren Code anständig“, sondern du sagst „es gibt andere Geräte, die genug Zufall haben und ihren Code anständig checken“. Das stimmt wahrscheinlich, daher downgrade ich „irreführend“ auf „missverständlich“.
Aber Spaß beiseite, deine „deutlich unwahrscheinlicher“-Aussage, dass sowas anderen Herstellern passiert, ist deshalb wertlos, weil dieses kolloquiale „unwahrscheinlich“ nicht mal im gleichen Stadion spielt wie die Wahrscheinlichkeiten, die wir für sichere Seeds voraussetzen.
Von mir aus ist es tausendmal unwahrscheinlicher, dass einem anderen Hersteller sowas passiert – das ist neben den Seed-Entropien, um die es geht und für die wir eine Garantie brauchen, ein Rundungsfehler.