Anonymität beim Bitaxe etc

Moin Leute,

ich wollte mich gern mal wieder mit euch austauschen. Gerade sind ja kleine Miner wie Bitaxe oder Nerdaxe recht beliebt und es heißt allgemein auch immer man könne durch minen KYC frei an Bitcoin kommen. Hier mein Einwand: Vllt kein KYC aber zu den allermeisten Pools verbindet man sich unverschlüsselt (ohne ssl) und sendet seine Wallet Adresse als worker name im Klartext. Damit sind Adresse und IP verknüpft und offen einsehbar. Also entweder ISP oder wahlweise VPN Anbieter können das zuordnen. Selbst bei ssl Verbindung könnte natürlich noch der Pool diese Daten speichern und teilen. Klar man könnte seinen eigenen Pool betreiben (technisch etwas aufwendiger) oder hinter TOR verstecken (beim Bitaxe glaube nicht möglich und erzeugt wohl auch delay). Außerdem ist für den ISP bzw. VPN wohl auch recht klar das man am minen ist (durch Metadaten erkennbar). Alles nicht ganz so optimal oder? Was ist eure Meinung dazu und kennt ihr seriöse solo mining pools die wenigstens eine ssl Verbindung bereitstellen? Was machen wir da Freunde? LG

Bevor ich mir darüber Gedanken mache, müsste ich erstmal sicher wissen, ob das überhaupt möglich ist. Wie meine Analyse ergeben hat, so ist die Wahrscheinlichkeit nahe Null. Bitaxe & Co sind ein gutes Geschäft für Hersteller und Anbieter, mehr nicht. Man nennt sie nicht umsonst „Spielzeugminer“.

Als ich Kind war, gab es im Spielwarenladen Dampfmaschinen, die tatsächlich funktionierten. Du wirst mit Bitaxe ungefähr so viele Blöcke finden, wie du mit diesen Dampfmaschinen Züge ziehen konntest.

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Bitaxe & Co. sind primär für Solo-Mining gedacht. Ich würde dir nicht empfehlen, damit Sats zu stacken. Kaufe dir für den Kaufpreis direkt KYC-freie Sats.

Mir ist absolut bewusst das die Wahrscheinlichkeit einen Block zu finden gegen 0 geht. Und ja, ich persönlich würde mich mit ca. einem TH auch immer für solo Lotterie mining entscheiden. Aber auch in Theorie hat man doch lieber ein sauberes Setup und schützt seine Privatsphäre oder? Was ich zum Beispiel nicht verstehe ist, warum eine Verbindung zum Pool nicht standardmäßig ssl Verschlüsselt ist. Vllt denke ich da zu Kleinkariert aber muss doch z.B. auch nicht jeder wissen das man am minen ist. Bleibt also eher eine Prinzipfrage als praktisch relevant.

Betreibe deinen eigenen Pool, dann hast du keine Abhängigkeit zu Drittanbietern. Alles verbleibt in deinem lokalen Netzwerk. Es gibt aber auch Pools, die SSL unterstützen z.B. https://blitzpool.yourdevice.ch

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ach stark. Danke für den Link :orange_heart:

Das ist keine passende Analogie. Während die Spielzeug Dampfmaschine physikalisch gesehen niemals echte Züge ziehen kann, kannst du mit einem Bitaxe genau die Funktion erfüllen, die auch große Miner können. Du bist lediglich mit einer mathematischen Wahrscheinlichkeit konfrontiert, die diese Ereigniss extrem selten macht.

Die Chancen, bei Lotto zu gewinnen, sind noch schlechter, und trotzdem passiert es regelmäßig. Aber du wirst nie von einem Fall hören, wo ein Spielzeug tonnenschwere Züge gezogen hat.

Niemals ≠ Selten

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Bitaxe wird - hoffentlich bald - eine Option bekommen, verschlüsselte Verbindungen aufzubauen. Theoretisch kannst du das Feature jetzt schon nutzen, wenn du magst.

Im ersten Beitrag sind 3 Pools mit Support für TLS gelistet.

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Pessimist :rofl:

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Ich weiß nicht, wie sich das in Zukunft genau entwickelt. Aber das Home Mining hat ein gewisses Potenzial, das Mining dezentraler zu machen und im Netzwerk eine relevante Größe zu erreichen.

Wenn von den insgesamt 41 Mio. Haushalten in Deutschland nur ein Drittel, also etwa 13 Mio., einen Home Miner mit 5 TH/s hätten. Hätte man an der aktuellen Gesamthashrate einen Anteil von mindestens 6 %. Bei der Hälfte der Haushalte wäre man schon allein mit Deutschland bei 10 %. Entsprechend hoch fällt der Anteil aus, wenn nur ein Bruchteil der Haushalte auf der ganzen Welt einen Home Miner betreiben.

Etwa 6 Mio. Personen sollen in Deutschland regelmäßig Lotto spielen, 21 Mio. gelegentlich. Das gibt vielleicht nochmal so ein grobes Gefühl dafür, wie viele Menschen es gibt die sich von schlechten Gewinnchancen nicht abschrecken lassen.

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Uff das übersteigt wohl mein aktuelles technisches Verständnis. Ich habe es leider auch noch nicht geschafft eine TLS Verbindung zum Blitz Pool aufzubauen. Ich dachte es liegt daran, dass ich maybe einen Port freigeben muss. Bisher immer timeout und ab in den fallback pool.

Thats the spirit :orange_heart: