7 Transaktionen pro Sekunde im Mainlayer?

Eine Debatte zwischen dem @Blocktrainer und @GermanCryptoGuy auf dem Blocktrainer-Kanal über dieses Thema fänd ich hochspannend, da ich von euch beiden echt sehr viel halte.

Und es gibt nichts spannenderes als eine Diskussion zwischen Leuten, die nicht unbedingt einer Meinung sind (und die sich an Regeln der respektvollen Debatte halten).

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Mir ist klar, dass es auch anonyme Teilnehmer geben kann.

Hier geht’s aber um eine Familie mit einer vertrauensvollen Person als „Verwalter“. In einer Familie herrscht wohl eher wenig Anonymität.

Nun könnte man argumentieren „Aber man könnte…“.

Stimmt, aber hätte das nicht ein gewisses Gschmäckle? Anonymität wollen innerhalb der eigenen Familie? Natürlich vertraut man den Familienmitgliedern (oder sollte es können), aber ich möchte trotzdem nicht, dass jemand meine Transaktionen kennt.

Verstehst Du, was ich meine?

Das ist es aber doch, worum es bei Bitcoin geht und was von vielen „nach außen“ hin kommuniziert wird.

  • Sei dezentral.
  • Alles muss dezentral sein.
  • Nur Dezentralität ist das einzig Wahre.
  • Verwalte nur Du Dein Geld.
  • Vertraue niemandem.
  • Bitcoin ist die Lösung.
  • Nur Bitcoin ist dezentral.
  • Langfristig wird Bitcoin das einzige Zahlungsmittel sein.
  • Nur das Bitcoin Zahlungssystem wird überstehen, weil…Dezentralität.

Wie war das? „Don’t Trust, Verify!

Das ist die „Werbebotschaft“.

So sieht es vorne aus.

Wenn man aber auf die Rückseite guckt und die technische Umsetzung betrachtet, werden Abstriche gemacht und die so hoch gelobte und gerne propagierte Dezentralität ist plötzlich nicht mehr ganz so wichtig.

Da darf man dann plötzlich sogar den Banken oder anderen Anbietern vertrauen.

Warum? Weil Bitcoin offenbar doch kein weltweites Zahlungssystem sein kann; zumindest nicht ohne „Paymentrails“ aka zentralisierte Parteien, denen ich vertrauen muss.

Sehe nur ich den Widerspruch?

Da bin ich Deiner Meinung.

Meine Berechungen oben hast Du gesehen?

Dir? Wieso Dir? Wer redet denn von Dir?

Guck’ mal weiter oben nach. Als Beispiel habe ich Saylor und Keiser genannt.

Wo bin ich bitte anmaßend und despektierlich? Habe ich jemanden beleidigt oder angegriffen? Habe ich die falsche Wortwahl getroffen? Behaupte ich etwas, was nachweislich falsch ist?

Ich weiß, dass Wikipedia keine Quelle ist, aber:

Als Fear, Uncertainty and Doubt […] wird eine Werbe- oder Kommunikationsstrategie bezeichnet, die der gezielten Bekämpfung eines (in der Regel wirtschaftlichen oder politischen) Konkurrenten dient, insbesondere wenn dieser bislang ein gutes Image hat.

Gezielte Bekämpfung eines Konkurrenten? Wo kämpfe ich denn und wieso ist Bitcoin (m)ein Konkurrent?

Ich argumentiere lediglich, dass Bitcoin als weltweites Zahlungssystem meiner Meinung nach aus mehreren Gründen nicht funktionieren kann.
Und dass einige (nicht despektierlich gemeint) Maximalisten auf der einen Seite die Dezentralität von Bitcoin für das oberste Gut betrachten, auf der anderen Seite in ihrer Argumentation zur technischen Umsetzung aber plötzlich zentralisierte Lösungen durchaus willkommen sind.

Bitcoin als sicherer Wertespeicher? Ja. Sehr gut. Bin dabei.
(Micro-) Payments für Jedemann-/frau? Ja. Absolut.

Aber Bitcoin als einzige Währung? Als weltweit genutztes Zahlungsmittel? Als Zahlungssystem um Werte von mehreren Billionen Dollar am Tag zu transferieren? Nein. Das bezweifle ich.

