Bitcoin-Aufklärung als Beruf - darf ich das?

Hallo liebe Blocktrainierende,

ich habe mir die Frage gestellt, ob es rein theoretisch möglich und erlaubt wäre, beruflich über das Thema Crypto Aufklärung zu betreiben. Also im Grunde solche Themen, wie Roman sie auch behandelt. Nur vielleicht mehr an die Zielgruppe der Anfänger gerichtet.

Es gibt ja durchaus auch Menschen, die sich ggf. für das Thema interessieren jedoch nicht sehr viel mit Internet und Technik zu tun haben. Oder einfach Berührungsangst haben und deshalb eine Art Begleitung benötigen bei den ersten Schritten. Sicher gibt es da Debbie und Roman mit Ihren wirklich tollen und umfangreichen Informationen. Ich denke dabei jedoch mehr an eine Art persönliche Betreuung der Kunden und eine maßgeschneiderte bzw. Individuelle Beratung. Mir ist klar, dass man keine Finanzberatung machen darf, wenn man kein Steuerberater ist.

Darum geht’s mir dabei auch nicht. Aber man darf anderen Menschen doch mit Sicherheit die Basics und die Technologie erklären. Sowie Möglichkeiten zum Einstieg aufzeigen bzw. eben Tipps zur Sicherheit geben.

Ich denke dabei an Inhalte wie:

  • Was ist eigentlich Crypto und wie funktioniert das?
  • Welche Möglichkeiten gibt es da überhaupt zu partizipieren?
  • Welche Risiken gibt es dabei und wie kann man sich als Nutzer in diesem Space möglichst sicher bewegen.
  • Wie unterscheiden sich BTC und andere Cryptos
  • Was sind Shitcoins
  • Was ist Hodeln / Was ist Trading
  • Aufklärung darüber, dass es Steuerrechtliche Dinge zu beachten gibt und dass diese eben dann mit einem Steuerberater geklärt werden sollten.
  • Was ist eine Wallet bzw. Coldwallet
  • etc.

Mir geht es dabei also wirklich nicht darum, dem Interessenten zu sagen… hey! Investier da mal Betrag X in BTC und Du hast nach Y Jahren diesen oder jenen Profit.

Sondern Mir geht es darum, Aufklärung zu Betreiben und individuelle Fragestellungen zu beantworten und vor allem vor den Risiken zu schützen.

Und es gibt bestimmt Menschen, die sich dabei sicherer fühlen, wenn Sie jemand an die Hand nimmt und Ihnen die wichtigsten Inhalte gezielt vermittelt. Also mehr so als Crypto Coaching. Klar könnten die ja auch kostenlos per Youtube lernen. Aber das ist eben nicht jedermanns Sache. Auf eigene Faust ist manchen vielleicht doch zu riskant.

Ich würde sowas furchtbar gerne machen.
Es geht mir echt nicht darum, damit das schneller oder große Geld zu machen. Aber ich denke, dass ich sehr gut mit Menschen kann und große Freude habe, am Vermitteln von Inhalten. Und mich begeistert das Thema eben total.

Sowas sollte doch grundsätzlich erlaubt sein oder?
Also eine Art Crypto-Currency-Coaching.

Wie seht Ihr das?

Ich freue mich auf Feedback dazu.

Viele Grüße,
Felix

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Der klassische Volkshochschulkurs halt :slight_smile:
Und das meine ich nur bedingt humoristisch…

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Selbstverständlich.

Wichtig ist (wie Du schon schreibst), dass Du die Grenze zur Finanz-, Anlage- bzw. Steuerberatung nicht überschreitest.

Eine Anleitung zu geben, wie man bei Exchange X eine Kryptowährung kauft, ist da schon sehr hart an der Grenze, finde ich.

Man könnte (mit einem Anwalt?) einen entsprechenden Beratervertrag ausarbeiten, den Dein Kunde vor der Beratung unterschreiben muss.

Allerdings halte ich es für besser, wenn Du eine entsprechende Qualifikation in einem der o.g. Bereiche vorweisen könntest. Erstens um Dir rechtlich mehr Sicherheit zu geben und zweitens um auch ein Argument für den Kunden zu haben. („Ich weiß, wovon ich rede. Ich hab’s gelernt.“)

Ich sehe das größere Problem nämlich eher bei der Kundenakquise, denn wie willst Du Kunden finden und wie willst Du Dein Honorar rechtfertigen?

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Das Frage ich mich bei Finanzberatern, Vermögensberatern usw. eigentlich schon immer :sweat_smile:

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Danke für die Rückmeldung…

Ja, also zumindest bin ich gelernter Informatikkaufmann mit fast 20 Jahren Berufserfahrung. Davon 8 Jahre in einer Führungsposition. Sprich: Ich kenne mich mit den Gefahren im Netz und in der digitalen Welt gut aus. Stichwort Hacks, Coldstorage, Keylogger oder einfach Datensicherheit allgemein.

Ich hab also ein sehr breites Wissensspektrum in Bezug auf die digitale Welt.

