Bitcoin allein gegen Alle

@MadDad
Wie brutal, nimmst du etwa ein Kredit auf?

Die beste Idee setzt sich sehr wohl immer durch! Da Bitcoin die beste Idee ist, wird es nicht mehr lange dauern bis es die „World adoption“ geben wird.

Alles andere ist FUD, wie ein Großteil dieses Threads!

Nutzt stattdessen die Chance euch kräftig einzudecken…

(Meine Meinung jedenfalls, No financial advice)

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@Maro:

nee, bin zwar MadDad, aber nicht verrückt. Ich werde wohl 30% meiner finanziellen Power investieren. Das ist für einen alten Mann wie mich schon viel :slight_smile:
Sehe ich eher als Investment für die Kinder.

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Na, das ist doch ein verdrehtes Beispiel.

Die Situation ist: ich will mir ein Regal für mein Büro kaufen. Jetzt würde ich persönlich, da ich von einer Wertsteigerung des BTC ausgehe, keine BTC-Satoshis dafür ausgeben, sondern FIAT-Geld. Du – und wohl Roman – meinen, ich könnte auch mit BTC bezahlen, denn es wäre egal, von was ich mich trenne.

Wenn Du – und Roman – meinen, ich könnte mit dem FIAT, mit dem ICH meinen Schrank bezahlen würde, auch BTC kaufen, dann hieße das aber, dass ich meine Bücher nach wie vor auf dem Boden lagern muss statt in ein Regal zu stellen.

A big difference to me …

Du hast 100€. Ich habe 100€ in BTC.
Wir kaufen beide für 100 ein Regal. Wir haben beide kein Geld mehr.

Du hast 1000€. Ich habe 1000€ in BTC.
Du kaufst für 900€ BTC und für 100€ Dein Regal. Ich kaufe für den Gegenwert von 100€ mit BTC das Regal.
Wir haben beide BTC im Wert von 900€.
(Und vorallem hast Du Dein Regal. Es geht ja nicht darum, dass Du das Geld, dass Du für eine Konsumentscheidung hinblätterst in BTC packen sollst.)

In der Momentaufnahme spielt es keine Rolle. Euro unterliegt zwar weniger Schwankungen, aber wenn ich freies Geld in BTC investiere, so ist es tatsächlich egal, ob ich mit BTC oder Euro bezahle.

(Klar ist aber auch, dass ich mich dann dem Risiko der Preis-Schwankungen aussetze, wenn ich vollständig BTC exponiert bin.)

Vielleicht noch das Gedankenexperiment ohne Gebühren. Du möchtest nachwievor das Regal und hast 100€ im Portemonnaie. Du kaufst (gebührenfrei) BTC für 100€ und bezahlst (gebührenfrei) damit Deinen Regalkauf in BTC.

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Aber das ist doch der Punkt. Die zugrundeliegende Annahme enthält den Zeitfaktor … „von Wertsteigerung ausgehe“. Ich gehe von einer Wert-STEIGERUNG beim BTC aus und von einer Wert-MINDERUNG beim Euro. Deshalb bezahle ich heute lieber in Euro statt in BTC.

Ist mein Gedankengang unlogisch? :confounded:
… sonst würde es ja auch keinen Sinn machen, dass alle immer wie verrückt nachkaufen wollen im dip (in der Annahme der zukünftigen Wertsteigerung natürlich…).

Und wenn sie den gerade gekauften BTC dann gleich wieder ausgeben, dann ist er ja weg.
Nix mit Partizipation an der zukünftigen Wertsteigerung …

Die big difference verstehe ich nicht. Es geht ja nur darum ob dir das Regal zu einem gegebenen Zeitpunkt genug Wert ist den geforderten Betrag in FIAT zu bezahlen oder eben den Gegenwert in BTC. Denn du könntest zu diesem Zeitpunkt statt dem Regal auch Bitcoin kaufen.