Das sage ich offen, ich begründe meine Meinung und ich bin auch gerne zu einer Diskussion bereit bzw. lasse mich überzeugen.
Aber mir Unwissenheit, Emotionalität oder Despektierliches Verhalten vorzuwerfen, weil ich Fragen stelle und eine andere Meinung habe…phew…schwierig.

Wieso XRP? Wer redet von XRP? Habe ich mit einem einzigen Wort XRP erwähnt?

Im Gegenteil. Ich werde den Teufel tun und mich hier im Forum noch einmal zu XRP äußern.

Also was soll das jetzt? Wieso reduzierst Du mich und meine Aussagen auf XRP?

Darf ich mich nicht mehr zu Bitcoin äußern, eine eigene Meinung haben und Aussagen kritisieren bzw. näher betrachten?

Das ist die emotionale Argumentation, die Du anderen und mir immer vorwirfst. Lass das, bitte. Ist uncool.

Du kannst gerne mit Argumenten meine Aussagen entkräften.
Du kannst auch sagen, dass Du anderer Meinung bist.

Aber meine Meinung und meine Aussagen mit „du als Informatiker“, „maximal lächerlich“, „anmaßend“, „despektierlich“, „uninformiert“, „tendenziös“, „despektierlich“ oder „emotional“ abzutun, ist mMn kein guter Stil und führt letztendlich auch zu nichts.

Ich verweise auf meine Eimer-Analogie. Nur weil’s langsam passiert, gehen die Probleme mMn nicht weg.

Irgendwann sind die 800+ Mio. Kanäle da und dann muss der Main-Layer diese verarbeiten können.

Sehe ich das falsch?

Dass nicht 800 Mio. Kanäle gleichzeitig geöffnet oder geschlossen werden, ist mir auch klar. (Wobei „gleichzeitig“ in einem 26-Tage-Zeitrahmen wohl die falsche Wortwahl ist, oder?)

Es geht mir darum, Dimensionen aufzuzeigen, um meine Aussagen zu begründen.

Das „Was passiert, wenn…“ und „Wieviel ist das denn eigentlich…“ zu betrachten, fällt in auffallend vielen Videos und Artikeln weg, wenn das Thema „Bitcoin als weltweites Zahlungssystem“ ist.

So wie auch viele andere Hürden (Du weißt, welche ich meine.), weil es einfach nicht ins Konzept passt, ungelöste oder vllt. sogar unlösbare Probleme anzusprechen, wenn es darum geht, Bitcoin als das zukünftige Zahlungssystem zu präsentieren.

Die Transaktionskosten hatte ich ehrlich gesagt bei meiner Aussage überhaupt nicht auf dem Schirm.

Ich wollte nur zeigen, dass die vielen Transaktionen für ein ziemliches Chaos auf dem dem Main-Layer sorgen würden. Dass man nicht alles durch 2nd Layer lösen kann, denn irgendwann kommt es zur Synchronisierung und man steht denselben Problemen gegenüber.

Nein. Das ist auch nicht das Thema.

Das wollte ich damit auch gar nicht sagen. Im Gegenteil. Ich halte es für ein unlösbares Problem und deshalb sehe ich die Aussage „Bitcoin wird ein weltweites Zahlungsnetzwerk“ als kritisch an.

Genau darum geht es (mir) hier. @Kriss hatte es richtig vorgerechnet und gefragt, ob diese 7 TPS nicht ein Problem sind, wenn man weltweit mehrere Millionen Transaktionen durchführen will.

Da kam dann LN, Second Layer, Blockgröße etc., aber im Kern hat er genau das hinterfragt, was ich (offenbar als Einziger in diesem Forum) versuche mit Beispielen/Zahlen näher zu betrachten.

Also Bitcoin als Alternative oder als Möglichkeit, es anders zu machen?
Das sehe ich doch genauso.

Drücke ich mich eigentlich so unverständlich aus? Ich habe jahrelang Benutzerdokumentationen geschrieben und wurde für die Eindeutigkeit und Klarheit oft gelobt. Sogar von Kunden.

Warum werden nur hier in diesem Forum meine Aussage falsch verstanden oder falsch interpretiert?

Mir geht es doch um die (mMn) kritisch zu betrachtende Aussage, dass Bitcoin ein weltweit genutztes Zahlungssystem wird.

