Ok, dann darf ich mich verabschieden: Ich bin ganz sicher kein Bitcoiner, also, was mach ich hier in einem Bitcoin-Forum?
Ganz ehrlich: Mehr, als die Frage „Was ist ein Bitcoiner?“ interessiert mich „Was ist Bubatz?“ ![]()
Ok, dann darf ich mich verabschieden: Ich bin ganz sicher kein Bitcoiner, also, was mach ich hier in einem Bitcoin-Forum?
Ganz ehrlich: Mehr, als die Frage „Was ist ein Bitcoiner?“ interessiert mich „Was ist Bubatz?“ ![]()
Es sind nur Kriterien und tauschen uns hier aus. Liege selbt nicht immer richtig, lerne gerne von anderen.
Ich finde die Beschreibung schön, rund und ziemlich vollständig.
Vielleicht könnte man noch ergänzen, dass ein Bitcoiner auch offen dafür ist, die Gänge im Rabbithole zu besuchen, die in Richtung Ökonomie, Philosophie und Mathematik führen.
Ein Bitcoiner ist ein Bitcoiner, wenn er Bitcoin verstanden hat. Alles andere leitet sich daraus ab.
Wer entscheidet wann man Bitcoin verstanden hat? Wenn man mal hier durchs Forum pflügt, schmeißen sich unterschiedlichste Leute in Diskussionen gerne immer mal wieder an den Kopf, dass der jeweils andere „Bitcoin einfach nicht verstanden hat“ ![]()
Ok und ab wann hat jemand bitcoin verstanden? ![]()
Bitcoiner sind sowas wie eine Sekte.
Es gibt da die erleuchteten Gurus oder Apostel (Influencer) die über die sozialen Medien die Bitcoinwahrheiten verbreiten (jenseits der technischen Aspekte).
Es gibt also Dogmen, Wahrheiten usw. die als solche verbreitet werden.
Die sammeln auch Spenden usw. Finanzieren sich und leben quasi also von ihren Gläubigen.
Und reisen auch um die Welt um die Botschaft zu verkünden und immer mehr Menschen “zu taufen”.
Es gibt sozusagen eine Erweckungsgeschichte. Also einen grundsätzlichen Aufwachmoment mit Erlöser (Satoschi) und viele persönliche Erweckungsgeschichten. Vergleichbar mit Bekehrungen oder Taufen.
Es gibt eine Heilsgeschichte.
Und jeder der von den Narrativen abweicht der wird als Feind markiert oder hat die Sache halt nicht verstanden. Wie man auch hier im Forum eindrucksvoll beobachten kann. ;)
Das sind Merkmale einer Sekte/Religion.
Für mich ist ein Bitcoiner jemand, der die Probleme des Fiatgeldsystems erkannt hat und die Eigenschaften von Bitcoin gegenüber allen anderen Geldern als überlegen ansieht. Daraus leitet ein Bitcoiner ab, dass Bitcoin das Potenzial hat langfristig das Fundament des globalen Geldsystems zu bilden.
Dementsprechend hat ein Bitcoiner auch Bitcoin/Satoshis gekauft, da er einen langfristigen Kaufkraftgewinn für sehr wahrscheinlich hält. Ein unendliches Hodeln ist für mich kein Merkmal eines Bitcoiners. Je nach Lebenserwartung zieht ein Bitcoiner auch mal Fiatgewinne.
Schönes Thema. Hatte ich auch schon überlegt mal in die Runde zu fragen.
Meine Intention dahinter war die Abgrenzung von (aus meiner Sicht) “echten” Bitcoinern und einem Großteil der Trump-Regierung. Ich hatte vom Blocktrainer so oft gehört, dass Person XY auch ein Bitcoiner sei und nun alles ganz groß werden kann. Die meisten aus dieser Runde sind für mich aber klar KEINE Bitcoiner.
Was ein Bitcoiner ist fällt mir aber schwer einzuordnen. Ich hatte mich selbst als einen gesehen, da ich nach und nach komplett in Bitcoin “geflohen” bin, weil ich die Schwächen aller staatlich regulierten Assets/Währungen/Gelder, oder wie auch immer man es nennen möchte, gesehen habe.
Mehrere Dikussionen hier im Forum haben mich zu dem Schluss kommen lassen, dass ich doch keiner bin.
Als Ergänzung zu den aufgeführten Punkten würde ich noch ergänzen:
Ergo sind die Leute, die
keine Bitcoiner für mich.
Gehe einig, es bleibt jedoch nachvollziehbar, die Strategy & Co. Strategien sind für viele irritierend. Jedoch sollte nicht das Abwenden, sondern gerade deswegen in Bitcoin investieren, die Schlussfolgerung sein. Jeder mit seinem Budget ohne Druck, ohne sich gross zu verschulden, und mit ein wenig Geduld.
Kurz und Knapp: ein “echter” Bitcoiner ist - in meinen Augen - neben den anderen von dir genannten Punkten hauptsächlich einer, der NICHT auf den Preis guckt (und trotzdem überzeugt ist).
