BIP-361 sorgt für Streit: Werden Entwickler künftig Millionen Bitcoin sperren?

Diejenigen, die vorbereitet sind, sichern ihre Position. Diejenigen, die es nicht sind oder nicht mehr können, verlieren. Am Beispiel Bitcoin wird genau dieses Prinzip sehr klar sichtbar.

Wenn es durch neue Technologien wie Quantencomputer möglich wird, bestimmte alte oder unsichere Adressen anzugreifen, dann trifft das nicht „alle gleich“, sondern nur diejenigen, die entsprechend positioniert sind. Wer seine Coins auf sichere, moderne Adressen bewegt hat und die Entwicklung versteht, reduziert sein Risiko. Wer das nicht tut… aus Unwissen, Nachlässigkeit oder weil es gar nicht mehr möglich ist wird angreifbar.

Das System selbst unterscheidet dabei nicht zwischen „verdient“ und „unverdient“. Es gibt keinen Mechanismus, der nachträglich ausgleicht oder schützt. Bitcoin ist in diesem Sinne neutral. Es setzt nur die Regeln um, innerhalb derer sich jeder bewegt.
Genau deshalb entsteht auch die aktuelle Diskussion um das mögliche Einfrieren solcher Coins. Die einen sagen: Man sollte eingreifen, um Verluste zu verhindern. Die anderen sagen: Ein Eingriff würde die Neutralität des Systems brechen.

Ein System kann entweder schützen oder neutral sein, aber nicht beides gleichzeitig.
Wenn Bitcoin neutral bleibt, dann bedeutet das auch, dass Konsequenzen nicht abgefedert werden. Wer vorbereitet ist, bleibt stabil. Wer es nicht ist, trägt das Risiko.
Das ist keine moralische Aussage, sondern eine strukturelle.

Am Ende zeigt Bitcoin damit sehr klar, was auch im Leben gilt: Nicht die Absicht entscheidet, sondern die Positionierung innerhalb der Realität.

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Du gehst davon aus, dass die Coins sicher verloren sind. Für mich hat bitcoin 21 mio coins​:man_shrugging:

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Es gibt knapp 21 Mio. Bitcoin. Punkt. Wenn wir anfangen zu zensieren, bin ich raus, weil das Netzwerk zerstört wird.

Wer auch immer irgendwann „verlorene“ Bitcoin wieder zugreifbar macht, wird vielleicht für einen kurzfristigen „Preisrutsch“ sorgen. Das wird aber sehr viele Leute freuen, weil es nochmal günstigere Einstiege erlaubt.

Langfristig darf niemals zensiert werden, sonst ist Bitcoin tot.

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Ich finde es nicht gut, die alten Adressen zu sperren. Ich dachte Bitcoin ist frei. Es war doch auch mal angedacht, dass man von so einer alten Adresse nur geringe Mengen in einem best. Zeitraum versenden kann. Dann würde es nicht so hart crashen. Ist ein schwieriges Thema

Ein System, das auf klaren Regeln basiert, darf auch Konsequenzen haben, selbst wenn diese kurzfristig unangenehm sind. Alles andere wäre am Ende wieder nur ein Versuch, Realität durch Eingriffe zu überdecken. Wenn der Preis durch Emotionen entsteht, dann ist es nicht die Aufgabe des Systems, diese Emotionen zu schützen.

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Hallo renna, vielen Dank für den Input zu meiner Kritik. Eure Artikel finde ich inhaltlich fast immer sehr informativ. Mich stören zum Teil die Schlagzeilen. Die Mechanismen, die dabei in den sozialen Medien “spielen” kenne ich zu wenig. Somit habe ich aufgrund deines Inputs etwas dazugelernt. :saluting_face:

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Nein es wird niemals mehr als 21 Mio. BTC geben. Wenn „vergessene“ BTC irgendwann wieder bewegt werden , dann ändert das nichts an den 21 Mio. Die Geldmenge wird dadurch nicht verändert.
Eine weitere Eigenschaft von BTC ist : BTC ist nicht zensierbar. Das absichtliche „einfrieren“ von Adressen oder Coins wäre eine Zensur . Bitcoin wäre nicht mehr Bitcoin wenn irgend eine Form von Zensur möglich wäre . Bitcoin wäre sofort tot .
Wenn ,wie durch ein Wunder , alle 21 Mio. BTC wieder „handelbar“ wären , dann ändert das nichts an Bitcoin . Aber wenn auch nur ein Satoshi , bewusst und absichtlich vom Handel ausgeschlossen werden würde , dann ändert das Alles .