Und von der voraussichtlichen langfristigen Wertsteigerung des BTC könntest du in beiden Fällen profitieren wenn du dich für BTC und gegen das Regal entscheidest.

Und so kannst du dich ab jetzt bei jedem möglichen Konsum fragen ob dir der Kauf wichtig genug ist um auf die mögliche Wertsteigerung dieses Betrags in BTC zu verzichten :thinking: :wink:

Mit Bitcoin als offiziellem Zahlungsmittel haben wohl die meisten Menschen einen Grund sparsamer zu Leben. Alle die Bitcoin schon für sich entdeckt haben, haben diesen Grund jetzt schon.

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Dein gesamtes monatliches oder jährliches Einkommen entspricht einem gewissen Wert. Die 100% dieses Wertes kannst du in drei Teile unterteilen. Die Prozentangaben sind reine Beispielwerte, damit man es sich besser vorstellen kann.

  • 70% muss man direkt wieder ausgeben (Lebenshaltungskosten)
  • 20% gibt man für Freizeit, Urlaub, Hobby und andere schöne Dinge aus
  • 10% spart man

Hierzu gibt es nun zwei wichtige Gedanken, die in diesem Thread schon erklärt und diskutiert wurden:

  1. Ob du den Wert dieser drei Anteile jeweils in Euro oder in Bitcoin hältst ist nicht egal, aber völlig unabhängig voneinander.
    D.h. du kannst natürlich in Erwartung einer Wertsteigerung die 10% Ersparnis in Bitcoin und nicht in Euro halten. Dafür ist es aber vollkommen irrelevant, ob du zum Bezahlen der anderen 90% Bitcoin oder Euro verwendest. Wenn man es eh direkt wieder ausgibt, kann man genauso gut Bitcoin verwenden.

  2. Wenn es ein Geld gibt, das alleine schon langfristig im Wert steigt, wird man sich überlegen ob man die 20% wirklich komplett ausgibt. Alternativ dazu schränkt man sich ein bisschen ein, gibt nur 15% aus, und wartet ab bis die restlichen 5% im Wert steigen, spart also mehr. Die Zeitpräferenz sinkt durch gutes Geld.

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Mal eine blöde Frage: Wenn immer mehr Leute ihre BTC hodln, weil dieser aufgrund der Deflation im Wert steigt und dadurch weniger Güter konsumertiert werden, steigt denn ebenfalls der Preis der Güter, weil es weniger Güter zu erwerben gibt? Steigt also der Wert/Preis von BTC genauso, wie der Wert/Preis des Gutes?
Passt die Frage hier überhaupt hin?

Dazu müssten die Marktkapitalisierung einen signifikanten Teil am Gesamtgeld-/sparvermögen weltweit ausmachen. Dann wären wir bei einer zigfachen Marktkapitalisierung von Gold.
Prinzipiell könnte das passieren, realistisch wird das nie passieren!

Sehe ich genauso. Wenn wir allerdings in einem Bitcoin Standard wären, also Bitcoin weltweit das vorrangig verwendete Geld ist, könnte das passieren. Da wären wir dann wieder bei der Quantitätsgleichung; ich kopiere das mal eben aus dem anderen Thread.

Die Quantitätsgleichung, die auch immer wieder mal in Frage gestellt wird, sagt folgendes:

Bei gleichbleibender Umlaufgeschwindigkeit des Geldes (= wie oft wird dasselbe Geld pro Zeit zum Bezahlen verwendet), ist der Wert der gesamten Geldmenge proportional zum Wert aller damit gehandelten Güter.

Die Quantitätsgleichung beschreibt aus meiner Sicht einen Gleichgewichtszustand. In der Realität passt sich der Wert der Geldmenge immer nur langsam dem Güterwert an.

Sinkt der Wert der gehandelten Güter, z.B. falls die Konsumenten sich in Zukunft stärker einschränken, so sinkt auch der Geldwert und/oder die Umlaufgeschwindigkeit.