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Ja aber was denn nun? Die Familienmitglieder sollen nicht die Transaktionen voneinander kennen und dann ist das wieder komisch das sie sich nicht vertrauen?
Ich würde ja sagen so kommen wir nicht weiter, aber doch kommen wir…
Jeder in der Familie hat ja weiterhin die freie Wahl. Der Sohnemann klinkt sich auf der Node vom Papa ein und die Tochter sagt sich vielleicht nee ich nehm die Node von nem Kumpel oder lass bei LNbits auf den Servern was rumliegen. Das nennt sich freie Wahl. Und was kann ich als Nodebetreiber mit LNbits schon sehen, irgendwer schickt Sats zu irgendeiner anderen Node. Versuche das mal ner Person und einem Verwendungszweck zuzuordnen, viel Spaß dabei.

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Falsch. Ich sagte lediglich, dass nicht jeder in der Lage ist Selbstverwahrung zu betreiben.
Sei es wegen mangelnder Bildung, unsicherer Lebensbedingungen oder Behinderungen.
Es wird immer Notwendigkeiten geben im Zweifelsfall das auszulagern und das ist auch nicht schlimm.

Wichtig ist, dass die stetige Option besteht alles selbst zu verwahren und kein Zwang.

Klar darfst du.
Banken sind auch nicht das Problem, sondern Zentralbanken die in unserem Geld herumfuschen.
Banken haben ein ganz klassisches legitimes Geschäft. Auch hier gilt, solange es keinen Zwang gibt eine Bank zu nutzen ist alles gut.

Ich habe nicht den Eindruck, dass du meinen oberen Text verstanden hast :frowning:

Ja, weil du nur in Absolutismen denkst.
„Wenn nicht JEDER, aber auch ALLE selbstverwahren, dann kann es NIEMAND!“. ← DAS ist deine Argumentation.

Dann frage ich mich, wie du obriges so dermaßen falsch verstehen kannst.

Ja, sind aber auf den aktuellen Zustand bezogen.
Mit Taro könntest du tausende Kanäle mit einer TX öffnen…

Sind ja auch meine Argumente und ich habe von Saylor nur ein einziges Video damals gesehen und Max Kaiser ignoriere ich sowieso konstant.
Demnach würde ich ja auch einer Agenda folgen.

Naja, du unterstellst halt das man einer Agenda folgt sagst Argumente seien Blödsinn usw.
Das ist schon despektierlich.

Du kämpfst seit Monaten hier im Forum und das fällt nicht nur mir auf. Einige sind mit ihrem Latein am Ende, weil du stichhaltige Argumente einfach nicht gelten lässt.

Konkurrenz siehst du immer, sobald etwas in XRP Konkurrenz steht. (komme ich gleich nochmal drauf zu sprechen)

Zentrale Lösungen sind nicht willkommen, aber manchmal leider notwendig.
Auch ignorierst du wieder, dass beim Skalieren des Mainlayers eine langfristige Dezentralität sowieso unmöglich ist und damit eigentlich jedes andere Projekt grundsätzlich bei dieser Aufgabe durchfällt.

Weiter gibt es heute bereits non-custodial-Lightning Lösungen, die dennoch Fremdverwaltet sind. Siehe Phoenix Wallet oder richtig spannend die ganze C-Lightning und CL-Boss Entwicklung.
Das ist technisch zentral verwaltet, aber monetär in Eigenverantwortung verwahrt. Damit hast du tausende Nutzer bei einem Dienstleister, der dennoch nicht an dein Hab und Gut kommt.

Sowas z.B. ignorierst du völlig.

Genau
Und weil diese 2 zutreffen, trifft auch folgendes zu:

Wenn Micropayments möglich sind und der Mainlayer für große TX, dann kannst du einfach Multi Billionen am Tag transferieren. Interessanter Weise kannst du das vom Volumen heute schon.

Ökonomisch wirds aber NOCH spannender.
Kriege werden zwischen Währungsräumen geführt, weil eigentlich langfristig nur der stabilste Währungsraum überleben kann. Aus dem „Überlebenskampf“ heraus, versuchen die Währungsräume ihren Raum zu vergrößern und andere Räume einzunehmen.

