Ich glaube nicht dass ich das so geschrieben habe. Ein dramatischer Sturz (auf geringfügig - welchen Wert hast du hier im Kopf?) des Kurses würde die Bitcoin-Community sicherlich beschäftigen und auch nicht erfreuen.
Meine Gedanken dazu:
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Ich bezweifle einfach das dieses Szenario sonderlich realistisch ist, aus den spieltheoretischen Anreizen die Bitcoin mit sich bringt. Denn das Bitcoin weltweit verboten wird, kann man aktuell ausschließen. Das die USA als größter Mining-Standort und Zentrum der Finanzwelt die kommerzielle Verwendung von Bitcoin verbietet, sieht momentan auch extrem unwahrscheinlich aus (verbesserte Regularien für Unternehmen mit FASB, Bitcoin Spot ETFs in den Startlöchern, positive Berichte z.B. von KPMG bezüglich Nachhaltigkeit → ESG)
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Ignorieren wir mal alle spieltheoretischen Ansätze und gehen von einem recht umfangreichen Verwendungsverbot von Bitcoin aus (in der EU habe ich sogar die Fantasie, dass die das irgendwie durchbekommen
).
2a) Stürzt dann der Preis nachhaltig ein? Kurzfristig wahrscheinlich schon, doch es gibt ja auch noch genügend Länder, wo Bitcoin legal gehandelt würden… - und noch offensichtlicher kann man die Probleme unseres aktuellen Geldsystems nicht aufzeigen, als ein freiwilliges, zensurresistentes und transparentes Geld zu verbieten. Denke in den Ländern wo es kommerziell verboten wäre, würde der „Schwarzmarktpreis“ recht schnell viel höher ausfallen.
Schauen wir mal auf die Historie von Gold, welches auch mehrfach kommerziell verboten wurde, sieht man, dass deswegen der Wert eben nicht auf geringfügig gefallen ist - sondern bis heute ansteigt. Bitcoin bietet (u.a. durch PoW!) bessere Eigenschaften als Gold und ist viel schwieriger zu konfiszieren.
b) PoS wäre (nach meinem Wissensstand) keine brauchbare Alternative, sondern führt zu Zentralisierung und ähnelt viel stärker unserem aktuellen Fiat-System. Bislang hat noch niemand eine brauchbare Alternative zu PoW vorgeschlagen, welche die Eigenschaften und Anreize von Bitcoin aufrechterhält. Ich sehe aktuell auch keinen Weg, wie wir vom Energieverbrauch wegkommen und die Eigenschaften beibehalten können (Energieverbrauch ist also essenziell - und hier unterscheiden sich unsere Ansichten sehr deutlich).
Das Schöne ist: Die Anreize sind so gesetzt, dass die günstigste Energie die wettbewerbsfähigste fürs Mining ist und ein echter weltweiter Wettbewerb darum stattfindet.
→ Damit bleibe ich bei dem Standpunkt, dass Bitcoin rein aus ökonomischen Motiven heraus, den Ausbau und die Nutzung von erneuerbarer Energie beschleunigt. Damit steigt zwar der Verbrauch in TWh jährlich an, doch die CO2-Emissionen sind nicht daran gekoppelt (was ja deine eigentliche Befürchtung darstellt) und können mittel- bis langfristig sogar reduziert werden. Dabei sind bei weitem noch nicht alle positiven Aspekte eingerechnet, die damit einhergehen, sondern nur das Bitcoin-Mining für sich.
PS: Ich sage nicht, dass schon alles super läuft. Der steigende Wettbewerb und die Art wie Bitcoin funktioniert, führt zunehmend dazu erneuerbare Energie zu verwenden - aus rein ökonomischen Anreizen.