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So ist es. Wenn das passiert ist Bitcoin einfach der teuerste Shitcoin. Dann investiere ich lieber in KI-Aktien.

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Nur das absichtliche einfrieren von Adressen die ohne Quantencomputer nie wieder aktiv werden können. Wie man in so einem Fall auf Zensur kommen kann ist mir ein absolutes Rätzel.

Ich nenne das Enteignung von Toten die ihre Coins absichtlich nicht vererbt haben.

Coins nicht weitervererben ist eine Netzwerkspende hieß es.

Pah, da muss ich jetzt lachen. Es ist eine Spende an den schnellsten Qantencomuterentwickler.

vielleicht liegt genau hier der Kernpunkt der Diskussion. Du denkst, dass sie nie wieder aktiv werden können. Aber das kannst du nicht wissen. Wer entscheidet welche Adressen noch aktiv sind und welche nicht. Niemand kann mit 100%iger Sicherheit sagen, ob eine Adresse noch aktiv ist oder nicht. Deswegen reden hier einige von Zensur.

du weißt das nicht. du weißt nicht ob sie tot sind, ihre private keys weitergegeben haben. Das kann keiner wissen.

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Wenn man einmal akzeptiert, dass bestimmte Coins „nicht mehr bewegt werden dürfen“, weil es einen guten Grund gibt (z. B. Quantenrisiko), dann hat man bereits eine neue Ebene eingeführt: Man bewertet Coins unterschiedlich.

Heute wären es vielleicht alte, unsichere Adressen. Morgen könnten es verlorene Coins, gestohlene Coins, „illegale“ Coins oder politisch unerwünschte Transaktionen sein.

Alle Coins sind gleich. Alle Regeln gelten für jeden. Sobald man anfängt, Ausnahmen zu definieren, öffnet man die Tür für Interpretation.

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Und um das herauszubekommen innerhalb einer langen Übergangsfrist eine Transaktion zu tätigen stellt dann wohl eine unzumutbare Härte dar.

So formuliert kann ich das viel besser nachvollziehen.


Ich kann jetzt aber auch besser nachvollziehen warum es zu einer Panik wegen Quantencomputern kommt. Sobald die Dinger einsatzbereit sind kommt es durch Reaktivierung aller verlorenen Coins faktisch zu einer Verdoppelung der Geldmenge. Plötzlich sind wieder alle 21 mio im Spiel.

Ich hoffe das ich das rechtzeitig mitbekomme von vorher alle meine Sats verkauft bekomme.

Das wird dann richtig hart und auch lange crashen sagt meine Glaskugel.

Man kennt es doch auch generell aus dem Leben. Nicht alles ist konstant. Nicht alles ist „fair“. Nicht alles wird für jeden ausgeglichen. Warum sollte es bei einem System anders sein?

Zeit ist dabei ein gutes Beispiel. Sie vergeht für jeden gleich schnell aber nicht jeder hat im Lebensabschnitt gleich viel davon. Und trotzdem wird und kann sie nicht angepasst, ausgeglichen oder „gerecht verteilt“ werden. Deshalb funktioniert sie ja als Maßstab. Weil sie nicht verhandelbar ist.

Wenn du verkaufst, reagierst du auf ein mögliches Szenario, das weder sicher noch zeitlich klar definiert ist. Du tauschst damit etwas, das festen Regeln folgt, gegen ein System, das selbst unsicher ist.

Das heißt konkret:
Du gehst raus aus einem Prozess, weil du Angst vor einem möglichen Ereignis hast und positionierst dich in einem anderen Prozess, der eigenen Risiken unterliegt. Verkaufen klingt nach Kontrolle, ist aber oft nur ein Wechsel von Unsicherheit zu Unsicherheit.

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Verstehe ich nicht 21 Mio. sind 21 Mio. Eine „Verdoppelung“ von 21 wären 42 Mio.
Aber es gibt aktuel keien Quantencomputer der die alten Adressen „hacken“ könnte .
Bitcoin ist „Quantensicher“ und Bitcoin wird auch in Zukunft „Quantensicher“ sein.

Nein der schnellste Quantencomputerentwickler bekommt bekommt diese Coins nicht „geschenkt“. Einen Quantencopmuter zu entwickeln und zu betreiben kostet sehr viel (proof of Work) . Wenn das erste Ziel eines Quantencomputerentwickler der Bitcoin ist , dann ist das faktisch eine Aufwertung von Bitcoin .
Selbst wenn der QCEntwickler einige Coins „klauen“ konnte . Das Bitcoin Netzwerk würde Aufrüste/Nachrüsten und der Quantencomputer wäre für den Einsatz gegen Bitcoin wertlos. Ein Quantencomputer könnte dann keine weiteren Bitcoin „klauen“ . Um weitere Bitcoin zu erlangen müsste der Quantencomputer echtes Bitcoin Mining betreiben und der Quantencomputer würde ein Teil des Bitcoin Netzwerk werden .