Am Ende bleibt in der Theorie nur eine Währung übrig.
Allerdings sind historisch auch diese einzelnen Währungen immer an zentralen Fehlern gescheitert.
Du kannst jede Währung der Welt, gegen die härteste Währung der Welt ausspielen wenn du willst.
Dafür Mal mit dem Thema Spekulative Attacke auseinandersetzen: https://www.bundestag.de/resource/blob/550136/970da71df389354fed3446ea89422805/WD-4-047-18-pdf-data.pdf

Diese ist selbstverständlich auch bei nicht festen Wechselkursen möglich, sofern die eine Währung real knapp ist.

Ja, am Ende bleibt vermutlich nur eine einzige (die härteste) Währung Global übrig.
Und ja, vermutlich dauert das Jahrzehnte oder länger.

Nicht dieses Mal, aber jedes Mal geht es eigentlich im Kern um den Usecase, den Ripple für seine Tokenwährung verspricht.

Weil es noch die gleichen Aussagen sind. Du erwähnst nur den Token nicht mehr.

Doch natürlich.

Keiner sagte „lass das bitte“. Aber wenn du ständig die Fakten nicht akzeptierst, wirds anstrengend.

Stimme ich dir zu. Sorry dafür.
Dennoch sollte dir klar sein, dass der aktuelle Zustand ein Entwicklungszustand ist und einige Lösung vor wenigen Jahren noch gar nicht denkbar waren, die es heute bereits gibt.
2018 hat sich das Netzwerk gespaltet, weil die Counterparty nicht geglaubt hat, dass sowas wie Lightning überhaupt möglich sei, geschweige denn der richtige Weg.

Heute ist Lightning da und die Counterparty sitzt auf seinem zentralisierten und klinisch toten Netzwerk „BCH“.
Dir sollte klar sein, dass das Batching wie es heute läuft nicht Ende der Fahnenstange ist, dass Entwicklungen Abseits von Lightning passieren etc.

Was ich also oben sagen wollte war eigentlich (und das habe ich nicht gut ausgedrückt), dass du wissen solltest, dass der IST Zustand sicherlich nicht für die Zukunft in der Form gilt wie es heute ist.

Ganz anders, sieht es hier bei der realen Dezentralität der anderen Netzwerke aus. Das ist nämlich tatsächlich ein Begriff, der sich nicht technisch erreichen lässt, sondern durch Netzwerkeffekte und Energieaufwand.

Genau hier wirds ja erst richtig interessant in der Debatte.

Wie dem auch sei.
Lightning ist da, Lightning funktioniert, Lightning ist den aktuellen Anforderungen Meilenweit vorraus und derzeit werden bereits Lösungen für noch größere Menschenmassen entwickelt.

Ich sehe hier keinen validen Kritikpunkt auf deiner Seite.

Viele Grüße

Roman

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Und ich verweise auf meine Raumzeit Analogie :telescope: :wink:
In einem fest definierten Bereich des Raumes ist das Volumen des Raumes entgegen dem klassischen Weltbild variable. Wer das nicht glaubt soll sich mit der Relativitätstheorie auseinandersetzen. Das fehlende Wissen in dem Bereich führt aber zu einem Mangel an Vorstellungskraft und zu der fehlerhaften Annahme das in ein 5 Liter Eimer unter allen Umständen auch nur 5 Liter Wasser passen. Mal davon abgesehen das man Materie auch außerordentlich extrem komprimieren kann. In einen Löffel Materie passen astronomische Massen rein.

In meinen high-tech Zukunfts Eimer (das sich aber an gültige Naturgesetze hält) passen also Millionen von Liter Wasser rein. :smiley:
Weil kreative Menschen unvorgesehene Möglichkeiten und Technologien nutzen um das am Anfang scheinbar unmögliche doch möglich zu machen. Auch wenn mein Eimer vielleicht erst in 5000 Jahren soweit ist.
Es geht aber um das Prinzip. Deine Eimer Analogie kann nur den Ist Zustand wiedergeben aber nicht alle möglichen Lösungen der Zukunft miteinschließen. Dafür sind solche Vorgänge viel zu komplex, vielschichtig und einfach unvorhersehbar.

Mit Bitcoin wurde ein Anfang gesetzt und so wie es oft der Fall ist entwickeln sich die Dinge organisch weiter und niemand kann von Anfang an alles bis zum Ende planen und denken. Bitcoin und die Zusammenhänge mit der Gesellschaft gehen über eine einfache Software Entwicklung für einen Endkunden weit hinaus.

