Meine Persönliche Meinung:
Der gute Krall ist leider sehr voreingenommen. Nicht gegenüber Bitcoin sondern gegenüber der Digitalisierung an sich.
Das Problem ist, dass er „Digitale Werte“ nicht versteht, das zeigt er immer öfters. Alles was er über das Gold sagt hat Hand und Fuß und das Fiatsystem beschreibt er sehr gut. Er weiß also, wie die Finanzwelt und der Goldmarkt funktionieren und kann das auch sehr gut in vielen Vorträgen oder Videos zeigen.
Dieses fundierte Fachwissen versagt aber leider komplett bei der Digitalisierung. Alles was digital ist sind für ihn keine echten Werte sondern nur virtuelle Werte und damit Spekulation. Damit respektiert er zwar, dass es diese gibt, bemisst ihnen aber kein wirklichen Wert zu.
Das anfürsich ist ja erstmal kein Problem, jeder darf und soll Bitcoin selber Bewerten können. Aber leider weitet er dieses Unverständnis in dem Sinne aus, dass Valide Argumente für/gegen Gold nicht auf Bitcoin übertragen kann und umgedreht. Damit sagt er leider Sachen über Bitcoin, die man als Analogie zum Gold einfach als Quatsch ansehen kann.
Mein Fazit, und zwar schon lange, ist: Bei so ziemlich allem was er über das Fiatsystem sagt und was er über den Goldmarkt sagt stimmt auch, nur wenn er mal das Thema Bitcoin hernimmt sollte man lieber nicht so genau hinhören.
Jeder hat eben seine stärken und schwächen und man sollte niemanden immer zu 100% vertrauen.
Klar hat Gold eine lange Historie und sich damit einen sehr guten Ruf als Wertspeicher erarbeitet. Aber überlegt mal was wie die Zukunft sein wird: Werden wir noch mehr Digitalisierung bekommen oder werden wir wieder mehr in der Realen Welt leben?
Gerade Entwicklungen wie KI in großen Rechenzentren können mit Gold nichts anfangen, erst wenn die KIs eigene Körper bekommen und als Roboter oder Androiden herumlaufen werden sie auch mit Gold Handeln können, vorher bleiben sie auf digitale Werte beschränkt.
Ich persönlich sehe es als wahrscheinlicher an, dass bis zu dem Zeitpunkt, wo die Roboter massenhaft alleine herumlaufen die Welt von sich aus schon auf digitale Währungen umgestellt hat.
Die heutige „junge“ Generation (bis vielleicht einschließlich 40 Jahre) ist schon deutlich mehr digitalisiert als es sich die ältere Generation vorstellen kann. Und Herr Krall ist eben von der älteren offline-Generation.
Mit der Zeit werden die Alten aber platz machen für die Jungen und damit wird die Digitalisierung nur weiter vorran schreiten. Welches System wird sich dann ehr halten: Das bewährte Gold oder das neue Bitcoin?
Es hindert ihn ja niemand sein Goldmodell auch über Bitcoin auszuweiten 
Ich denke sogar, dass diese Kombination ihn noch reicher machen könnte weil es definitiv einen Markt dafür gibt und die Menschen für seinen Service bezahlen wollen.
ich glaube wirklich ehr, dass er die digitale Welt nicht verstanden hat aber versucht offen gegenüber Bitcoin zu sein. Nur leider fehlen die digitalen Grundlagen.
Wie gesagt, Virtuell ist nicht gleich Digital.
Virtuell ist für ihn sowas wie ein Scheinhandel, also zB. rein ausgedachte Hilfsgrößen oder frei erfundene Händler. Aber nur weil man seinen Händler gegenüber nicht sieht bedeutet es nicht, dass der Gegenüber nicht trotzdem real da ist (nur eben digital).