BIP-361 sorgt für Streit: Werden Entwickler künftig Millionen Bitcoin sperren?


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Seit wann Entscheiden das die Entwickler, ob Bitcoin gesperrt werden?

Ich bin ja schon länger dabei, aber würde mich was die ganzen technischen Aspekte betrifft doch eher als Laien bezeichnen. Seht es mir daher bitte nach, falls meine Frage im Artikel schon beantwortet wurde, ich es aber nicht verstanden habe. Ich bin ja lernwillig. Kann man nicht die neue “stärkere” kryptographische Verschlüsselung ausschließlich für neue Adressen implementieren? Dann würde es in der Verantwortung jedes Nutzers liegen, seine Coins auf eine neue Adresse zu transferieren. Wer das, aus welchen Gründen auch immer, nicht macht, läuft halt Gefahr Zugriff auf seine Coins zu riskieren. Das würde doch die Freiheit der “Unwilligen” nicht einschränken und die anderen wären vor “Angriffen” durch Quantencomputer abgesichert. Die Entscheidung und die Verantwortung liegt dann bei jedem Nutzer selber. Ist das nicht der einfachste Weg? Oder ist der technisch nicht möglich?

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schon wieder so ein Quantencomputer-Ding, was in den nächsten Jahrzehnten sowieso keine Gefahr darstellen wird, aber okay, lassen wir das theoretisch mal für die weit entfernte Zukunft durchdisktieren:

es wird tatsächlich so sein, dass man lediglich auf den neuen Adressen quantensicher unterwegs sein wird. Die alten Adressen/public keys, sind nicht quantensicher und werden es nie sein. Um quantencomputer-sicher zu sein, wird man seine Coins auf quantensichere Adressen migrieren müssen.
Deswegen bist du da schon auf dem richtigen Weg @J.J.McClure und hast es verstanden:

ja, genau so wird es hoffentlich gemacht. Bei der Debatte gibt es aber wohl irgendwelche Stimmen, und ich bin mir sicher davon gibt es nicht viele, die nicht migrierte Coins aus dem Netzwerk ausschließen wollen, was völlig absurd und daneben ist. Die wollen sicherlich ein Datum festlegen, bei dem Bitcoins gebannt werden, die bis dahin nicht auf quantensichere Adressen migriert sind.

Meine Meinung:
es ist jedem überlassen was er mit seinen Coins macht und kein Andy Grote der Welt hat das Recht zu entscheiden was ich mit meinen Coins mache.

Bitcoin sollte IMMER:

  • abwärtskompatibel sein
  • nie mehr als 21 Mio. Bitcoins geben
  • zensurresistent und frei sein

wenn ich meine Coins auf quantensichere Adressen migrieren möchte kann ich das tun, aber ich muss nicht. Ich kann meine Coins auch ins Nirvana schicken. Was Satoshis Coins angeht, sie gehören ihm, wenn er möchte, kann er migrieren, er muss aber nicht. Seine Entscheidung. Wenn er tot ist, dann ist das eben so, vielleicht will seine Frau/Kinder die Coins nicht migrieren, ihre Entscheidung. Wenn diese Coins keinen Besitzer mehr haben, dann ist das so, dann werden sie irgendwann nach und nach auf den Markt kommen, aber selbst mit einem Quantencomputer wird man sie nicht alle an einem Tag knacken können. Das kann man dann ruhig wie Bitcoin-Mining ansehen.

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Ich bin leider nicht so der Techniker und hab wenig Ahnung. Daher meine Frage, würde es etwas bringen wenn man eine eigene Full Node betreiben würde? Bleibt die dann immer auf dem selben Stand und geht die Neuerungen dann nicht mit?

Liebes Blocktrainer-Team, ich finde es schade, dass ihr mit euren Artikeln in letzter Zeit oft auch auf der Boulevard- / Clickbait-Schiene unterwegs seid. Wie zum Beispiel heute mit der Frage “Werden Entwickler künftig Millionen Bitcoin sperren?” Ihr wisst ganz genau, dass das nicht so läuft - bzw. höchstens, wenn der entsprechende Bip formell korrekt genehmigt wird.
Auch beim heutigen Artikel über Saylor / Strategy finde ich es daneben, dass ihr im Titel das Wort “Schneeballsystem” verwendet. Zudem ist es nicht einfach Saylor, der so viele Bitcoin kauft, sondern die Aktiengesellschaft “Strategy Inc.” (und damit letztlich deren Aktionäre).
Mit dieser Art von Schlagzeilen werden meiner Meinung nach potenzielle Retail-Investoren unnötig abgeschreckt. Und das ist wohl kaum in eurem Interesse - in meinem sowieso nicht.

