Wo es was zu holen gibt, hat der Staat die Finger drin

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In meiner Bekanntschaft gab es einen Todesfall und einen Erben. Ein Teil des inoffiziellen Erbes war Gold im Euro-Gegenwert niedrig sechsstelliger Höhe.
Das offizielle Erbe wurde auf dem normalen Wege übertragen, es war keine Erbschaftssteuer zu entrichten.

Ein paar Monate später hat der Erbe Post vom Finanzamt bekommen, in der nach dem Verbleib des Goldes gefragt wurde und der Aufforderung, dies in der Erbschaftssteuererklärung anzugeben (mit diesem Gold wäre Erbschaftssteuer fällig geworden).
Niemand konnte sich erklären, woher die Information über das Gold herkam, insbesondere da die Gewichtsangaben präzise waren. Der Verstorbene hatte es vor langer Zeit gegen Bargeld im Laden gekauft (als man noch nicht seine Personalien angeben musste).
Das Goldvermögen wurde immer sehr verschwiegen behandelt, es hat also fast niemand davon gewusst. Gelagert wurde es im Haus des Verstorbenen.
Alle haben gerätselt, woher das Finanzamt diese Information hatte.

Beim Kündigen der Hausratversicherung des Verstorbenen wurde dann das Rätsel gelöst:

Der Verstorbene hatte das Gold bei seiner Hausratversicherung angegeben. Und die hat die versicherten Vermögensgegenstände bzw. einige davon, also die Signifikanten, an das Finanzamt weitergeleitet.

Ich muss sagen: das überrascht mich einerseits, andrerseits auch wiederum nicht.
Zentralisierte Teil-Vermögensregister, in diesem Falle sogar noch „freiwillige Selbstauskunft“, wecken einfach zu große Begehrlichkeiten von Onkel Staat.
Da ist es logisch, dass er früher oder später die FInger drin hat.

Ganz nach dem Motto:

Ich greif euch tief in die Tasche
Jeder von euch Spackos bunkert irgendwo noch Asche
Und die hol ich mir, die find ich schon, egal wo sie liegt
Ich zieh euch aus, yeah, ihr Flaschen
Ihr werdet euch noch wundern, denn ich weiß zu überraschen

Quelle:

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wo ist da das Problem - bzgl. Heimlichkeiten seitens des Staates?

Du kannst grundsätzlich davon ausgehen, dass jede größere Transaktion bei Banken und Versicherungen dem Fiskus bekannt werden können. Bei Lebensversicherungen zB ganz sicher .
Auch das Kündigen einer Hausratversicherung löst bei der Versicherung eine Transaktion aus, zumindest Auflösung Rückstellung.

Daneben darfst du davon ausgehen, dass bei Banken und Versicherungen immer jemand vom Fiskus ist und in die Bücher schaut, zumindest Stichprobenartig. Diverse Vorgänge können dann eine Mitprüfungsmitteilung zur Folge haben.
Früher wurde das sogar systematisch gemacht, bevor dies verboten wurde - dieses systematische, nicht das stichprobenmässige bzw zufällige.

Wem das bisher nicht klar war, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

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Ich finde es trotzdem krass, dass das Finanzamt das alles trackt also pro Bürger. Ich mein das sind ja so viele Daten die die bekommen. Ich allein hab 8 Bankkonten und 5 Broker. Das ist doch mega viel Arbeit :thinking: Da werden doch save mehr Steuergelder verbrannt als dadurch reinkommen oder?

Ein weiteres Problem bei Nichtangabe ist aber wahrscheinlich auch in der Zukunft der Goldverkauf.
Geht ja nicht anonym, ausser von privat zu privat…

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Das würde für Bitcoin auch gelten oder? Weil der Staat kennt ja den Bitcoin Bestand und wenn der geerbt wird, wollen die auch steuern wie bei dem Gold vermutlich. Es sei den man hat die 24 Wörter bei einem Bootsunfall verloren und verlässt abrupt das Land :joy:

20 mio RentenEinkünfte.
49 Mio Lohnsteuerbescheinigungen
sicher mehr als 50 mio Depotnachrichten mit KAP, Zinsen, tausende LV-Auszahlungen, 20+ Mio Zulagen für Vermögenswirksame Leistungen, Riester, …
50+Mio Steuererklärungen, …

Wo hat Papa Staat und sein Fiskus ein Mengenproblem und das ist nur ein kleiner Ausschnitt. Papa Staats Datumsverarbeitung ist sicherlich leistungsfähiger, als man sich so allgemein vorstellt, zumal er viel dieser Arbeit den steuerpflichtigen und deren Dienstleistern auferlegt …

dafür gibt es seit 1.1.26 DAC8 & Co → automatische Meldung durch den Dienstleister an den Fiskus mit deiner Nummer → Meldung an deinen persönlichen Akt beim FA, eines Tages bestimmt auch in der „Vorausgefüllten Steuererklärung“ drin , damit du die Chance hast, die Korrektur um die steuerfreien Transaktionen zu vergessen :smiling_face_with_sunglasses:
:frog::frog:

na ja, bis jetzt stückenweise bis zu 200 Euronen