(2) Eilmeldung: EU-Ausschüsse stimmen für das Aus von selbstverwalteten Wallets!

Ein offener Brief an die Esu-Entscheidungsträger:

Quelle: btc-echo

Das ist technisch aber doch gar nicht durchsetzbar oder?

Woher will eine Börse anhand der Versandadresse wissen, ob es sich um eine non-custodial Wallet handelt oder nicht?

Naja, die Schweiz wird das wohl nicht so interessieren…. Eher die EU wird hier abblocken.

Ausserdem wird es sicherlich sehr viele juristische Schlupflöcher geben. Darf ich als zB als Schweizer Privatperson einem EU Bürger privat Bitcoins verkaufen? Zum Beispiel per eBay Anzeige? Wahrscheinlich schon….

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Da es kein direktes Verbot der privaten Wallets gibt, wird das sicher möglich sein. Das ist ja im Prinzip dasselbe wie bisq. Ein privater Verkauf, von einer self-hosted zu einer anderen self-hosted wallet ist weder verboten, noch erschwert.
Meiner Meinung nach ist alles an BTC, was auf self-hosted wallets oder in Lightning steckt, ohne Probleme untereinander oder auf Lightning handelbar. Durch das gerade neu zu entwickelnde System von Lightning Labs ließe sich auch leichter Fiat in BTC über Lightning tauschen. Somit könnte das Gesetz legal umgangen werden. Wobei es aber noch Jahre dauern kann, bis dieses „gebrauchsfertig“ ist.

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Wer ist in der jetzigen Phase (Trilog) der richtige Adressat für den offenen Brief. Wenn ich es richtig verstanden habe, wäre es unser Finanzminister. Natürlich kann man den Brief auch einfach breit versenden.

Ich stelle mir aufgrund der aktuellen Gegebenheiten die Frage, ob sich eine Neuanschaffung einer Bitbox für 120 Euro noch lohnt, wenn ich ohnehin bald vorraussichtlich nicht mehr darauf einzahlen kann…

Wir bei Shift Crypto sind der Meinung, dass in keiner Art und Weise von einem „Verbot“ von privaten Wallets gesprochen werden kann. Natürlich sind wir keine Rechtsexperten, haben aber schon verschiedene Gespräche geführt und arbeiten das Thema für uns auf.

Die EU-Regulierung hat zwei Aspekte:

Die „Transfer Rule“, welche von der FATF kommt und ein globales Phänomen sein wird. Regulierte Institutionen müssen bei Crypto-Transaktionen den „wirtschaftlich Berechtigten“ des Empfängers feststellen (ggf. mit KYC)

  • Ein Transfer von Exchange → Exchange oder Exchange → Drittperson wird schwieriger, da die sendende Exchange den Empfänger identifizieren müsste. Das ist in einem Peer-to-Peer-Netzwerk so nicht vorgesehen.

  • Ein Transfer Exchange → eigene Wallet dürfte aber kein Problem sein. Die Exchange muss nur sicherstellen, dass es keine Zahlung an eine Drittperson ist. Wie diese Prüfung erfolgt (Bestätigung mit Häkchen durch Kunden, oder durch eine Signatur) ist offen. Das ist auch nichts wirklich neues, da gibt es unterschiedlichste Lösungen.

  • Beim Tranfer „eigene Wallet → Exchange“ dürfte sich auch nicht viel ändern. Bereits heute werden eingezahlte Coins von Exchanges mittels Chainanalysis auf Risiken geprüft und ggf. abgelehnt. Bei grösseren Beträgen muss man heute schon einen Herkunfts-Nachweis erbringen, das ist durch die KYC/AML-Regulierung vorgeschrieben. Alles unschön, aber halt leider heute schon Realität.

Mehr dazu hier:

Was mir mehr Sorgen macht, ist der zweite Aspekt. Künftig sollen regulierten Finanzdienstleister alle Transaktionen > 1000 EUR direkt in neue Datentöpfe auf staatlicher Ebene melden. Das wäre ein enormer Eingriff in die Privatsphäre, da die Finanzinformation nicht nur mit einem richterlichen Beschluss bei einer Exchange eingesehen werden könnte, sondern schon kombiniert über alle Exchanges in staatlicher Hand ist.

Ich habe dazu letzthin mit Frank Schäffler, Mitglied des deutschen Bundestages für die FDP, und „Sprecher für FinTech- und Blockchain-Innovationen“, gesprochen und ihn auch auf den zweiten Aspekt hingewiesen.

Mal schauen, was dann wirklich umgesetzt wird. Panikmache ist aber sicherlich fehl am Platz.

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Hallo @Seraph,

ich sehe das genauso wie @Stadicus.

Bereits heute muss man KYC bei den Exchanges durchführen, sonst bekommst du gar kein Konto eröffnet.

Bei den Exchanges (z.B. Kraken) muss du deine „Unhosted“-Addresse bereits heute übermitteln.

Was mir mehr Sorgen macht, ist die gesamte erfassung aller Transaktionsdaten (Indentifkation des Senders und Empfängers) für den Staat und dies bereits mit einem Volumen von > 1000 €. Somit werden wir alle Gläsern. Extrem gefährlich !!!

Stell dir vor wir kommen in eine digitale Diktatur, dann geht es um maximale Kontrolle des Staates. Das liegt nicht in unserem Interesse der Bürger.

