Welche App zur Kontrolle bei der Handynutzung meines Kindes

:information_source: Diese Kategorie ist für Themen, die nichts mit Bitcoin zu tun haben, also komplett „Off-Topic“ sind. Nutze ansonsten die Kategorie Diskussionen.

Hallo zusammen, gerade befassen wir uns damit, dass unser Sohn ein Handy haben möchte. Er kommt im Sommer auf die weiterführende Schule und wird dann ein Handy bekommen. Ich bin ganz und gar nicht froh damit, aber kann es ihm auch nicht verwehren. Er ist schon jetzt einer der wenigen, die noch keines haben…

Da sich hier viele Computer Experten tummeln, würde ich gerne wissen, welche App bzw. Tools gut sind im Bezug auf Kontrolle der handyzeit, Seiten sperrten etc. Hat da jemand Erfahrung und kann mir Tipps zu diesem heiklen Thema geben? Und eventuell auch, was hier wichtig wäre zu beachten . Das liegt mir seit einigen Wochen schwer im Magen und da fiel mir das Forum ein, hier sind so viele kluge Köpfe, da kann bestimmt jemand helfen. Ich danke euch.

mein Sohn verwendet Krohs Parental Control,
meint besser als family link von google

gibt aber scheinbar eine Einschränkung beim Alter der Kinder (sind natürlich keine 16)

Deutlich besser als family link von google. Muss man aber vorher bei der accounterstellung bescheissen. Und kostet einmal 36€
Also die googleaccounts der kids
Wegen dem alter. Meine sind quasi schon 16. Damit wird man family link los
Muss man halt dann im parental über einstellungen wieder einfange
*

Dankeschön!

Hey @Kiki,

Ich bin kein Freund technischer Lösungen, um die Kiddies von Handys fernzuhalten. Sie erfüllen zwar ihren Zweck, lehren den Nachwuchs aber nichts. Sobald die Technik weg ist, laufen sie Gefahr, den Tricks der Tech-Firmen zu verfallen.

Deswegen habe ich immer auf Eigenermächtigung gesetzt. Nach und nach etablierte sich bei uns:

  • Keine Handys im Wohnzimmer, um die verbale Kommunikation in der Familie zu fördern/zu ermöglichen
  • Den Nachwuchs vom Handy weglocken (gemeinsame Ausflüge, Spiele, etc)
  • Austausch über das, was die Kids auf ihrem Handy erleben
  • Launen bei wenig/übermäßigem Konsum zurück spiegeln
  • Im Notfall gab es auch mal handyfrei

Unsere Lessons learnt sind sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss, aber ein Anfang, um ein Verständnis für die Gefahren des Bling Bling aufzubauen. Und vielleicht hilft es Dir/Euch auch.

2 „Gefällt mir“

das ist schon richtig - allerdings nicht durchgehend durchführbar.
Im Zweifel sind die Kids bei ihren Freunden …

Denke da zB an einen meiner Neffen, da gab es bewußt und aus Überzeugung keine Glotze … Ergebnis kannst dir denken …

Ja, ich sage auch nicht, dass es so einfach wäre, wie eine Sperre. Zumal die Kids auch Freunde ohne Sperre besuchen können…

1 „Gefällt mir“

oder der Knirps bei Papa über die Schulter schaut, wenn der die Pin eingibt :rofl::rofl::rofl:

1 „Gefällt mir“

Ja das ist ein schwieriges Thema. Ich möchte unsere Kinder ungern kontrollieren, das hat ja auch was mit Vertrauen zu tun, andererseits möchte ich ihn schützen, wir selber merken doch wie abhängig wir selber sind von dem Ding…

Aber du hast recht, wir müssen den Kindern einfach eine schönere Alternative bieten in der echten Welt…

Ach es ist ein schwieriges Thema und ich weiß selbst noch nicht, was das richtige ist…

Aber danke für eure Denkanstöße

Ihr wollt doch nicht etwa euren Kindern was verbieten?!

Der freie Markt wird das schon alles regeln!

Und ein bißchen Schwund ist dann halt immer. ;)

Als Eltern bist da immer in der Zwickmühle. Es stehen sich hier mindestens zwei Verpflichtungen diametral gegenüber.

  • es hat ein umfassendes Recht auf (auch digitaler) Selbstbestimmung und Privatspäre

  • es hat ein umfassendes Recht auf Schutz durch die Erziehungsberechtigten und nimmt damit diese vollumfänglich in die Pflicht - auch rechtlich.

Wie löst du nun diesen Konflikt? Einerseits darfst du nicht, andererseits musst du!

Passiert Mist, fragt dich keiner nach dem ersten Punkt, sondern nagelt dich am zweiten fest!