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Es geht auch ohne Raumzeiten. Wir können den Eimer (also Blocksize) beliebig vergrößern. Falls die Blockgröße (irgendwann) erhöht werden muss und das Konsens ist, dann wird das passieren.

Eine Blocksize Diskussion brauchen wir hier nicht anfangen und ist sicher für einige Zeit noch sehr schädlich für das Netzwerk, aber ein einfaches „in einen 10l Eimer passen nur 10l Wasser“ ist dann keine gute Analogie. Bitcoin ist anpassungsfähig.

Super. Dann ist dieses Problem ja gelöst.

Seit Monaten? Ich bin doch schon fast 1 Jahr nicht mehr aktiv gewesen.

16 Beiträge seit 02/2022
In keinem ging es um XRP oder Ripple.

Lediglich im November gab es (was das Thema XRP betrifft) ein Mini-Comeback, weil mir Dein Video nicht gefallen hat und es (meiner Meinung nach) nicht im Ansatz die Qualität hatte, die ich von Deinen Videos gewohnt war.

Meine Kommentare und Diskussionen zu Ripple und XRP haben ausschließlich in dem von mir erstellten Thread stattgefunden. (Es sei denn, jemand hatte ganz konkret eine Frage zum „Destination Tag“ etc.)

Wen’s nicht interessiert, der hätte den Thread doch einfach ignorieren können.

Ich wusste nicht, dass mein Engagement, möglichst objektiv über XRP und Ripple zu informieren und die falschen Aussagen (die auch von Dir kamen und sogar heute noch kommen) zu korrigieren, so negativ aufgefasst wird. Ich wollte mich nicht aufdrängen.

*seufzer*

Okay. Damit war’s das hier für mich.

Sorry an alle, die ich mit meinen Fragen, Aussagen und schlechten Analogien verärgert oder gestört habe. Das war nicht meine Absicht.

Haut rein. Lang lebe die Blockchain.

Wer hat das gesagt? Nimm es bitte nicht persönlich. Mich ärgert oder stört deine Kritik und deine Analogien überhaupt nicht. Und ich denke den meisten geht es hier so. Wie ich dir schon mal schrieb begrüße ich deine Kritik und finde es gut dass jemand die kritischen Seiten beleuchtet. Und deine Kritik ist meiner Meinung nach teilweise auch völlig berechtigt und zutreffend, vor allem was den aktuellen Stand der Limitierungen angeht. Aber dein Gesamtfazit und Aussagen für die Zukunft von Lightning kann ich so nicht teilen.

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Ich habe kein Problem, dass du nicht an Bitcoins Zukunft als Zahlungssystem glaubst. Aber es stört mich, wenn hier Neulinge Fragen stellen und auf eine (sorry) teils subtile und damit perfide Art gegen Bitcoin gewettert wird ohne in einen fairen Diskurs zu gehen.

Ich glaube nicht, dass du versuchst hier objektiv zu sein. Ich habe den Eindruck, dass du dir insgeheim wünschst, dass ein anderer Token, in den du investiert bist, das Rennen macht.

Natürlich habe ich keine Ahnung ob das stimmt und selbst wenn: Wer bin ich schon, darüber zu urteilen.

Aber ich werde offensiv dagegen argumentieren, weil ich nicht möchte, dass hier bei interessierten Neulingen ein Samen gesät wird, der ihnen letztlich viel Schmerz verursachen wird (meiner Meinung nach).

Offene ehrliche Diskussionen sind der einzige Weg, um weiterzukommen.

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Ist das jetzt Sarkasmus oder meinst du das ernst?

Auf diesem „jetzt gelösten“ Problem baut doch deine ganze Argumentation auf.

ich kann deinen Frust nachvollziehen. Es gibt hier (für mich gefühlt) eine schwierige Diskussionskultur. Grade das Argument „du reagierst Emotional“ zum unterstreichen des eigenen Standpunkts fand und finde ich mehrfach schwierig, wir sind a emotionale Wesen und b werden emotionale aussagen grade in den youtube videos ja gefeiert… wohl vor allem deswegen weil sie ins eigene Bild passen.