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Also ich habe auch schon die Kontrolle über ein paar Saats verloren.

Ich fände es besser wenn verlorenes hier auch verloren bleibt.

Man könnte sonst ja alle verlorenen BTC als Subvention für die Entwicklung von Quantencomputern ansehen. Generell bin ich gegen Subventionen. Warum sollte man irgendeinem Staat / Großkonzern / Mutimilliardär alle jemals verlorenen Coin in den Rachen schmeißen?

Ich verstehe das Gejammere daher nicht.

Verloren ist verloren und wiederholen ist gestohlen.

Ja evtl. hat sich jemand einfrieren lassen und will in 1000 Jahren auf seinen Besitz zugreifen.

Aber soll das jetzt wirklich das Argument sein?

du kannst es aber nicht wissen, ob es verloren ist oder ob derjenige seine Coins nicht bewegen möchte. deswegen jetzt seine coins zu sperren wäre doch ein bisschen abgehoben und würde dem Image „Bitcoin ist frei, dezentral und unzensierbar“ richtig schaden. Neue user wären abgeschreckt wenn sie solche Stories hören.

es gibt auch Bitcoins, die sind auf timelock-Adressen gespeichert, da kann einer vielelicht erst in 20 Jahren drauf zugreifen,Erben zum Beispiel. Die würden damit auch auf die Nase fallen. Es sollte alles abwärts kompatibel bleiben, für immer. Wer das Risiko eingehen möchte, darf das gerne machen.

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es kommt drauf an wie die Neuerungen implementiert werden. Es gibt Soft und Hardforks, aber grundsätzlich wird immer so geschaut, dass alles abwärts kompatibel bleibt. 2017 wurde ja auch Segwit eingeführt und es gibt noch heute nodes, die die alte Software laufen lassen und sich um die neuen Adressen nicht scheren. Alles miteinander kompatibel.
Wenn du dir jetzt eine full node zulegst und in 30 Jahren jemand quantensichere-Adressen einführt, kannst du deine node einfach upgraden.

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Genauso sehe ich das auch!

Wenn jemand die PIN bei seiner EC-Karte trägt, ist er mehr oder weniger selbst Schuld, wenn Fremde damit Geld abheben können.

Wenn jemand sein Geld unter dem Kopfkissen aufbewahrt und dann auszieht (oder stirbt), dann wird es in fremde Hände fallen.

Wenn jemand nach ausreichender Frist und intensiver Diskussion seine Coins nicht von einer unsicheren Adresse weg bewegt, dann kann es eben passieren, dass jemand die Kohle wegquantencomputerisiert. Hauptsache das Netzwerk bleibt insgesamt funktional und sicher. Ich würde auf meiner Node sofort die aktuelle Version installieren.

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Ich bilde mir auch ein, dass genau das unter Bitcoinern immer klar war, und alles andere Bitcoin zu einem Shitcoin degradieren würde.

Ich glaube ich würde alles verkaufen, wenn solche wichtigen Grundlagen nicht mehr gelten würden.

Ich habe die Verantwortung, und die freie Entscheidung. Jeder Zwang degradiert das System.

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Man könnte ja ein paar Jahre Zeit lassen bis zur Umstellung.

Ja so etwas kann man natürlich nicht einfach enteignen.

Das ist ja auch ein super langer Zeitraum.

Die LIANA Wallet kann halt nur kürzere Zeiträume bis 1 1/4 Jahre. Vpn 20 Jahren höre ich jetzt das erste Mal.

Dann eben Timelocks als Außnahme nehmen.

Ich meine ja nur generell : Wenn man das jetzt 5 Jahre vorher ankündigt dann kann der normale User doch rechtzeitig und angemessen reagieren ohne all zu sehr abgeschreckt zu sein, so dachte ich.

Nein, wenn sie wegquantencomputerisiert werden können bedarf es keine ausreichende Frist.

Das geht eben nur wenn man alles so läßt wie es ist.

