Bitcoin mit Bargeld gekauft, was jetzt!?

Ich habe vor einigen Jahren BTC mit Bargeld von einem Kollegen abgekauft (Ich war damals noch nicht volljährig und hatte kein Bank Konto…).
Da der Preis nun sehr viel höher steht als damals, würde ich gerne einen Teil meines Bitcoin Bestandes verkaufen und in ETFs umschichten, um für die Zukunft abgesichert zu sein. Da ich nicht alles auf eine Karte setzen will.
Das Problem bei der Sache ist, ich habe jetzt natürlich keinen Beleg von einer Börse, wann und zu welchem Preis ich BTC erworben habe.
Kann ich das überhaupt verkaufen, die fragen ja sich nach woher das Geld kommt, wird meine Begründung akzeptiert, oder was machen die in so einem Fall?
Was denkt ihr ist der richtige Schritt für mich zu tun?
Gab es eventuell schon mal so einen Fall, was ist da passiert?

Dir wurden doch mit Sicherheit die BTC auf eine eigene Adresse geschickt, gelle?
Demnach hast du schonmal einen Beleg fürs Kaufdatum. In dieser Hinsicht können sie dir nur glauben, weil es ja nicht verboten ist BTC privat und ohne Beleg zu handeln.
Der Kaufpreis wird dann ja im Bereich des damaligen Wertes von BTC liegen. Und so ist auch dein Einkaufspreis begründet.

Schwierig wird es natürlich, wenn du deutlich vor 2014 gekauft hast, weil dann Preisnachweise schwierig werden.

Naja, den Preis weiß ich zwar noch, aber meine alte Adresse hab ich nicht mehr.
Hab schon so viele Transaktionen gemacht zu Börsen und auf verschiedene Wallets zu denen ich teilweise kein Zugang mehr habe, das kann ich vergessen rauszufinden bei welcher Adresse der Anfang war.
War leider auch ein krummer BTC Betrag sonst hätte man in den damaligen Blöcken nach dem Betrag suchen können, aber der Betrag war glatt also der wurde so bestimmt hunderte male zu der Zeit verschickt.
Wobei der Preis ja theoretisch eh egal ist, weil es ja nach 1 Jahr ohnehin steuerfrei ist.
Aber hab halt Angst dass die dann irgendwie sagen, „Wenn dus nicht belegen kannst woher es stammt, kassieren wir alles ein!“
Oder dass ich dann nachher noch angeklagt wegen Schwarzgeld oder so…

Naja also vielleicht nicht alles auf einmal umschichten, sondern ggf nen sparplan mit 300 oder 500 euro machen und das nach und nach mit krypto finanzieren.

Du würdest dann mit Sicherheit da unter dem radar fliegen. Wenn es natürlich jetzt um wesentlich mehr geld geht, wirds schwieriger

Naja wenn jeden Monat 300€ von Bitstamp auf meinem Konto eingehen, fällt das schon irgendwann auf, denke das ist keine Option für mich

Also ich würde wohl ne debitcard hole, würde damit meine Lebensmittel und so zahlen und von dem Bankkonto den sparplan laufen lassen zum Beispiel

Meinst von Crypto.com? Wäre cool aber da muss man ja auch KYC machen :thinking:

Sprichst du von über € 20k die du verkaufen möchtest?

Ansonsten ist die Diskussion absolut unnötig.

ja, ist mehr

In so einem Fall wärt Ehrlichkeit am längsten!
Wenn du Kryptos auszahlst und somit Gewinne realisierst, solltest du diese nach bestem Gewissen angeben. Wenn du keine genaueren Angaben machen kannst, dann ist das halt so.

@mcwinston falls du meinen Vorschlag meinst: es ist nicht unehrlich, da die coins steuerfrei wären. @Calibri das kyc ist meiner Meinung nach nicht das Problem. Die frage wird sein, ob du es so anstellst, dass das Finanzamt nachfragt oder nicht

@mheinz Egal ob steuerfrei oder nicht: man sollte es angeben! Das ist Ehrlichkeit!

Aber in Teilen stimme ich dir zu: ich würde auch eher im Sinne eines Sparplans umschichten.

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Oder ich versuche mal irgendwie kontakt mit dem Finanzamt aufzunehmen und nachzufragen was ich in der Situation am besten machen soll, wenn die das dann genehmigen hab ich wohl ein besseres gewissen als wenn ich das als Sparplan auszahle.

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Auch eine Möglichkeit. Nur wirst du da vielleicht nicht die bestmögliche Lösung für dich erfahren, nicht aus Böswilligkeit, sondern weil es nicht jeder Sachbearbeiter am besten weiß.

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Mach es ggf. über einen erfahrenen Steuerberater…ich meine die Anfrage

Hm, also mir kommt das ehrlich gesagt etwas komisch vor.

Auch wenn Du mehrere Transaktionen zu Börsen und Wallets gemacht hast, kannst Du immer zurückverfolgen, woher die Transaktion kam, wie kange die Coins dort lagen usw.

Das ist Blockchain.

Zudem protokollieren Exchanges alle Ein- und Ausgänge.

Steuerberater würde für dich des safe klären und du zahlst nur ne kleine gebühr für ihn und fertig bei einer großen summe sind ja 300 euro für den steuerberater nix und man wäre auf der sicheren Seite^^

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Ich hab so gut wie alles schon mal ausprobiert im Cryptospace, also auch so Sachen wie Coinjoins, Privacy Coins, Mixer, also hab viel rumgetestet, deswegen ist nicht mehr möglich.

Das solltest Du dann vielleicht nicht erzählen, wenn das Finanzamt Dich danach fragt…

hm, warum ist ja nichts illegal dabei oder