Fazit: Bei konstanter Umlaufgeschwindigkeit würden also die Preise steigen. Ich halte es aber nicht für unwahrscheinlich, dass beim vermehrten Sparen sehr wohl die Umlaufgeschwindigkeit sinkt und die Preise gleich bleiben.

Ah, vielen Dank! Die Qualitätsgleichung werde ich mir mal genauer ansehen!

3 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Inflation durch Geldmengenwachstum oder Zentralbanksolvenz

Aber hör mal, ich lebe doch JETZT. JETZT brauche ich das Regal für die Bücher und das Benzin für mein Auto und die neuen Wanderschuhe und das rain jacket für den Hund und eine neue Armatur für die Badewanne und und und … es geht im Beispiel doch darum, dass ich JETZT Ausgaben habe (egal welche, das hängt natürlich vom jeweiligen Lebensstil ab).

Aber ich möchte ganz sicher nicht zu der Gruppe von BTC-Maximalisten gehören, die ohne Möbel in der leeren Wohnung sitzt, weil man alles FIAT in BTC steckt und diesen hodlt.

Nochmal: die oben begonnene Diskussion begann mit meinem Zweifel, warum man (für JETZIGE Ausgaben, die man hat) mit BTC bezahlen sollte, wenn man doch von seiner zukünftigen Wertsteigerung überzeugt ist.

@skyrmion Sehr nett. So wurde im Jahre 2021 auf einmal aus der Quantitätsgleichung die Qualitätsgleichung.

Ehrlich gesagt, darauf habe ich gewartet! Wachstum der QUALITÄT statt Wachstum der QUANTITÄT!
:boom:

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Das ist der Fall, von dem ich spreche. BTC up to the moon (spätestens, wenn ich über 100 Jahre alt bin und meine Enkel sich dann freuen …) Und ich gebe dann noch nicht mal 20% aus, sondern hodle.

Ich halte es für unlogisch, mindestens aber inkonsequent, die Wertspeicher- und Geldfunktion des BTC gleichzeitig realisieren zu wollen.

Aber vielen Dank für die detaillierten Beispiele, das ist erhellend.

Du scheinst aus: „du könntest dafür auch Bitcoin kaufen und kannst daher überlegen was dir genug wert ist es statt Bitcoin zu haben“ zu verstehen: Du könntest dafür Bitcoin kaufen, also kannst du nichts anderes kaufen und musst in einer leeren Wohnung sitzen (muss die Wohnung überkaupt sein? :stuck_out_tongue_winking_eye:)

Ich nehme an, dass die meisten die verstehen, dass: „du könntest davon auch Bitcoin kaufen…“ so schlicht und einfach nicht falsch ist, wahrscheinlich lediglich zu einem etwas bewussteren Konsumverhalten neigen. Manche mehr, manche weniger. Nicht aber dazu, auf jeglichen Konsum zu verzichten. Wie eben auch wenn Bitcoin unsere Währung ersetzen würde.

Du sagst es doch selbst.
In dem Moment möchtest Du Geld ausgeben, weil Du das Regal haben möchtest. Da Du es in dem Moment ausgibst spielt die Zeitpräferenz eben gerade keine Rolle!

Ob Du 100€ hinlegst oder für 100€ BTC kaufst und sie dem Geschäft transferierst spielt keine Rolle!

Genau. Und deshalb ist es im Jetzt egal, ob Du BTC oder Euro dafür ausgibst, da Du von potentiellen Wertsteigerungen von ausgegebenen Geld nicht profitierst.

Den Kauf des Regals betrachten wir aber als gegeben. Denn nur darauf bezog sich die Aussage, dass es streng genommen egal ist, welches Geld man benutzt.

FIAT zu halten ist gewissermaßen nur ein Risikoadjustment. Ein Volatilitätsbegrenzer.

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