Doch schützt du dein Kind zu stark, wird es sich immer stärker selbst beschränken.

Ist Mutter Natur mit ihren Zielkonflikten nicht inspirierend? :joy:

1 „Gefällt mir“

„Welche App zur Kontrolle bei der Handynutzung meines Kindes“ ?

die Antwort auf die Frage steckt schon in der Frage .

Du brauchst eine „Spionage“ App die jegliche Nutzung des Gerätes Aufzeichnet und weiterleitet. Du müsstest in Echtzeit die Nutzung des Kinderhandys beobachten können.
Um dann ggf. eingreifen zu können, brauchst du den vollen Fernzugriff auf das Kinderhandy.
Die Kontrolle des Kinderhandy wären dann auch eine zeitaufwändige Aufgabe für dich .

Wenn du deinem Kind offen und ehrlich sagst, das du alles mitliest und siehst was es mit dem Handy macht, dann sollte die Kontrolle auch gelegentlich werden .
Die Kontrolle sollte keine leere Versprechung oder leere Drohung sein .
Das Kind sollte und darf wissen das du alles siehst was es mit dem Handy macht.

Als ich Kind war , gab es noch keine Computer und dementsprechend auch keine Handys . Ich ging zum evangelischen Religionsunterricht und habe die 10 Gebote gelernt . Eltern können ihre Kinder nicht pausenlos überwachen , mir haben sie gesagt: „der liebe Gott sieht alles“ .

du siehst es völlig richtig.
Ein Kind , das vor allem Herausforderungen „geschützt“ wird, wird ein Waschlappen und ziemlich sicher ein Versager.

Die Kunst liegt im Austarieren.

ja, metaphysische Ebene - alles gut und recht :rofl: - das kann aber auch wieder ein beängstigender Mechanismus sein.

Zwischen „Vollüberwachung“ wie du sie beschreibst, die ich aber ablehne und Regeln, evtl. Sperren und Signale , ist ein weltweiter Unterschied.

Kern des Problems ist doch heute, dass die soziale Kontrolle auf allen Ebenen praktisch nicht mehr besteht.
„Soziale Kontrolle“ hat nichts mit Blockwartwesen zu tun.

Aber selbstverständlich funktioniert die noch. Nur haben sich die Werte und Moralmassstäbe eben verschoben. Nicht zuletzt eben durch die sozialen Medien.

Oder um es anders zu sagen, die soziale Kontrolle führt heute nicht mehr unbedingt zu dem Ergebnis, was du dir vielleicht wünschen würdest. Heute gelten eben Menschen als Sonderlinge und werden ausgegrenzt, die noch in ganzen verständlichen Sätzen sprechen, die Bitte und Danke sagen, die höflich und rücksichtsvoll sind und sich nicht für einen Gangster halten. ;)

ich möchte dir ausnahmsweise im Kern zustimmen.
Nur dagegen steht heute, dass der 12- oder 15-jährige heute ungestraft den Fahrer des Schulbuses abwatschen kann, wenn dieser das tägliche Chaos auflösen will, selbst dafür auch noch mindestens seinen Job los wird

Das „durften“ wir früher auch so gesehen. Nur haben wir es eben nicht gemacht.

Das ist einfach die Wertverschiebung und Verrohung die viele Ursachen hat. Z.B. auch eine systemische über die ihr hier nicht reden wollt. ;)

Ja das ist richtig . Aber mit „Vollüberwachung“ werden wir geboren . Babys und Kleinkinder fordern sozusagen die volle Aufmerksamkeit der Eltern . Je älter und „erfahrener“ Kinder werden desto weniger Aufmerksamkeit (Überwachung?) ist nötig .
Kinder können Regeln lernen .
Bei Jugendlichen wird das Regeln dann unter Umständen schwieriger . Jugendliche haben ihren eigenen Kopf und die wollen die Regen mitbestimmen bzw. aushandeln .

Kann aber sein das Jugendliche die „Soziale Kontrolle“ als Blockwartwesen empfinden.?
Ich lehne die „Vollüberwachung“ auch ab . Aber Kinder und Jugendliche sollte schon wissen das es die Möglichkeit der „totalen Kontrolle“ tatsächlich gibt . Aber man sollte vorsichtig sein und die Kinder nicht zu früh mit der „harten“ Realität der Erwachsenwelt konfrontieren .

keine Sorge, wird es richtig angesetzt, kommt da der Blockwart nicht. Es geht im 2 Dinge, Diskussion und Abgrenzung, Grenzen setzen. Dies muss aber auch uberprüfbar bleiben und überprüft werden - und das geht auch auch bei pupertierenden.
Ich war und bin Vertreter der langen Leine, also Freiräume , aber auch harte Bremse, wenn notwendig.