Wird denn Steuern und Investieren heute in der Schule behandelt?
Bei mir war es jedenfalls nicht so. ![]()
Doktor? ![]()
Nee, ist schon wirklich beschissen.
Bleibt halt die ewige Frage, wie man davon wegkommt. Und nein, Sozialismus ist es nicht…
Das ist ja schon der erste Vorteil: Ich kann bei meinen Gewohnheiten bleiben und mit bekannten und überschaubaren Risiken „investieren“ oder besser: Sparen. Ich muss mich nicht mit den ganzen Hintergründen auseinander setzen, kann mich mit anderen über schöne Dinge unterhalten, usw. Der Grund ist das, was die meisten Menschen schätzen: Bequemlichkeit! Obwohl Treppensteigen viel gesünder ist, wird in vielen Häusern ein Aufzug eingebaut.
Als „falsch“ kann man diese Informationen nur kategorisieren, wenn man eine positive Zukunft von Bitcoin für sicher hält. Das könnte sich aber auch als Dummheit erweisen.
…könnte man auch als eher „gut“ interpretieren: Wie oben geschildert, weil man den Komfort bewährter Dinge schätzt. Zudem können Sicherheit und Privatsphäre ebenso Gründe sein, keine Bitcoin besitzen zu wollen: Es beginnt beim unsäglichen KYC-verfahren mit Video-Ident und unsicherem Versand von Ausweiskopien bei der Anmeldung bei Börsen. Und endet mit dem Schraubenschlüssel, den dir die Einbrecher auf den Kopf schlagen, damit du deine Seeds raus rückst.
Genau, da sind wir wieder oben, bei „Bequemlichkeit“. Was ist schlecht daran?
Geselligkeit, Übereinklang mit der Peergroup, Genuss… alles Gründe, sich gar nicht erst mit zeitfressenden, unbequemen Assets, wie Bitcoin, auseinander zu setzen. Wir haben hier Threads, in denen Menschen sogar selbst schon gemerkt haben, dass sie seltsam geworden sind und keine unbeschwerten Dinge mehr tun können. Wenn das kein Grund ist, die Finger von Bitcoin zu lassen…?
Wofür soll ich investieren, mit all den damit einher gehenden Verantwortungen und Kalamitäten? Als einer, dessen Lieblingsmärchen „Hans im Glück“ ist (…schrieb ich ja schon anderswo…) kann ich gut nachvollziehen, wie belastend self-custody und Kursbeobachtung sein kann.
Ist es so schwer, sich vorszustellen, dass es viel angenehmer (und vielleicht auch sinnvoller?) ist, seine mediale Zeit mit einer spannenden Serie zu verbringen, als mit dem trockenen, langweiligen und größtenteils unsinnigen Content im Bitcoin-Space zu verbringen?
Natürlich nicht.
Nicht in der Schule.
Kaum im Studium.
Nicht im Radio.
Nicht im Fernsehen.
Nicht in der Politik.
Tausend andere Themen sind wichtiger und selbst ist der Mann:\¢#@¥π§(,/*in
Und zudem werden dir noch dicke, fette Steine in den Weg gelegt.
Der Weg zum Sozialamt ist dann aber nicht unbequem ![]()
Wie willst Du Sparen, wenn Du jedes Jahr 6 - 8% verlierst?
Rein mathematisch mag es auch Negativsparen geben, aber was soll das bringen?
Nein, etwas GARNICHT zu besitzen (also auch keine 1% oder 5%) das so eine Performance über 16 Jahre hin gelegt hat, und grundsätzlich nicht schlau.
Würde mich als Neueinsteiger auch abschrecken.
Weiß nicht ob ich,unter heutigen Bedingungen, zu Bitcoin gekommen wäre? ![]()
Da greift dann die kalte Realität: Solange es einem gut genug geht, dass man nicht händeringend nach Auswegen sucht, ist die Adpotion langsam(er).
Da greift dann auch das oft für Arroganz gehaltene, aber eingentlich einfach die Realität beschreibende: „Jeder bekommt den Bitcoin Preis, den er verdient“
Es gibt einen Spruch: „Lieber die Tage mit Leben füllen, als das Leben mit Tagen“ - Diesem würde ich zustimmen. Was nützt es mir, einsam, sparsam und in Askese hundert Jahre alt zu werden? Ich habe mich in weiten Teilen meines Lebens dafür entschieden, lieber mit 70 abzutreten und bis dahin jedem Tag etwas Schönes abzugewinnen. Ich will nicht sagen, dass mir das immer gelungen ist, bzw. gelingt, aber es ist sicher der Grund dafür, dass ich ein sehr ungewöhnliches Leben im Vergleich zu meiner Altersgruppe geführt habe und jetzt sogar bei Bitcoin gelandet bin ;-)
Übertragen auf Investment und Bitcoin meine ich damit (…das habe ich hier irgendwo aus dem Forum…) Was nützt es mir, der reichste Mann auf dem Friedhof zu werden, wenn ich stattdessen mit meinen Mitteln alle Träume erfüllt habe, die in Reichweite waren? Und gerade Bitcoin ist ein Asset, welches auf lange, unter Umständen sehr lange Zeit gekauft wird (was Hodler beweisen). Es ist für Menschen, die im Hier und Jetzt intensiv (mit Fokus auf Bequemlichkeit, Genuss und Sicherheit) leben wollen, wahrscheinlich sehr schlecht geeignet. Genau deshalb bleiben wir hier auch eine sehr kleine Blase…
Dein Denkfehler isz das „Entweder, Oder“.