Wir wissen die Räuber stehen in den Startlöchern aber tun nichts.

Wer tot ist und dem seine Erben wurscht egal waren, dessen Coins werden eben freigegeben zur Selbstbedienung.

das würde auf jeden Fall ein Hardfork werden. Etwas was Bitcoin nicht braucht. Was niemand braucht.Jeder Hardfork schadet dem Netzwerk ansich. Es gibt so viele Menschen, jeder hat eine Meinung, wir können nicht wegen jedem Scheiss nen Hardfork machen. Wo kommen wir denn dann hin… dann hat jeder seine eigene Chain und was dann?Alte Adressen schaden niemanden und solange das so ist, sollte man kein chain split riskieren.

Bei all den verschiedenen Menschen und ihren verschiedenen Ansichten ist es wichtig, dass Bitcoin FÜR ALLE da ist und somit immer abwärtskompatibel bleibt.

Ich möchte auch nciht, dass Satoshis Coins an einen neuen Besitzer kommen, aber es ist fürs Netzwerk viel wichtiger, dass Bitcoin zensurresistent bleibt, denn das ist es was Bitcoin ausmacht. Wenn plötzlich Leute solche Regeln einführen, bin ich weg bzw. bleibe auf der alten Implementierung, die immer abwärtskompatibel bleibt.

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Ich verstehe gar nicht, woher bei solchen Diskussionen überhaupt die Diskussion kommt. Wenn es so wie von mir skizziert möglich ist - was @silentpredator ja bestätigt hat, wobei ich seine/ihre technische Kompetenz natürlich schlecht beurteilen kann - was soll dann die Diskussion? Wenn es so umgesetzt wird, hat doch niemand einen Nachteil. Jede/r hat die Chance/Möglichkeit die Vorteile der neuen Adressen zu nutzen, gleichzeitig wird aber niemand gezwungen. Was gibt es da zu diskutieren? Wer sollte sich in dem Szenario benachteiligt fühlen? Alle behalten ihre Freiheit und die meisten gewinnen an Sicherheit. Was sind also die Gegenargumente?

P.S. Vielen Dank an @silentpredator für deine Erläuterungen

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Ich blicke da nicht so ganz durch. Ist das BIP jetzt schon raus ? Wenn ja, ist das ein Softfork?Wenn ja, dann muss ich ja Adressen wechseln weil ich sonst den Zugriff verliere? Ab wann beginnt die Frist? Ab dem Update ? Seit dem Zeitpunkt der letzen Bewegung?

Liebe Grüße

Die kommen ja aber nicht von uns. Wir greifen diese Begriffe ja auf, weil die so durch die sozialen Medien geistern und klären in den Artikeln ja sachlich auf, warum dem nicht so ist.

Wenn alle anderen Accounts/Portale/Influencer Clickbait machen und man selbst nicht, dann werden die Clickbait Sachen, die dann sogar inhaltlich Blödsinn sind gelesen, und die, die Licht ins Dunkel bringen nicht.

Am Ende kursieren nur noch Falschinformationen und das fändest du (und wir auch) dann auch wieder blöd :nerd_face:

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Wie in dem Artikel beschrieben: Es handelt sich bisher nur um einen Vorschlag als Diskussionsgrundlage. Also keine Panik. Du musst nichts tun :grin::+1:

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Ok, gut. Danke. Dann bin ich beruhigt und genieße das Leben weiter.:heart:

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Mal angenommen die alten Adressen werden irgendwann geknackt und die coins vermutlich verkauft, sonst lohnt sich der Aufwand ja nicht.

Blöd für den ursprünglichen Besitzer (wobei er ja hätte migrieren können) aber es ändert ja nichts daran, dass es nur 21 mio coins gibt. Ist natürlich jetzt nicht optimal und wünschenswert, aber nichts was mich persönlich jetzt massiv beunruhigt oder ein Grund wäre für mich auszusteigen. Wie seht ihr das?

Vielleicht werden das die zukünftigen Sonderangebote​:grin:

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Es ändert etwas daran das es nur 15 mio coins gibt weil der Rest bereits verloren ist.

Bis die Quantencomputer soweit sind, sind es vermutlich nur noch 5 bis 10 mio coins.

Ihr seid dann für eine Vervielfachung der Geldmenge.

Kann ich halt nicht nachvollziehen. In meinem Interesse ist das nicht.