Manchmal frage ich mich, ob solche Strömungen einfach eine Begleiterscheinung waren oder ein integraler Bestandteil der Menschwerdung. Klar, wenn man einmal erwacht ist, erscheint das einem problematisch und dumm. Sekten sind heute einfach gruselig. Aber wenn man bedenkt, dass der menschliche Geist sich erstmal entwickeln musste, wäre es nicht verwunderlich, wenn das menschliche Denken von Anfang an mythisch und religiös war. Religiöse Geschichten sind eigentlich oft voller Symbole und Metaphern, die verschiedene Gedankenstrukturen widerspiegeln. So, als ob es die ersten Laufversuche eines einigermaßen rationalen Verstandes wären. Die intelligenten Muster versuchen, durch das Irrationale durchzuscheinen, doch fürs Erste genügt es nur für religiöses und mythisches Denken.
Mit der Zeit wird der Verstand stärker, doch die Relikte der Vergangenheit gehen nie gänzlich verloren und zeigen sich in verschiedenen Formen und mit der Möglichkeit, in diese alten „Modi” zu verfallen und moderne Sekten hervorzubringen.
Vielleicht gibt es immer noch die Tendenz, dass neue Erkenntnisse einen ähnlichen Weg nehmen. Über das mythische, über eine Erweckungsgeschichte, über Symbole, über Zugehörigkeit, über Fanatismus, Ausgrenzung… Bis das Rationale so reif wird, dass es diese alten Muster nicht mehr braucht, um auf einer rationalen Ebene sich zu manifestieren.
Vielleicht machen wir diese uralten Erweckungsverläufe immer wieder durch. Weil es für das Gehirn und die Soziologie des Menschen einfach der ursprünglichen Form entspricht. Aus dem Irrationalen, aus den Symbolen, aus den Extremen hin zum Rationalen, Definitionen und einer feinen Differenzierung.
Aber, keine Ahnung ob das stimmt ![]()
Auch wenn ich die Diskussion hier selbst interessiert verfolge, frage ich mich gerade, warum es überhaupt wichtig sein sollte, zwischen “echten” und “unechten” Bitcoinern zu unterscheiden.
Gebe ich dir Recht, dass es idR keinen Mehrwert hat. Was mich nur gestört hatte, war diese pure Begeisterung, dass scheinbare Bitcoiner nun die Fiatwelt aufmischen. Dabei haben sie zT nur zu Wahlzwecken mal das Wort Bitcoin gesagt.
Genauso war Lindner nicht plötzlich zum Bitcoiner geworden.
Eine geringe Toleranz für bullshit gehört eventuell auch dazu
.
UN-BE-DINGT!!!
Wie konnte ich diese Eigenschaft vergessen ![]()
Der einzig wahre Bitcoiner hier im Forum ist @frile .
Ihr anderen Möchtegerns könnt euch alle hinten anstellen solange ihr nicht Roman als euren Messias und Erlöser akzeptiert!
Politiker lügen während des Wahlkampfs … das ist ein Schocker ![]()
Aber im Ernst: Egal ob Politiker pro oder kontra Bitcoin sind – an den Fundamentals ändert das einfach nichts. That’s the beauty of it ![]()
Interessante Gedanken die ich in einer ähnlichen Form auch schon gehabt habe, weil ich eben auch daran glaube, dass alles ein ewiger Kreislauf ist. So wie es die Natur in Form der Jahreszeiten z.B. vorgibt. Ein ewiges kommen und gehen und kommen und gehen…
Im menschlichen Geist ist def. Spiritualismus angelegt. Ich meine, das wäre wissenschaftlich sogar auch belegt.
Die großen drei Fragen mit denen sich der Mensch ja herumplagt und die er nicht sicher beantworten kann, sind ja die Fragen die seine Existenz direkt betreffen. Wo komme ich her, wo gehe ich hin und welchen Sinn hat das alles eigentlich?
Die wird sich vermutlich auch schon der erste Frühmensch gestellt haben. ;)
Allerdings sind Religionen und Sekten etwas grundlegend anderes. Denn die beinhalten ein festes Regelwerk, Dogmen, unumstößliche Wahrheiten usw.
Während mystische Erzählungen usw. eben Erzählungen sind. Die “Religionen” der Indoeuropäer z.B., also vor ihrer Christianisierung, das waren alles lebendige Religionen, die man sich einfach erzählt hat. Das waren sozusagen Lagerfeuergeschichten die sich auch stetig etwas gewandelt haben.
Da gab es keine Zentrale die über den Inhalt bestimmte und es gab entsprechend auch keine Dogmen, kein Regelwerk wie man sein Leben zu leben hat und entsprechend auch keinen missionarischen Eifer.
Aber dennoch sind diese “Religionen” voller Philosophie, voller Spiritualität usw.
Also das muss man voneinander abgrenzen will ich damit sagen.
Ein Bitcoiner ist jemand, der Verantwortung übernimmt. Er betreibt eine Node, nicht aus Pflicht, sondern aus Überzeugung. Er lebt nicht zwingend von Bitcoin, aber er lebt mit Bitcoin – im Vertrauen auf Freiheit, Mathematik und Selbstbestimmung.