Als könnte ich nicht Sparen, UND ein erfülltes und sinnerfülltes Leben führen.
Das habe ich doch gar nicht bestritten bzw. behauptet. Ich habe doch nur deine Frage „Was ist gut daran keine Bitcoin zu haben?“ beantwortet. Oder war die etwa rhetorisch? Oder gar suggestiv?
Als durchaus exzellenter Vertriebler habe ich gelernt, in die Denke des Kunden zu kommen… ![]()
Indem Du Dinge wie den „reichsten Mann auf dem Friedhof“ hinein bringst, die nichts mit dem Thema zu tun haben?
Selbst nach konservativsten Investmentregeln ist es gut sein Geld auf gut performende Dinge zu verteilen. Es ist also grundsätzlich ein Investment-Fehler GARKEIN Bitcoin zu haben.
Und dann noch mit „weil ich dann auch keine Steuern bezahlen muss“ (aber dennoch jedes Jahr 8% der Ersparnisse verliere). Das war ja der Ausangspunkt.
Von 100 Euro, die ich von 25 Jahren gespart habe… sind dann noch 12 Euro übrig…
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Und das geht wie?
Sparbuch? Tagesgeld? Strumpf?
Überhaupt gar nix. Ich für mich und meine kleine Gang zelebrieren bewusst den Müßiggang.
Das muss man sich aber auch leisten können ohne permanent von Geldsorgen geplagt zu sein.
Warum nicht beides?
So schwer ist das doch nicht. Also ja, eigentlich doch. Irgendwie sind die Deutschen halt zum Sparbuch hinerzogen worden. Ich habe meinem Kleinen mit sieben Jahren „Ein Hund namens Money“ vorgelesen und seit dem ist klar - die Hälfte vom Taschengeld geht aufs Kinderdepot. Jetzt ist er 12 und kann deutlich sehen wie recht das Buch hatte. Brauchte er sich nicht monatelang Bitcoinyoutuber dafür reinziehen…
Das zu merken ist doch schonmal ein erster Schritt und entsprechend handeln kann man dann selbst.
Überhaupt nicht und es sollte im Idealfall sogar so sein. Ich selbst finde es durchaus spannend, mich mit Gold, Aktien und Bitcoin zu beschäftigen - aber das muss nicht sein. Einfach stur jeden Monat breit gestreut ein bisschen Geld verteilen und gut ist. Spätestens nach 10 Jahren versteht man klar und deutlich, was Theorie nur schwer vermitteln kann.
Dass das in der Gesellschaft kein Thema ist, ist die eigentliche Tragik.
Das war, wie gesagt, nicht mein Thema. Ich wollte dir verdeutlichen, warum die Masse sich nicht für Bitcoin, schlimmer noch: Nicht für Investment, interessiert. Um mich herum - Familie, Freunde, Kollegen - kenne ich kaum jemaden, der sich überhaupt für „Investment“ interessiert.
Da bin ich 100%ig bei dir. Wir kennen ja hier auch die Gründe (oder glauben, sie zu kennen), warum „der Staat“ kein Interesse hat, diese Situation zu ändern.
Deshalb erleben wir Zeiten, wo die Menschen lieber Kreuzfahrten für fünfstellige Summen machen oder Immobilien nachfragen, obwohl sie ein Haus bewohnen: Sie spüren, dass Sparen eine schlechte Idee ist…
Das wird sich wie ich eben schon schrieb ändern, sobald einen großen Teil der Deutschen permanente Geld-Sorgen plagen. Siehe Türkei.
Jeder bekommt den Bitcoin Preis, den er verdient.
Ich schrieb es ja schon anderswo: Das ist für mich - hier im Kontext von Bitcoiner benutzt - eine der übelsten Aussagen, die ich kenne: Sie trieft vor Selbsbeweihräucherung, Arroganz und Eindemensionalität - denn sie idealisiert das eigene Denken.
Dabei ist sie doch wahr: Sie ermangelt jeder Demut und schreit förmlich nach „Bestätigung durch Umkehrung“… „Have fun becoming poor“ mit Bitcoin…
Wie ich oben schrieb, wird das gerne missverstanden. Es ist lediglich eine Realitätsbeschreibung.
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80% der Deutschen haben sich gegen Aktien entschieden.