Alternative Hardware für Raspiblitz

Hallo Leute,

mein Raspiblitz läuft schon ein paar Wochen.
Musste den einmal aus den Backups wiederbeleben, denke die Spannung ist eingebrochen aber sonst macht er keine Probleme.

Hab mir dann die Threads zur USV, der Backupstrategie usw durchgelesen.
Mittlerweile bin ich mir nicht mehr ganz sicher, ob es so eine gute Idee ist dauerhaft bei dem Raspi als Hardware zu bleiben. Hier die Gründe für meine Zweifel.

  1. SD Karte:
    Mir sind bei früheren Projekten schon ein oder zwei SD Karten verreckt. Meine Vermutung ist, dass während eines Schreibvorganges der Strom weg war und danach iwie die Karte nicht mehr lesbar war.
    Außerdem hat mir vor Jahren mal ein Kollege gesagt, dass man möglichst ein ramfs nutzen soll wenn oft Dateien umgeschrieben werden, da eine SD nicht unendlich oft wieder beschreibbar ist.
    RAM-Disk erstellen › Wiki › ubuntuusers.de
    SD-Karte – Wikipedia

  2. USV
    Wegen möglichen Spannungsproblemen bin ich der Meinung, dass es besser ist eine USV davor zu schalten. Das wäre mit geschätzten 60-100€ aber noch verkraftbar.

  3. Raid
    Da die SD Karte eine tickende Zeitbombe ist, wäre es vllt besser die Backups auf der SSD zu machen. Da die SSD auch den Geist aufgeben kann vllt doch besser ein RAID.
    Da könnte USB aber das Bottleneck bezüglich Bandbreite sein wenn da 2 SSD’s im Raidverbund angeschlossen sind. Gäbe dann natürlich noch externe RAID systeme, wo es dann so bei nem Hunni losginge.
    Externes RAID-System für den Raspberry Pi - BitReporter

Da ich vorhabe mehr als zwei Kanäle zu eröffnen könnte das finanziell später schonmal wehtun, wenn alle Kanäle geschlossen wurden, weil der Raspi ausgestiegen ist.

Ich spiele mit dem Gedanken den Blitz auf einem 2Bay Nas aufzusetzen.
Ich hab im Iobroker Forum (Iobroker = open source Homeautomation) mal gelesen, dass die vom Raspi auf ein Synology NAS umgezogen sind.
https://www.amazon.de/Synology-DS220-Bay-Desktop-Netzwerkspeicher/dp/B08BS4PW1B/ref=sr_1_4?dchild=1&keywords=iobroker+auf+NAS+installieren&qid=1623271115&sr=8-4

Gebt mir mal bitte Feedback, seht ihr das ähnlich, denkt ihr das ist Schwachsinn. Ideen für andere Hardware nehme ich auch dankend endgegen.

Ich sehe das ehrlich gesagt genauso. Habe zu viel schlechte Erfahrungen damit gemacht.

Ich habe mir vor ca. 2 Jahren selber ein NAS gebaut und als Betriebssystem nutze ich TrueNAS. Das baut auf FreeBSD auf. Damals war wirklich nur der Gedanke, ein NAS als sichere Ablage mit RAID.
Durch die Möglichkeit virtuelle Maschinen darauf zu erstellen kam dann noch iobroker als Hausautomatisierung dazu.

Jetzt hab ich ne ganz gute Anleitung gefunden, auch bitcoin und Lightning Node zu installieren. Das klappt auch bis jetzt wunderbar.

Früher den iobroker auf einem raspberry war unglaublich anfällig. Beispielsweise bei Stromausfall System zerschossen usw… da läuft das System jetzt bei weitem stabiler. Wobei ich da auch noch über eine kleine USV nachdenke. Nur zur Sicherheit. Hatte aber auch schon einige Stromausfälle und das System lief ohne Probleme wieder an.

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Ich tät lieber ein Nas nehmen das Docker und VMs hosten kann (zB ts-251+) dann macht das durchaus Sinn. Sowas schafft iobroker noch nebenher, bei mir ist es zwar ipsymcon… aber da hat ja jeder so sein Lieblingshausautomatisierungsbackend😁

Hab umbrel als VM auf einem Nas laufen und so eine usv dran. Aus Spaß hab ich aber trotzdem noch 2 Nodes auf Raspibasis laufen. Dennoch die NAS Variante lässt mich definitiv ruhiger schlafen.

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Danke ihr beide für eure Antworten.
Denke ich werde mir dann demnächst mal ein NAS zulegen bevor ich zu viel Funds auf den Raspi schicke.

@kieselbert würdest du das NAS nochmal kaufen, oder jetzt eher zu etwas anderem Kaufen?

Naja, ich hab nen etwas größers Modell hier stehen (tvs-882), das würde ich so wieder kaufen. Einem Freund hab ich das ts-251 empfohlen, da war aber das Geld auch extrem knapp. Damit macht Virtualisierung nicht so richtig Spaß, weils nur ne Dual-core CPU hat. Das TS-251+ (mit Quadcore) hab ich erwähnt, weil ich es aufgrund der Erfahrung mit dem ts-251 für den besten Kompromiss halte. Der Preis geht noch ok und man hat auch etwas Power bzw. Cores für VMs. Wenn es dein Geldbeutel zulässt, schau dir gern auch die größeren Modelle an. Mehr Performance macht immer auch mehr Spaß, ist bei fast allem so :grin:

Alternative wäre zB. ein NUC und da dann Proxmox als Supervisor drauf. Da bekommste mehr Performance für weniger Geld. Ist aber nicht mehr anfängergeeignet.

Das Backup-System von LND ist derzeit eher suboptimal, da es Channel Schließung beinhaltet. Ich habe gehört das Rootzoll mit dem Blitz v1.8 daran etwas ändern möchte, aber dafür lege ich nicht meine Hand ins Feuer.

Wenn du Backups der Channel States haben willst solltest du dafür c-lightning nutzen.

Ja ich finde es auch subobtimal das man bei einem SCB alle Channels schließt. Es ist aber sicherer als versehentlich ein altes Backup mit falscher Balance einzuspielen und den ganzen Channel zu verlieren.

Für mich ein Grund mehr langfristig die Nodes eher alle auf meinem NAS mit USV zu betreiben. Da werde ich deutlich seltener in die Verlegenheit bekommen überhaupt mein Backup zu brauchen.

  • bei längerem Stromausfall wird die Node ordentlich runtergefahren, bleibt ansonsten laufen
  • bei HDD-Ausfall schieb ich einfach eine neue Festplatte rein
  • ist mir die Node nicht performant genug schieb ich einfach virtuell noch etwas RAM oder ne CPU-Core nach

Vielleicht mal noch am Rande erwähnt, Snapshots die üblicherweise ne super coole Funktion sind, sollte man bei ner LightningNode lieber vermeiden. Wenn man dann nicht dran denkt und einen alten Snapshot läd hat man ganz schnell mal ne Penalty ausgelöst und der Channelinhalt ist weg.