Bitcoin kann nicht von „außen“ zerstört werden . Bitcoin könnte sich nur selbst zerstören , wenn die Grundprinzipien von Bitcoin aufgeweicht werden.
Der Quantencomputer FUD dient nur dem Ziel die Bitcoin Prinzipien aufzuweichen .
Es sind 21 Mio. und alle 21 Mio. sind frei und unzensierbar handelbar .

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Na dann versuche ich es nochmal zu erklären extra für dich.

Ja aber von den 21 Mio sind jetzt schon ca. 5 Mio nicht mehr zugänglich weil Seed verloren etc.

Bis die Technik so weit ist sind vermutlich weitere 5 Mio futsch.

In Zukunft werden die vielleicht dann 10 Mio verlorenen Coins der Verstorbenen wieder reaktiviert werden. Tote oder Lebende die ihre Seeds verloren haben werden nicht auf Quantenressistente Adressen umziehen.

Nein, verlorene Coins könnten alle wieder reaktiviert werden. Das Netzwerk würde sich dagegen nicht wehren weil es das als böse Zensur ansieht. (Siehe die Meinung der anderen oben.)

Jawohl. Momentan sind es schätzungsweise nur noch 15 Mio aber 21 Mio werden es dann wieder werden ja.

Ich bin auch der Meinung, dass man diese Coins NICHT sperren sollte, denn dadurch wären es auch nicht mehr 21 Moi Coins.

Eine Sache, oder eine Idee die ich schon länger habe und die ich vielleicht irgendwann mal ganz gut finden würde, wäre folgende.

Bei Gold, welches in der Welt verloren wurde, da gibt es die Möglichkeit, dass dies wieder gefunden wird und in den Umlauf kommt. Vielleicht kann es so etwas bei Bitcoin auch geben.

Beispielsweise: Coins, oder UTXO, welche 40 Jahre lang nicht bewegt wurden, gelten als verloren. Diese fließen wieder in den Mining-Pool ein und stabilisieren das Netzwerk und die Mining-Gebühren.

Innerhalb von 40 Jahren muss man dann nur einmal die UTXO bewegen. Dadurch, dass UTXO auch einmal pro 40 Jahre bewegt werden müssen, dadurch bleibt auch Aktivität auf der Haupt-Chain. Immerhin brauchen wir auch Miner, die das Netzwerk durchgehend sichern. Beim Gold ist das anders. Da braucht man die Gold-Miner nur einmalig um das Gold zu schürfen.

Man kann die Frage auch pragmatischer stellen:

Möchte man den USA/China ein paar Millionen BTC schenken?

Den praktisch gesehen sind das die Kandidaten die zuerst entsprechende Hardware zur Verfügung haben werden, ist ja nicht so das “normalos” da irgend eine Chance haben werden sich ein paar alte coins zu sichern - das werden Staaten sein, die werden garantiert keine 100te Milliarden “auf der Strasse” liegen lassen.

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Wer technologisch vorne ist, hat Vorteile. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.

Oder sie landen am Ende einfach in der nächsten „strategischen Reserve“… :grinning_face_with_smiling_eyes:

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das war ja lediglich die Antwort auf deine Aussage mit den Toten ;-) aber ja so wie @Radieschen das gut zusammengefasst hat, ist der Kern der Sache, dass wir nicht anfangen dürfen willkürlich Zensur zu betreiben, bei einem System, welches sich frei und zenzurresistent nennt.

achso daher weht der Wind. da machste dir unnötig Sorgen. Quantencomputer werden nicht alle Adressen auf einmal knacken. Die Berechnungen werden trotzdem nicht trivial und einfach sein. Es wird lediglich die Möglichkeit bestehen eine Adresse zu knacken, aber auch das wird für Arbeit sorgen. Du kannst es dir dann wie mining vorstellen. Immer wieder kommt was rein, aber niemals alles auf einmal.

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toi toi toi demjenigen, der im Jahr 39 auf hohe Transaktionsgebühren stößt. 40 Jahre ist viel zu wenig. Lass es 1000 Jahre sein, okay, aber 40? Das Netzwerk schafft gerade einmal 8,8 Mrd. Transaktionen in 40 Jahren. Dann sind die Leute nur damit beschäftigt, dass ihre Coins nicht verloren gehen. Absoluter Stress.

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