Andreas Beck bei Marc Friedrich (Video vom 22.07.2021)

Stimmt. :slight_smile:

Natürlich braucht es eine gewisse Akzeptanz und Nutzung des Systems. Sonst funktioniert es nicht. Das gilt aber für alle Systeme, denn ohne Nutzen keine Funktion.

Ich mag aber die Bezeichnung „Schneeballsystem“ nicht.

Betrachten wir die Definition eines Schneeballsystems:

  • Im Schneeballsystem handelt es sich oft nicht um ein echtes Produkt, das üblicherweise gehandelt wird.
    Falsch. Bitcoin ist ein „Produkt“…im weitesten Sinne.
  • Oftmals ist es nur erlaubt, das „Produkt“ Kunden zu verkaufen, die ebenfalls Distributoren sind oder werden wollen.
    Falsch.
  • Einmalige oder wiederkehrende Teilnahmegebühren.
    Ja und nein. Wenn man unbedingt die Transaktionsgebühren als „Teilnahmegebühren“ definiert, stimmt es. Passend finde ich’s aber nicht.
  • Die Gewinne stammen von den Neukunden, die man selbst angeworben hat.
    Ja und nein. Grundsätzlich gilt für JEDES Investment, dass ich darauf warte, dass andere das haben wollen, was ich besitze und dass sie bereit sind, einen höheren Preis zu zahlen. Wer 2013 Amazon-Aktien kaufte, hat auch auf jemanden gewartet, der mehr für die Aktien zahlen wird, als man selbst.
    Dass ich den Käufer (Neukunden) selbst anwerbe, stimmt nicht.
  • Interaktion mit dem Gründer findet manchmal nicht statt.
    Stimmt. Das liegt aber in diesem Fall in der Natur der Sache. Niemand kennt Satoshi…und das ist auch gut so. Mit Jeff Bezos hatte ich übrigens auch nie Kontakt. :wink:
  • Neuinvestoren werden auf allen Ebenen des Schneeballsystems angeworben.
    Falsch, oder?. Ich werbe jedenfalls niemanden.
  • Gebühren von Neukunden finanzieren die Erfolgsprämien jetziger Teilnehmer.
    Falsch.
  • Ziemlich rasch[er Kollaps], denn zur Aufrechterhaltung des Systems muss auf jedem Level ein Mehrfaches an Neukunden gewonnen werden.
    Falsch.

Auch bei objektiver Betrachtung ist Bitcoin für mich kein Schneeballsystem.

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