Es fühlt sich komisch hier im forum an…

Das ist zwar nicht Thema, aber ich denke dass das Forum schon eine sehr gute Objektivität besitzt. Wie du schon sagst, erstens sind Menschen emotional und zweitens hat jeder sein eigenes Weltbild, dass durch einige Aussagen zum erschüttern gebracht werden kann. Dissusionen können in dem Sinne also nie wirklich Objektiv geführt werden.

Aber im Gegensatz zu Youtube haben die meisten Diskusionen hier schon eine erstauniche Sachlichkeit und gute Argumentationen. Nur weil es jetzt mal ein wenig Emotionaler wurde würde ich nicht gleich sagen dass es immer so ist.

Es gibt hier viele Diskusionspartner, die nur auf Argumente eingehen und diese Argumente nicht persönlich nehmen. Einen schlechten Tag kann aber jeder mal haben.

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Du lieferst hier auch grade ein gutes Beispiel dafür ab. :+1:

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Ich weiß noch nicht einmal was der kommende Tag bringt, aber hier scheinen viele zu wissen, wie Lightning und/oder Bitcoin bzw das gesamte Ökosystem in vielen Jahren oder gar Jahrzehnten aussieht… und aufgrund dieser oder jener aktuellen Bedingung in der Zukunft nicht funktioniert.

Wir müssen unterscheiden zwischen der aktuellen Phase, in der Stabilität und Konsistenz extrem wichtig sind um Vertrauen aufzubauen. Wir sollten derzeit nicht leichtfertig Änderungen einführen. Mit zunehmender Abstrahierung wird sich alles anpassen, so wie sich nahezu alles mit der Zeit an die Gegebenheiten anpasst.

Blocksize erhöhen? Derzeit nicht, wieso auch? Unnötiges Risiko. Blocksize in 20 Jahren erhöhen? Klar, wieso nicht wenn es zu Engpässen kommt und Speicher / Hardware weiterhin deflationär ist?

Bitcoin funktioniert aktuell, daran sollten wir festhalten und sensibel mit Änderungen umgehen. Wenn Engpässe kommen und Anpassungen notwendig sind wird die Community darüber einen Konsens finden und Lösungen implementieren.

Warum nicht? Weil es wie du schon sagst Bitcoin unnötig destabilisiert. Selbst wenn es eng wird in 20 Jahren kann die Menschheit locker auf andere Technologien ausweichen inklusive den eigenen Second Layern von Bitcoin. Wenn die Transaktionsgebühren von Bitcoin steigen wird es immer mehr Anreitze geben diese Technologien auch zu verwenden. Den speicherplatz dynamisch anzupassen währe wieder reines Fiat-Gedankengut. Wir müssen das Geldsystem auf die aktuellen gegebenheiten anpassen und wenn es an liquidität fehlt erschaffen wir neues. Das Problem ist dass die Hüter mit solchen Gedanken zwar vielleicht der Gesellschaft gutes tun wollen, langfristig der Gesellschaft damti aber nur mehr schaden als wenn sich ALLE Menschen an die gleicehn Regeln zu halten haben an die sie sich gewöhnt haben. Es gibt keinerlei Vorteil die Blockgröße zu erhöhen außer dass es für die Menschen gerade ein wenig billiger wird, aber die Kosten der längeren Kette tragen alle Menschen der nächsten Generation.

Da halte ich andere Konzepte wie zb. toten Bitcoins nach 100 Jahren wieder durch Miner reaktivierbar zu machen für deutlich sinvoller als die Blockgröße anzupassen.

Genau, nur dass ich denke dass diese Lösungen ehr in Second Layern zu suchen sind als Bitcoin derart zu verändern.

Ich gebe dir Recht.

Fairerweise muss man sagen, dass die aktuelle Blockgröße ja auch willkürlich ist, wenn man so will. Hätte Satoshi (der die Blocksize damals nicht selber überlegt hat, sondern darauf hingewiesen wurde) sich für eine Blocksize von 0,5MB entschieden, dann hätten wir jetzt auch gesagt, dass 1 MB viel zu viel wäre und eine Gefahr für die Dezentralität.

Aber ich denke auch, dass man andere Lösungen braucht, weil eine einzige Anpassung wäre ein Dammbruch und danach wäre jede weitere Blocksize Anpassung immer wieder eine Diskussion und immer einfacher als sich eine neue Lösung zu überlegen.

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