Übrigens für Neulinge: Bitcoin ist im Hintergrund Mathematik und dezentrale Software. Das kann nicht Verboten werden. Konsequenz durch eine Überregulierung ist, dass die Talente und Kapital aus der EU wandern.

Ich persönlich würde gerne viel mehr machen, allerdings legt der Staat einem nur Steine in den Weg und lasse es persönlich und HODL.

Motto: Keep calm, HODL, buy bitcoin.

In diesem Sinne, HODL STRONG !

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Panikmache sicher nicht, aber dass überhaupt ein solcher Vorschlag dieser „Schärfe“ vorliegt, zeigt die Denkweisen der Politik (EU).

Ich kann nur empfehlen, mit seinen Abgeordneten einfach mal Kontakt aufnehmen und auf das Thema hinwiesen. Die Abgeordneten sollten zumindest erfahren, dass es Menschen gibt, die das Thema interessiert.

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Ist im aktuellen Zustand die 1000€ Grenze nicht sogar gefallen und auf 0€ gesetzt worden? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das auf Dauer irgendein Dienstleister oder irgendeine Behörde ernsthaft prüfen kann.

Klar rein technisch kann man das komplett automatisieren, aber spätestens bei der Aufarbeitung in welcher Menschen involviert sind, kommen doch Datenmengen zustande die niemand mehr auch nur annähernd kontrollieren kann.
Mal abgesehen vom Sicherheitsrisiko (wenn das jemand hackt oder die „falschen“ Menschen an die Macht kommen, dann gute Nacht!) und der Tatsache einfach mal alle Transaktionen (und damit alle Menschen) unter Generalverdacht zu stellen… Mir fehlt tatsächlich die Vorstellungskraft, dass sowas juristisch durchsetzbar ist.

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@hieron_ymus
„Bereits heute muss man KYC bei den Exchanges durchführen, sonst bekommst du gar kein Konto eröffnet.“
Das ist nicht überall so. Zu mindest hier in Europa. Nicht alle Länder haben die selben Regeln. Einige verlangen erst KYC nach Landesgesetz, wenn du in einer bestimmten FIAT Summe handeln möchtest. Zbsp. mehr als 15000 Euro. Erst ab dann musst du KYC machen. Alles was darunter ist geht ohne, nur mit Emailadresse. Und das ist völlig legal, sonst würde ich das hier auch nicht schreiben.
Das bedeutet, du kannst dort bis 14999 Euro per Banküberweisung oder in Bar Bitcoin kaufen. Dafür gibt es offizelle Einrichtungen. Wechselstuben zBsp.
Evtl. kannst du dir schon denken, in welchen Land dies möglich ist.
Börsen nenne ich aber hier nicht.

Warum nennst du keine Länder oder Börsen?
Wenn es doch nach Gesetz ist, kann man es ja auch nennen.

Das ist ein generelles Problem oder Phänomen im Netz. Bloss keine Namen oder Firmen nennen, warum auch immer. Ich denke es ist einfach eine schlechte Angewohnheit.

Zumindest empfinde ich das so da ich grundsätzlich Tacheles bevorzuge anstatt diffuses Geschwafel.

Das macht deinen Post ziemlich überflüssig.

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hi, eine meinung zählt immer und ist nicht überflüssig. ich mache öffentlich keine werbung für börsen, das musst du halt so hinnehmen. und ja, diese börse handelt nach dem gesetz des landes in dem diese tätig ist. dies gilt allerdings nicht für die gesetze in deutschland. hier wird von der barfin kyc ab dem ersten cent handeslvolumen verlangt. wenn sich jemand entscheidet, in diesem land an dessen börse ohne kyc zu handeln, kann dieser das tun, nur werde ich nicht öffentlich dazu anstiften und mit dem finger zeigen. ich werde nur daran erinnern, das dies auch möglich ist.
viele menschen sind in ihrer meinung schon festgelegt und leider hörst du dich auch so an.
wenn du dich dafür interessierst, kannst du mich gerne in einer pn danach fragen. in einer privaten nachricht ist das was anderes.

Einen Nennung ist keine Werbung.

Das würde ich schon aber ich würde die Böse hier sofort beim Namen nennen und Klarheit zu schaffen.

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Mann ey, ich denke er meint kanga, in der Tschechei. :stuck_out_tongue_winking_eye:

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Wenn die eu es nicht mehr erlauben würde dann seine coins von der wallet auf in der eu ansässige Börsen zu schicken

Könnte man dann seine coins aber legal einfach auf Börsen wie Kraken schicken ???die sind ja in USA

Eig. Kann doch das wallet verbot einen nicht treffen da man ja die wallet mit den coins besitzen darf bzw. 24 Wörter zu merken kann ja auch nicht verboten werden

Somit ist ein wallet verbot ja auch unmöglich stimmt’s ?

Technisch ist es in der Tat unmöglich.

Das ist genau so unmöglich wie das Masurbationsverbot einiger Sekten. Verboten ist es, lässt es sich unterdrücken? Technisch nein, aber man kann so viel Druck aufbauen, das sich die meisten dran halten.

Die Leute haben schnell Angst.

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Man kann es immer verbieten und kriminalisieren, aber an der Durchsetzung hapert es dann. Durchsetzen kann man so ein Verbot nur durch Angst oder Unwissenheit.

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Kann ich mir nicht vorstellen, denn der Druck „von innen“ ist da auf alle Fälle größer :rofl: