Bitte nutze die Suchfunktion bevor du eine Frage stellst!
Grüßt Euch,
hätte mal eine Frage wie so ein Brute Forcing überhaupt abläuft. Gibt ja bestimmt Leute da draußen die einfach Wörterkombis durchprobieren und hoffen sie finden was.
Rein aus der Wahrscheinlichkeit heraus, macht es wohl am meisten Sinn sich erstmal auf 12 Wörter Wallets zu beschränken, da es hier die geringste Entropie gibt?
Wäre ich ein Brute Forcer, würde ich somit theoretisch erstmal nur den 12 Wörter Suchraum absuchen bevor ich auf mehr Wörter gehe oder vielleicht sogar danach auf child Private Keys?
Testet der brute forcer auch die „gängisten“ passphrases bei jeder 12 Wörter kombi oder springt er einfach weiter wenn die 12 Wörter leer sind?
Würde er intensiver passphrases durchsuchen wenn er bei den 12 Wörter auf einen Bestand gestoßen wäre bzw. sieht, dass bereits Transaktionen stattgefunden haben?
Ich behaupte jetzt einfach mal folgendes:
Mehr als 12 Wörter sind sicherer weil jeder brute forcer vermutlich erstmal im 12 Wort Raum suchen würde? Mehr Wörter sind sowieso (?) sicherer weil es eine höhere Entopie gibt aber mir geht es eher darum: Bevor ein Brute Forcer überhaupt erstmal an die 18, 21 oder 24 Wörter ran geht, er erstmal viele viele Jahre mit den 12 Wörtern beschäftigt ist?
Die non-passphrase Wallet sollte keinen Bestand und auch keine Transaktionshistorie aufweisen um dem Brute-Forcer „vorzugaugeln“, die Wallet ist ungenutzt, damit er weiterzieht und nicht intensiver Passphrases durchsucht.
Passphrase sollte ausreichend Entropie aufweisen.
Ich bin mit den Wahrscheinlichkeiten vertraut, darum soll die Diskussion da nicht hinlaufen. Geht mir eigentlich nur drum zu Erfahren wie ein Brute Forcer vorgehen würde. Wo liegt für ihn die beste Wahrscheinlichkeit etwas zu finden?
Theoretisch ja, aber 12 Wörter sind bereits praktisch unmöglich zu bruteforcen, es gibt 340282366920938463463374607431768211456 Kombinationen, ein Hochleistungsrechner der 50 Milliarden Wallets pro Sekunde durchsucht, bräuchte 216.000.000.000.000.000.000 Jahre.
Nur nochmal so zur Wahrscheinlichkeit für alle, 12 Wörter sind genug, vorausgesetzt natürlich sie sind zufällig gewählt und geheim, aber die Einschränkung betrifft 24 Wörter genauso.
Auch theoretisch ja. Damit hätte man in speziellen Szenarien etwas mehr Sicherheit. Aber dass die 12 Wörter geknackt werden und dann noch die Passphrase (über 8 Zeichen) ist beides soo unwahrscheinlich, dass ich nicht pauschal davon abraten würde.
Wenn es für jemanden einen praktischen Nutzen bringt, zB. als Lockwallet oder weil er seine alten Bestände nicht verschieben will, finde ich es absolut nicht unsicher, einen non-Passphrase Wallet zu haben.
Es geht hier nur um kleine Nuancen in der Sicherheit.
Richtig.
Sie sollte nicht zu kurz sein, aber auch nicht 40 Zeichen lang, ab einem bestimmten Punkt, bringt es keinen Nutzen mehr und nur noch Probleme in der Handhabung.
Wegen der Wahrscheinlichkeiten macht Bruteforce absolut keinen Sinn.
Außer wenn dem Angreifer etwas bekannt ist und er den Suchbereich eingrenzen kann, zB. :
Du nutzt bei den 12 Wörtern nur welche, die mit „A“ beginnen.
Ein Teil eines schlechten Zufallsgenerators wird geleakt, siehe Coldcard.
Nein, sind sie nicht. 12 Wörter sind genau so sicher wie 24 Wörter.
Mit 12 Wörtern hast du 128 Bit Entropie. Also 2^{128} Schritte zum Brute-forcen.
Die X-Koordinate eines Public-Keys auf der secp256k1 elliptischen Kurve hat 256 Bit. Mithilfe des Pollard’s Kangaroo Algorithmus lässt sich aber der zugehörige Private-Key in nur 2^{128} Schritten finden (schneller als 2^{256} Brute-force).
Fazit: Das Brute-forcen von 12 Wörtern ist genau so schnell wie das finden des Private-Keys von einem Public-Key.