Ich hätte da echt so enorm Bock drauf.
Glaub ich informiere mich tatsächlich mal etwas genauer dazu. Kenne zum Glück eine Steuerberaterin. Vielleicht kann Sie dazu auch etwas sagen. Obwohl ich leider glaube, dass sie vom Thema Crypto nur wenig Ahnung hat. Aber zumindest wird Sie vielleicht etwas dazu sagen können, wo Crypto-Coaching aufhört und Finanzberatung anfängt.

Beste Grüße

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Hallo konnte dir deine Steuerberaterin weiterhelfen ?
BG

Welche rechtl. Bestimmung siehst du da verletzt?

Das könnte man als „Anlageberatung“ ansehen, vermute ich.

Muss nicht so sein, aber um die berufliche Existenz nicht zu gefährden, würde ich mich zumindest vorher schlau fragen.

Ich bin kein Jurist aber eine Anleitung, wie man einen Coin an einer Exchange kauft fällt da imo auf keinen Fall runter. Dann wären ja 90% der Videos von Finanzfluss, Videos & Artikel von Finanztip, den meisten Wirtschaftsmedien Anlageberatung (was sie nicht sind).

§ 1 KWK ist da sehr präzise und bezieht sich auf einen Sachverhalt, der mit einem derartigen Tutorial für mich unkonstruierbar erscheint.

Ich auch nicht, aber würdest Du’s riskieren? Ich nicht.

Deshalb schrieb ich ja auch

Deshalb mein Rat: Vorher informieren, was man darf und was nicht, denn mit „imo“ kann man sich später schlecht verteidigen. :wink:

Wenn’s so einfach und klar definiert wäre, müsste niemand explizit im Video sagen oder in die Videobeschreibungen schreiben, dass es keine Finanzberatung ist.

Machen aber alle. Zumindest die halbwegs seriösen.

Auf jeden Fall. Ich bin mir da schon sehr sicher.

Ich bin mir da schon sehr sicher. Ich schreibe aber „imo“ weil ich eben kein Jurist bin und wenn ein Jurist hier eine andere Auffassung glaubhaft darlegen könnte, ist diese Ansicht wahrscheinlich besser.

Machen die wenigsten und ich wüsste nicht, wo dieser Hinweis rechtl. vorgeschrieben ist, geschweige denn was dieser Hinweis rechtl. ändert. Du kannst ja auch wirkliche de jure Finanzberatung machen und dann wird das durch „keine Finanzberatung“ ja nicht plötzlich negiert.

:open_mouth:

Na, da guck’ mal lieber noch einmal genau(er) hin.

Hat niemand behauptet. Man sagt/schreib es aber, um deutlich zu machen, dass es eben keine Finanzberatung ist, was man in einem Video sagt oder in einen Artikel schreibt.

Es wird dadurch deutlich gemacht, dass es keine Finanzberatung ist.

That’s it. :smiley:

Nein, aber Du wirst aus der Verantwortung genommen und niemand kann Dir an die Karre fahren und behaupten „DER hat das aber so gesagt.“

Das Video bzw. der Artikel gilt dann als persönliche Meinung, zur Unterhaltung oder was auch immer.

So wie „Hinman’s Speech“. Das war ja auch keine Aussage als SEC-Mitarbeiter, sondern nur seine persönliche Meinung. :rofl:
(Sorry, nur witzig, wenn man’s versteht.)

dieser Hinweis hat keine rechtl. Relevanz.

Das würde ich stark bestreiten.

So funktioniert das rechtl. nicht. Man kann sich nicht aussuchen, ob man seinen Content als Anlageberatung oder Unterhaltung verstanden haben will.

image

Das sehen offenbar knapp 50.000 Personen/Firmen/Vereine/Gruppen anders.

:man_facepalming:

Es geht darum, Leser:innen/Zuschauer:innen darauf hinzuweisen, dass der-/diejenige kein/e Anlage-/Finanzberater:in ist, sondern er/sie seine/ihre Meinung sagt, informieren, unterhalten oder was auch immer will.

Damit Leser:innen/Zuschauer:innen nicht dem Glauben verfallen, dass der-/diejenige in einem dieser Berufe arbeitet und sich auf die von ihm/ihr gemachten Äußerungen als „Experten“ verlassen oder berufen kann.

Sorry, Roman, aber das kannst Du Dir nicht aussuchen.

Das musst Du schon dem/der Zuschauer:in überlassen. :man_shrugging:

Ich muss hier nicht erklären, dass eine Mehrheit nicht immer recht hat? :man_facepalming:
WhatsApp ist übrings auch illlegal, weil du dein Addressbuch bei Facebook hochlädst. "„Eine Mehrheit, also einige Milliarden User, sehen das jedoch anders (oder sie sind bewusste Gesetzesbrecher)“.

Darf man sich aber nicht aussuchen. Es ist so.

Nein, das wird Gerichten überlassen. Nicht Zuschauern. Es geht hier ja um die juristische Betrachtung.

Du, sei mir nicht bös’, aber ich find’s müßig, weiter darüber zu diskutieren.

Schönen Abend noch.

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in der Tat ein bisscheb lächerlich, träum was schönes :stuck_out_tongue:

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Ist das Dein Rat als Schlafmediziner oder wünscht Du mir das als Privatperson? :smiley: :heart:

als Privatperson, du Strulch :3

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